[Kickstarter] Erfahrungen mit eigenen Projekten?

  • Hallo zusammen!


    Ich richte mich in erster Linie an diejenigen unter euch/uns, die schon mal ein Projekt auf Kickstarter erfolgreich finanziert und ausgeliefert haben - eigentlich egal was. Natürlich sind aber auch Erfahrungen, Hinweise und Tipps von allen anderen genau so willkommen.


    Wie einige von euch ja schon mitbekommen haben erstelle ich gerne Playmats. Meine Playmats sind immer auf ein Spiel ausgerichtet und eher als "Spielhilfe" zu verstehen, denn ich versuche den Spielerbereich zu ordnen und so das Spiel zu organisieren. Einige Beispiele waren Arkham Horror LCG, Star Wars LCG oder auch Mage Knight. Zur ersteren haben wir ja versucht eine Sammelbestellung auf die Beine zu stellen, die aktuell zwar noch läuft, aber doch leider sehr schleppend. Die erste Variante in 60x60 kam sehr gut an und hatte sofort knapp 30 Bestellungen. Bis dann die Kritik lauter wurde, dass der Platz in der Mitte für einige als zu gering erachtet wird. Darauf hin habe ich das Design auf 60x80 vergrößert, was auch meiner Meinung nach besser zum Spiel passt. Leider wurde dadurch der Kostenaufwand erhöht und so sind wohl viele doch ausgestiegen.


    Ein neuer Versuch ist nun die Matte - mehrsprachig - auf Kickstarter zu präsentieren. Die Preise von einer US-Druckerei habe ich schon, die Preise bei der DE-Druckerei frage ich soeben an und mit einer Druckerei aus Lettland stehe ich auch in Kontakt. Jedoch würden alle bis auf die DE-Druckerei den Versand final nur an eine Adresse übernehmen - also zu mir nach Hause. Höchstwahrscheinlich kommen die Playmats dabei in einem großen Karton und nicht einzeln verpackt an.


    Ich habe allerdings noch nie etwas in dieser Richtung (Versand) gemacht. Ich habe zwar mal ein Motorrad in Teilen verkauft, aber das war eine ganz andere Nummer...


    Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Planung von Versand? Geht man da über Speditionen? Über UPS oder DHL? Wo bekommt man in (hoffentlich) großen Mengen passende Verpackungen her? Wie lässt sich ein (hoffentlich) großes Bestellvolumen am besten organisieren?


    Alternativ hatte ich auch darüber nachgedacht, die Grafiken bei Kickstarter zu verkaufen. Mit einem Verweis auf eine passende Druckerei. Das ist allerdings sehr Anfällig für "Sammelbestellungen": Einer kauft die Grafik und bestellt die Playmat 10x bei der Druckerei. Daher bin ich aktuell davon ab.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr eure Erfahrungen und Expertisen beitragen würdet :)

    Top Ungespielt-Liste (10/18): 1. Hyperborea — 2. Herr des Eisgartens — 3. Runewars — 4. Siege of Columbia — 5. 7th Continent — 6. Food Chain Magnate — 7. Gaia Projekt — 8. Spirit Island — 9. This War of Mine — 10. Twilight Imperium

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    Filmkritiken in 100 Wörtern: 100szenen.de

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  • Zum Thema selbst kann ich leider nichts beitragen, möchte aber zu bedenken geben, dass man natürlich rein rechtlich nicht einfach Spielhilfen für bestehende Spiele erstellen darf, um damit Geld zu verdienen.
    Catan z.B. hat wohl bereits einige Spielfeldhersteller auf KS zumachen lassen. Dessen musst du dir halt bewusst sein - durchkommen wirst du damit nur, falls es den entsprechenden Firmen egal ist, bzw. deren Aufmerksamkeit entgeht.

  • Danke für den Hinweis. Ich darf aber sehr wohl Spielhilfen für jedes Spiel erstellen, solange ich keine geschützten Grafiken oder Begriffe verwende. Das ist zu 100% meine Arbeit.


    Das einzige, was geklärt werden muss ist, wie bzw. ob man den Namen verwenden darf. Ich dürfte es nicht als "Arkham Horror Playmat" anbieten, so viel sollte jedem klar sein. Unklar ist aber, ob ich es als "Custom Playmat for Arkham Horror LCG" anbieten dürfte.


    Das OK von Azmodee habe ich bereits, mit der Rechtsabteilung von FFG (den eigentlichen Rechteinhabern) stehe ich in Kontakt. Dabei geht es aber nur noch um die Verwendung des Namens "Arkham Horror".

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  • BrokenToken nennt (oder nannte) einige seiner Holz-Inlays-Organizer auch unter neutralem Namen. So lange Du keine Grafiken, Logos, Schriftzüge des Spiels verwendest, dürfte es rechtlich keine Probleme geben. Ist dann aber eine Grauzone, wo es schwierig werden kann, wenn Du gegen die Verlage arbeitest statt mit denen.


    Das komplette Kapitel Versand würde ich outsourcen, wenn Du damit keine Erfahrung hast. Oder könntest Du 10.000 Playmats umsortieren, zuordnen, einpacken und weltweit verschicken?

  • Danke für eure Gedanken! Ich habe dazu wie gesagt schon Kontakt zu den Verlagen aufgenommen und bin da offene Türen eingerannt. In den meisten Fällen begrüßen die solche Arbeiten.

