Imperial - wie strategisch ist es?

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  • Hallo,


    heute Morgen um 4 Uhr bin ich endlich siegreich vom Mittelmeer heimgekehrt. Als Imperator von Frankreich, Italien und Österreich habe ich die Mitspieler schlafen geschickt. :missi:


    Mich hat die Partie heute noch etwas beschäftigt. Ich habe Imperial bisher drei bis vier Mal gespielt und bilde mir ein, dass ich das Spiel immer noch nicht "beherrsche". Sprich - mir erschließt sich nicht, warum ich die Partie gewonnen habe. :tap2:


    Gleich zu Beginn ist es mir mit der Regierung von Frankreich ziemlich schlecht ergangen. Aber ich bin nicht vernichtet worden - sondern man hat mich verschont. Es wurden von den Mitspielern Stragien ersponnen und verfolgt. Im Norden bildeten sich die Allianzen (England/Russland), die ein aufbegehrendes Deutschland niedermetzelten. Unberührt davon gedieh Österreich, Italien plätscherte so vor sich hin.
    Auf Grund einer "glücklichen" Konstellation" auf dem Steuerrad und der Position der Investorkarte war ich auf einmal liquide und einflußreich. Ich schluckte Österreich und zwei Runden später Italien - und machte fertig.
    Alle haben mir zu dieser genialen Strategie gratuliert. Aber ich muß zu geben, ich hatte überhaupt keinen Plan. Mit drei Regierungen war ich dann auch schon überfordert.
    Ich habe meinen Stöpsle auf dem Steuerrad immer brav nur ein wenig weiter gestellt und mich der Möglichkeiten bedient.
    Das war alles. :boss:


    Ich bin gerne jemand, der sich im Spiel etwas vornimmt und ausprobiert, ob es sich umsetzen läßt. Aber ich habe den Eindruck, dass ich dazu im Imperial durch die Zugfolge viel zu sehr eingeschränkt bin...


    ...oder täusche ich mich?


    Was sagen die Vielspieler von Imperial dazu?


    Hat sich mir das Spiel nach vier Partien noch nicht erschlossen? Könnt Ihr drei oder vier Runden voraus planen und Ziele verfolgen - ja sogar erreichen?


    Alle Mitspieler waren von Imperial begeistert - nur der Sieger weiß nicht, was los ist und was er davon halten soll.


    Liebe Grüße


    Nils

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  • Hallo,


    heute Morgen um 4 Uhr bin ich endlich siegreich vom Mittelmeer heimgekehrt. Als Imperator von Frankreich, Italien und Österreich habe ich die Mitspieler schlafen geschickt. :missi:


    Mich hat die Partie heute noch etwas beschäftigt. Ich habe Imperial bisher drei bis vier Mal gespielt und bilde mir ein, dass ich das Spiel immer noch nicht "beherrsche". Sprich - mir erschließt sich nicht, warum ich die Partie gewonnen habe. :tap2:


    Gleich zu Beginn ist es mir mit der Regierung von Frankreich ziemlich schlecht ergangen. Aber ich bin nicht vernichtet worden - sondern man hat mich verschont. Es wurden von den Mitspielern Stragien ersponnen und verfolgt. Im Norden bildeten sich die Allianzen (England/Russland), die ein aufbegehrendes Deutschland niedermetzelten. Unberührt davon gedieh Österreich, Italien plätscherte so vor sich hin.
    Auf Grund einer "glücklichen" Konstellation" auf dem Steuerrad und der Position der Investorkarte war ich auf einmal liquide und einflußreich. Ich schluckte Österreich und zwei Runden später Italien - und machte fertig.
    Alle haben mir zu dieser genialen Strategie gratuliert. Aber ich muß zu geben, ich hatte überhaupt keinen Plan. Mit drei Regierungen war ich dann auch schon überfordert.
    Ich habe meinen Stöpsle auf dem Steuerrad immer brav nur ein wenig weiter gestellt und mich der Möglichkeiten bedient.
    Das war alles. :boss:


    Ich bin gerne jemand, der sich im Spiel etwas vornimmt und ausprobiert, ob es sich umsetzen läßt. Aber ich habe den Eindruck, dass ich dazu im Imperial durch die Zugfolge viel zu sehr eingeschränkt bin...


    ...oder täusche ich mich?


    Was sagen die Vielspieler von Imperial dazu?


    Hat sich mir das Spiel nach vier Partien noch nicht erschlossen? Könnt Ihr drei oder vier Runden voraus planen und Ziele verfolgen - ja sogar erreichen?


    Alle Mitspieler waren von Imperial begeistert - nur der Sieger weiß nicht, was los ist und was er davon halten soll.


    Liebe Grüße


    Nils

  • Zitat

    [i]
    Alle Mitspieler waren von Imperial begeistert - nur der Sieger weiß nicht, was los ist und was er davon halten soll.


    He Nils,


    ging mir genauso (auch wenn ich in meiner ersten Imperial Partie nicht gewonnen habe). Ich fand das Spiel interessant und fand, dass es spannende Mechanismen hat, aber wie genau das ganze nun planbar sein soll hat sich mir auch nicht wirklich erschlossen.... (auch ich warte hier auf die Antworten der Experten)

  • Zitat

    [i]
    Alle Mitspieler waren von Imperial begeistert - nur der Sieger weiß nicht, was los ist und was er davon halten soll.


    He Nils,


    ging mir genauso (auch wenn ich in meiner ersten Imperial Partie nicht gewonnen habe). Ich fand das Spiel interessant und fand, dass es spannende Mechanismen hat, aber wie genau das ganze nun planbar sein soll hat sich mir auch nicht wirklich erschlossen.... (auch ich warte hier auf die Antworten der Experten)

  • Zitat

    Original von mixo


    He Nils,


    ging mir genauso (auch wenn ich in meiner ersten Imperial Partie nicht gewonnen habe). Ich fand das Spiel interessant und fand, dass es spannende Mechanismen hat, aber wie genau das ganze nun planbar sein soll hat sich mir auch nicht wirklich erschlossen.... (auch ich warte hier auf die Antworten der Experten)


    Probiert doch mal die Variante ohne Investorkarte - das sollte einen "Glücksfaktor" elimieren. Man muss einfach zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Länder kaufen ;). Mit Investorkarte ist das sicherlich etwas schwerer planbar. Welche Länder die richtigen zum investieren sind ist am Anfang nicht abzusehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man aber erkennen welche Länder gut geführt wurden und kurz vor "Steuer" zuschlagen :box:.
    Oft ist es besser nicht zu intrigieren (es seidenn man ist sehr erfolgreich darin), sondern still vor sich hinzuspielen - so gelingen die besten Coups weil einem keiner auf der Rechnung hat und man sich nicht in "Privatkriegen" aufreibt.


