
Wer hat im realen Leben nicht schon mal die Katze im Sack gekauft – und wenn es im Zweifel der Lebenspartner ist.
In Essen konnte man die Katze im Sack in einer Schachtel kaufen. Mir wurde erzählt, daà am 2F-Stand die Verkäufer sogar passende T-Shirts trugen. Damit wird man ja wahrscheinlich auch beim weiblichen Käuferpotential richtig punkten können.
Filou ist auf jeden Fall ein nettes Absackerkartenspiel – so eine Mischung aus Geschenkt ist noch zu teuer und Hol’s der Geier. Ehrlich gesagt ist dieses Spiel völlig an mir vorbeigegangen – ich habe es mir dann erst nach Essen besorgt und finde es hat sich für so eine Art Spiel dann doch gelohnt.
Ach so: WuÃtet Ihr, daà Filou im Englischen anscheinend Felix heiÃt?
Das Spiel
Jeder Spieler erhält einen Satz Karten in seiner Farbe. Eine davon legt anschlieÃend jeder Spieler blind in die Schachtel zurück. Friedemann hat anscheinend etwas gegen Spiele mit vollständiger Information. Aber gut, es ist ja wie gesagt ein Absackerspiel und kein Strategiehammer!
Haben die Spieler ihre Karten (Katzen mit Plus- oder Minuswerten, neutrale Häschen und groÃe und kleine Hunde), werden in der Mitte je nach Anzahl der Spieler Karten platziert. Auf jede dieser Karten (mit Ausnahme der ersten) wird unterschiedlich viel Geld gelegt. Je weiter die Karte rechts liegt, um so mehr Geld gehört drauf. AnschlieÃend legt jeder Spieler verdeckt eine Karte aus seiner Hand jeweils die Karte in der Mitte, die seiner Sitzposition entspricht und die erste Karte wird zu Beginn aufgedeckt. AnschlieÃend werden Mäuse gesetzt, um Katzen zu erhalten. Steigt ein Spieler aus, so erhält er sein gebot zurück und das Geld, das auf der ersten Karte liegt. Zusätzlich wird die nächste verdeckte Karte umgedreht. Das bedeutet, daà die verbleibenden Spieler schon mehr Informationen über die eventuell zu ersteigernden Punkte haben. So geht das weiter, bis der Letzte die Karten erhält…
Pech, wenn da ein groÃer Hund liegt. Da Katzen mit hohen Punkten anscheinend auf hunde mit groÃem Gebiss stehen, verschwinden groÃer Hund plus groÃe Katze in der Schachtel und nicht im Punktelager des Ersteigerers. Ein kleiner Hund verschwindet der Logik folgend mit der kleinsten Katze in der Kiste und jetzt die Quizfrage: Was passiert, wenn zwei Hunde am Ende in der Auslage liegen? Falsch: Das ergibt keine tierische Massenorgie, sondern wie im richtigen Leben streiten sich die Rüden und verschwinden ohne Katze in der Kiste (nein – nicht was ihr denkt)!
Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten ersteigerten Punkten.
Wie spielt es sich?
Wie gesagt: es ist ein Absacker. Es hat Bluffelemente, Bietelemente und das elendige Knappheitsproblem beim lieben Geld. Manchmal ist es sinnvoller auf eine späte “Pass-Position” zu spielen, um die Geldreserven aufzufüllen. Auch ist die Sitzposition beim verdeckten Platzieren der Karten nicht ganz unwichtig. Liegt meine Karte weit hinten, dann habe ich längere Zeit mehr Informationen als die Mitspieler – das sollte man dann auch ausnutzen (bluffen oder abzocken).
Obwohl ich jetzt die Grafik des Spiels so überragend toll finde wie anscheinend einige andere, sind die Karten schön groà und funktional. Es ist demnach auch seniorentauglich und kann auch bei Dämmerlicht in familiären Adventsrunden oder im Zelt gespielt werden.
Die kurze Spielzeit von 20 Minuten vergeht wie im Flug. Und obwohl das Spiel natürlich nicht wirklich steuerbar ist, hat man trotzdem manchmal das richtige Gefühl. Der Ãrgerfaktor ist natürlich hoch… hehehe – probiert es aus.
Ein insgesamt schönes Spiel aus dem Hause 2F. Lohnt sich auch für die Familie oder den Spieleabend mit den Kindern.
empfohlene Spielerzahl: 4+
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