
Endlich … schon lange rumliegen gehabt und letztes Wochenende dann auch gespielt. Und es hat sich definitiv gelohnt.
Zu dritt haben wir uns an Yspahan gewagt – dem neuen Spiel von dem derzeit überaus erfolgreichen Verlag Ystari, der im letzten Jahr bereits mit Caylus groß abgeräumt hat.
Ziel bei Yspahan ist es in den vier auf dem Spielplan befindlichen Gebieten in 3 mal 7 Runden möglichst viele Basare zu besetzen und durch das Herumschicken des Aufsehers Waren in die Kamelkarawane zu befördern. Für beides gibt es in verschiedenen Abrechnungen Punkte – und wer die meisten Punkte hat – richtig: darf sich als Sieger fühlen.
Zu Beginn waren wir erst einmal irritiert, wie man jemals die Karawane voll bekommen soll, da jeder Spieler pro Woche nur 7 Aktionen hat. Die Aktionen, die zur Wahl stehen werden zum Teil durch Würfel vorbestimmt. Würfel bedeuten ja immer Glücksfaktor. Dieser ist bei Yspahan aber nicht unangenehm und gut zu kontrollieren. Überhaupt ist der Mechanismus, wie die möglichen Aktionen erwürfelt werden erfrischend innovativ und simpel zugleich.
Auf jeden Fall kann jeder Spieler im gesamten Spiel 21 Aktionen (3 Wochen mit jeweils 7 Aktionen) durchführen.
Zu den Aktionen gehören:
Das sind in der Summe 5 Aktionen. Also im Schnitt kann jede Aktion pro Spieler 4 mal im gesamten Spiel ausgeführt werden. Das ist nicht viel und bedingt eine gut durchdachte Planung der Züge. Pro Runde kann man zusätzlich noch ein Gebäude errichten. Hierfür gibt es ab dem dritten Gebäude auch Siegpunkte. Die Gebäude verschaffen einem Spieler bei bestimmten Aktionen Vorteile (z.B. einen Stein mehr in ein Gebiet legen oder ein Kamel mehr nehmen, …). Gebäude kosten Geld und/ oder Kamele. Kamele sind außerdem dafür da, dass man bei Anwesenheit des Aufsehers bei einem eigenen Basar (wenn z.B. ein netter Mitspieler stänkenderweise den Aufseher dahingestellt hat) nicht den Stein aus dem Basar zur Karawane schicken muß, sondern einen Stein aus seinem Vorrat nehmen darf. Damit verliert man dann auch keine Basare (ein Basar besteht aus mehreren Läden in einem Gebiet, die alle besetzt sein müssen, um Punkte zu erhalten). Am Ende des jeweils siebten Tages werden alle Gebiete wieder leergeräumt – die Karawane bleibt wie sie ist.
In unserem Spiel wurde der Aufseher relativ wenig verschoben. Ich wurde zweimal hart getroffen, da ich keine Kamele hatte und wirklich den Stein aus dem Gebiet in die Karawane legen mußte. Dadurch habe ich in der Basarwertung nach den ersten sieben Tagen ungefähr 10 Punkte weniger erhalten. Das konnte ich auch bis zum Ende des Spieles nicht mehr aufholen. Jeder hat so ein bisschen vor sich hin gespielt und es gab wenig Interaktion. Platz 1 und 2 waren dann am Ende dicht beieinander. Insgesamt hat uns das Spiel sehr gut gefallen. Und die Spielzeit von rd. 45 – 60 Minuten ist auch sehr angenehm. Vom Anspruch her, ist es auch für Wenigspieler gut geeignet. Die Regel hat bei uns keine Frage offengelassen. Und besonders loben möchte ich an der Stelle auch die wirklich schöne, übersichtliche und spielunterstützende Grafik.
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# Sankt Peter on Dezember 19th, 2006
Folgende 2 Spieler Varianten habe ich im Internet zu Yspahan gefunden (beide sind von boardgamegeek):
Variante 1:
Play as in the normal 3p rules, except:
- Use the cubes of a third color as a dummy player. The dummy player uses no gold or camels, draws no cards, builds no buildings, and does not score points.
- After both players take their turns, the starting player takes one additional turn as the dummy player. He may only choose to add cubes or move the supervisor. If there are no rows to choose (only 2 values of dice rolled), the dummy player gets no action.
- If a player moves the supervisor (even as the dummy player) and this causes a dummy cube to be moved to the caravan, the other player may pay a camel to use a cube from the stock instead of one from the board (just like a normal player would).
- Use the rules for the 4p game for the final day of the final week. If both players are tied, simply move the starting player marker as normal.
Variante 2:
2 Players…Player A and Player B
In the first round Player A rolls and chooses the first group. Then Player B chooses the second group. Then Player A chooses the third group. Turn (Day1) is over.
Next turn….Player B rolls and chooses the first group. Then Player A chooses the second group. Then Player B chooses the third group. Turn (Day2) is over.
And so on…….
And in the caravan, only 2 camels are used per level.
Viel Spaà beim Ausprobieren!
# Sankt Peter on Dezember 23rd, 2006
Und hier ist jetzt die offizielle 2′er Regel von der Yspahan Seite:
http://www.ystari.com/yspahan/eindex.php
# nora on Juni 12th, 2007
Wir haben vor einigen Tagen Yspahan gespielt und festgestellt, die Karawanentatik funktioniert tatsächlich. Derjenige der nur auf die Karawane + eine zusätzliche Karte pro Kamel in der Karawane gespielt hat, gewann deutlich. Dabei hat er allerdings auf das Besetzen der Sektoren verichtet (bis auf enige Klötze an der Kreuzung) und alle Kamele genommen, di er nur kriegen konnte. Das Ergenis wäre wohl nicht so deutlich ausgefallen, wenn wir ihn nicht weitghend allein gelassen hätten. Ansonsten ist Yspahan ein sehr schönes Spiel, das auch Gelegenheitsspielern gut gefällt.