
Dieser PEEP wurde dem spielblog freundlicherweise von ode zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Autor: Henning Poehl
Verlag: Sphinx Spiele
Für 2 – 6 Spieler ab 16 Jahren die ca. eine Stunde spielen wollen
Dieses Spiel basiert auf dem Kartenspiel Zombie Rally (Rally wie Versammlung, nicht wie Rennen!) von Snarling Badger Games. Doch bei DIA DE LOS MUERTOS gibt es ein Brett!
Die Spieler schicken sich an, den Tag der Toten auf einem kleinen mexikanischen Friedhof zu feiern. Der Tag der Toten ist in Mexiko ein großes, mehrtägiges Volksfest. Die Toten dürfen dabei aus dem Totenreich zurückkehren und im Kreis ihrer noch lebenden Familie weilen. Ein Feiertag zur Erinnerung und Ehrung der Toten. Doch auch, wenn jeder Mexikaner weiß, dass die Toten nicht wirklich auferstehen, so spielen wir in diesem Spiel eine Horde Skelette, die auf der Jagd nach Punkten auf einem Friedhof rumspukt!
Jeder Spieler bekommt eine Karte um die Zugreihenfolge anzuzeigen, und zwei Karten um ein Skelett zusammen zu setzen. Die eine Karte zeigt die Anzahl der Beine, die andere die Anzahl der Arme. Beides zwischen Null und Zwei, wobei wir alle vollständig, also mit zwei Armen und zwei Beinen anfangen. Die Anzahl unserer Körperteile beeinflusst auch unsere Bewegungsweite. Skelette mit nur einem Bein können auch nicht so schnell laufen. Skelette ohne Beine können nur so schnell kriechen, wie sie noch Arme haben sind alle Körperteile ausgegangen wird’s schwierig.
Ihr ahnt schon: In diesem Spiel geht es knochenhart zu! Vom Start geht es darum über einen Friedhof zu stapfen, Totenfeste zu feiern (wofür es Siegpunkte gibt) und dann schnellstmöglich ins Ziel zu laufen. Der Totengräber sorgt aber dafür, dass wir nicht ins Ziel laufen können, bevor nicht jedes Totenfest gefeiert wurde.
Alles im Spiel wird mit Karten gemacht. Jeder hat anfangs vier Karten auf der Hand. Die Rückseite der Karten ist neutral gehalten, zweigt aber, wieweit man mit dieser Karte ziehen kann durch eine Anzahl (zwischen eins und drei) von Knochen. Der Pfeffer im Spiel sind aber die Vorderseiten der Karten! Hier finden sich durchaus gemeine Aktionen. Die meisten davon sind Angriffe auf die lieben Mitspieler. Bei Angriffen steht immer dabei, wie nah man an einem Mitspieler dran stehen muss, um ihn (oder gleich mehrere bei der Karte Radschlag) zu erwischen. Bei Tritten verliert der Angegriffene ein Bein, bei Prügel einen Arm. Bei anderen zufälligen Angriffen, wie z.B. dem Wurf mit einem Totenkopf, wird das getroffene Körperteil zufällig ermittelt. Dazu wird beim Angegriffenen eine Karte verdeckt gezogen. Auf fast allen Karten sind Knochensymbole für Arm und/oder Bein. Wird ein solches Bein gezogen, verliert der angegriffene Spieler ein Bein. Diese Symbole auf den Karten zeigen weiterhin an, welche Körperteile ich brauche, um die Aktion durchführen zu können. Ist ja klar: Ein Skelett ohne Arme kann dem nächsten Skelett keinen Totenkopf an die Omme werfen!
Natürlich gibt es nicht nur Angriffskarten. Weiterhin kann man dem Mitspieler auch eine Totenfestkarte entreißen. Oder sich gegen Angriffe wehren oder besondere Züge machen (z.B. auch, wenn man keine Arme und Beine mehr hat erwischt man keine solche Karte, bleibt nur die Hoffnung auf eine Knochenflickerkarte!).