    Meiner Meinung nach sind also geschickte Diplomatie und Timing die Schlüssel zum Erfolg. Ob das aber im Sinne einer festen Strategie planbar ist wage ich zu bezweifeln - Glückssache ist es deswegen aber keineswegs.

  • Zitat

    Original von mixo


    He Nils,


    ging mir genauso (auch wenn ich in meiner ersten Imperial Partie nicht gewonnen habe). Ich fand das Spiel interessant und fand, dass es spannende Mechanismen hat, aber wie genau das ganze nun planbar sein soll hat sich mir auch nicht wirklich erschlossen.... (auch ich warte hier auf die Antworten der Experten)


    Probiert doch mal die Variante ohne Investorkarte - das sollte einen "Glücksfaktor" elimieren. Man muss einfach zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Länder kaufen ;). Mit Investorkarte ist das sicherlich etwas schwerer planbar. Welche Länder die richtigen zum investieren sind ist am Anfang nicht abzusehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man aber erkennen welche Länder gut geführt wurden und kurz vor "Steuer" zuschlagen :box:.
    Oft ist es besser nicht zu intrigieren (es seidenn man ist sehr erfolgreich darin), sondern still vor sich hinzuspielen - so gelingen die besten Coups weil einem keiner auf der Rechnung hat und man sich nicht in "Privatkriegen" aufreibt.


    Meiner Meinung nach sind also geschickte Diplomatie und Timing die Schlüssel zum Erfolg. Ob das aber im Sinne einer festen Strategie planbar ist wage ich zu bezweifeln - Glückssache ist es deswegen aber keineswegs.

  • Hallo Matthias,


    vielen Dank für die Tipps,


    Zitat

    Original von onkel_e


    Man muss einfach zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Länder kaufen ;). Mit Investorkarte ist das sicherlich etwas schwerer planbar. Welche Länder die richtigen zum investieren sind ist am Anfang nicht abzusehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man aber erkennen welche Länder gut geführt wurden und kurz vor "Steuer" zuschlagen :box:.
    Oft ist es besser nicht zu intrigieren (es seidenn man ist sehr erfolgreich darin), sondern still vor sich hinzuspielen - so gelingen die besten Coups weil einem keiner auf der Rechnung hat und man sich nicht in "Privatkriegen" aufreibt.


    Genau so ist es bei mir gelaufen - nur! ich habe es nicht beeinflußt. Es waren glückliche Umstände,

    • dass ich einige Zeit mit Frankreich ziemlich unglücklich da stand und nicht beharkt wurde
    • dass meine Kredite zeitgleich Zinsauschüttungen erfuhren
    • dass genau im Anschluß der der Zinsausschüttungen die Investorkarte bei mir eintrudelte,
    • dass Österreich prima aufgebaut worden war und glänzend da stand, (arme Alt-Regierung)


    Ich habe darauf geachte - diese glückliche Konstellation haben meine Mitspieler nicht alle erfahren. Mich hat es zweimal getroffen und einen Mitspieler ein weiteres Mal. So sah dann auch der Spielstand am Ende aus.


    Was ich bezweifele ist, dass man diese Konstellation herbeiführen kann oder darauf achtet, dass sie bei den Mitspielern nicht eintritt.
    Doofes Glücksspiel, schnöder Zeitvertreib :)


    Man kann ja mal darüber nachdenken, ob die Investorkarte im Laufe des Spiels vielleicht zur Versteigerung angeboten wird?
    Zum einen ist es auch eine spannende Aktion und zum anderen reduziert es das Barvermögen der am besten dastehenden Mitspieler und wirkt ausgleichend.


    Man könnte noch einen Investionspöppel einführen, der ebenso über die Staatskassen zieht. Jedesmal, wenn der Aktionspöppel auf den Investionspöppel trifft, wird die Investorkarte zur Versteigerung angeboten.
    Mit dem nächsten Zug zieht der Aktionspöppel und der Investionspöppel auf die nächste Staatskasse, wo der Investionspöppel dann verweilt. Damit würde in jedem siebten Zug eine Versteigerung der Investorkarte ausgelöst.


    Zitat

    Original von onkel_e


    Probiert doch mal die Variante ohne Investorkarte - das sollte einen "Glücksfaktor" elimieren.


    ...und nicht ebenso den größten Spannungsfaktor? :)


    In der nächsten Runde werden wir erst mal beginnen, die ersten Kredite zu versteigern und uns bemühen, das Timing zu verbessern.


    Liebe Grüße


    Nils

  • Hallo Matthias,


    vielen Dank für die Tipps,


    Zitat

    Original von onkel_e


    Man muss einfach zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Länder kaufen ;). Mit Investorkarte ist das sicherlich etwas schwerer planbar. Welche Länder die richtigen zum investieren sind ist am Anfang nicht abzusehen. Ab einem gewissen Zeitpunkt kann man aber erkennen welche Länder gut geführt wurden und kurz vor "Steuer" zuschlagen :box:.
    Oft ist es besser nicht zu intrigieren (es seidenn man ist sehr erfolgreich darin), sondern still vor sich hinzuspielen - so gelingen die besten Coups weil einem keiner auf der Rechnung hat und man sich nicht in "Privatkriegen" aufreibt.


