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Utopia – Rezension von Braz

Feb 2008
03

email email
Leser:6845

Utopia

Diese Rezension wurde dem spielblog freundlicherweise von Braz zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!  

Hmm…also ein neues Spiel von den beiden „Khronos“-Autoren……“Khronos“, einem meiner Lieblingsspiele……da muss ich beim Stand auf der Spiel`07-Messe wohl einfach einmal vorbeischauen….aha, das schaut ja sehr interessant aus: Kleine Häuschen, ein hübsches Spielbrett und hübsche Spielfiguren…..nun denn….schauen wir einfach einmal, was uns das Spiel so bietet und steigen ein in die Welt von “Utopia”.

Text vom Verlag: Der König von Utopia hat die Fürsten der größten antiken Kulturen eingeladen, die Vielfalt der Architektur ihrer weit entfernten Länder auf der Inselgruppe Utopias entstehen zu lassen. Die Spieler sind Minister des Monarchen und ihre Aufgabe ist es, die Gäste in der Stadt zu empfangen und sie auf ihrem Weg über die einzelnen Inseln zu begleiten. Jeder Schritt des Stadtausbaus wird ihr Ansehen, ihr Prestige vergrößern.

Spielregel

Wie wird nun gespielt?

Die Runden sind generell kurz (= 3 Phasen), aber grüblerisch und laufen nach folgendem Muster ab:

Das Thema ist ja folgendes, dass man Fürsten fremder Kulturen, welche mit einem Schiff in Utopia ankommen, beim Ausbau von Utopia helfen soll. Dies macht der Spieler durch strategisches Versetzen der Fürsten (=Plättchenfiguren) auf dem Spielplan.

Ankunft der Fürsten

Doch zunächst einmal ist der Beginn einer jeden Runde die Ankunft der Fürsten. Hierbei werden aus einem Stoffbeutel dreimal so viele Fürstenplättchen einer neutralen Farbe gezogen, wie Spieler am Spiel teilnehmen. Demnach zieht man bei 4 Spielern 12 Fürstenplättchen aus dem Beutel. Die Fürstenplättchen besitzen ein Zeichen, welches mit einem Zeichen von einem der fünf Inseln auf Utopia übereinstimmt (Utopia besteht nämlich aus 4 Inseln – Insel der Erde, der Luft, des Feuers und des Wassers – jede Insel weißt zudem eine unterschiedliche Anzahl an Stadtteilen auf, so dass Utopia in Inseln und jede Insel noch mal durch Strassen in Stadtteile unterteilt ist.). Nun werden die Fürsten –gemäß ihrer Symbole auf den Plättchen (Symbole = Fisch für Wasser, Vogel für Luft, Salamander für Feuer, Schlange für Erde) vor ihre spezifischen Inselgruppen gelegt. Nun haben die Spieler die Aufgabe, diese Fürsten auf der entsprechenden Insel in die Stadtteile, welche für sie strategisch am Geschicktesten sind, zu verteilen. Aus diesem Grund muss nun –beginnend mit dem Startspieler und in Spielerreihenfolge- jeder Spieler sich ein Fürstenplättchen nehmen, es durch ein gleiches Plättchen seiner Farbe zu ersetzen und dieses Plättchen an die entsprechende Insel in einen beliebigen Stadtteil seiner Wahl zu platzieren.

Um es noch mal zu verdeutlichen: Jeder Spieler hat vor sich ebenso Fürstenplättchen liegen, aber in seiner Farbe, sprich Fürstenplättchen mit einem Farbhintergrund in grün, schwarz, blau und rot. Die farbneutralen Plättchen hingegen, welche man an die entsprechenden Inselgruppen anlegt, werden aus einem Beutel gezogen und besitzen eine leichte Färbung gemäß der Färbung der jeweiligen Insel, an der sie eintreffen (= ausgelegt werden). Sie sind ansonsten mit den Plättchen, welche vor einem ausliegen, absolut identisch.

