Pikmin vs Bandida – Battle Fatale: Die Kolonisten

Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, kämpfen um die Vorherrschaft als beste KolonistIN vor dem Kaiser (Name unbekannt, wir nennen ihn mal Karl) und erarbeiten sich Die Kolonisten Verlag: Lookout Autor: Tim Puls Illustrationen: Klemens Franz Spielerzahl: solo Complexity-Rating BGG: 4,09 Genre: Eurogame Mechaniken: Workerplacement, Tile-Placement, Area Movement, Hand-Management

    Das Einführungsspielregeldingens



    Zwischen meinem ersten Text und diesem sind einige Wochen ins Land gegangen. Ich starte ein Experiment: Sollte es mir mit meinem rudimentären, ich würde sagen, fast nicht mehr vorhandenen, damals angelesenen Wissen um die Regeln und dem Einführungsspiel möglich sein, schon eine solide Regelfestigkeit zu erreichen?

    Die Aufbauanweisungen sind sehr eindeutig und auch als ich Annas erste Schritte nachvollziehe reaktiviert sich manches an passiver Erinnerung. Viel ist es allerdings nicht.


    Ich spiele ihre Züge so gut nach wie ich kann. Wenn es darum geht, zufällig etwas von einem Stapel zu ziehen suche ich aber nicht extra das raus, was im Beispiel gezogen wird. So habe ich nach kurzer Zeit doch etwas sehr anderes da liegen, als Anna (und schon gar als Bernd).


    Aber: Ich liebe Beispielrunden. Das ist so eine geniale Erfindung, jede Regel sollte sowas bieten! Ich lerne viel organischer und deutlicher; wenn ich ein Gebäude ziehe, eine Aktion machen oder

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    Mittwoch Nachmittag


    Die erste Proberunde, endlich! Gespielt wird eine von vier Epochen. Junior habe ich kurzerhand zu Oma verfrachet (irgendwas mit „sehr wichtige Dinge erledigen“ und „enormer Stress“) – der Nachmittag gehört also mir. Mir ganz allein und diesem Spiel. Die Regeln hab ich durch, sollte also alles kein Problem werden.

    Ich baue das erste Spielfeld auf. Bestehend aus 12 Startfeldern ... 12 Startfelder sagen DIE jedenfalls, aber ich hab irgendwie ... mehr?! So 17-19 rum! Öhh, wat mach ich denn jetzt mit den überzähligen Plättchen? Gnaaaa, das geht ja gut los … also Bildchen in der Anleitung angeschaut und dementsprechend aussortiert. Muss ich mir später nochmal angucken. Irgendwas ist hier noch nicht richtig.


    Als Startkapital bekomme ich nun 3 Holz. Wahlweise 1 Lehm und 2 Holz bzw. 2 Lehm und 1 Holz. Grundsätzlich[sic!] aber 3 Holz. Ja wat denn nu? Blöd, wenn sich Spielregel und Beispielrundenregel widersprechen. Was für ein Humbug! Noch nichtmal richtig reingeguckt

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    Tadaaa! Es ist soweit! Das Spiel, von ich seit dem ersten flüchtigen Erwähnen irgendwo wusste, dass es eines Tages Mein sein wird, ist da. Gebraucht, aber sehr guter Zustand. Und schön der Klopper, den ich erwartet hatte. Die Auspöppelei wurde mir abgenommen, aber das macht fast nichts.


    Materialsichtung


    Zuerst fallen mir die Kärtchen der verschiedenen Kolonien in die Hände. Einiges klingt sinnvoll und nach Standard, Händler, Industrielle, Lohnarbeiter – aber über die „Kolonie der Altruisten“ muss ich doch kichern. Da würde ich natürlich gern wohnen! Mal sehen, ob die auch spielerisch was können.


    Weiter geht’s, aha, aha, Holzfigürchen, etwas blass in der Farbe aber sonst nett, außerdem eine Meepleform, die ich noch nicht kenne, herzlich willkommen. Dann gibt es viele viele „Gebäude“??plättchen, oder was sollen eine „Mulde“ oder ein „Jagdrevier“ sein? Bei „Theater“ (sehr cool, dass es das gibt) und „Kneipe“ oder „Gutshof“ ist es schon eindeutiger, aber

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    Alle Übertreibungen im nachfolgenden Text – vor allem die, die Pikmin betreffen – dienen ausschließlich stilistischen Zwecken und sind ausdrücklich nicht ernstzunehmen!


    Montag 19 Uhr


    Da liegen sie also vor mir. Drei Kilo – von Klemens Franz höchst persönlich – illustrierte Pappe glotzen mich an. Mit den üblichen Grafiken zu Holz, Lehm und was man sonst noch so zum Kolonisieren braucht. Jungfräulich, wie Lookout-Games es schuf, wartete es nun darauf, von mir entpöppelt zu werden. Auf was hatte ich mich da nur wieder eingelassen? Wochenlang hatte Frau Pikmin mich mit diesem Spiel genervt:


    Kennste schon? Haste schon? Soll ich auch?“


    Ja klar sollste mein kleines Sahnetörtchen, aber lass mich damit in Ruhe. Warentauschen, pfui deibel!“




    Aus irgendwelchen mir unerklärlichen Gründen schien die Frau mich für sowas wie die Grande Dame der Solospiele zu halten. Und das, obwohl ich ihr mit meiner Terraforming Mars-Abfuhr fast das kleine Herz gebrochen hatte. Dabei habe ich wirklich von

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