    Genau so ist es bei mir gelaufen - nur! ich habe es nicht beeinflußt. Es waren glückliche Umstände,

    • dass ich einige Zeit mit Frankreich ziemlich unglücklich da stand und nicht beharkt wurde
    • dass meine Kredite zeitgleich Zinsauschüttungen erfuhren
    • dass genau im Anschluß der der Zinsausschüttungen die Investorkarte bei mir eintrudelte,
    • dass Österreich prima aufgebaut worden war und glänzend da stand, (arme Alt-Regierung)


    Ich habe darauf geachte - diese glückliche Konstellation haben meine Mitspieler nicht alle erfahren. Mich hat es zweimal getroffen und einen Mitspieler ein weiteres Mal. So sah dann auch der Spielstand am Ende aus.


    Was ich bezweifele ist, dass man diese Konstellation herbeiführen kann oder darauf achtet, dass sie bei den Mitspielern nicht eintritt.
    Doofes Glücksspiel, schnöder Zeitvertreib :)


    Man kann ja mal darüber nachdenken, ob die Investorkarte im Laufe des Spiels vielleicht zur Versteigerung angeboten wird?
    Zum einen ist es auch eine spannende Aktion und zum anderen reduziert es das Barvermögen der am besten dastehenden Mitspieler und wirkt ausgleichend.


    Man könnte noch einen Investionspöppel einführen, der ebenso über die Staatskassen zieht. Jedesmal, wenn der Aktionspöppel auf den Investionspöppel trifft, wird die Investorkarte zur Versteigerung angeboten.
    Mit dem nächsten Zug zieht der Aktionspöppel und der Investionspöppel auf die nächste Staatskasse, wo der Investionspöppel dann verweilt. Damit würde in jedem siebten Zug eine Versteigerung der Investorkarte ausgelöst.


    Zitat

    Original von onkel_e


    Probiert doch mal die Variante ohne Investorkarte - das sollte einen "Glücksfaktor" elimieren.


    ...und nicht ebenso den größten Spannungsfaktor? :)


    In der nächsten Runde werden wir erst mal beginnen, die ersten Kredite zu versteigern und uns bemühen, das Timing zu verbessern.


    Liebe Grüße


    Nils

  • Zitat

    Original von widow_s_cruse
    Hallo Matthias,


    vielen Dank für die Tipps...


    Dass du das nicht geplant hast heißt ja nicht dass es generell Glückssache ist ;). Man kann ungefähr abschätzen wieviel Geld die Gegner haben. Man kann einsehen welche Kredite noch verfügbar sind und wer wieviele/welche hat. Dadurch erkennt man auch welche Länder "nicht sicher" sind, die auch möglichst "gerade gut dastehen". Man kann meist abschätzen wann das nächste Land über Investor geht und wer investieren kann - und vor allem wann man selbst wieder damit dran ist. Natürlich sind da viele Unsicherheitsfaktoren, aber ein Glücksspiel wird es deshalb nicht.
    Ganz wichtig ist auch noch folgendes (aber das habt ihr bestimmt schon bedacht): Gegen Ende des Spiels sollte man ganz genau ausrechnen ob sich weitere Kredite auch noch lohnen und lieber nochmal eine Runde aussitzen um das Geld fürs richtige Land zu haben (da wird ja auf dem Rondell eh richtig Gas gegeben mit den führenden Ländern)


    Der Knackpunkt ist einfach die Investorkarte und wer wann investieren kann und auch das nötige Kleingeld dafür hat. Deshalb komme ich nochmal zur Variante ohne Investorkarte :) - schau mal auf BGG nach, da steht viel dazu. Diese Variante ist ja auch in den offiziellen Regeln enthalten.


    Aber du hast schon recht - manchmal hat man den Eindruck dass das Spiel eh nicht anders gelaufen wäre und man keine Kontrolle hatte. Vlt weigere ich mich auch nur das einzusehen, vlt liegt es auch an den oben von mir geschilderten vielen Faktoren :denk:. Obwohl ich sonst eher der Kontrollfreak bin - ich hab bis jetzt nach jeder Partie Imperial auf 2-3 unterhaltsame und spannende Stunden zurückblicken können. Das ist das wichtigste und macht für mich ein sehr gutes Spiel aus.

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  • Zitat

    Original von widow_s_cruse
    Hallo Matthias,


    vielen Dank für die Tipps...


    Dass du das nicht geplant hast heißt ja nicht dass es generell Glückssache ist ;). Man kann ungefähr abschätzen wieviel Geld die Gegner haben. Man kann einsehen welche Kredite noch verfügbar sind und wer wieviele/welche hat. Dadurch erkennt man auch welche Länder "nicht sicher" sind, die auch möglichst "gerade gut dastehen". Man kann meist abschätzen wann das nächste Land über Investor geht und wer investieren kann - und vor allem wann man selbst wieder damit dran ist. Natürlich sind da viele Unsicherheitsfaktoren, aber ein Glücksspiel wird es deshalb nicht.
    Ganz wichtig ist auch noch folgendes (aber das habt ihr bestimmt schon bedacht): Gegen Ende des Spiels sollte man ganz genau ausrechnen ob sich weitere Kredite auch noch lohnen und lieber nochmal eine Runde aussitzen um das Geld fürs richtige Land zu haben (da wird ja auf dem Rondell eh richtig Gas gegeben mit den führenden Ländern)


    Der Knackpunkt ist einfach die Investorkarte und wer wann investieren kann und auch das nötige Kleingeld dafür hat. Deshalb komme ich nochmal zur Variante ohne Investorkarte :) - schau mal auf BGG nach, da steht viel dazu. Diese Variante ist ja auch in den offiziellen Regeln enthalten.


    Aber du hast schon recht - manchmal hat man den Eindruck dass das Spiel eh nicht anders gelaufen wäre und man keine Kontrolle hatte. Vlt weigere ich mich auch nur das einzusehen, vlt liegt es auch an den oben von mir geschilderten vielen Faktoren :denk:. Obwohl ich sonst eher der Kontrollfreak bin - ich hab bis jetzt nach jeder Partie Imperial auf 2-3 unterhaltsame und spannende Stunden zurückblicken können. Das ist das wichtigste und macht für mich ein sehr gutes Spiel aus.

  • Hiho,


    Zu Imperial:


    Ich habe es erst 2 mal gespielt (die Messe-Partie nicht eingerechnet) und ist hatte weniger das gefühl das es beliebig ist, sprich: Ich wusste wieso ich am Ende gewonnen hab! (Bzw. habe ich mir das eingebildet)


    Bei uns war die Investorkarte kein grösseres Problem, da alle darauf geachtet haben wann sie wechselt und was das dann bedeutet.


