Blog-Artikel

    Traumburg


    • Als wir uns wieder in Traumburg einfinden, weiß plötzlich niemand so recht, warum man überhaupt zurückgekommen ist. Dem König wird vom letzten fruchtlosen Ausflug keinesfalls berichtet und eigentlich sind die vier Recken ursprünglich ja nur in die Stadt gekommen, um ihre Waffen magisch machen zu lassen. Nach wie vor durchzieht die Bitte Idiels, im Urwald aufzuräumen, die Gedanken unserer Freunde. Ziellos wandert das Heldenvolk zur Mittagszeit durch die Stadt, als ein Stimmengewirr an zwei Ohren, zwei Spitzohren und vier Horchöffnungen dringt, das deutlich lauter als der übliche Stadtlärm klingt.

      Kein Kampf und kein Streit ist zu vernehmen, aber geschäftiges Rufen, Diskutieren und – Handeln. Ist heute Markttag? Aber eigentlich ist doch fast an jedem Tag Markt? Warum die Aufregung? Zu Viert eilt man dem Stadtzentrum entgegen und, bevor Augen es erspähen, können Nasen es erriechen; heute ist VIEHmarkt. Ronft, Schnattus und Ginkgo führen, in dieser Reihenfolge, den edlen

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    In der Klosterruine

    • Oha. Hier scheint ein ordentliches Feuer gewütet zu haben und die Ruine war wohl nicht aus Stein... wie die letzten paar Zähne im parodontosalen Mund eines alten Bauern ragen einige Balken noch hie und da in die Luft...hoffentlich ist der Keller der Ruine besser erhalten, sonst wird das ein kurzes Vergnügen. Verkohlte Holzbalken müssen zur Seite geschafft werden, dann kann der Abstieg, staubige Stufen hinab in einen spinnwebverhangenen unterirdischen Tunnel, beginnen...
    • Der Gang ist so eng, dass sich die Vier im Gänsemarsch fortbewegen müssen. Im ersten größeren Raum befindet sich nichts – außer einem am Boden zusammengesunkenen Skelett, das in eine Mönchskutte gehüllt dasitzt. Aus seinem Geldsäckel fischt Ronft immerhin 25 Gold.
    • Erneut hechtet Ginkgo nach vorne und reißt Ronft auf den Boden, diesmal hat er sich nicht einmal die Zeit für einen Schrei genommen. Ein Pfeil schießt an den Köpfen von Schnattus und Hilarius vorbei und bleibt

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    Im Wald


    • Kurz bevor unser Corps des Schnatterns den Wald in Richtung Traumburg über den Fluss verlässt, fällt Hilarius zwischen den Wurzeln einer riesigen Eiche etwas auf. Ein Loch stellt sich als Höhleneingang heraus, der problemlos zu betreten ist. Wurde auf dieser Lichtung nicht vor Jahrhunderten eine der wenigen intervolkischen Schlachten Ultimors ausgefochten, als es zwischen dem damaligen König der Menschen, Simon Leugfrisch vom Hartenfels, und dem damaligen König der Elfen, bereits Idiel, zu einem Missverständnis bezüglich einer Obstpastete kam?! Bevor der fünfte Bote, der in seinem Schreiben die Klärung des Zwists transportierte, seine wertvolle Fracht überbringen konnte, hatten sich die Schwerter erhoben und bereits Opfer verzeichnet. Dieser Umstand scheint Hilarius jedoch zu unbedeutend und für seine Gefährten, die sich schon geschlossen in der Höhle befinden, in diesem Moment auch zu uninteressant, um ihn zu erwähnen.

      Nach nur wenigen Schritten schreit

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    Im Urwald


    Fast direkt an die nördliche Stadtgrenze anschließend wird der Baumwuchs dichter. Es ist kühler als im Wald und etwas feuchter. Zuerst will jedoch einige Tage lang gar nichts geschehen. Hier sollen Elfen verschollen sein?