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  • Eigene Erfahrung null, aber ich bin unregelmäßiger Leser der Kickstarter Lessons von Jamey Stegmaier (ist einfach interessant zu lesen...) und er hat auch ein Buch zu dem Thema geschrieben. Es kann sicher nicht schaden, dort etwas hereinzulesen und sich ggf. das Buch zu besorgen. Der Mann hat definitiv viel praktische Erfahrung in dem Bereich gesammelt. Link: Kickstarter – Stonemaier Games



    Im Übrigen sollte du dann vielleicht stärker aufpassen mit Lizenzen & Co, denn sobald du das über Kickstarter aufziehen willst, hebt du das vom Hobbyprojekt auf eine andere, kommerziellere Ebene. Da schauen dann die Firmen genauer hin, ob ihr IP verletzt wird. Mit Playmats zu bestimmten Spielen bewegst du dich im Fahrwasser anderer Firmen, und das kann ungewollt zum verminten Gebiet werden. (Und wie immer bei solchen juristischen Themen: IANAL -- ggf. professionellen Rat einholen, und zwar am besten, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.)


    EDIT: Da waren gleich mehrere mit dem Hinweis zu möglichen rechtlichen Problemen schneller...

  • Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich deinen Gedankengang nachvollziehen kann (muss ich natürlich auch nicht). Du hast ein Produkt erstellt dass bei einer normalen Foren-Sammelbestellung eine gewisse Hürde nicht knackt. Nun ist deine Idee das ganze größer aufzuziehen um mehr potenzielle Interessenten weltweit aufzutun. Damit steigt aber doch auch wieder die Hürde, damit sich das ganze lohnt...


    Ich sehe die Gefahr für dich dass du am Ende viel Arbeit investierst, Rechtliches abgeklärt und alles vorbereitet hast, nur um dann die größere Hürde nicht zu knacken :(


    Eine andere Ausgangslage wäre es wenn bei deiner Sammelbestellung über mindestens 30 Stk. 200x Bestellungen eingegangen wären...


    Ich wünsche dir persönlich, solltest du diesen Weg gehen, natürlich trotzdem viel Erfolg :)

  • Gute Playmats finde ich persönlich toll. Bisher gab es die aber entweder nicht zu den Spielen, die mich interessieren und die ich häufig genug spiele, damit sich dieses Luxus-Pimpen subjektiv empfunden lohnt. Zudem vermisse ich bei den aktuell auf dem Markt erhältlichen Playmats den Hinweis, wie die hergestellt worden sind, welche Materialen und Kleber verwendet wurden und ob die beim Kunden (also bei mir) ausdünsten.

  • Das ist nicht das Thema des Threads, aber ich gehe noch ein letzten Mal darauf ein.


    • Das Produkt ist schon fertig und getestet.
    • "Sowas mit Internet" ist mein Job, das ist für mich kein nennenswerter Mehraufwand.
    • Sage ich nur Staffelpreise. Mehr iInteressenten = Günstigere Konditionen. Dafür gibt es ja Kickstarter. Ist eine kritische Masse nicht erreicht, um die Playmat günstig produzieren zu können, dann wird nichts drauß und es entsteht auch kein Risiko.
    • Frag mal nach, wie viele Leute hier im Forum KD:M haben. Hättest Du vorher gefragt: Hey, wer möchte ein trashiges und optisch unstimmiges Hardcore-Manga-Diablo für 400$ kaufen? Da hätten sich bestimmt auch nur eine handvoll User gemeldet. Letztendlich hat der Titel weltweit aber 15 Millionen eingenommen.

    Dennoch finde ich es nett, dass Du deine Bedenken äußerst. Es ist ja kein Lebensprojekt von mir und wenn es nicht finanziert würde, hätte ich dabei nichts verloren, aber allerhand Erfahrung in dem Bereich gewonnen. Wenn es nicht klappt, dann spiele ich weiter mit meinem Prototypen als Einzelstück ;)

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  • Gute Playmats finde ich persönlich toll. Bisher gab es die aber entweder nicht zu den Spielen, die mich interessieren und die ich häufig genug spiele, damit sich dieses Luxus-Pimpen subjektiv empfunden lohnt. Zudem vermisse ich bei den aktuell auf dem Markt erhältlichen Playmats den Hinweis, wie die hergestellt worden sind, welche Materialen und Kleber verwendet wurden und ob die beim Kunden (also bei mir) ausdünsten.

    Das ist ein guter Hinweis, den ich gern aufnehme, falls das Projekt realisiert wird!

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  • Wenn ich mir denn eine Playmat zu einem Spiel gönne, dann möchte ich auch keine anonyme sondern eine die zum Spiel passt. Also mit entsprechenden Grafiken etc...

    Ich hänge sie einfach mal an. Wenn die dir nicht "Arkham Horror" direkt in's Gesicht schreit (ohne, dass es drauf steht), dann kann ich dir leider nicht weiter entgegen kommen, ohne rechtliche Folgen fürchten zu müssen ;)


    Es geht ja um mehr als ein Logo oder Grafiken. Es geht um Stil, Farbwahl, Fonts, Formen... Das kann man schon viel herausholen, ohne direkte Grafiken zu verwenden. Und letztendlich steht ja noch der Nutzen des ganzen im Vordergrund. Viele Playmats sind einfache "Ess-Unterlagen" mit einem Bild drauf. Die dienen rein als Unterlage ohne jegliche Form der Organisation. Das kann man gut finden, ist aber nicht mein Ansatz.


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    Einmal editiert, zuletzt von Mafti ()

  • Wir schweifen vom Thema ab, aber wie ich schon sagte: Das ist quasi nur ein Bild auf einer großen Fläche. Diese hier hat die Ausnahme, dass zumindest die Agenda-Karten angedacht sind.


    Das ist mir aber immer noch zu wenig. Ich möchte mehr bieten als nur "schöne Bildchen".

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