    Atti

  • Hiho,


    Zu Imperial:


    Ich habe es erst 2 mal gespielt (die Messe-Partie nicht eingerechnet) und ist hatte weniger das gefühl das es beliebig ist, sprich: Ich wusste wieso ich am Ende gewonnen hab! (Bzw. habe ich mir das eingebildet)


    Bei uns war die Investorkarte kein grösseres Problem, da alle darauf geachtet haben wann sie wechselt und was das dann bedeutet.


    Atti

  • also dem muss ich zustimmen: Ich wußte eigentlich auch immer, warum ich gewonnen oder verloren habe.


    Der Nachteil, den ich beim imperial sehe -und das ist "nur" ein klitze, kleiner Nachteil, ABER wenn jnd ins Hintertreffen gerät, dann kommt er nur schwer da wieder raus....ganz egal, ob man Länder wechslet oder nicht....irgendwann hat man einfach keine Möglichkeiten mehr, mehr als ein anderer zu bieten......


    on daher: mit hat`s super gefaööen....ich fand aber z.B. Antike in diesem Punkt und dadurch auch Gesamthaft besser.


    Gruß
    Braz

  • also dem muss ich zustimmen: Ich wußte eigentlich auch immer, warum ich gewonnen oder verloren habe.


    Der Nachteil, den ich beim imperial sehe -und das ist "nur" ein klitze, kleiner Nachteil, ABER wenn jnd ins Hintertreffen gerät, dann kommt er nur schwer da wieder raus....ganz egal, ob man Länder wechslet oder nicht....irgendwann hat man einfach keine Möglichkeiten mehr, mehr als ein anderer zu bieten......


    on daher: mit hat`s super gefaööen....ich fand aber z.B. Antike in diesem Punkt und dadurch auch Gesamthaft besser.


    Gruß
    Braz

  • Zitat

    Original von Braz
    Der Nachteil, den ich beim imperial sehe -und das ist "nur" ein klitze, kleiner Nachteil, ABER wenn jnd ins Hintertreffen gerät, dann kommt er nur schwer da wieder raus....ganz egal, ob man Länder wechslet oder nicht....irgendwann hat man einfach keine Möglichkeiten mehr, mehr als ein anderer zu bieten......


    Ich find mittlerweile, dass das kein Nachteil ist, sondern ein Merkmal guter (Strategie-)Spiele.
    Wäre dem nicht so, würde es einen Mechanismus geben, der schwächere bevorzugt.
    Damit er wirksam ist, muss er sie so sehr bevorzugen, dass man auch wieder aufholen kann.
    Wenn es diesen aber gibt, wird das Spiel irgendwie auch belanglos... warum sollte ich mich in irgendeiner Weise anfangs anstregen, bekomm ich vom Spiel wieder einen Bonus der mein schlechtes Spiel wieder ausgleicht.


    Das wird dann schnell belanglos, oder aber man braucht von 6 Runden eigentlich nur die letzte spielen... super! ;)


    Naja, 100% kann man das so nicht sehen, aber ich hoffe die Tendenz meiner Aussage ist rübergekommen.
    Im übrigen hat Imperial durchaus einen Vorteil für "benachteiligte Spieler". Spieler ohne Nationalitätsführung können auch ausserhalb der Investerreihenfolge investieren.
    Würde ich zu einem "Aufholmechanismus" (im obigen Sinne) zählen.


    Grüße
    Timo

  • Zitat

    Original von Braz
    Der Nachteil, den ich beim imperial sehe -und das ist "nur" ein klitze, kleiner Nachteil, ABER wenn jnd ins Hintertreffen gerät, dann kommt er nur schwer da wieder raus....ganz egal, ob man Länder wechslet oder nicht....irgendwann hat man einfach keine Möglichkeiten mehr, mehr als ein anderer zu bieten......


    Ich find mittlerweile, dass das kein Nachteil ist, sondern ein Merkmal guter (Strategie-)Spiele.
    Wäre dem nicht so, würde es einen Mechanismus geben, der schwächere bevorzugt.
    Damit er wirksam ist, muss er sie so sehr bevorzugen, dass man auch wieder aufholen kann.
    Wenn es diesen aber gibt, wird das Spiel irgendwie auch belanglos... warum sollte ich mich in irgendeiner Weise anfangs anstregen, bekomm ich vom Spiel wieder einen Bonus der mein schlechtes Spiel wieder ausgleicht.


    Das wird dann schnell belanglos, oder aber man braucht von 6 Runden eigentlich nur die letzte spielen... super! ;)


    Naja, 100% kann man das so nicht sehen, aber ich hoffe die Tendenz meiner Aussage ist rübergekommen.
    Im übrigen hat Imperial durchaus einen Vorteil für "benachteiligte Spieler". Spieler ohne Nationalitätsführung können auch ausserhalb der Investerreihenfolge investieren.
    Würde ich zu einem "Aufholmechanismus" (im obigen Sinne) zählen.


    Grüße
    Timo

  • Hallo Timo,


    ich möchte dir wirklich zu 100% zu deiner Aussage zustimmen und ich bin im Grunde auch deiner Meinung! ...es sei denn man spielt ein Spiel zu zweit. Das kann dann ganz schön frustrierend für den "Gegner" sein.....so geschehen bei mir und meiner Freundin, welche keinen Gefallen am Spiel gefunden hat, da sie einfach nicht mehr "an den Ball kam"....ich hingegen mich super wohl gefühlt habe und freiauf gespielt habe......


    Aleso: Es hat ales so seine 2 Seiten. Wahrscheinlich relativiert sich dann meine geschilderte Situation dann wieder bei mehr als 2 Spielern...?!


    Grüße
    Braz

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  • Hallo Timo,


    ich möchte dir wirklich zu 100% zu deiner Aussage zustimmen und ich bin im Grunde auch deiner Meinung! ...es sei denn man spielt ein Spiel zu zweit. Das kann dann ganz schön frustrierend für den "Gegner" sein.....so geschehen bei mir und meiner Freundin, welche keinen Gefallen am Spiel gefunden hat, da sie einfach nicht mehr "an den Ball kam"....ich hingegen mich super wohl gefühlt habe und freiauf gespielt habe......