    • Plötzlich erblicken nicht nur Hilarius' Elfenaugen eine Stadt hinter einem bewaldeten Felsen. Riesige Baumhäuser reihen sich in einem Talkessel aneinander, eingelassen in uralte Eichen. Trotz Ereignisarmut sind alle vier von der Wanderung der vergangenen Tage erschöpft und lassen sich für ein paar Tage in der Stadt – Laravar – nieder. Die Elfen hier sind eher scheu und zurückhaltend als feindlich, und am Ende ihres Aufenthalts bekommen sie vom Wirt der Gaststätte, in der sie die Nächte verbracht haben, sogar noch einen weiteren Holztalisman geschenkt.
    • Es talismant sehr! Nachdem die Gruppe auf ein seltsames Wesen, das Eigenschaften von Pferd, Schafsbock und Mensch zu vereinen scheint, getroffen ist, verteilt dieses großzügig

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    Das Einführungsspielregeldingens



    Zwischen meinem ersten Text und diesem sind einige Wochen ins Land gegangen. Ich starte ein Experiment: Sollte es mir mit meinem rudimentären, ich würde sagen, fast nicht mehr vorhandenen, damals angelesenen Wissen um die Regeln und dem Einführungsspiel möglich sein, schon eine solide Regelfestigkeit zu erreichen?

    Die Aufbauanweisungen sind sehr eindeutig und auch als ich Annas erste Schritte nachvollziehe reaktiviert sich manches an passiver Erinnerung. Viel ist es allerdings nicht.


    Ich spiele ihre Züge so gut nach wie ich kann. Wenn es darum geht, zufällig etwas von einem Stapel zu ziehen suche ich aber nicht extra das raus, was im Beispiel gezogen wird. So habe ich nach kurzer Zeit doch etwas sehr anderes da liegen, als Anna (und schon gar als Bernd).


    Aber: Ich liebe Beispielrunden. Das ist so eine geniale Erfindung, jede Regel sollte sowas bieten! Ich lerne viel organischer und deutlicher; wenn ich ein Gebäude ziehe, eine Aktion machen oder

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    Mittwoch Nachmittag


    Die erste Proberunde, endlich! Gespielt wird eine von vier Epochen. Junior habe ich kurzerhand zu Oma verfrachet (irgendwas mit „sehr wichtige Dinge erledigen“ und „enormer Stress“) – der Nachmittag gehört also mir. Mir ganz allein und diesem Spiel. Die Regeln hab ich durch, sollte also alles kein Problem werden.

    Ich baue das erste Spielfeld auf. Bestehend aus 12 Startfeldern ... 12 Startfelder sagen DIE jedenfalls, aber ich hab irgendwie ... mehr?! So 17-19 rum! Öhh, wat mach ich denn jetzt mit den überzähligen Plättchen? Gnaaaa, das geht ja gut los … also Bildchen in der Anleitung angeschaut und dementsprechend aussortiert. Muss ich mir später nochmal angucken. Irgendwas ist hier noch nicht richtig.


    Als Startkapital bekomme ich nun 3 Holz. Wahlweise 1 Lehm und 2 Holz bzw. 2 Lehm und 1 Holz. Grundsätzlich[sic!] aber 3 Holz. Ja wat denn nu? Blöd, wenn sich Spielregel und Beispielrundenregel widersprechen. Was für ein Humbug! Noch nichtmal richtig reingeguckt

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    Tadaaa! Es ist soweit! Das Spiel, von ich seit dem ersten flüchtigen Erwähnen irgendwo wusste, dass es eines Tages Mein sein wird, ist da. Gebraucht, aber sehr guter Zustand. Und schön der Klopper, den ich erwartet hatte. Die Auspöppelei wurde mir abgenommen, aber das macht fast nichts.


    Materialsichtung


    Zuerst fallen mir die Kärtchen der verschiedenen Kolonien in die Hände. Einiges klingt sinnvoll und nach Standard, Händler, Industrielle, Lohnarbeiter – aber über die „Kolonie der Altruisten“ muss ich doch kichern. Da würde ich natürlich gern wohnen! Mal sehen, ob die auch spielerisch was können.


