PEEP Qwixx-Kartenspiel

Qwixx – das Kartenspiel


Offensichtlich muss ja aus jedem Kartenspiel ein Würfelspiel gemacht werden, z. B. Bohnanza. Wobei das Bohnanza Würfelspiel aus meiner Sicht eine gelungene Weiterentwicklung ist, die viel Spaß macht.


Aus dem Würfelspiel Qwixx ist nun das Kartenspiel Quixx geworden. Als das Würfelspiel im letzten Jahr erschien, haben wir fast jeden Abend noch schnell mindestens eine Runde geqwixxt. Das Spiel gefiel uns gut, abwechslungsreich und dadurch, dass das Ende immer dann naht, wenn einer eine Reihe abgeschlossen hat, entwickelte sich auch ein Spannungsbogen mit der Frage, wie lange geht es noch, habe ich noch die Gelegenheit mehrere Zahlen einzutragen, bevor die nächste 12 oder 2 gewürfelt wird oder kommen keine 2er und 12er und das Spiel endet über Fehlwürfe und Minuspunkte. Und schnell hatte man sich verzockt.


Es war uns ein bisschen rätselhaft, wie dieser Mechanismus in ein Kartenspiel umgesetzt werden sollte und wir waren überrascht, wie gut das funktioniert hat und wie es den Charakter des Spiels verändert hat. Um es voraus zu schicken: aus meiner Sicht hat es sich gelohnt.


Die Karten von 2 bis 12 sind in allen vier Farben einmal im Spiel. Jeder Spieler erhält 4 Karten und es werden vier Karten vom Nachziehstapel mit der Rückseite nach oben aufgelegt, an der man die Zahl jedoch nicht die Farbe erkennen kann. Der erste Spieler zieht auf 5 Karten (aus den 4 ausliegenden) auf. Die Karte, die jetzt oben auf dem Nachziehstapel liegt, zeigt die Zahl, die jeder auf seinem Block eintragen darf, also sozusagen die weißen Würfel aus dem Würfelspiel. Dann darf der Spieler am Zug ein bis drei Karten gleicher Farbe aus seiner Hand ablegen und bis zu drei Zahlen eintragen, wobei zwischen der ersten und letzten Zahl nur eine Zahl fehlen darf, Beispiel: ich lege Blau 12-11-9 und kann alle drei Zahlen eintragen. Lege ich Rot 2-4-6 darf ich nur 2 und 4 oder 4 und 6 eintragen, weil sonst mehr als eine Zahl fehlt. Dadurch kann man also mehr Zahlen eintragen als im Würfelspiel.
Wenn man wieder am Zug ist, zieht man wieder auf 5 Karten auf, darf also, wenn man drei Karten gelegt hatte, auch drei nachziehen.


Wenn jemand eine Reihe abschließt, was man darf, wenn man außer der letzten Zahl mindestens 5 eingetragen hat (wie im Würfelspiel), dann dürfen die anderen die Zahlen dieser Farbe auch weiterhin eintragen, weil man ja die Farben dieser Karte nicht einfach aus dem Spiel nehmen kann. Wenn ein Spieler seine zweite Reihe schließt, ist die Runde zu Ende.


Der Spieler am Zug muss entweder die Zahl auf dem Nachziehstapel eintragen oder eine Zahl seiner ausgespielten Karten, ansonsten muss er einen Fehlwurf eintragen. Das passiert im Kartenspiel deutlich seltener als im Würfelspiel, kommt aber vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass man eine Reihe schließt, ist natürlich höher als im Würfelspiel, da die 2 und 12 genauso häufig vorkommen wie die 7.


Insgesamt überlegt man mehr als im Würfelspiel, da man deutlich mehr Möglichkeiten hat. Hat man bereits von Anfang an hohe gelbe oder rote Karten, die man erst spät spielen könnte, muss man überlegen, ob man sie festhält und sich damit ein bisschen blockiert oder z. B. eine 2-4-11 Rot spielt, die 2 und 4 einträgt und in der nächsten Runde drei Karten nachziehen kann.


Im Spiel sind außerdem noch 12 Jokerkarten enthalten, die man für jede Farbe einsetzen kann. Man kann mit oder ohne Jokerkarten spielen, die Jokerkarten erhöhen die Möglichkeiten Zahlenkombinationen zu spielen, bei denen man drei Zahlen abstreichen kann.


Nach meiner Meinung handelt es sich bei dem Qwixx-Kartenspiel um eine gelungene Variante des Würfelspiels, die sich deutlich taktischer spielt, aber dennoch genügend von der lockeren Atmosphäre des Würfelspiels erhält.