
Diese Rezension wurde dem spielblog freundlicherweise von Eric zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Fairy Tale ist ein wunderschönes, märchenhaftes Kartenspiel mit Bildern im japanischen Zeichenstil. Jeder der 2 bis 5 Spieler versucht während des Spiels die punktträchtigsten Kartenkombinationen zu sammeln und auszuspielen. Wer dabei am Ende am meisten Punkte gesammelt hat ist der Sieger.
Die einfachste Möglichkeit zu punkten ist natürlich Karten mit einem hohen Punktwert auszuspielen. Für die Karten mit den höchsten Punktwerten muss man jedoch bestimmmte “Aufträge” erfüllen, damit man diese Punkte auch tatsächlich kassiert, ansonsten geht man leer aus. Als Aufträge gibt es zum Beispiel die meisten Karten einer bestimmmten Farbe (gelb,rot, grün, schwarz) zu haben, die meisten Karten einer bestimmten Sorte zu haben (Person, Ort, Geschichte, etc.) oder auch nur eine ganz spezielle andere Karte ausgespielt zu haben, die es nur einmal im Spiel gibt. Ob man diese Aufträge tatsächlich erfüllt, wird erst ganz am Schluss ermittelt. Hinzu kommen Karten die als Multiplikatoren für andere Karten gelten, Karten die mehr wert werden, je mehr gleiche Karten man davon ausspielt, etc.
Und als krönender Abschluss kann jede Karte auch noch eine Sonderaktion beinhalten, die beim Ausspielen aktiviert wird. Dabei kann man auslösen, dass Karten einer bestimmten Farbe bei allen Spielern oder bei sich selbst verdeckt werden müssen (CLOSE) , sodass sie nicht mehr für die Endwertung zählen. Verdeckte Karten können wieder aufgedeckt werden (OPEN), damit sie doch wieder für die Wertung zählen. Und es gibt noch die Möglichkeit einer Kartenaktion, bei der schwarze Karten, die normalerweise immer eine Aktion auslösen, verdeckt ausgespielt werden müssen und dabei deren Aktion auch nicht ausgeführt wird (HUNT). Die Aktionsmöglichkeiten der Karten werden dabei durch ein einfaches Symbolsystem dargestellt, welches man sehr schnell verinnerlicht hat. Dabei lässt sich allgemein sagen, dass Karten mit Aktionen beim Ausspielen deutlich weniger Punkte wert sind als Karten ohne Aktionen.
Fairy Tale wird in 4 Spielrunden gespielt, pro Spielrunde erhält jeder Spieler 5 Karten, von denen er 3 Karten ausspielt und die restlichen verdeckt abwirft, sodass jeder am Spielende 12 Karten ausliegen hat, die dann gewertet werden.
Interessant ist dabei der Kartenverteilmechanismus, der stark an Booster-Draft-Turniere vom Sammelkartenspiel Magic erinnert:
Jeder Spieler erhält in einer Spielrunde 5 Karten vom Kartenstapel, sucht sich davon eine Karte aus und legt diese verdeckt vor sich ab. Die restlichen Karten reicht er an den linken Nachbarn weiter und wartet darauf, dass er selbst die Restkarten vom rechten Nachbarn bekommt. Die Karten wandern dann reihum, bis jeder Spieler 5 Karten genommen hat. Anschliessend sucht sich jeder Spieler eine seiner gewählten Karten zum Ausspielen aus und legt sie verdeckt vor sich hin. Haben alle Spieler gewählt, werden die Karten aufgedeckt, die Sonderaktionen ausgelöst und anschliessend werden die gespielten Karten zu den eigenen Karten dazugelegt. Das Ganze wird wiederholt, bis jeder spieler 3 seiner 5 Karten gespielt hat, der Rest kommt dann weg und eine neue Spielrunde beginnt, bei der die Richtung in der die Karten weitergegeben werden gewechselt wird. Dieser Draft-Mechanismus zur Kartenverteilung erfreut sich inzwischen wachsender Beliebtheit und findet sich u.a. auch im Alea-Spiel Notre Dame wieder.
Fazit:
Das Spiel ist ein wunderschöner Absacker und ist in erfahrenen Runden in gut 10 Minuten gespielt, so dass oft noch einige Revanchen drangehängt werden. Der Hauptreiz des Spieles liegt dabei in dem Dilemma der Auswahl der Karten während des Draftens und während des Ausspielens:
Ein interessantes Spiel mit vielen verschiedenen Siegpunktmöglichkeiten und voller wichtiger Entscheidungen, bei dem man erst am Ende erfährt, ob man die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Mit meinem Kauf des Spiels habe ich aber definitiv die richtige Entscheidung getroffen.
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empfohlene Spieleranzahl: 3+
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# Leo on Dezember 6th, 2007
Also ich spiele das Spiel seit ungefähr einem halben Jahr immer wieder als Absacker.
Es ist zwar sehr Glückslastig und eigentlich mag ich sowas nicht besonders.
Aber bei diesem Spiel macht das Vor-sich-hin-sammeln einfach wahnsinnig viel SpaÃ. Und da es nur 10 Minuten dauert ,ists auch nicht schlimm wenn man mal Pech hat, dann spielt man halt doch eins. Bis jetzt hats allen gefallen denen ichs gezeigt hab (bisher ungefähr 15 Personen unterschiedlichster Spieltypen) also uneingeschränkte Kaufempfehlung!