09.10.-15.10.2017

  • Gestern eine Partie #SonsofAnarchy zu sechst (also mit beiden Erweiterungen). Ich hatte bisher einmal gespielt, der Rest noch gar nicht. Aber zum Glück sind die Regeln ja sehr eingängig, und ich war wieder mal erstaunt, wie leicht es einem das Spiel macht, in die richtige Stimmung zu kommen.
    Es dauerte nicht lang, und die ersten Bikersprüche flogen über den Tisch, Leute machten kleine Motorrad-Geräusche, wenn sie ihre Crew auf den Turf des Gegners schoben und jede Menge Drohungen und Verhandlungen kamen auf den Tisch.


    Ich spielte die Calaveras, konnte deren Sonderfähigkeiten aber nur bedingt ausnutzen. Zwei Mal einen Prospect statt einem Member in den Knast zu schicken war nicht schlecht, aber die Fähigkeit, dass keine Verstärkung in den Kampf konnen konnte, habe ich nie benutzt - nur einmal, um eine Drohung auszusprechen, das hat dann allerdings auch gewirkt.


    Am Ende haben die Calaveras knapp mit 38 gegen die 36 der Grim Bastards gewonnen. Ich habe mich wie meistens darauf konzentriert, früh Members zu rekrutieren, um möglichst viele Order Tokens zu generieren, und schnell an Waffen zu kommen, damit ich möglichst in Ruhe gelassen werde.
    Hat nur bedingt geklappt, die Grim Bastards sind gleich in der ersten Runde bei mir eingeritten. Nach den (eigentlich offensichtlichen, aber bei diesem Spiel schwer zu verinnerlichen :D) Erfahrungen des letzten Spiels, dass Kämpfe keine Kohle bringen, habe ich mich sang- und klanglos zurückgezogen, aber gleichzeitig klargemacht, dass mir besser nicht noch jemand in die Quere kommt, weil's dann definitiv Ärger gibt.
    Dadurch, dass ich meist viele Waffen hatte und schnell alle Prospects & Members auf dem Board hatte, habe ich mir dann aber tatsächlich einigen Ärger vom Hals halten können.


    Ich finde es nach wie vor ein grandioses Spiel, und es ist so unglaublich schade, dass es inzwischen OOP ist. Diese Tatsache und den schlechten Ruf, den es alleine für den Serien-Brand hat, hat es wirklich nicht verdient. Großes Kino!

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  • Gestern kennengelernt: #NearandFar zu zweit, erst mal das Einstiegsszenario. Hat uns ziemlich gut gefallen, ist eine ganze Ecke komplexer als Oben und Unten. Das Storybook war zumindest in dieser Einführung mir etwas zu wenig von Bedeutung, mein Frau fand es in Ordnung. Typische Mischung von Thema und Euro wieder mal. Was ich noch nicht ganz verstanden habe, kann ich mit Storybook jetzt nur Character- oder Kampagnemodus spielen (sowas mag ich eher weniger, weil man dann auch wirklich regelmäßig weiterspielen muss) und muss für Einzelpartien die Arcade-Karten nehmen oder geht auch Einzelpartie mit Storybook (abgesehen vom Einstiegsszenario jetzt).


    Vor zwei Tagen gab es mit einem Gast zu dritt besagtes #ObenundUnten, welches mal wieder sehr gut ankam. Am Ende über eine Strategie gewonnen, bei welcher ich primär Waren gehortet habe und Abenteuer die Ausnahme blieben.


    Erstmal #FairyTale . Hat schon einige Jahre am Buckel. Japanische Fantasygrafik. Man bekommt 5 Karten, draftet vier Mal und dann spielt jeder gleichzeitg eine Karte aus. Das vier mal (eine deiner Karten verfällt also) und das ganze wiederholt sich drei mal. Mit seinen am Schluss vor einem liegenden 16 Karten sollte man nun möglichst viel gute Combos, Mehrheiten in Symbolen und Farben erobert haben.