Die Spielrunde sieht nun folgendermaßen aus. Je nachdem, auf welchem der nummerierten Felder man steht, wird über die Zugreihenfolge entschieden. Dann spielt jeder eine Karte verdeckt aus. Jeder Mitspieler kann nun sehen, wie weit der andere ziehen könnte, so er sich denn Bewegen möchte. Das entscheidet jeder Spieler aber erst, wenn er am Zug ist. Der Zugreihenfolge nach, muss nun jeder entscheiden, ob er die Bewegung machen will, die seine Karte erlaubt, oder ob er die Aktion machen möchte, die noch verdeckt da liegt. Übrigens kann man seine Bewegungspunkte auch verfallen lassen oder teilen. Ein Hund streunt nämlich auf dem Friedhof rum und kann Skelette angreifen (oder den Weg versperren). Die gewonnenen Körperteile (oder Totenfestkarten = Siegpunkte!!!) verbuddelt in auf drei verschiedenen Verstecken. Diese kann man auch wieder plündern und sich seine Körperteile wiederholen!
Je nachdem ob man sich bewegt hat oder eine Aktion durchgeführt hat, darf man nun Karten nachziehen und es folgt eine weitere Runde. Sind alle Totenfeste gefeiert (also, alle Siegpunktkarten von den Feldern aufgenommen worden) gibt der Totengräber den Weg zum Ziel (unseren Gräbern) frei. Nun beginnt der Wettlauf um die begehrtesten Gräber, die nämlich noch mal verschiedene Siegpunkte bringen. Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus Gräberpunkten und Totenfestkartenpunkten.
In diesem Spiel wird geärgert ohne Ende. Leute, die sich schnell ärgern lassen oder es nicht ertragen, dass der Mitspieler einem die schöne Siegpunktkarte klaut, sollten hiervon die Finger lassen. Alle anderen, denen die Schadenfreude schon ins Gesicht geschrieben ist, während sie diesen PEEP lesen und damit umgehen können, auch mal ein Bein oder einen Arm zu verlieren, die sollten sich dieses wunderschön gestaltete Ärgerspiel nicht entgehen lassen! Die Zeichnungen stammen vom Cartoonisten Michael Holtschulte, über dessen Werk sich der Interessierte auf seiner Homepage http://www.totaberlustig.de/ informieren kann. Hier wird mit viel schwarzem Humor gespielt, weshalb das Spiel die Altersangabe (ab 16 Jahren) erhielt. Die Spielmechanismen erlauben auch schon deutlich jüngeren Kids den Zugang. Wir haben es letzte Woche bei Bekannten mit ihrer zehnjährigen Tochter gespielt und die hat uns alle Lang gemacht. Da muss dann jeder selbst wissen, wie knallhart die eigenen Kids sind. Allerdings wird die größere Herausforderung wohl dann kommen, wenn es ums Ärgern geht. Und darum geht es hier fast ausschließlich!!!
Noch ne Kleinigkeit zur Spielbarkeit: Wir haben es einmal zu zweit gespielt – es funktioniert, macht aber wirklich nicht so viel Spaß. Unsere Fünferrunde war allerdings saugut!
Das Spiel ist quasi im Eigenverlag erschienen und hat diese riesige Schachtel nur wegen des sehr feinen Spielbrettes. Sonst finden sich in der Schachtel nur noch ein paar Figuren und eine Menge Karten. Die Gestaltung ist aber überaus professionell und superwitzig!
Dieses Spiel könnte Dir gefallen, wenn Du
Du kennst das Spiel? Wie ist Deine Meinung? Über die Kommentarfunktion kannst Du das Spiel bewerten und kommentieren…
# Sankt Peter on März 12th, 2009
Zu langatmig für das, was es bietet. Thema ist zwar lustig - aber rettet am Ende auch nicht wirklich den Spielspaß. Einmal spielen und ein bißchen lachen, das reicht aber auch.Spielreiz
Spielmaterial
Spielregel
Einfluss
Interaktion
Innovation