Bang! Und tot…
Na ja, ganz so einfach ist es dann doch nicht, wenn sich Sheriff, Hilfssheriff (je nach Spieleranzahl), Kopfgeldjäger und Outlaws ein Stelldichein im Wilden Westen geben und die Frage aufwerfen: “Findest Du nicht auch, daà die Stadt zu klein für uns alle ist?”
Bang! ist sowohl in der Grundversion als auch inklusive den Erweiterungen “High Noon” und “Für eine Handvoll Karten” ein richtiges Suchtspiel. Die Spielrunde sollte möglichst groà sein – mindestens jedoch aus vier Spielern bestehen. Mit der Erweiterung Bang! Dodge City kann man auch mit 3 bis 8 Spielern spielen.
Jeder Spieler erhält eine Charakterkarte (mit besonderen Eigenschaften) und eine Rollenkarte. Bis auf den Sheriff halten alle Spieler ihre Rollenkarten verdeckt.
Und jetzt zählt es: Die Outlaws gewinnen, wenn sie den Sheriff umgebracht haben, der Kopfgeldjäger gewinnt, wenn nur noch der Sheriff übrig ist, den er dann abknallt und Sheriff und Hilfssheriff gewinnen, wenn sie alle anderen überleben.
Da zu Beginn niemand weiÃ, wer mit wem die gleichen Ziele teilt, kann geblufft werden bis zum Abwinken. Zu Beginn muà neben dem Hiflssheriff auch der Kopfgeldjäger den Sheriff beschützen. Also versucht man zu Beginn die Outlaws zu beseitigen, die wiederum auf den Sheriff einprügeln. Schwierig für den Sheriff zu erkennen, wer den nun von den Helfern auch bis zum bitteren Ende nur gute Absichten hegt. Martin hat mich in einem Spiel dermaÃen überzeugend gelinkt, daà ich ihm glatt abgekauft habe der Hilfssheriff zu sein – bis er dann sein wahres Gesicht offenbarte. Glücklicherweise hatte ich im Showdown dann doch den längeren Atem. Meinen Hilfssheriff hatte ich ein paar Runden vorher selber erschossen – räusper…
Die Erweiterungen bringen ein zusätzliches Rundenereignis in das Spiel, das für alle Gültigkeit hat. AuÃerdem beschleunigen sie das Spiel hintenraus. Bang! macht aber auch ohne diesen Zusatz mächtig SpaÃ. Da wird geschossen, Bier gesoffen (gibt Lebenspunkte), Waffen gekauft und eine Zeitbombe in die Runde geschickt – die hoffentlich nicht wieder bei einem selber ankommt und dort explodiert.
Mit den Waffen ist auch so eine Sache. Natürlich kann zu Beginn nicht jeder auf jeden schieÃen. Zu Beginn kann man nur die direkt links und rechts von einem sitzenden Mitspieler ärgern. Erst die Waffen mit den gröÃeren Reichweiten geben einem die Möglichkeit weiter entfernt sitzende Spieler zu belästigen. Pech, wenn man partout keine solche Waffe zieht.
Das ist auch schon der einzige Nachteil an Bang! Das Kartenziehen ist natürlich ein Glücksfaktor. Allerdings zieht man sich schnell durch das Kartendeck, so daà der Glücksanteil nicht zu dominierend ist.
Bang! macht in der richtigen Runde RiesenspaÃ. Eine Partie dauert rd. 45 Minuten. Damit ist Bang! sowohl als Einstieg, als auch als Ausstieg für jeden Spieleabend geeignet.
Dir könnte das Spiel gefallen, wenn Duâ¦
Du kennst das Spiel? Wie ist Deine Meinung? Über die Kommentarfunktion kannst Du das Spiel bewerten und kommentieren…
# Martin on Januar 3rd, 2007
Bang macht riesen Spass, weil es alles hat was in gröÃerer Runde richtig Spass hat:
* das Ãberraschungsmoment, wenn man rausbekommt, wer wer ist
* das ständige Täuschen der vermeindlichen Gegener (insb. als Kopfgeldjäger)
* das Austauschen von Fiesheiten (z.B. das Schieben einer Bombe)
* und der Ãrger darüber, dass man gerade aus versehen seinen Verbündeten gekillt hat
Allerdings ertappe ich mich bei Bang! immer dabei leise zu fluchen, wenn ich den Kopfgeldjäger ziehe, da man dann eigentlich gegen alle spielt…und dass täuschen klappt dann nicht immer. Bei Christian hat es in einer Partie bis zum Ende ganz gut geklappt…gewonnen habe ich trotzdem nicht, da er mich (nachdem er seinen Hilfssheriff erschossen hatte [grins]) als einzig verbliebener Sheriff im Duell gekillt hat.
Bang! ist immer wieder ein guter “Absacker” nachdem man sich stundenlang mit einer Strategiespiel beschäftigt hat. Neue Freundschaften gewinnt man bei dem Spiel nur sehr selten