    #FairyTale haben wir schon sehr oft gespielt, schönes kleines Kartenspiel - Drafting in Reinform sozusagen, auch wenn die Grafik etwas speziell ist. :) Ansonsten der Hinweis (vielleicht lese ich es auch falsch?!): man spielt 4 Runden, draftet 5 Karten und spielt Karte für Karte insgesamt 3 Karten aus (2 Karten verfallen), sodass man am Ende mit 12 Karten punktet (soweit sie offen liegen).

    2 Mal editiert, zuletzt von yzemaze () aus folgendem Grund: TFM ausgelagert https://www.unknowns.de/wbb4/index.php?thread/9769-terraforming-mars/&postID=190838#post190838

  • @Jimmy_Dean
    War nicht als Kritik gemeint, das mit dem Beachten des Gegners. Sicher etwas, das mit dem Kennen der Karten enorm gewinnt.
    @Marcel P.
    Die Spielebesitzerin hat uns das so erklärt mit vier Karten ausspielen und nur eine pro Runde verfallen lassen. (16 am Schluss) Habs nicht hinterfragt. Wird aber nicht viel am Prinzip ändern. Lasst es mich ändern auf: gerne mal wieder!

  • Wir haben gestern unsere dritte Sitzung für #SeaFall gehabt
    Partien 5 und 6.
    Ich hatte die vorherige Partie gewonnen und auch Partie 5; ein älterer Meilenstein ist noch offen gewesen (Kunstschätze) mit denen ich die Partie beendet habe. Ansonsten hat es sehr lange gedauert, weil wir nochmal erst wieder die Regeln einarbeiten mussten und auch noch eine Kiste zu öffnen hatten, die uns es ermöglichte Kolonien zu gründen. Hatte ingesamt Glück mit Ereignissen; Waren günstiger zu kaufen, teurer zu verkaufen, gleichzeitig hatte ich ausreichend Möglichkeiten viele Waren auf einmal zu verkaufen. Ungeplant dabei noch einen weiteren Meilenstein mitgenommen und auch hier den Bonus eingestrichen.


    Partie 6 war dann mein Fokus auf den Kolonien; mit drei davon hätte man durch Koloniegründung und den Meilenstein für die Dritte die Runde entscheiden können. Hatte mir mit dem ingesamt Führendem ein Rennen geliefert, er hatte jedoch das Spiel beendet, bevor ich die dritte bauen konnte. Werden dann in der nächsten Partie die dritte bauen, dann hab ich wenigstens schonmal ein Ziel, und deutlich bessere Voraussetzungen um dies zu erreichen.


    So, ich bin also immer noch 10 Punkte hinter dem insgesamt ersten. Bin aber mit meiner Position sehr zufrieden! Und Spannend ist es nach wie vor. Der Erste, welcher vor allem durch Erkundungen seine Punkte generierte, mag das Spiel auch immer noch...
    Doch spielen wir zu dritt. Der Dritte hatte in Partie 5 gerade mal 1(!) Punkt erreichen können, und wir haben ihm in Partie 6 noch einen extra Zug machen lassen, um wenigstens auch eine Kolonie, auf die er hingespielt hatte noch bauen zu dürfen. Insgesamt liegt er jetzt mit 24 Punkten 27 (!) Punkte hinter dem ersten. Außer dem Prolog (und der nützte für weitere Partien nichts) hat er keine Runde gewonnen. Die zweite Runde war zwar schon flotter gespielt, aber technich gesehen hat er gestern gute 4 Std am Stück nur verloren. Die Boni für den Rundengewinn, da sie nur auf zwei Spieler augeteilt sind, sind natürlich auch schon ordentlich.
    Wir wissen selbst nicht so genau wie das noch was werden soll, vielleicht durch aggressives Piratendasein; aber dafür ist er nicht so der Typ Spieler. Zu befürchten ist jedenfalls, dass wir es nach der nächsten Sitzung dann auch abbrechen. Und jetzt wo ich hier nochmal gelesen habe, dass auch andere Runden so einen Fall haben... Gespannt.