    Aleso: Es hat ales so seine 2 Seiten. Wahrscheinlich relativiert sich dann meine geschilderte Situation dann wieder bei mehr als 2 Spielern...?!


    Grüße
    Braz

  • Hallo Braz,


    Zitat

    Original von Braz
    also dem muss ich zustimmen: Ich wußte eigentlich auch immer, warum ich gewonnen oder verloren habe.


    dass mir das klar ist, habe ich weiter oben beschrieben.


    Aber kannst Du den Erfolgsweg reproduzieren oder Alternativen verfolgen?


    Ich sollte vielleicht mal erwähnen, dass wir Imperial immer in großer Besetzung spielen - sprich fünf bis sechs Personen.


    Ich möchte das Spiel ja gar nicht schlecht reden. Wir haben alle Spaß an dem Abend gehabt und das Spiel wird sicher wieder auf den Tisch kommen.


    Nur - unter einem Strategiespiel verstehe ich, dass man Spielzüge im voraus plant und es dann umzusetzen versucht.
    Meine Mitspieler haben es versucht. Sie haben Allianzen gebildet, haben sauber gewirtschaftet, haben versucht erfolgreiche Spielzüge der letzten Partien zu wiederholen - und sind gescheitert.


    Ich hatte keinen Plan und habe nichts herrausgearbeitet. Mir sind die Spielvorteile unangestrebt zugefallen. Ich habe nur die aktuellen Verhältnisse zu optimieren brauchen - und habe gewonne, weil ich in die Position gerutscht bin.
    Nix Strategie :zip:


    Wenn ich eine Partie Catan Städte & Ritter spiele, dann schaue ich mir das Spielfeld an und weiß auf Grund der Verhältnisse, welche Ziele ich zu verfolgen habe - das gleiche bei Cuba und Co. Meistens gewinne ich erst auf den letzten Runden die Oberhand, weil ich etwas aufbauen konnte, was funktioniert.
    Aber bei Imperial will es mir nicht gelingen. Ich weiß nicht, wie sich die Verhältnisse bis zu meinem nächsten Zug entwickeln.


    Matthias hat oben ja versucht, so was zu beschreiben. Aber wie nützlich sind solche Beobachtungen?
    Mir ist aufgefallen, dass auch andere Mitspieler ihre Handlungen erst entschieden haben, wenn sie am Zug waren. Wenn ich aber eine Strategie habe, dann weiß ich, was zu tun ist, wenn ich an der Reihe bin.


    Und meine Fragen an die erfahrenen Spielen:
    Also - wie strategisch ist Imperial nun?
    Oder ist es "nur" ein Aktion- und Optimierungsspiel? (Das zweifelsohne Spass macht!)
    Meint Ihr, dass Ihr Imperial beherrschen könnt? :tap1:


    Liebe Grüße


    Nils

  • Hallo Braz,


    Zitat

    Original von Braz
    also dem muss ich zustimmen: Ich wußte eigentlich auch immer, warum ich gewonnen oder verloren habe.


    dass mir das klar ist, habe ich weiter oben beschrieben.


    Aber kannst Du den Erfolgsweg reproduzieren oder Alternativen verfolgen?


    Ich sollte vielleicht mal erwähnen, dass wir Imperial immer in großer Besetzung spielen - sprich fünf bis sechs Personen.


    Ich möchte das Spiel ja gar nicht schlecht reden. Wir haben alle Spaß an dem Abend gehabt und das Spiel wird sicher wieder auf den Tisch kommen.


    Nur - unter einem Strategiespiel verstehe ich, dass man Spielzüge im voraus plant und es dann umzusetzen versucht.
    Meine Mitspieler haben es versucht. Sie haben Allianzen gebildet, haben sauber gewirtschaftet, haben versucht erfolgreiche Spielzüge der letzten Partien zu wiederholen - und sind gescheitert.


    Ich hatte keinen Plan und habe nichts herrausgearbeitet. Mir sind die Spielvorteile unangestrebt zugefallen. Ich habe nur die aktuellen Verhältnisse zu optimieren brauchen - und habe gewonne, weil ich in die Position gerutscht bin.
    Nix Strategie :zip:


    Wenn ich eine Partie Catan Städte & Ritter spiele, dann schaue ich mir das Spielfeld an und weiß auf Grund der Verhältnisse, welche Ziele ich zu verfolgen habe - das gleiche bei Cuba und Co. Meistens gewinne ich erst auf den letzten Runden die Oberhand, weil ich etwas aufbauen konnte, was funktioniert.
    Aber bei Imperial will es mir nicht gelingen. Ich weiß nicht, wie sich die Verhältnisse bis zu meinem nächsten Zug entwickeln.


    Matthias hat oben ja versucht, so was zu beschreiben. Aber wie nützlich sind solche Beobachtungen?
    Mir ist aufgefallen, dass auch andere Mitspieler ihre Handlungen erst entschieden haben, wenn sie am Zug waren. Wenn ich aber eine Strategie habe, dann weiß ich, was zu tun ist, wenn ich an der Reihe bin.


    Und meine Fragen an die erfahrenen Spielen:
    Also - wie strategisch ist Imperial nun?
    Oder ist es "nur" ein Aktion- und Optimierungsspiel? (Das zweifelsohne Spass macht!)
    Meint Ihr, dass Ihr Imperial beherrschen könnt? :tap1:


    Liebe Grüße


    Nils

  • Zitat

    Original von Attila
    Hiho,


    Zu Imperial:


    Ich habe es erst 2 mal gespielt (die Messe-Partie nicht eingerechnet) und ist hatte weniger das gefühl das es beliebig ist, sprich: Ich wusste wieso ich am Ende gewonnen hab! (Bzw. habe ich mir das eingebildet)


    Danke für die hilfreiche Antwort auf meine Frage.