Das Platzieren der Fürstenplättchen geschieht so lange, bis kein Plättchen mehr ausliegt und die nächste Phase des Spiels somit eingeläutet wird:

Der Stadtausbau – bzw. wie ich treffender finde: Die Wanderschaft der Fürsten

Zu Beginn werden jedem Spieler 5 Karten ausgeteilt, welche u.a. Symbole der jeweiligen Fürsten enthalten. Jeder besitzt demnach mind. 5 Karten (es kommen die Karten, welche man aus der vorherigen Runde nicht gebraucht hat additiv oben drauf), mit deren Hilfe er seine Fürsten nun auf die Reise schicken kann. Ziel ist es 3 gleiche Fürsten in 1 Stadtteil zu haben (dann kann man ein sog. Monument bauen, welches pro Runde Siegpunkte bringt) oder 5 verschiedene aber eigene Fürsten auf einer Insel zu haben (dann kann man 1 von 4 Weltwundern auf der Insel bauen, mit dessen Hilfe man sofort 6 Siegpunkte bekommt und dann nur noch, wenn ein Monument auf dieser Insel gebaut wird).

Wie kann man nun seine Fürsten auf Wanderschaft schicken?

Spiele ich eine Karte eines Fürsten, dann kann ich mit diese Fürsten in ein angrenzendes Stadtteil ziehen oder mit dem Schiff von einer Bootanlegestelle zu einer anderen reisen. Für 1 Fürstenkarte kann ich zudem einen neuen Fürsten aus einem bereits gebauten Monument der gleichen Art laufen lassen (der Besitzer des Monumentes bekommt dann sofort 1 Siegpunkt). Für 3 gleich Fürstenkarten kann ich einen Fürsten aus meinem Vorrat an beliebiger Stelle (monumentunabhängig) einsetzen. Des Weiteren kann ich noch durch spielen 1 Karte einen Fürsten in ein Monument ziehen und sofort 2 Siegpunkte dafür bekommen.

Kurzum: Es geht meist darum, seine Fürsten durch die Wanderschaft zu gruppieren. Entweder 3 gleiche auf einem Feld, oder 5 verschiedene auf der Insel, damit ich entweder ein Monument oder ein Weltwunder bauen kann. Beides bringt mir im Laufe des Spiels Siegpunkte.

Sobald jemand dann keine Karte mehr spielen will, ist der nächste Spieler dann an der Reihe.

Punktabrechnung

Waren alle Spieler an der Reihe ist nun die Phase der Punktabrechnung an der Reihe. Monumente werden gemäß ihrer Wertigkeit gewertet und die Spieler rücken auf der Siegpunkteleiste nach vorne. Zu erwähnen sei hierbei noch, dass man die Wertigkeit der Gebäude in Phase 2 verändern kann, worauf ich aber hier nicht noch näher eingehen möchte.

Es gewinnt der Spieler, der nach überschreiten der 50 Siegpunktemarke die meisten Punkte hat.

Fazit

Mir hat das Spiel ausgesprochen gut gefallen: Die Grafik schaut sehr ansprechend aus, das Regelwerk ist angenehm kurz (=4 Seiten) und es ist ein relativ knackiges Spiel, bei dem unter Umständen sehr viel Gegrübelt wird, denn es gilt die eigenen Schritte genau zu planen, aber auch die Schritte anderer Spiele zu erahnen damit man sie durchkreuzen kann.

Für mich ein rundum gelungenes Mehrheiten-/Strategie- Spiel, das zwar nicht mit der strategischen Tiefe eine Khronos zu vergleichen ist, aber durchaus als strategisch anspruchsvolles Familienspiel bezeichnet werden kann, welches mehr in Richtung Vielspieler als Gelegenheitsspieler geht. Die Anleitung ist zwar nur 4 Seiten lang, aber im Spiel müssen sehr viele Aspekte berücksichtigt werden. Der Gelegenheitsspieler mag so vielleicht etwas den Überblick zu verlieren.

Alles in allem: Klasse Spiel!

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One Comment

  1. # nora on März 30th, 2008

    Wir haben Utopia zu viert gespielt. Zunächst hatten wir den Eindruck eines Familienspiels (rette Graphik, hübsche Hebäude, nicht zu umfangreiche Regel…). Dabei handelt es sich um ein sehr nettes kurzweiliges Spiel mit moderatem Glücksanteil und deutlich mehr Strategieanteil. Zudem sind noch ein paar nette Gemeinheiten eingestreut, so daß ein Gegner durchaus behindert werden kann. Die Spiellänge ist ebenfalls angenehm kurz. Dieses Spiel ist eindeutig ein Highlight aus Essen.


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