    Dann zur Beruhigung #Kneipenquiz
    Ja, Quizspiele... Geht so. Aber die Fragen sind schön schwer, das Material ist sehr auffordernd.


    Und #WrongChemistry
    Mage Company Spiel, ich wollte erst schon protestieren. Aber echt ein schönes kleines Puzzlespiel. Wenn ich das mal irgendwo günstig abgreifen kann pack ichs mal ein...

  • Ein kleiner Kritikpunkt: Neue Mitspieler, die das Spiel nicht kennen und keinen Plan haben, was sie für Möglichkeiten mit ihren Karten haben, haben oftmals kein Interesse an einer Folgepartie.

    Insbesondere neueren Spielern gefällt meist das opulentere und - thematisch wie mechanisch - zugänglichere und vom Spielprinzip recht ähnliche #7Wonders besser.

    Zwei für mich neue Deckbuilder (?) gespielt.
    Erstmal #FairyTale . (...)
    Tom Vasel lobt das Spiel über den grünen Klee.

    Draft-Spiel könnte man sagen, Deck baut man eigentlich keins.
    Tom Vasel ist übrigens nicht der einzige, der das Spiel sehr mag: Udo Bartsch: Rezensionen für Millionen: Fairy Tale

  • Wir hatten in unserem Spielverein am Samstag einen 11h Anlass und daher folgendes gespielt (Alle Spiele jeweils mit maximal Besetzung):


    Am häufigsten, über den ganzen Tag verteilt (ca. 10x), wurden 8er Runden #CaptainSonar gespielt, welche mit der Zeit immer besser wurden und uns in den letzten paar Runden viel Spass gemacht haben. Ist wirklich ein Ausnahmespiel um soviele Leute über die gesammte Spieldauer zu fesseln. Ich kann jetzt nicht beurteilen wie es mit weniger Personen funktioniert und obs immernoch Spass macht (ich kann es mir durchaus vorstellenes), aber wenn ihr zu acht seid und zusammen Spielen wollt, dann könnte das richtig gut hinhauen :)
    "Könnte" muss ich hier noch ergänzen: Ich denke es kommt auch sehr auf die Teams an, aber wenn man nicht zu sehr festgefaren ist, kann man ja immermal wieder wechseln und ausprobieren, wies am besten läuft.
    In unseren Partien ging es jedenfalls echt heiss her und oft wurde ein Befehl etwas lauter oder schärfer gerufen als gewollt "!Captain, Waffensyteme ausgefallen... leider"." WAS!?!?! Jetzt wo ich endlich mal feuern möchte, *grml*"
    Wirklich Daumen für dieses Ausnahmespiel :thumbsup:


    Nochwiedermal ein #MagicMaze ,bei welchem aus meiner Sicht langsam die Luft rausgeht. Ich spiele es jeweils mit neuen Leuten und dann halt immer nur die ersten Szenarios... vielleicht mal an die etwas schwierigeren wagen, mal sehen...


    Das 3. mal #WettlaufNachElDorado gespielt, welches mir nach wie vor gut gefällt. Es ist nicht kompliziert und hat doch ein nicht zu unterschätzenden Anspruch. Jedoch denke ich (nach den 3 Partien) dass es jeweils spannend wird und der Sieger nicht oft mit klaffendem Abstand gewinnen wird (was ja ok ist da es auch spanned leibt). Passt!


    Dann gleich noch ein #Kingdomino hinterhergeschoben, welches ich mit abstand am meisten gespielt habe von den Nominierten. Dies ist und bleibt ein kleines, cleveres Spiel welches jedesmal wieder spannend ist und sich locker runterspielt. Bin weiterhin dabei...


    Eine Runde #SecretHitler und das war vielleicht mal ne Nervenrally. Sehr munteres Spiel mit anrüchigem Thema. Hat Spass gemacht und muss nochmal (unvoreingenommen) gespielt werden.