  • Zitat

    Original von Attila
    Hiho,


    Zu Imperial:


    Ich habe es erst 2 mal gespielt (die Messe-Partie nicht eingerechnet) und ist hatte weniger das gefühl das es beliebig ist, sprich: Ich wusste wieso ich am Ende gewonnen hab! (Bzw. habe ich mir das eingebildet)


    Danke für die hilfreiche Antwort auf meine Frage.

  • Zitat

    Und meine Fragen an die erfahrenen Spielen:
    Also - wie strategisch ist Imperial nun?
    Oder ist es "nur" ein Aktion- und Optimierungsspiel? (Das zweifelsohne Spass macht!)


    Natürlich ändern sich beim Imperial die Verhältnisse und die Situation und zwar umso mehr, je mehr Spieler mitspielen. Das ist aber IMHO bei den meisten Spielen so...und ganz Kraß ist es dann beim Euphart & Tigris ..... ich würde aber nicht sagen, dass das Spiel dadurch "nicht beherrschbar" wird, denn man kann versuchen so weit es geht vorzusorgen....Des Weiteren habe ich beim Imperial fast immer die Möglichkeit mir eine sinnvolle Alternative zu schnappen.Planbarer -in deinem Sinne- wird es natürlich mit weniger Spielern....aber gerade beim Imperial ist es ja so, dass man gerade nicht an "seinem" Land festhängen soll, sondern soll eher flexibel sein, denn man kann fast nicht sein Land 100% absichern. (Nicht so natürlich mE beim 2 Personen-Spiel, bei dem ich irgendwann die Überhand bekomme und der Gegner hat dann keine Chance mehr und ich immer mehr Spielraum...).



    Zitat

    Wenn ich eine Partie Catan Städte & Ritter spiele, dann schaue ich mir das Spielfeld an und weiß auf Grund der Verhältnisse, welche Ziele ich zu verfolgen habe



    Jo, das weiß ich aber beim Imperial auch. Zudem kommt beim Imperial weder das Würfelglück, noch der Verhandlungsaspekt eines Catans (was mich bei dem Spiel super nervt, da man von anderen abhängig ist) hinzu.....daher finde ich ein Imperial weitaus berechenbarer da weitaus weniger glücksbetont als ein Catan, bei dem ich z.B. nie weiß, was die laufende Runde für Erträge für mich ausschüttet und was ich dann mit denen machen kann....geschweige denn, ob mich die Gemeinschaft beim Verhandeln meidet und ich dann nur noch "der Depp" bin und teuer mit der Bank tauschen darf......komischerweise kann man beim Catan abfallen und die Leute handeln trotzdem als weiter nicht mit einem...klingt komisch? ...war aber bei mir immer die Regel......


    Also, da lob ich mir lieber ein Imperial


    Sei`s wie`s is`..... Spiele sind ja zum Glück immer Geschmackssache ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

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  • Zitat

    Und meine Fragen an die erfahrenen Spielen:
    Also - wie strategisch ist Imperial nun?
    Oder ist es "nur" ein Aktion- und Optimierungsspiel? (Das zweifelsohne Spass macht!)


    Natürlich ändern sich beim Imperial die Verhältnisse und die Situation und zwar umso mehr, je mehr Spieler mitspielen. Das ist aber IMHO bei den meisten Spielen so...und ganz Kraß ist es dann beim Euphart & Tigris ..... ich würde aber nicht sagen, dass das Spiel dadurch "nicht beherrschbar" wird, denn man kann versuchen so weit es geht vorzusorgen....Des Weiteren habe ich beim Imperial fast immer die Möglichkeit mir eine sinnvolle Alternative zu schnappen.Planbarer -in deinem Sinne- wird es natürlich mit weniger Spielern....aber gerade beim Imperial ist es ja so, dass man gerade nicht an "seinem" Land festhängen soll, sondern soll eher flexibel sein, denn man kann fast nicht sein Land 100% absichern. (Nicht so natürlich mE beim 2 Personen-Spiel, bei dem ich irgendwann die Überhand bekomme und der Gegner hat dann keine Chance mehr und ich immer mehr Spielraum...).



    Zitat

    Wenn ich eine Partie Catan Städte & Ritter spiele, dann schaue ich mir das Spielfeld an und weiß auf Grund der Verhältnisse, welche Ziele ich zu verfolgen habe



    Jo, das weiß ich aber beim Imperial auch. Zudem kommt beim Imperial weder das Würfelglück, noch der Verhandlungsaspekt eines Catans (was mich bei dem Spiel super nervt, da man von anderen abhängig ist) hinzu.....daher finde ich ein Imperial weitaus berechenbarer da weitaus weniger glücksbetont als ein Catan, bei dem ich z.B. nie weiß, was die laufende Runde für Erträge für mich ausschüttet und was ich dann mit denen machen kann....geschweige denn, ob mich die Gemeinschaft beim Verhandeln meidet und ich dann nur noch "der Depp" bin und teuer mit der Bank tauschen darf......komischerweise kann man beim Catan abfallen und die Leute handeln trotzdem als weiter nicht mit einem...klingt komisch? ...war aber bei mir immer die Regel......


    Also, da lob ich mir lieber ein Imperial


    Sei`s wie`s is`..... Spiele sind ja zum Glück immer Geschmackssache ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Hiho,


    Nochmal zu Imperial:


    Imperial ist so ein Spiel da kann man nicht sagen "ich verfolge in der nächsten Partie diese Strategie", aber ist es deswegen kein Strategiespiel??? Klar ist es das !


    Es ist halt nur so das man hier sehr stark auf das was seine Mitspieler tun eingehen muss und darauf sein Spiel ausrichtet. Wie man spielt hängt davon ab was die Spieler die vor einem dran gemacht haben und an welcher Position man sitzt.


    Strategie ist ja nunmal nicht zu wissen mit welchem Zug man das Spiel beendet!


    Atti

  • Hiho,


    Nochmal zu Imperial:


    Imperial ist so ein Spiel da kann man nicht sagen "ich verfolge in der nächsten Partie diese Strategie", aber ist es deswegen kein Strategiespiel??? Klar ist es das !


    Es ist halt nur so das man hier sehr stark auf das was seine Mitspieler tun eingehen muss und darauf sein Spiel ausrichtet. Wie man spielt hängt davon ab was die Spieler die vor einem dran gemacht haben und an welcher Position man sitzt.


