
Dieser PEEP wurde dem spielblog freundlicherweise von JoelH zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Autor: Mac Gerdts
Verlag: Eggert-Spiele
Für 2-5 Spieler ab 12 Jahren
Spieldauer ca. 75-90 Minuten
Spannend war es und am Ende entschied die Feinwertung, so soll es sein.
So könnte man in einem Satz unserer erste Hamburgum-Partie zusammenfassen. Aber natürlich geht es auch etwas ausführlicher.
Was ist alles dabei?
Hamburgum ist ein Spiel für 2 bis 5 Spieler, das Material ist durchaus üppig und schön gestaltet, die kleinen Ziegelsteine sind einfach süß. Auch der große Spielplan (54,5 x 77 cm) ist schön und übersichtlich gestaltet, sowie doppeltseitig verwendbar. Die eine Seite zeigt das alte Hamburg, die Rückseite, englischsprachig, London. Auch die Spielplättchen sind dualsprachig angelegt, wobei dies scheinbar nur für der Eggertversion gilt, die Rio Grande Games-Version ist nur englischsprachig, habe ich gelesen. Neben der Spielregel, die keine Frage offen lässt, ist zudem ein kleiner historischer Abriss über die Kirchen von Hamburg als Beilage dabei. So fühlt man sich der Sache irgendwie noch näher, denn der Spielmechanismus bildet die Gegebenheiten doch sehr gut ab und wirkt nicht aufgesetzt.
Um was geht es?
Zitat aus der der Spielregel:
Hamburg im 17. Jahrhundert. Gewaltige Festungsanlagen schützen die Stadt vor den Verwüstungen des 30jährigen Krieges. Durch protestantische Glaubensflüchtlinge ist Hamburg die größte und wohlhabendste deutsche Stadt geworden. Bereits aus der Ferne künden mächtige Kirchen und der Mastenwald der Schiffe vom Stolz und Reichtum der Bürger. Die Spieler führen Hamburger Familien zu Wohlstand und Prestige……
Durch Spenden sollen sechs Kirchen gebaut werden, dadurch kann man Prestigepunkte erhalten und wer nach dem Bau der letzten Kirche die das meiste Prestige angesammelt hat gewinnt. Sollten am Ende mehrere Spieler gleich viele Punkte haben wird das Restvermögen als Feinwertung genutzt. Und tatsächlich gab diese den Ausschlag in unserer Partie.
Wie wird gespielt?
Zentraler Mechanismus ist natürlich das Gerdts-Rondell, ein charakteristisches Merkmal seiner Spiele. Dort rückt man seine seinen Spielstein stetig um das Rondell und wählt zwischen sieben verschiedenen Aktionen aus.
Folgende Felder (Aktionen) gibt es:
Spielablauf
Das Spiel entwickelt sich zunächst langsam, da die Spieler wenige Waren und wenig Geld besitzen. Die ersten Runden wechselt also das Zugrecht sehr schnell, ohne dass viel passiert. Man produziert Waren, die man dann via seiner Schiffe verkauft.. Allerdings geht diese Phase recht schnell vorbei und man kann dazu übergehen seine Züge längerfristig zu planen. Welchen Plan man anstrebt, zuerst Geld scheffeln um dann schnell viel zu bauen, zunächst Gebäude bauen, durch die man zusätzliche Waren, Geld oder Schiffe erhalten kann und erst später Spenden oder immer gleich Spenden wenn man die Materialien zusammen hat, bleibt jedem selbst überlassen, es gibt durchaus verschiedene Wege zum Ziel, denke ich.
Beendet ist das Spiel wenn alle Kirchen gebaut sind, danach werden noch ungewerteten Spendenplättchen gewertet, die übrigen Waren und das Geld werden auch noch in Prestige umgewechselt und dann steht der Sieger fest.
Erstes Fazit?
Klar gibt’s das, Hamburgum ist ein schönes Spiel mit gutem Material. Es macht Spass und bleibt bis zum Schluss spannend. Die Regeln sind eingängig und nicht zu komplex. Durch den Schnelleinstiegsteil der Regel, in dem einfach die ersten Runden eines Spiels Zug für Zug erklärt werden, weiß man wie’s abläuft und die eigentlichen Regeln müssen nur noch, zu wissende, Details verfeinern. Zudem sind die Regeln klar geschrieben und hinterlassen keine Lücken (Wenn man nichts überliest). Taktisch kann man verschiedene Wege beschreiten, man wird sehen ob es einen Königsweg gibt. Direkte Interaktion der Spieler untereinander findet zwar nicht statt, allerdings ist durch den Hafen, die Gebäude- und Spendenplättchen genug indirekte Interaktion gegeben, so dass man schon gegeneinander und nicht nebeneinander her spielt .
Aber es gibt natürlich auch etwas zu kritisieren. Ich finde die Bau- und Spendenkosten zu niedrig angesetzt. Am Anfang ist zwar eine Hürde vorhanden, allerdings steigt das Einkommen recht schnell wenn man z.B. 2 Bierbrauer besitzt und dann geht es zum Schluss doch recht fix, zumindest im Ziel zu zweit. Doch das sind nur Details.
Wiederspielenwert?
Auf jeden Fall, uns hat das Spiel Spass gemacht, es ist natürlich kein Strategieüberhammer, es hat aber einen schönen Mechanismus und lässt genug Freiräume um nicht langweilig zu werden.
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# nora on Dezember 2nd, 2007
Wir haben Hamburgum zu zweit gespielt. Da war es eher langweilig. Zu dritt und zu viert ist es ein Spiel, das uns sehr gut gefällt. Es ist eigentlich klar, was zu tun ist, aber auf das Tempo kommt es an. Der Kampf um Häuser, Schiffe und Kirchenplättchen macht das Spiel spannend. Man muà schon genau planen, was man auf dem Rad in welcher Reihenfolge und in welcher Geschwindigkeit ansteuern will.