unknowns.de spielblog
spielblogspielwikispielforum

Jump to content

Additional information

Allgemein

Letzte Artikel

Letzte Kommentare

Kategorien

Suchen

Umfrage Spiel des Jahres

Lieblingsspiel 2010 (alle 14 Tage abstimmen)

  • Add an Answer
View Results

Schlagworte

1 bis 4 Spieler 1 bis 5 Spieler 1 bis 6 Spieler 2 bis 4 Spieler 2 bis 5 Spieler 2 bis 6 Spieler 2 bis 8 Spieler 2 Spieler 3 bis 4 Spieler 3 bis 5 Spieler 3 bis 6 Spieler 3 bis 7 Spieler 3 bis 10 Spieler 4 bis 7 Spieler 8 bis 18 Spieler 15 Minuten 30 Minuten 45 Minuten 60 Minuten 90 Minuten 120 Minuten 150 Minuten 180 Minuten 210 Minuten 240 Minuten 300 Minuten Cosim kooperativ Rennspiel Solo Wirtschaftsspiel

WP-Cumulus by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.


Das Geheimnis der Abtei – Rezension von ode

Jul 2008
19

email email
Leser:4466

Das Geheimnis der Abtei

Diese Rezension wurde dem spielblog freundlicherweise von ode zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Verlag: Days of Wonder
Autoren: Bruno Faidutti & Serge Laget
Drei bis sechs Spieler im Alter ab 8 Jahren spielen ca. 60-90 Minuten

Eins der Bücher, die ich schon immer mal lesen wollte, war „Der Name der Rose“ von Umberto Eco. Den Film mochte ich sehr! Als alter Krimi- und Bond-Fan quasi einer meiner Lieblingsfilme. Das Buch kann ich übrigens nur empfehlen! Der Film fällt dagegen sehr ab. Allerdings sollte man eine große Toleranz für extrem lange religiöse Dialoge mitbrinegen…

So recht war mit nie bewusst, dass „Das Geheimnis der Abtei“ dieses Thema aufnimmt. ICh hab das Spiel erst fürmich entdeckt, als es schon länger draußen war. Denn es ist kein Spiel zum Film oder Buch! Aber am Ende nimmt man die Geschichte, die sich im Buch von Umberto Eco abspielt auf. Hier gibt es allerdings nur einen Toten… Und dessen Mörder wird gesucht!

Die Spieler sitzen um den Grundriss einer Abtei herum. Der ist wunderschön gestaltet und zeigt uns diverse Räume von oben. Diese sind typischerweise in Latein gehalten, wie das ganze Spiel ziemlich viel Atmosphäre vermittelt. Zwar nicht so düster und bedrohlich, wie Film oder Buch. Aber allein dank der Rundenkarten, die sich an dem klösterlichen Tagesablauf orientieren, findet man sich schnell in alter Zeit und auf Mörderhatz wieder. Jeder hat einen Mönch in seiner Spielerfarbe in der Ecclesia, also der Kapelle stehen. Von dort aus, den dahin kehren wir ständig wieder um zu Beten (so ist nun mal der Tagesablauf im Kloster), starten die einzelnen Runden und unsere Erforschung der heiligen Hallen.

Im Spiel sind insgesamt 24 Personen, vertreten durch Karten. Je acht Mönche gehören zu einem Orden: Die edel gewandeten Templer, die jeglichem Reichtum entsagenden Franziskaner und die fleißigen Benediktiner. Alle Mönche unterscheiden sich in einigen Merkmalen. Es gibt in jedem Orden zwei Äbte und je drei Brüder und Novizen. Dazu gesellen sich die Merkmale Kopfbedeckung, Bartwuchs und Körperumfang. Ihr merkt: Drei Orden, Drei verschiedene hierarchische Stufen und drei körperliche Merkmale.

