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Drakon

Jan 2007
25

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Leser:4005

Drakon

Lockeres Spiel gesucht, Glück kein Problem – sondern eher erwünscht, Regeln bitte extrem kurz, Ärgerfaktor hoch und Spieldauer überschaubar. So in etwa könnte die Beschreibung ausgesehen haben, wenn man Drakon empfohlen bekommen hat.

Drakon ist mittlerweile in der dritten Edition veröffentlicht worden. Es beinhaltet die erste Erweiterung und hat schönes (wenn auch leicht riechendes) Material. Die Figuren sind jetzt aus Plastik modelliert und die Grafik wurde noch verfeinert. Ein bißchen seltsam mutete das Auspöppeln der Dungeonplättchen an, die sich nur schwer aus dem Rahmen rauslösen lassen und an den Verbindungsstellen der Kanten Rückstände behalten.

Das Spiel an sich ist relativ einfach: Renne durch einen Dungeon, sammel Gold und vermeide auf dem Speiseteller des gemeinen Drachen zu landen.

In jeder Runde hat der Spieler die Möglichkeit 

Bewegt man seinen Abenteurer auf eine neue Kammer, so tritt sofort die Sondereigenschaft der Kammer in Kraft (angezeigt durch ein Symbol in der Mitte der Kammer und nachlesbar auf der Spielerhilfe, die es für jeden gibt). Dazu gehören z.B. Gold finden, in eine andere Kammer teleportieren, einen Mitspieler eine Goldmünze stehlen, … Und dann gibt es noch diese hundsgemeine Kammer, bei der man den Drachen um drei Felder bewegen darf. Pfui … ihr könnt Euch natürlich denken, daß es jetzt gemein wird. Steht nämlich der Drache am Ende seiner Bewegung auf einem Feld mit anderen Abenteurern, so stiehlt er ihnen eine ihrer Goldmünzen und die betroffenen Abenteuerer müssen wieder von der Ausgangskammer starten.

Warum schreibe ich immer von diesen Goldmünzen? Na ja, man benötigt halt eine bestimmte Summe an Goldmünzen, um das Spiel zu gewinnen. Die Goldmünzen haben verschiedene Wertigkeiten und man erhält sie verdeckt, klaut sie verdeckt und gibt sie verdeckt auch wieder ab. Man weiß demnach nie, wer gerade führt.

Während man zu Beginn noch mehr oder weniger gemeinsam durch den Dungeon crawlt, trennen sich aufgrund der Kammeraktionen irgendwann die Abenteurer. Und irgendwann erscheint dann auch dieses feuerspeiende goldgeile Ungeheuer im Dungeon und hetzt hinter einem her.

Drakon sollte man mit möglichst vielen Spielern spielen. Das macht einerseits mehr Spaß und verhindert andererseits unschlagbare Kammer-Kombos (Zwickmühleneffekt). Nico hatte im Spiel eine Kombination, wo er zwischen zwei Kammern hin und herspringen konnte. Dadurch durfte er mir jede zweite Runde eine Goldmünze stehlen. Da kann man alleine schwer störend eingreifen. Das Nico bei 6 Spielern in so einer Situation das klare Feindbild wäre braucht nicht gesondert erwähnt zu werden. Überhaupt ist Drakon ein richtig schönes Ärgerspiel. Also nicht zu ernst nehmen – und wie gesagt mit möglichst vielen Spielern spielen.

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