
Antike – ein Spiel um Gold, Marmor und Eisen und vor allem ohne Glück. Zwei bis sechs Spieler versuchen auf einem Spielplan möglichst viele Rohstoffe zu generieren, um diese dann möglichst sinnvoll eingesetzt in Siegpunkte zu verwandeln. Siegpunkte gibt es bei Antike für alles mögliche. Das ist nicht Sache zum Selbstzweck, oder weil sich der Autor nicht entscheiden konnte, sondern weil man in verschiedenen Bereichen erfolgreich sein muÃ, um am Ende auch wirklich gewinnen zu könnne. So reicht es nicht, einfach nur möglichst groÃe Gebiete zu kontrollieren, oder besonders erfolgreich im Kampf zu sein, sondern von jedem etwas zu erreichen ist das Geheimnis. Denn eine erfolgreiche Zivilisation entwickelt sich in einer Vielzahl von Bereichen, wie z.B. Wirtschaft, politisches System, Technik, … Dieser Fortschritt kostet Geld, bringt einem im Spiel jedoch nicht zu unterschätzende Vorteile und sogar notwendige Siegpunkte.Â
Antike besticht durch einfache Regeln und trotzdem hoher Komplexität. Die 90 – 120 Minuten haben wir bei einem Spiel zu zweit nicht geschafft. Es kam trotz längerer Spielzeit keine Langeweile auf, da man sehr schnell wieder am Zug ist. Möglich ist dies durch einen innovativen Zugmechanismus auf einem Aktionsrad. Die Spieler ziehen abwechselnd und führen sofort ihre Aktion aus. Dadurch ist jeder Spieler schnell hintereinander dran und muà nicht lange warten.
Es gibt diverse Strategien, um bei Antike zum Erfolg zu kommen – diese ist jedoch stark abhänig vom Volk, das man spielt und natürlich vom Gegenspieler. Insgesamt gewinnt der, der es schafft, sein Volk in allen Bereichen (Gebietszuwächse, Erfindung, Militär) weiterzuentwickeln. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen. Antike kommt bestimmt noch mehrmals auf den Tisch. Bei Mehrspielerpartien ist das Brett relativ eng – so dass eine Ausdehnung der Völker dann nur noch militärisch geht. Natürlich dürfen die Spieler untereinander Absprachen treffen – Nichtangriffspakte, … Daran halten muss sich der Einzelne nicht. Insgesamt verbindet Antike verschiedene bereits in anderen Spielen gesehene Mechanismen zu einem interessanten und empfehlenswerten Spiel. Ein biÃchen schade ist, daà man doch etwas nebeneinander herspielt und zum Ende die kriegerische Auseinandersetzung gesucht werden muÃ, um zu gewinnen (ist irgendwie ein Bruch im Spielgefühl).
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# Canis on März 12th, 2007
90% des Spiels fand ich interessant. Der Aufbau der Zivilisation ist motivierend.
Dann sind alle Siegpunkte, die man durch Zivilisationsentwicklung erreichen kann erledigt und es hilft nur eine einzige Taktik: Eine Armee zusammenbauen und der Schnellste beim Plattmachen fremder Tempel sein.
Ein Spiel, dass erst viel verspricht, bei dem der Sieger aber am Ende nur durch dumpfes Holzen gewinnt.
# Jost aus Soest on April 10th, 2007
Um das Endspiel etwas zu “entschärfen” bzw. das Spiel zu verkürzen, verwende ich gerne die auf meiner WebSeite genannten Varianten.
Besonders empfehlenswert mit nicht-hardcore-Strategen ist das “Blitzspiel”, wo einfach die Anzahl der erforderlichen Persönlichkeiten um 1 verringert wird.
So wird Antike m.E. zu einem wunderschönen Familienspiel! ;o)