Die vierte Erzählung, in der die Lage besprochen, unfassbare Schätze entdeckt, die bisher härtesten Kämpfe gekämpft, eine falsche Abzweigung genommen und ein unterirdisches Abenteuer bestanden werden


Die Vier haben sich auf eine Reiseroute geeinigt. Über die Wiesen, die Ebene und das Ödland soll Gadûr, die Stadt der Zwerge, besucht werden. Von dort aus soll es über die Hügel und die Ebene zurück gehen – entweder nach Grent oder Traumburg, je nachdem, wo man sich den größten Ruhm erhofft.


Die Wiesen:

werden ereignislos durchzogen, da man sie inzwischen in- und auswendig kennt und alle Halunken auch in meilenweiter Entfernung zu flüchten beginnen, sobald sie von der Ankunft des Schnattercorps erfahren.


Die Ebene:

  • Hilarius möchte gleich seine neuen Kundschafterfähigkeiten zum Einsatz bringen und da die Gruppe die Ebene eh erst mit der Abenddämmerung erreicht, wird sogleich ein Lager aufgeschlagen. Hilarius hat die Dunkelheit jedoch unterschätzt, sowie seine Aufgeregtheit ob dieser neuen Aufgabe, und kommt ohne nennenswerte Erkenntnis zurück. „Es ist alles gesichert!“ ist seine Interpretation der Dinge...
  • Des Nachts...passiert tatsächlich nichts. Zufrieden klopft Ronft Hilarius auf die Schulter, was diesen zwei Schritte nach vorne wirft. Am nächsten Tag wird entspannt und zuversichtlich weitermarschiert und das schöne Wetter genossen. Als es am Abend eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden gilt, entpuppt sich die anvisierte kleine Höhle als bereits bewohnt und ein erzwungener Nahkampf mit fünf Hobgoblins findet statt. (Dank Schnattus' Fähigkeit Navigation hätte ich das Ergebnis zu einer gefährlichen Erdspinne „korrigieren“ können, aber es reicht uns langsam mit Spinnen!) Die Hobgoblins stellen zu fünft zwar eine ernsthafte Bedrohung dar, scheinen mit ihrer Anfangsformation jedoch Pech zu haben und werden aus ihrer Höhle gescheucht. Dafür finden wir einen Magischen Schatz und satte 84 Gold. Ronfts Traum von einem Meisterschwert rückt in greifbare Nähe!
  • Hilarius kann es kaum erwarten, sich wieder als Kundschafter nützlich zu machen. Diesmal mit vollem Erfolg. Durch seine Weitsicht gelingt es den Helden, einen gefährlichen Riesentausendfüßler zu umgehen und sich dafür für 8 Gold im Bauerndorf Grünkraut ein wenig nützlich zu machen. Ronft fragt sich zwar, ob sie die Bezeichnung Helden für den heutigen Tag noch verdienen, ist von der Arbeit aber zu erschöpft, um diesen Gedanken weiterzuverfolgen. Im Dorf finden sie eine gemütliche Übernachtungsmöglichkeit und ziehen am nächsten Tag erfrischt von dannen. Dank Hilarius' unermüdlichem Herumstreifen geht es unbehelligt weiter. Er entdeckt sogar eine interessant aussehende Hütte an der Küste wo...
  • ... die vier Prachtkerle auf den Meisterfischer Zerino treffen, der ihnen für 100 Gold etwas verkauft, das Ronfts Träume eines Meisterschwerts verblassen lässt. Er erhält eine magische Harpune aus einem edlen, die Farbe wechselnden Qölia-Erz, die auf dem Meer automatisch die Aufmerksamkeit ihres Trägers erhöht. Entsprechend ihrer gewaltigen Angriffskraft (+3) ist sie zweihändig zu führen. Sein Schwert gibt Ronft nun an Hilarius weiter, der dafür in der nächsten Siedlung seinen Dolch zu verkaufen gedenkt. Zudem verkauft der Magier den Helden noch drei Kiementränke zu je 15 Gold.
  • Aufgeregtes Geschnatter – nein, nicht von Ginkgo und Schnattus, sondern weit, vom Horizont her, dringt es an die Ohren unserer Helden. Je näher es kommt, desto lauter wird es und bald erscheint es unseren Helden unerträglich. Auch die beiden Halbenten halten sich ihre Horchöffnungen zu. Kein Zauberer könnte bei dieser Geräuschkulisse erfolgreich Sprüche wirken. Ginkgo und Schnattus kommt eine Idee, sollten sie es jemals mit mies gestimmten Magiebegabten zu tun bekommen...
    Der Ursprung des Geschnatters sind 6 Halbentenräuber. Sie greifen ohne Umschweife an und sind alleine aufgrund ihrer Menge eine ernste Bedrohung. Die erste Attacke können unsere Helden nicht wirklich abwehren. Ronft wird verletzt (T_T), Schnattus kriegt auch noch etwas ab, kann aber, dank des kürzlich erworbenen Schildes, den Schlag ablenken. Ginkgo und Hilarius sind in Sicherheit. Auch die nächste Attacke geht durch, wird von Ronfts Rüstung aber komplett absorbiert. Es sieht eng aus! Nun zeigt sich der unbändige Wille unser vier Helden, sich gegen jedes Unrecht zu behaupten. Ein vereintes nach-vorne-Brechen glückt und die Halbenten werden aufgerieben. Reichlich Federn lassend stürmen und flattern sie von dannen. Sie hinterlassen neben reichlich flüssigem Schiss 20 Gold und einen weiteren Kiementrank. Abends nimmt sich Hilarius Ronfts Verletzung an – dank seines Druckverbandes und einer erholsamen Nacht sollte schon bald nichts mehr von ihr zu spüren sein. Vor lauter Freude, über das erste sichtbare Zeichen eines Kampfes, empfindet Ronft kaum Schmerzen.
  • Beim Weiterziehen in Richtung Norden – das Ödland sollte bald erreicht sein – findet sich die Gruppe plötzlich in immer höher werdendem Gras. Hilarius belehrt: „In solch hohen Gräsern finden sich für gewöhnlich die heimischen Riesengrasenten zum Nestbau und Aufzucht ihrer Jungen ein. Wenn es euch nicht stört, lasst uns unser Tempo drosseln, sodass ich, ohne euch zu verlieren, immer mal stöbern kann...“ Er scheint etwas im Schilde zu führen. Immer wieder verschwindet er im mannshohen Gras und taucht dann urplötzlich wieder bei der Gruppe auf. Nachdem das ein paar Mal so gegangen ist, hält er Ronft bei seinem erneut sehr plötzlichen Auftauchen freudig ein riesiges Ei entgegen. Ginkgo wird ganz unruhig: „Oooh, wird daraus eine Riesengrasente schlüpfen, die wir dann zähmen und auf der wir fliegen können??“ Hilarius muss seine Hoffnung ein wenig zurückschrauben: „Nein, mein Lieber, aber wenn mich nicht alles täuscht könnte ein Kleriker daraus einen nützlichen Trank brauen, der deinen Traum vom Fliegen zumindest für eine begrenzte Zeit erfüllen würde.“ Er umwickelt das Ei mit reichlich Gras und lässt es vorsichtig in seinen Rucksack gleiten, um es sicher zur nächsten Stadt zu bringen.