    Strategie ist ja nunmal nicht zu wissen mit welchem Zug man das Spiel beendet!


    Atti

  • Hallo Braz, hallo Atti


    Zitat

    Original von Attila
    Imperial ist so ein Spiel da kann man nicht sagen "ich verfolge in der nächsten Partie diese Strategie", aber ist es deswegen kein Strategiespiel??? Klar ist es das !


    Zitat

    Quelle Wikipedia
    Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels.


    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.
    Sicher - es ist nicht gewiß, dass die Strategie Erfolg haben wird. Der Reiz liegt darin, zu Beobachten, wie es sich entwickelt. Aber ich habe einen Plan.


    Ganz anders bei Imperial - ich beobachte die Entwicklung des Spiels - ohne wirkliches Konzept. Wenn ich am Zug bin, reagiere ich auf die vorteilhaftesten Verhältnisse.


    Ich habe ja bereits beschrieben, dass die Mitspieler Allianzen bildeten und Länder zum Florieren brachten. Diese Strategien waren ohne Erfolg. Ich kam aus dem Nichts, nutzte eine günstige Konstellation auf dem Steuerrad und der Investorkarte im Spiel zwei Mal und riss ohne jeden Plan die Partie an mich.


    Strategie?


    Aber keine Angst - ich will Euch nichts wegnehmen. Wenn Ihr an diesem allgemein verwendeten Begriff klebt - bitte sehr! :wech: :)


    Liebe Grüße


    Nils

  • Hallo Braz, hallo Atti


    Zitat

    Original von Attila
    Imperial ist so ein Spiel da kann man nicht sagen "ich verfolge in der nächsten Partie diese Strategie", aber ist es deswegen kein Strategiespiel??? Klar ist es das !


    Zitat

    Quelle Wikipedia
    Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels.


    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.
    Sicher - es ist nicht gewiß, dass die Strategie Erfolg haben wird. Der Reiz liegt darin, zu Beobachten, wie es sich entwickelt. Aber ich habe einen Plan.


    Ganz anders bei Imperial - ich beobachte die Entwicklung des Spiels - ohne wirkliches Konzept. Wenn ich am Zug bin, reagiere ich auf die vorteilhaftesten Verhältnisse.


    Ich habe ja bereits beschrieben, dass die Mitspieler Allianzen bildeten und Länder zum Florieren brachten. Diese Strategien waren ohne Erfolg. Ich kam aus dem Nichts, nutzte eine günstige Konstellation auf dem Steuerrad und der Investorkarte im Spiel zwei Mal und riss ohne jeden Plan die Partie an mich.


    Strategie?


    Aber keine Angst - ich will Euch nichts wegnehmen. Wenn Ihr an diesem allgemein verwendeten Begriff klebt - bitte sehr! :wech: :)


    Liebe Grüße


    Nils

  • Zitat

    Original von Braz
    on daher: mit hat`s super gefaööen....ich fand aber z.B. Antike in diesem Punkt und dadurch auch Gesamthaft besser.
    Gruß
    Braz


    Aber gerade Antike fand ich aufgrund des Endes eher mäßig. Da spielt man rundenlang - so richtig absetzen kann man sich nicht, und dann geht am Ende plötzlich das große Gemetzel los. Ein echter Bruch im Spiel, der dem "Vorspiel" nicht gerecht wird und den Sieger nahezu beliebig bestimmt.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zitat

    Original von Braz
    on daher: mit hat`s super gefaööen....ich fand aber z.B. Antike in diesem Punkt und dadurch auch Gesamthaft besser.
    Gruß
    Braz


    Aber gerade Antike fand ich aufgrund des Endes eher mäßig. Da spielt man rundenlang - so richtig absetzen kann man sich nicht, und dann geht am Ende plötzlich das große Gemetzel los. Ein echter Bruch im Spiel, der dem "Vorspiel" nicht gerecht wird und den Sieger nahezu beliebig bestimmt.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Hiho,


    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    ?! - reagieren bedeutet agieren! - Eine Strategie kann man nicht für sich alleine entwickeln, sondern es muss immer das verhalten der Konkurenz (mitspieler) einbezogen werden und wie man seinen "Plan" trotz seiner Mitspieler umsetzt.


    Zitat


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.


    Nein, diese konkreten Beispiele sind Taktik. Da wo die Taktik aufhört, d.h. da wo du nicht mehr alle Einzelheiten einplanen kannst bzw. "je weiter weg" der Nutzen einer Handlung ist - da beginnt Strategie!


    Zitat


    Ganz anders bei Imperial - ich beobachte die Entwicklung des Spiels - ohne wirkliches Konzept. Wenn ich am Zug bin, reagiere ich auf die vorteilhaftesten Verhältnisse.


    Was ein sehr gutes Beispiel ist, denn da beginnt Strategie in meinen Augen erst. Das simple durchrechnen "jetzt kaufe ich das, damit ich das baue und dann das und das machen kann" hat nichts mit Strategie zu tun, sondern das ist Taktik. Unter Strategie verstehe ich das Handel im Gesamtkontext, d.h. das Handeln hat nicht zwanghaft eine unmittelbaren (ausrechenbaren) Vorteil, sondern man verspricht sich daraus später eine vorteilhafte Position gegenüber seiner Konkurenz!
    Cuba ist für mich nicht so richtig ein Strategiespiel. Da lebt man doch sehr "vor der Hand in den Mund" die 6 Runden lassen auch wenig Platz für "Strategie".


    Und bitte, ich will keinem was wegnehmen! :wech:


    Atti

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  • Hiho,


    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    ?! - reagieren bedeutet agieren! - Eine Strategie kann man nicht für sich alleine entwickeln, sondern es muss immer das verhalten der Konkurenz (mitspieler) einbezogen werden und wie man seinen "Plan" trotz seiner Mitspieler umsetzt.


    Zitat


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.


    Nein, diese konkreten Beispiele sind Taktik. Da wo die Taktik aufhört, d.h. da wo du nicht mehr alle Einzelheiten einplanen kannst bzw. "je weiter weg" der Nutzen einer Handlung ist - da beginnt Strategie!


