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Space Dealer

Nov 2006
13

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Leser:5875

Space Dealer Verpackung

Bei unserem letzten Spieleabend kam dann endlich Space Dealer auf den Tisch.

Nach dem Auspacken hatten wir alle erst einmal ein grosses Fragezeichen über dem Kopf. Sanduhren en masse, große Raumschiffe, … mhhhh – “ein eher ungewöhnliches Spiel” drängte sich uns auf.

Gut, also den Plantenring aufbauen. Erste Überraschung: eine Verbindungsecke fehlt – ich ahnte schon warum. Und tatsächlich nachts um 3.00 Uhr fand ich bei strömendem Regen die Verbindungsecke unausgepöppelt in meiner Mülltonne – Glück gehabt.

Aber zurück zum eigentlichen Spielvergnügen…

Das Spiel war mehr oder weniger schnell aufgebaut. Die Anleitung innerhalb von 10 Minuten vorgelesen und halb verstanden. Schnell die CD mit dem 30 Minuten-Soundtrack (so lange dauert das Spiel) in den Player und losgelegt.

30 minutes left…

Wir spielten jeder für sich los. Keiner hatte wirklich einen Plan was idealerweise zu tun wäre, aber es fing langsam an Spaß zu machen. Endlich mal wieder ein innovatives Spiel. Die Befürchtung, das sich das Spiel in ein Gehetze verwandeln würde konnte bereits nach 2 Sekunden widerlegt werden. Alle hatten Ihre 2 Sanduhren umgedreht und warteten, dass der Sand endlich vollständig unten ankommen würde. Lalala…

25 minutes left…

Nico hatte das Glück eine Sanduhr erwischt zu haben, die ab und zu einfach mal stehen blieb. Er wunderte sich, dass wir teilweise unsere Sanduhren bereits zweimal umgedreht hatten, während er ausdauernd wartete. Mittlerweile hatten wir alle die dritte Ausbaustufe erreicht. Leider rächte sich jetzt, dass wir die Regel nur kurz überflogen hatten. Keiner von uns konnte mit den Spezialkarten (alles was nicht Mine, Depot oder Generator ist) etwas anfangen. Als Spielebesitzer wurde ich permanent gefragt, was bestimmte Karten für Aktionen ermöglichen. Ich verwies einfach auf die Regel, da ich selber keine Zeit hatte – immerhin liefen ja meine Sanduhren und der mittlerweile nervende Soundtrack weiter.

20 minutes left…

Gut, das erste Raumschiff ist beladen. Für Nico und mich begann jetzt richtig der Streß. Wir hatten über die Roboterfabrik jeder eine weitere Sanduhr hinzubekommen. Ist das Spiel mit 2 Sanduhren beherrschbar, muß man bei 3 Sanduhren schon mächtig die Hirnzellen in die Hand nehmen. Steffen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein imposantes Imperium mit Megacities und allem drumherum aufgebaut. Leider ist das aber nicht das Ziel des Spiels, was ihm dann auch allmählich dämmerte.

15 minutes left…

Die ersten Siegpunkte wurde ich dann bei Nico los. Einfach mal seinen Bedarf mit meinen Rohstoffen gedeckt und hübsch ist. Leider partizipiert er daran auch, aber man ist ja befreundet. Steffen hatte nun auch umgeschwenkt und erkannte, dass der Transport von Rohstoffen anscheinend zielführender ist, als im Glanze seines Imperiums unterzugehen. Noch kurz bevor Nico bei Dennis Waren abladen wollte, erreichte Steffens Raumschiff Dennis Planeten. Tja, leider kannten wir die Regel nicht, dass der Planetenbesitzer aussuchen darf, wer die Nachfrage befriedigt. Also spielten wir: “Wer zuerst kommt befriedigt zuerst”.

10 minutes left…

Weiter gings. Die paar Siegpunkte werde ich doch noch loswerden. Klar – zwar nicht regelkonform aber kreativ – liefer ich einfach zweimal Rohstoffe an die Megacity (sind ja immerhin auch zwei unterschiedliche Bedarfe abgebildet) und fertig. Und das 7 Minuten vor dem Ende. Schnell den Soundtrack aus – der nervt immer noch.

Fazit:

Wir haben das Spiel nach der ersten Partie noch einmal gespielt. Diesmal kannten wir die Regeln ja vollständig und spielten auch gleich die Profi-Version. Trotzdem kam das Spiel sehr gemischt bei uns an. Steffen und Nico fanden es sehr solitärmäßig. Außerdem meinten alle, daß es schwer ist den Überblick zu behalten, was denn die anderen Spieler für Nachfragen haben. Also mit acht Spielern (zwei Spiele notwendig) würde ich es nicht spielen. Ich fand das Spiel, die Idee und die Umsetzung sehr gelungen. Ich denke, daß Space Dealer auch zu zweit gut funktioniert. Das die Sanduhren unterschiedlich schnell laufen hat mich nicht gestört. Ich glaube Nico sieht das anders. Die Spielregeln könnten etwas übersichtlicher sein. Die Mühe uns die DVD anzuschauen haben wir nicht auf uns genommen. Der Soundtrack ist auf jeden Fall nicht bei jedem Spiel zu ertragen – auch wenn er etwas mehr Atmosphäre in das Spiel bringt. Ich denke, Space Dealer wird noch einmal auf dem Tisch landen. Die kurze Spielzeit ist dabei sehr angenehm.

Zum Schluß noch ein Video zu Space Dealer:
http://www.trictrac.net/index.php3?id=tv&inf=tv_flash&ref=57

Du kennst das Spiel? Wie ist Deine Meinung? Über die Kommentarfunktion kannst Du das Spiel bewerten und kommentieren…


3 Comments

  1. # duchamp on März 22nd, 2007

    Tipp: Schon die Spielregel etwas genauer lesen als oben beschrieben ;-) trägt zum meiner Ansicht nach sehr zum Spielspaß bei.

    SPace Dealer ist für mich eine sehr schöne Abwechslung. Die unterschiedlich lang laufenden Sanduhren können einmal gestoppt und in einer kleinen excel-Datei zu Paaren zusammengefasst werden, die dann jeweils “so gleich lang wie möglich” durchlaufen. Klingt komplizierter als es ist und macht Spaß …

    Hier der Link zur downloadable excel-Datei:

  2. # duchamp on März 22nd, 2007

    Also, mit dem Link, das ging wohl daneben. Hier noch mal ausgeschrieben:

    http://www.boardgamegeek.com/fileinfo.php?fileid=22988

  3. # Sankt Peter on März 22nd, 2007

    Ja, das mit der Regel war schon ärgerlich. Dachten wir legen einfach mal los.

    Trotzdem fand ich im Gegensatz zu meinen Mitspielern Space Dealer sehr gelungen. Über das Vorhandensein eines Langzeitspielreizes bin ich mir nicht ganz sicher…


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