Auf dem Weg dorthin liegt aber erstmal...


Das Ödland

Brauner, trockener Boden, soweit das Auge reicht... Knochige, ausgetrocknete Bäume, die blätter- und kraftlos vereinzelt herumstehen... Das Ödland macht seinem Namen alle Ehre und schafft es, schon beim bloßen Betrachten zu langweilen - zumindest jeden, ohne Heldenambitionen. Denn trotz der kärglichen Landschaft sollen es mächtige Monster und fiese Verbrecher schaffen, sich hier gehäuft zu verstecken. Also genau richtig für unsere Recken! Zudem klingt uns noch die Bitte von Balbo, dem Halblingsdorfältesten im Ohr, und lässt die Motivation besonders steigen.

  • Kaum angekommen zeigt sich das Ödland von seiner gefährlichsten Seite. Hilarius kundschaftet, aber das ist ja nur eine HILFE und kein echter SCHUTZ und kann auch schon mal schiefgehen. So sehen wir uns zu Beginn des ersten Tages, nachdem das öde Land betreten wurde, mit einer ruchlosen Halblingbande konfrontiert. Sie lassen uns keine Wahl, als den bewaffneten Fernkampf. Sie sind außerdem zu viert und ziemlich stark! Dank erzwungenem Fernkampf können weder Ronft seinen Panzerstich nutzen und somit den Rüstwert der Gegner um 2 senken, noch Schnattus das genaue Zielen zum Einsatz bringen (dies geht nur bei einem freiwilligen Kampf). Rechnerisch sind wir also um einige Punkte unterlegen – jetzt müssen es die Würfel richten. Die erste Attacke der stinkenden Halblingräuber wird abgewehrt, unsere leider auch. Danach kommt es für die kleinen Diebe zu einem Erfolg; erneut wird Ronft verletzt, erneut kann Schnattus einen weiteren Hieb mit seinem Schild ablenken. Doch es kommt noch schlimmer – einen weiteren Schlag, der für Ronft den sicheren Tod bedeutet hätte, kann dieser nur unter Verwendung seiner Schutzkette abwehren, die daraufhin verbraucht ist. Nur mit Mühe, Not und klopfenden Herzen gelingt es unseren Helden, die ihrerseits vom langen Kampf bereits ermüdeten Minihalunken in die Flucht zu schlagen. Sie hinterlassen etwas Gold und einen Bronzeschlüssel, den Schnattus an sich nimmt. Wer weiß, wozu er noch gut sein wird...nun, ich weiß es! Und ihr bald auch.
  • Beim Kundschaften während die anderen drei das Lager aufschlagen entfährt Hilarius ein spitzer Schrei. Alle drei stürmen in seine Richtung, gerade noch rechtzeitig, dass sich Hilarius vor Schnattus Füße übergeben kann. Er deutet mit zitterigen Fingern auf ein kleines, vertrocknetes Etwas, dass wie ein Bündel Äste aussieht...und sich als vertrockneter, einarmiger Halbling herausstellt. Wo sich wohl sein anderer Arm befinden mag? Ronft dreht ihn ein wenig zur Seite und bemerkt einen GoldTalisman um seinen Hals, den er Ginkgo übergibt. Er selbst bewaffnet sich mit einer am Gürtel des armen Tropfs gefundenen Meisterschleuder (+1) und hat nun auch wieder eine Fernkampfwaffe.
  • Auf dem Weg in Richtung Gadûr treffen die Vier auf eine Horde einigermaßen gut bewaffneter und vor allem sich in der Überzahl befindender Räuber; so nah an der gut befestigten Zwergenstadt doch recht erstaunlich. Sie gehen von selbst auch nicht auf unsere Helden zu, doch die Beleidigungen, die sie beim Anblick solch stattlicher, für das Gute eintretender Recken in deren Richtung loszulassen nicht widerstehen können, reichen, um unsere heißblütigen Vier zu den Waffen greifen zu lassen... Diesmal kann sowohl Schnattus in Ruhe zielen und so der Anfangsattacke einen Bonus verschaffen als auch Ronft seine rüstwertreduzierende Fertigkeit nutzen. Dies sollte die zahlenmäßige Überlegenheit der Räuber kompensieren und tatsächlich werden sie nach kurzem Gerangel in die Flucht geschlagen. Was sie uns hinterlassen hat es in sich. Nicht nur sind unsere Vier um 40 Gold reicher – sie können auch eine Quest annehmen, da die Räuber eine Karte hinterlassen haben, die ihnen den Eingang zu den Skytheischen Gangsystemen zeigt! Diese von den Rattenmenschen angelegten unterirdischen Gänge erweisen sich als … gefährliches Verlies! Je schneller wir sie annehmen, desto mehr Ruhm gibt es. Also kaum gezögert und losgequestet:


Gefährliches Verlies! (skytheische Gangsysteme)

  • Nachdem Ronft Schattenschrei vor dem Eingang zum Verlies angebunden und mit einem Haufen frischen Gras zurückgelassen hat, betreten die Vier das Verlies.
  • Im Verlies müssen wir erst einmal einen schmalen Holzsteg überqueren, der selbst unter den Füßen der Halbenten ächzt, Hilarius' Betreten jedoch nicht weiter zur Kenntnis zu nehmen scheint. Obwohl Ginkgo sein Bestes gibt, alle Fallen zu erkennen, kann er das Brechen des Steges nicht vorhersehen und so verliert Ronft beinah seine vor kurzem erst erworbene Meisterharpune, kann sie aber gerade noch festhalten.
  • Diesmal leistet der junge Entenmann gute Arbeit. Er kann seine Kameraden vor einer Falle warnen, sodass sie unbeschadet eine rutschige, marmorne Treppe begehen können, die verdächtig nach Wegklapp-Mechanismus aussieht... und doch passiert dank Ginkgos Anweisungen nichts.
  • Unsere Vier landen in einem moosbewachsenen Raum, dessen Feuchtigkeit bei Hilarius zu einem empfundenen Ziehen in der Bronchiengegend führt, was Asthmaängste auslöst. Bevor er sich jedoch zu sehr hineinsteigern kann, entdecken Ronft und Ginkgo eine gigantische Bronzekiste. Bronze. Hatten wir nicht den müffelnden Halblingräubern einen Bronzeschlüssel abgenommen? Doch, ich glaube das hatten wir! Ein Blick auf die Hinterseite von Ginkgos Charakterblatt – ich meine, in Ginkgos Rucksack, und tatsächlich, ein Bronzeschlüssel ist vorhanden! Das muss ja nun noch nichts heißen. Zur Sicherheit ziehen aber alle Beteiligten bereits ihre Waffen – hier ist leider nur Nahkampf möglich – und stecken den Schlüssel ins Schloss … drehen … die Kiste springt auf und ein riesiger Bronzegolem heraus, dessen „Haut“ äußerst widerstandsfähig zu sein scheint. Ronft konzentriert sich auf seinen Panzerstich... Nach einigem Hacken und Zustechen, bei dem besonders Ronfts magische Meisterharpune gute Arbeit leistet, ist der zwar sehr starke, aber doch zahlenmäßig deutlich unterlegene Golem besiegt. Das erbeutete Gold verblasst vor dem, was die Helden des Weiteren in der Kiste finden – ein Muschelamulett lässt einen von ihnen nun jederzeit unter Wasser atmen!

Am Ausgang erwartet uns der zurückgelassene, treue Schattenschrei und Ronft ist überglücklich, ihn wiederzusehen. So ganz sicher, wo sie am Ende aus dem Verlies wieder herauskommen werden, war sich nämlich niemand...

Dergestalt glücklich ausgerüstet und ihre Besitztümer zählend und immer wieder neu bestaunend, marschieren unsere Helden in die majestätische Zwergenstadt Gadûr ein, in der Hoffnung, von der legendären Schmiedekunst der Zwerge zu profitieren und eine NOCH bessere Ausrüstung erhalten zu können...