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Wir schreiben das Jahr 1978 – ein Hase und ein Igel machen sich auf die Spielewelt zu erobern. Das deren Wettkampf schlieÃlich bereits im Folgejahr zum Titel Spiel des Jahres reichen würde hätten Mümmel und Stachel wahrscheinlich auch nie geglaubt – aber der Spielemechanismus war damals schon genial und macht auch heute noch SpaÃ. Ein Rennspiel ohne Würfel – nur mit Karten. Und das gute daran ist, daà damit auch der Glücksanteil aus dem Spiel getilgt wurde. Das Spiel ist so beliebt, daà man sogar eine grafisch überarbeitete Neuauflage (futuristischer) herausgebracht hat. Wenn ich einen Tipp geben darf, dann die alte Ausgabe kaufen – sie ist einfach schöner!
Worum geht es?
In einem kurzen Motto zusammengefasst könnte man das Spiel auch “Zwei Schritte vor und ein Schritt zurück nennen”. Man rennt mit seinem Hasen vom Startfeld über diverse Felder zum Zielfeld. Angetrieben wird man hierbei durch Karottenkarten. Davon bekommt man zu Beginn schon einmal ein paar auf die Hand. Auf einer Rennkarte kann man ablesen, wie viele Karotten man für wie viele Felder Bewegung man ausgeben muÃ. Da kostet die Bewegung um ein Feld eine Karotte, die Bewegung um zwei Felder aber bereits drei Karotten. Daraus ergibt sich, daà viele kurze Schritte immer billiger sind, als ein langer. Damit das Spiel nicht zu einfach ist reichen die Startkarotten natürlich nicht aus, um gleich im Ziel zu landen. Und neue Karotten bekommt man z.B., wenn man sich auf ein Igelfeld wieder zurückfallen läÃt. Dann erhält man 10 Karotten pro zum Igelfeld rückwärtsgelaufenen Feld. Darüber hinaus gibt es noch x mehr Möglichkeiten an Karotten zu kommen, aber leider neben dem Bewegen nur y (wobei y kleiner als x ist) Möglichkeiten, um diese auch los zu werden. Schade für den, der mit seinem mühsam angesammelten Karottenberg auf der Zielgeraden landet und keinen Einlaà findet. Möchte man nämlich als Erster die Ziellinie überqueren darf man nur noch maximal 10 Karotten im Gepäck haben. Gar nicht so einfach. Neben dem Karottenproblem gibt es auch noch ein Salatproblem. Mama Hase hat nämlich Verpflegung für den langen Marsch über die Felder vorbereitet – genau drei Salate. Nun muà das Hasenkind also drei Mal Picknick machen, um diese zu vertilgen. So ein Picknick kostet natürlich Zeit und so darf man je Fresserchen eine Runde aussetzen. Aber was tut man nicht alles für Mama…
Hase und Igel hat uns richtig Spaà gemacht. Wer sein Glück herausfordern möchte zieht halt ab und zu mal eine Hasenkarte und schaut was passiert – das muà nicht immer passend sein. Sonst muà man schauen, seine Karottenressourcen intelligent zu managen und die anderen auch mal zu ärgern, in dem man Felder besetzt, die einerseits die Mitspielerhasen blockieren und andererseits einem selber in diesem Moment Vorteile bringen. Pro Feld darf nämlich nur ein Hase stehen.
Insgesamt lautet meine Empfehlung: Vergesst “Mensch ärgere Dich nicht” und spielt den ebenso zeitlosen aber erheblich anspruchsvolleren Klassiker Hase und Igel – möglichst in der Ausgabe von 1978. Die Zeiten, in denen man rundenlang versuchen muÃte eine “6″ für das Einsetzen zu würfeln sind endgültig vorbei.
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empfohlene Spieleranzahl: 3+
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# Cornel on Mai 2nd, 2007
Wenn ich einen Tipp geben darf: Unbedingt neue Ausgabe kaufen. Sieht zwar nicht so schön aus, dafür sind zwei Ãnderungen drin, die das Spiel gerechter machen:
a) erstes Salat-Feld weiter vom Start weg -> senkt Startspieler-Vorteil
b) Hasenfelder sind lukrativer, wenn man in der Reihenfolge weiter hinten ist.
Gruss
Cornel