Am Anfang des Spiels wird eine Karte verdeckt gezogen und unter das Spielbrett gelegt: So schnell wird man zum Mörder! Von den restlichen 23 Karten bekommt jede Spieler zwischen drei und sechs auf die Hand – je nach Spielerzahl. Bei vielen Spielern gibt’s weniger Karten. Der Rest wird zum verdeckten Nachziehstapel. Fakt ist: Die Karte, die ich kenne, kann nicht der Mörder sein. Nun hat jeder Spieler ein kleines Notizbuch. Quasi einen A4-Zettel, der gefaltet ist und in seiner Mitte die Notizzettel der Spieler vor den Mitspielern verbirgt. Das Notizbuch ist eine ausführliche Kurzspielregel mit Auflistung der Räume, einem kleinen Abteigrundriss und ein paar Spieltipps. Der Notizzettel ist ein sehr übersichtlicher A5-Zettel, von einem Block abgerissen, der alle 24 Mönche zeigt, ihre jeweiligen Merkmale symbolisch darstellt und Platz für Notizen lässt. Sehr schön!

Gespielt wird über acht Runden. Jede einer Betstunde zugeordnet. Jede der acht Runden beinhaltet vier Züge. Stellt man fest, dass die kleine Glocke auf der Rundenkarte auf dem Feld Vier steht, wird zur Messe gebimmelt und alles kommt in der Ecclesia zusammen. An dieser Stelle wird dann das auf der Karte stehende Rundenereignis vorgelesen. Dabei handelt es sich meist um das weitergeben von Handkarten – also möglicherweise das enttarnen von Verdächtigen – die Karten wollen wohlüberlegt sein! Denn Ziel des Spiels ist natürlich, den Mörder zu enttarnen. Reden wir nicht drum herum. Zwar gibt es Punkte zu ergattern, in dem man im Kapitelsaal vor versammelte Mannschaft tritt und verkündet: „Der Mörder hat keinen Bart!“ und es sich am Ende als richtig erweist. Aber dafür gibt es nur einen Punkt. Hat man sich allerdings verhauen, dann gibt’s Minuspunkte! Erste Mörderanschuldigungen dürfen logischerweise erst im Kapitelsaal gemacht werden, wenn alle Verdächtigenkarten im Spiel sind. Ab er wie finde ich denn nun heraus, wer der Mörder ist? Es kann sich ja nicht um ein reines Kartentauschspiel handeln, oder?

Ich muss schon ein wenig Ermittlungsarbeit auf mich nehmen. Im Parlatorium (Sprechzimmer) kann ich eine Verdächtigenkarte ziehen und so neu ins Spiel bringen. Sind keine mehr vorhanden, darf ich an einen Mitspieler eine Frage stellen. Diese muss zwei Eigenschaften beinhalten. Überhaupt Fragen. Ein zentrales Mittel der Mörderhatz. Bleibe ich in meinem, gerade mal zwei Schritte (also zwei Räume) weiten, Spielzug auf demselben Feld wie ein Mitbruder (oder eine Mitschwester) stehen, darf ich eine Frage stellen. Für diese Fragen gibt es eine klare Regel: Man darf nicht so fragen, dass der Name eines Verdächtigen geantwortet werden muss. Klare Sache. Beispiele könnten sein: „Hast du Abt Sergio auf der Hand?“, „Hast du Abt Bruno von deiner Verdächtigenliste gestrichen?“ oder „Wie viele Mönche mit Bart hast du auf der Hand?“ Wichtig ist, dass alle Brüder und Schwestern zur Wahrheit verpflichtet sind. Du darfst nicht lügen! Nein, so ist das nicht korrekt zitiert… Jetzt besser: “Du sol lst kein falsches Zeugnis abgeben wider deinen Nächsten!“ Der Mitspieler kann nun entscheiden, die Antwort nicht zu geben. Sein Schweigegelübte verpflichtet ihn dazu. Behauptet er. Antwortet er allerdings, so kann sich der Gefragte mit einer Gegenfrage revangieren. In dem Fall muss die Gegenfrage auch beantwortet werden. So ergeben sich mitunter wichtige Details, die sich durch meine listige Fragestellung nur mir erschließen.

Weitere Räume bieten mehr Platz für Aufklärungsarbeit. Die Bibliothek kann während des ganzen Spiel nur einmal betreten werden. Und auch nur dann, wenn man die wenigsten Verdächtigenkarten auf der Hand hat. Die Karten, die man dort zieht sind sehr stark und zwingen meist die anderen, mir ein paar Geheimnisse zu entlüften.

