
Dieser PEEP wurde dem spielblog freundlicherweise von Antiriad zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
So, heute hab ich es 2x spielen können und kann mal einen kleinen PEEP drüber schreiben.
Zuerst mal die größeren Unterschiede zum Brettspiel Caylus:
Das Spiel an sich…
Vorbereitung:
Man legt je nach Spieleranzahl 2-4 neutrale Gebäude auf den Tisch, auf diese Weise wird der Bau der Strasse begonnen. Der Vogt kommt auf die letzte gelegte Karte. Über der Strasse legt man die Brückenkarte (legt die Reihenfolge zum Passen und Vogt versetzen fest) und die Schlosskarte. Die Schlosskarte ist eigentlich sinnlos, schaut halt schön aus, und erinnert die Spieler an die Kosten für einen Teil des Schlosses. Die Prestigegebäude werden offen beiseite gelegt. Die Prestigeplättchen werden nach Wert sortiert. Sie symbolisieren das Schloss und können am Ende jeder Runde in beliebiger Menge gegen je ein Nahrung/ Holz/ Stein Paket getauscht werden. Dabei muss die Reihenfolge beachtet werden, zuerst der Bergfried (4 PP), Mauerwerk (3PP), Türme (2 PP). Man fängt also mit dem wertigeren an.
Jeder Spieler bekommt seine Karten in der Spielerfarbe (12 Stück), seine Figuren, 2 Nahrung, 2 Holz und 4 Denar.
Die Karten (repräsentieren die Gebäude) werden gemischt und jeder Spieler nimmt 3 Karten auf die Hand. Es gibt hier die einmalige Gelegenheit alle seine Karten abzulegen und 3 neue zu ziehen. Abgelegte Karten werden offen auf den Ablagestapel des jeweiligen Spielers gelegt.
Alle Karten sind auf der Rückseite automatisch Wohngebäude, nutzt man also den Notar, dreht man dann in seinen Zug einfach eine eigene Karte um, bezahlt die Kosten und hat das Wohngebäude.
Spielverlauf:
Phase1: Einkommen
Wie bei Caylus 2 Denar, pro Wohnhaus bzw. Hotel je ein Denar mehr.
Phase 2: Aktionen
Das Herzstück des Spieles.
Beginnend mit dem Startspieler entscheiden sich die Spieler im Uhrzeigersinn für je EINE der folgenden Aktionen:
Phase 2 dauert so lange bis alle Spieler gepasst haben!
Phase 3: Der Vogt
Kann jetzt von den Spielern entsprechend der Reihenfolge in der sie gepasst haben gegen Zahlung von bis zu 3 Denaren um bis zu 3 Felder versetzt werden.
Phase 4: Gebäude aktivieren
Hier werden die Gebäude der Reihenfolge nach aktiviert wie sie liegen, bis zu der Karte auf der der Vogt liegt.
Die Gebäude danach gehen leer aus.
Jedes Gebäude auf dem ein Arbeiter steht hat einen Effekt, von dem der Besitzer des Arbeiters profitiert und eine Auswirkung, die dem Besitzer des Gebäudes zugute kommt.
Phase 5: Das Schloss
Entsprechend der Reihenfolge in der gepasst wurde kann jeder Spieler Rohstoffpakete für den Bau des Schlosses anbieten. Dies ist freiwillig und in beliebiger Menge durchführbar. Liefert keiner der Spieler ein Päckchen ab, werden 2 Prestigeplättchen entfernt und in die Schachtel zurückgelegt. Sind alle Prestigeplättchen weg endet das Spiel.
Phase 6: Ende einer Runde
Der Vogt zieht bis zu zwei Karten vorwärts in Richtung Ende der Strasse.
Das Spiel ist am Ende der Runde vorbei in welcher der Vorrat an Prestigeplättchen verbraucht wurde.
Wie spielt es sich nun?
Ich würde es stark mit Puerto Rico/ San Juan vergleichen. Das Kartenspiel vereinfacht die einzelnen Vorgänge und steigert dadurch die Spielgeschwindigkeit. Trotzdem kommt das Spielgefühl des großen Bruders gut rüber.
Da man ja alle relevanten Aktionen in Phase 2 macht, geht das zackzack – das große Taktieren z.B. über Passen und anderen Spielern die Arbeiter teurer zu machen, bzw. diverse Aktionen um die Spielerreihenfolge zu ändern, fallen komplett weg. Statt dessen konzentriert man sich auf optimalen Aufbau um einen guten Mix aus Prestigegebäude und Prestigeplättchen kaufen zu können.
Sehr gut gefallen hat mir dass man an eigenen Gebäuden, die von fremden Arbeitern aktiviert werden wirklich gut partizipiert. Beim Steinbruch/ Sägewerk/ Bauernhof bekommt der Arbeiter darauf 2 Rohstoffe, der Besitzer des Gebäudes 1 Rohstoff. Das ist aber auch notwendig, da ja in Phase 2 abwechselnd eine 6 Aktionen gespielt wird,bis alle gepasst haben. Also kommt es oft vor dass man selber ein Gebäude baut, das sofort vom nächsten Spieler besetzt wird.
Das Spielgefühl von Carta gefällt mir generell – man sucht sich abwechselnd eine Aktion aus, baut fröhlich vor sich hin und muss nicht so extrem taktieren. Wirklich banal ist es aber auch nicht, denn durch den Vogt ist schon genug Ärgerpotential da und man sollte auch schauen was man wann baut, um nicht permanent Rohstoffe an andere Spieler zu verschenken.
Ich denke besonders zu viert ist es sicher um einiges härter, da man durch den Kauf der Prestigeplättchen gut steuern kann wie schnell das Spiel endet. Wenn da ein Spieler sich zu sehr darin verliert alle seine Gebäude zu bauen, um dann Prestigegebäude darauf zu bauen, können die anderen das schön stoppen indem sie möglichst schnell die Schlossplättchen aufkaufen und damit das Ende einleiten.
Fazit:
Eine sehr gute Umsetzung, die sich schnell spielen lässt aber trotzdem noch viele Handlungsmöglichkeiten offen lässt. Durch die Reduzierung von 2 Prestigeplättchen in der Schlossphase (wenn kein Spieler ein Plättchen kauft), baut das Spiel auch einen angenehmen Druck auf, seine Aktionen gut zu planen und möglichst effizient in der Zeit seine Punkte zu machen.
Wir haben es zu zweit gespielt. Da dauert es ca. eine Stunde. Ich denke mal nach einigen Partien werden wir uns so auf 45 Minuten einpendeln.
Ich schätze mal dass es ähnlich wie Caylus mit steigender Spielerzahl ein komplett anderes Spielgefühl vermittelt. Zu zweit ist es angenehm spielbar und man hat mit wenig Mängeln zu kämpfen.
Dir könnte das Spiel gefallen, wenn Du
empfohlene Spieleranzahl: funktioniert in alles Besetzungen gut – halt wie Caylus
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# ode on Juni 15th, 2007
Das hört sich ja doch irgendwie ganz gut an. Da ich auch San Juan als einen unwürdigen kleinen Bruder von PR betrachte, komme ich evtl. in Frage…
Schönes PEEP!!!
ode.