Paladine des Westfrankenreichs

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Details: 5. Solopartie Partie


Heute stand meine fünfte Solopartie insgesamt und die zweite gegen den Standard-Automa auf dem Programm.


Runden 1-3

Trotz total anderen aufgedeckten Endzielen (Angreifen, Konvertieren und Besetzen) entschied ich mich zuerst den Fokus auf Lossprechung und Entsendung zu setzen. Dank zwei früh rekrutierten Stadtbewohnern, erhielt ich jede Runde ein Glaube resp. ein Einfluss, sollte ich frei von Verdachtskarten sein. Dies war mein Grund für Fokus Glaube/Einfluss. Erst gegen Ende des ersten Spieldrittels begann ich mit der bereits hohen Stufe von Glaube (schwarz) und Einfluss auf Angreifen und Konvertieren der Fremden zu setzen. Mit Erfolg...


mittlere Runden (4+5)

Im mittleren Spielabschnitt gelang mir eine kontinuierliche Steigerung und Stärke (rot). Ich wusste aber, dass ich in der Schlussphase dringendst mehrmals beten musste um die Spielziele Angreifen (5 besiegte Fremde) sowie Konvertieren (5 Fremde) erreichen konnte. Günstigerweise konnte ich gar zwei Fremde unterjochen, welche für jedes gelbe resp. blaue Zugehörigkeitssymbol bei den Besiegten einen weiteren Siegespunkt einbrachten. Entsprechend war ich auf solche Angriffe aus.


letzte Runden (6+7)

Die beiden letzten Runden versprachen Spannung, schnappte mir der Automa doch die eine oder andere Gunst des Königs weg, mit der ich kalkulierte, jedoch zu knauserig mit dem frühen Belegen des Feldes war. Das mehrmalige Beten (glaube 3x in zwei Runden, brachte mich letztendlich mit der letzten für mich verbleibenden Aktion zu 5 besiegten Fremden, sowie zwei maximal entwickelten Glaubens-, und Einflusstracker. Danach spielte Automa noch munter mind. 5 Züge weiter ehe auch er keine Aktionen mehr machen konnte. Die Auszählung konnte beginnen.

Ich schlug nicht nur den Automa, ich erzielte gar einen persönlichen Highscore mit dem Schlusspunktestand von 87 zu 71!


FazitPaladine des Westfrankenreichs ist ein kurzweiliges, aber auch eher anspruchsvolles Workerplacementspiel, welche sich wohl auch im Mehrspieler allerhöchstens zu Dritt spielen würde. Das Teil benötigt Platz! Wie in meinen Bilder zu sehen, ist dies alleine der Platzbedarf für das Solospiel, wobei das Zweispielervariante nur leicht mehr Platz benötigen würde. Das Einsetzen der verschiedenen Arbeitertypen erinnert mich ein wenig an Orléans, erfordert aber mehr Denkleistung um die während der Aktionen neuen freigeschalteten Arbeiter gleich auch noch in der selben Runde einzusetzen.
RegelheftDas Regelheft ist zwar gut bebildert und auch klar und verständlich beschrieben, jedoch täuscht die eher spärliche Grösse (sowie übrigens die kleine quadratische Schachtel) über die Komplexität hinweg. Dank 2 Let's Plays und unter Einbezug des Regelheftes, gelang mir erst so mit der dritten Runde nicht ständig das Regelheft kontaktieren zu müssen.
AufbauDie vielen Kartenstapel, Holzgebäude, Holzpriester, Holzwerkstätten uvm. erfordert eine gewisse Aufbauzeit von mind. 15-20 Minuten.
SpielflussWenn man durch die Regeln durch ist spielt es sich auch in diesem Spiel sehr äusserst flüssig. Die Aktionen des Automa erfordern anfänglich mehr Zeit als der eigene Zug, dies relativiert sich dann aber auch erfahrungsgemäss mit ein wenig Übung.
SpielzeitGeübte Spieler benötigen ca. 70 - 100 Min. Die heutige Partie dauerte rund 105 Min.
WiederspielwertDurch die doch sehr zahlreich versch. Typen von Dorfbewohnern und Fremden, gibt es dadurch bereits eine grosse Vielfalt. Da die Spielziele und die versch. "Gunsten des Königs" immer zufällig sind (überzählige werden in die Schachtel zurückgelegt) ist Abwechslung garantiert. Wer aber öfters dann den höchsten Schwierigkeitsgrad gemeistert hat (noch nicht getestet), verliert dann wohl so nach 10 - 20 Partien die Motivation für reines Solospiel. Da aber Corona bestimmt nicht ewig unser Leben bestimmt, kann das Spiel gut bei geübten Brettspielern auf den Tisch kommen.