    Zitat


    Ganz anders bei Imperial - ich beobachte die Entwicklung des Spiels - ohne wirkliches Konzept. Wenn ich am Zug bin, reagiere ich auf die vorteilhaftesten Verhältnisse.


    Was ein sehr gutes Beispiel ist, denn da beginnt Strategie in meinen Augen erst. Das simple durchrechnen "jetzt kaufe ich das, damit ich das baue und dann das und das machen kann" hat nichts mit Strategie zu tun, sondern das ist Taktik. Unter Strategie verstehe ich das Handel im Gesamtkontext, d.h. das Handeln hat nicht zwanghaft eine unmittelbaren (ausrechenbaren) Vorteil, sondern man verspricht sich daraus später eine vorteilhafte Position gegenüber seiner Konkurenz!
    Cuba ist für mich nicht so richtig ein Strategiespiel. Da lebt man doch sehr "vor der Hand in den Mund" die 6 Runden lassen auch wenig Platz für "Strategie".


    Und bitte, ich will keinem was wegnehmen! :wech:


    Atti

  • Zitat

    Original von widow_s_cruse
    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.
    Sicher - es ist nicht gewiß, dass die Strategie Erfolg haben wird. Der Reiz liegt darin, zu Beobachten, wie es sich entwickelt. Aber ich habe einen Plan.


    Natürlich kann man bei vielen Spielen mit einer vorher festgelegten Strategie kommen. Sollte das Spiel aber nur ein Fizzelchen "Interaktion" haben muss ich ggfs. meine Strategie im Lauf des Spiels anpassen - sonst kann ich auch Solitär spielen. Deswegen ist es aber noch lang kein rein taktisches Spiel. Ich kann z.B. bei Imperial nicht hingehen und mir sinnvoll die ersten paar Züge überlegen ohne zu wissen welche Länder ich überhaupt habe und wo die Investorkarte startet - sobald ich das weiß kann ich aber durchaus schonmal planen.
    Abgesehen davon denke ich dass solche Begriffsdefinitionen (taktisch/strategisch) zwar ganz amüsant sind, aber eine eindeutige Zuordnung eher nicht möglich ist.

  • Zitat

    Original von widow_s_cruse
    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Als Beispiel mag ich noch mal Cuba aufführen. Da überlege ich mir, in welcher Reihenfolge ich die Personen in der Runde ausspiele, welche Gebäude ich im Laufe der Partie bauen möchte. Das ist in meinen Augen eine Strategie.
    Sicher - es ist nicht gewiß, dass die Strategie Erfolg haben wird. Der Reiz liegt darin, zu Beobachten, wie es sich entwickelt. Aber ich habe einen Plan.


    Natürlich kann man bei vielen Spielen mit einer vorher festgelegten Strategie kommen. Sollte das Spiel aber nur ein Fizzelchen "Interaktion" haben muss ich ggfs. meine Strategie im Lauf des Spiels anpassen - sonst kann ich auch Solitär spielen. Deswegen ist es aber noch lang kein rein taktisches Spiel. Ich kann z.B. bei Imperial nicht hingehen und mir sinnvoll die ersten paar Züge überlegen ohne zu wissen welche Länder ich überhaupt habe und wo die Investorkarte startet - sobald ich das weiß kann ich aber durchaus schonmal planen.
    Abgesehen davon denke ich dass solche Begriffsdefinitionen (taktisch/strategisch) zwar ganz amüsant sind, aber eine eindeutige Zuordnung eher nicht möglich ist.

  • Zitat

    Original von Attila
    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Definitionen sind immmer schwierig, aber ich denke nicht, daß Deine Definition von "strategischen Handeln" richtig sein kann. Denn der Defensiv-Spieler reagiert eigentlich immer, und dafür kann er durchaus bzw. sollte er sogar eine generelle, langfristige Strategie haben. Wie er sich in diesem strategischen Rahmen jeweils taktisch verhält, ist eine ganz andere Frage.


    Bei Imperial habe ich schon einen längerfristigen Plan, der Aktionen der Mitspieler möglichst einkalkuliert, der sich bei Gelegenheit aber auch anpassen bzw. ändern kann. Für mich ist Imperial eher ein Strategie-Spiel als was anderes.



    Zitat

    Original von Attila
    ?! - reagieren bedeutet agieren! - Eine Strategie kann man nicht für sich alleine entwickeln, sondern es muss immer das verhalten der Konkurenz (mitspieler) einbezogen werden und wie man seinen "Plan" trotz seiner Mitspieler umsetzt.


    Wohl war. Ist doch aber kein Widerspruch.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Attila
    Unter strategischem Handeln verstehe ich nun mal agieren und nicht reagieren. Bei Imperial habe ich nun mal den Eindruck, dass ich überwiegend reagiere.


    Definitionen sind immmer schwierig, aber ich denke nicht, daß Deine Definition von "strategischen Handeln" richtig sein kann. Denn der Defensiv-Spieler reagiert eigentlich immer, und dafür kann er durchaus bzw. sollte er sogar eine generelle, langfristige Strategie haben. Wie er sich in diesem strategischen Rahmen jeweils taktisch verhält, ist eine ganz andere Frage.


    Bei Imperial habe ich schon einen längerfristigen Plan, der Aktionen der Mitspieler möglichst einkalkuliert, der sich bei Gelegenheit aber auch anpassen bzw. ändern kann. Für mich ist Imperial eher ein Strategie-Spiel als was anderes.



    Zitat

    Original von Attila
    ?! - reagieren bedeutet agieren! - Eine Strategie kann man nicht für sich alleine entwickeln, sondern es muss immer das verhalten der Konkurenz (mitspieler) einbezogen werden und wie man seinen "Plan" trotz seiner Mitspieler umsetzt.


    Wohl war. Ist doch aber kein Widerspruch.


    .


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Zitat

    Original von Warbear


    Oh, das ist nicht von mir sondern von widow_s_cruse, irgendwie ist das Quoten in die Hose gegangen.


    Atti

  • Zitat

    Original von Warbear


    Oh, das ist nicht von mir sondern von widow_s_cruse, irgendwie ist das Quoten in die Hose gegangen.


    Atti