
Mein Local-Gamedealer legte mir bei meinem letzten Besuch das Fun-Legespiel Factory Fun ans Herz. Skeptisch blätterte ich durch die Anleitung und überlegte, ob das Spiel für unsere Spielrunde geeignet sein könnte. Maschinen in eine Fabrik einbauen – mhhhh. Ich entschied mich es auszuprobieren, da Factory Fun mit einer Spielzeit von maximal 60 Minuten doch eher als anspruchsvolles Absackerspiel qualifiziert werden kann und es einen nicht unerheblichen Fun-Faktor haben soll.
Bei unserem letzten Spieleabend kam es dann endlich auf den Tisch. Es spielten drei Männer und eine Frau (Verfahrenstechniker, Wirtschaftsinformatiker, Architektin und Betriebswirt). Klar – ich nehme es gleich vorweg: Der Verfahrenstechniker hat gewonnen. Gefolgt von dem Betriebswirt. Sind berufliche Erfahrungen und eine hohe Affinität zu Prozessen wirklich die idealen Voraussetzungen bei Fun Factory zu gewinnen? Nicht ganz.
Jede der 10 zu spielenden Runden teilt sich in zwei Phase:
1. Phase: Alle Spieler drehen eine neue Maschine um – heftiges in der Runde umhergucken, welche der umgedrehten Maschinen am Besten in meine Fabrik passt und dann schnell zugreifen.
2. Phase: Feststellen, dass man wieder einmal einen Griff ins Klo getan hat (nicht wahr Steffen) und dann mühsam versuchen die Maschine möglichst gewinnbringend in seiner Fabrik zu integrieren.
Dazu muà man sagen, dass die Integration der neuen Maschine in den bestehenden Prozeà spätestens ab Runde 5 schon sehr anspruchsvoll wird.
Unsere Dame am Tisch hat die ersten drei Runden die Maschinen immer schnell eingebaut und ihre Punkte gemeldet. In Runde 4 stellte sie dann eine Frage und als wir uns dann ihre Fabrik mal angeschaut haben mussten wir feststellen, dass sie keine der Spielregeln wirklich beachtet hatte. Ab diesem Zeitpunkt kontrollierten wir dann auch in jeder Runde die Tableaus der anderen Spieler.
Insgesamt hat uns Fun Factory Spaà gemacht. Für eine Spielzeit von 45 – 60 Minuten völlig OK. Die Anleitung arbeitet mit vielen Beispielen. Trotzdem braucht man mindestens eine Partie, um die Regeln wirklich verstanden zu haben und Strategien zu entwickeln, die Maschinen so einzubauen, dass auch schwierige Teile in den Folgerunden irgendwie eingebaut werden können.
Ich denke, dass Fun Factory Spielrunden polarisieren kann. Steffen konnte irgendwie nicht wirklich was mit dem Spiel (und den Maschinen) anfangen und wollte schon in der fünften Runde aussteigen. Er war einfach zu langsam bei der Maschinenauswahl in der Phase 1 und musste immer das nehmen, was übrig geblieben war (3 verschiedene Inputs). Wenn man das Spiel aber nicht zu ernst nimmt (siehe Spieltitel), dann macht es wirklich SpaÃ.
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# gsdf on Dezember 18th, 2006
“Mein Local-Gamedealer legte mir bei meinem letzten Besuch das Fun-Legespiel…”
Bitte noch kuhlere Formulierungen für spätpubertierende Playstation-Kiddies!
# Sankt Peter on Dezember 18th, 2006
Hallo gsdf,
“Local Gamedealer” war eher scherzhaft gemeint und “Fun Legespiel” aus dem Namen abgeleitet (der nun auch nicht gerade eine Marketingmeisterleistung darstellt). Ich meine natürlich den Händler meines Vertrauens
Und auch das stimmt nur bedingt, da ich mehrere Einkaufsquellen nutze > immer davon abhängig, welches Spiel ich suche. Obwohl ich in Berlin wohne bekommt man doch erstaunlich viele Spiele nur über das Internet. Ich werde aber zukünftig versuchen weniger “trendy” zu schreiben.
GruÃ
Sankt Peter
# Sascha on Dezember 21st, 2006
Von mir aus schreib gern weiter so und ignoriere gsdfs. Staubtrocken formulierende Spieleseiten gibt’s doch genug.