    Weiter geht’s, aha, aha, Holzfigürchen, etwas blass in der Farbe aber sonst nett, außerdem eine Meepleform, die ich noch nicht kenne, herzlich willkommen. Dann gibt es viele viele „Gebäude“??plättchen, oder was sollen eine „Mulde“ oder ein „Jagdrevier“ sein? Bei „Theater“ (sehr cool, dass es das gibt) und „Kneipe“ oder „Gutshof“ ist es schon eindeutiger, aber

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    Abenteuer in Gylravar

    • Während die Heldengruppe durch die ehrfurchtgebietenden, schönen, bombastisch-eleganten und weiten Straßen der Baumstadt spaziert und zu dreivierteln extrem beeindruckt ist, greift eine langfingrige Hand nach Hilarius und raunt ihm etwas zu. Dieser wendet sich an seine Kameraden: „Der Bruder hier möchte uns durch die Stadt führen und euch die wichtigen Wege und Gebäude zeigen, aber ich denke nicht, dass wir das nöt“
      Ronft: „Sehr gerne!“
      Trotz leichter Verschnupftheit bei Hilarius, der sich wohl selbst in der Rolle des Touristenführers gefallen hat, wandern 10 Gold in die Taschen des Elfen. Der Halbork ist erstaunlich kulturinteressiert und saugt alle Äußerungen des Cityguides begierig auf. Schnattus und Ginkgo sind punktuell interessiert, Hilarius gähnt alle paar Erklärungen demonstrativ auf.
    • Vor dem Laden eines alten elfischen Schildmachers halten wir an und begutachten seine Ware. Da sowohl Ginkgo als auch Ronft mit ausschließlich

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    Gylravar, die Elfenstadt



    Ankunft und erster Eindruck

    Das Schnattercorps ist nicht mehr weit von der Elfenstadt entfernt. Je weiter sie voranschreiten, desto majestätischer, höher und schlanker wird der Baumwuchs des Waldes. Ronft, Schnattus und Ginkgo haben fast das Gefühl zu schrumpfen oder in einen Riesenwuchswald geraten zu sein – um bis zu den Baumwipfeln zu schauen müssen sie ihre Köpfe inzwischen ganz in den Nacken legen. Einzig Hilarius zeigt sich von der Veränderung der Umgebung unbeeindruckt. Dafür scheint seine Schwäche mit jedem Schritt zuzunehmen.

    Als sie die hohen, weißen Türme Gylravars erblicken, sind sie schon fast da. So vollständig versteckt von den Bäumen ist die Stadt, dass sie ohne die Eskorte des Elfen in wenigen zig Metern unbemerkt daran vorbeigezogen wären. Wie auf ein Kommando halten Ronft und die Halbenten an und bleiben mit offenen Mündern stehen. Viele schlanke Türme, ein riesiger Kuppelbau und ein alle anderen Gebäude überragender,

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    Alle Übertreibungen im nachfolgenden Text – vor allem die, die Pikmin betreffen – dienen ausschließlich stilistischen Zwecken und sind ausdrücklich nicht ernstzunehmen!


    Montag 19 Uhr


    Da liegen sie also vor mir. Drei Kilo – von Klemens Franz höchst persönlich – illustrierte Pappe glotzen mich an. Mit den üblichen Grafiken zu Holz, Lehm und was man sonst noch so zum Kolonisieren braucht. Jungfräulich, wie Lookout-Games es schuf, wartete es nun darauf, von mir entpöppelt zu werden. Auf was hatte ich mich da nur wieder eingelassen? Wochenlang hatte Frau Pikmin mich mit diesem Spiel genervt:


    Kennste schon? Haste schon? Soll ich auch?“


    Ja klar sollste mein kleines Sahnetörtchen, aber lass mich damit in Ruhe. Warentauschen, pfui deibel!“




    Aus irgendwelchen mir unerklärlichen Gründen schien die Frau mich für sowas wie die Grande Dame der Solospiele zu halten. Und das, obwohl ich ihr mit meiner Terraforming Mars-Abfuhr fast das kleine Herz gebrochen hatte. Dabei habe ich wirklich von

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