Im Scriptorium (Schreibraum) gibt es auch Karten zu ziehen. Sie können im Spielverlauf angewendet werden und bringen kleine Vorteile.

Im Beichtstuhl liegt immer ein Würfel. Dieser zeigt die Farbe des Mönches, der als letzter Buße tat, oder tun musste. Wer in den Beichtstuhl geht, darf von diesem Mönch eine Karte ziehen. Allerdings liegt nun seine Farbe oben und der nächste Büßer darf von ihm stibitzen…

In der Krypta kann man Karten ziehen, die später eingesetzt einen Doppelzug ermöglichen.

Jeder Mönch hat auch eine Zelle in der Abtei. Geht ein fremder Mönch dort stöbern, findet er mitunter wichtige Hinweise, die schon ein der dort lebende Mönch herausgefunden hat. Das wird durch einen verdeckten Kartenzug aus der Hand des Zellenbesitzers umgesetzt. Wird man beim stöbern entdeckt, muss man die Karte zurückgeben und Buße tun, also ab in den Beichtstuhl und eine Runde aussetzen.

Im Spielverlauf wandern so manche Karten durch die Hände der Spieler. Oft genug wird man gezwungen Karten weiter zu geben. Wichtig ist, dass man nicht alle seine Geheimnisse offenbart und eine bestimmte Karte mal das Ganze Spiel über nicht weiter gibt. Kluge Frager werden aber schnell die Geheimnisse der bestgehüteten Kartenhand lüften. Wer aber zu viele Geheimnisse versucht zu verbergen, kommt meist auch langsam den Ziel näher. Manchmal zu langsam, um vor den anderen den Täter zu enttarnen. Die Mörderhatz in diesem Spiel macht sauviel Spaß! Interaktion gibt es viel und komplizierte Regeln wenig. Einziger Hirnverdreher ist das Ordnen der Merkmale und das Kombinieren um zum richtigen Schluss zu kommen. Gepaart mit der richtigen Atmosphäre haben wir hier ein tolles Spiel für den größten Teil der Familie vorliegen. Die Regel schlägt noch einige Feinheiten vor, die die Atmosphäre noch deutlicher hervorheben sollen und das Ganze fast zum Rollenspiel macht. Zudem sind in der Regel noch Varianten angeführt, mit denen man das Spiel anpassen kann. Will man kürzer Spielen oder taktischer?

Ich kenne das Spiel nur zu viert. In der Besetzung macht es einfach super viel Spaß. Ich könnte mir vorstellen, dass es zu sechst etwas länger dauert, bis man alle Infos zusammengeklaubt hat.

Insgesamt ein super Spiel, bei dem ich auch noch mal die tolle Gestaltung hervorheben möchte (teilweise von Julien Delval, die aktuell mit dem neusten ALEA-Werk „Wie verhext!“ tolle Arbeit abgeliefert hat). Wenn auch typisch bunt, wie man es von Days Of Wonder kennt.

Ich bin mal gespannt, was demnächst von Ravensburger kommt, wenn das Thema wieder aufgegriffen wird. Dieses Spiel legt die Messlatte zumindest schon mal ziemlich hoch!

Anmerkung: In meiner Version des Spiels liegt schon die Erweiterung „Die Chroniken der Pilger“ dabei. Diese enthält aber keine spielverändernden Elemente, sondern nur weitere Ereigniskarten, Scriptorium-Karten, etc…

Dir könnte das Spiel gefallen, wenn Du

Du kennst das Spiel? Wie ist Deine Meinung? Über die Kommentarfunktion kannst Du das Spiel bewerten und kommentieren…


One Comment

  1. # ode on Mai 11th, 2009

    Mal wieder ein altes Spiel kommentieren! Und gleich nen derben Schnitzer korrigieren: Julien Derval ist keine "die"... *rotwerd*

    Spielreiz
     

    Spielmaterial
     

    Spielregel
     

    Einfluss
     

    Interaktion
     

    Innovation
     


Your Comment

You can use these tags:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>




Powered by WP Hashcash

Credits

Template designed by praegnanz.de.