    Eine Runde zum kennenlehrnen #Grimoria - das Spiel mit den Zauberbüchern. Dies habe ich vor Jahren ein paar mal gespielt und ich wusste während des Spiels auch warum: Die Gefährten geben dem Spiel wirklich einen eigenen Drive. Auch das Auswählen der Zauber aus einem Zauberbuch finde ich äusserst gelungen. Was mir nicht so gefällt und mich überhaupt nicht vom Hocker haut sind die Zauber selber. Da müssten noch andere Kaliber zu Verfügung stehen m.M.n. ...allerdings könnte es dann auch anders zu und her gehen in dem Spiel. Naja, es trug auf jeden fall über die Spielzeit und alle waren sich einig das sie gut unterhalten wurden.


    Dann noch ein paar kleinere Sachen wie Hol's der Geier und ausserdem noch einen Proto von mir, welcher gut angekommen ist. 8))

    -- Man hört nicht auf zu spielen weil man alt wird. Man wird alt, weil man aufhört zu spielen !--

  • 7 Oktober 1941, General Petrovs Aufenthalt wurde an die Deutschen verraten, aktuelle Befehle zur Ergreifung wurden erteilt!


    So die Ausgangslage im Szenario 4 bei #ConflictOfHeroes in Russland. Nach längerer Zeit ergab sich mal wieder ein spontaner Abend zu zweit. Gespielt wird über 2 Boards, die Deutschen kommen auf einer Seite ins Spiel, dem Russen stehen 80% der Fläche als Verteidigungspositionen zur Verfügung. Klingt super, ist aber aufgrund von wenigen Einheiten eher ein Katz und Mausspiel. Zudem darf der Russe seine Truppen zu Beginn versteckt aufstellen (Position auf Zettel notieren). Außerdem steht im eine Offboardartillerie per Sonderkarte zur Verfügung.
    Der Deutsche muss nun kommen und befindet sich im ständigen Konflikt des schnellen Vorstoßens zur taktischen Abwägung wo der Russe nur stecken könnte. Die versteckten Einheiten geben sich erst dann zu erkennen, wenn sie selber agieren oder zufällig beschossen werden. Man kann ja mal spontan in den Wald da vorn eine Salve abfeuern. Der Russe hingegen macht es sich in den ersten 2 Runden gemütlich, abhängig natürlich von den gegenerischen Aktionen. Zwischen den Runden wird die in der vorherigen Runde festgelegte Zielkoordinate für die Offboardartillerie abgehandelt (zentrales Hex und alle 6 Felder drumherum).
    Der Deutsche hat 5 Runden Zeit den General gefangen zu nehmen, notfalls auch nicht mehr lebend was 2 SP´s kostet (4 statt 6).


    Beide Seiten haben auch Granatwerfer dabei, die schon recht eklig sein können. Insbesondere die deutsche da sie über einen Spotter verfügt. Der kann über eine virtuelle Entfernung von 2 Feldern um den Granatwerfer (kein extra Counter dafür nötig) über den Hügel schauen und dann bis zu 16 Felder weit feuern.
    Letzten Endes konnte ich als Russe den General zwar lebend über die Zeit bringen, allerdings haben wir auch die ein oder andere Regel vergessen, nicht beachtet, falsch gespielt... das übliche nach längerer Pause.


    Insgesamt hat uns das Szenario sehr gut gefallen, interessantes Setting, versteckte Aufstellung, Offboardartillerie sind Rahmenbedingungen die nicht oft vorkommen. Ob es ausgeglichen ist läßt sich in diesem speziellen Szenario wohl nicht beantworten. Zuviel hängt von der versteckten Aufstellung und des Erfolgs der Artillerie ab. Der Russe könnte bsw. auch eine zentrale "Vorwärtsverteidigung" nahe der deutsche Aufstellungszone wählen (ich hatte mich für einen mittlere Artillerie- und MG-Position auf einem Hügel entschieden, der Rest hinten beim General), wenn er es schafft ihn aufzuhalten - schneller Sieg. Falls nicht, brechen die deutschen durch und Petrov wird zum Verhör gebracht. Viele Möglichkeiten also...

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Nochwiedermal ein #MagicMaze ,bei welchem aus meiner Sicht langsam die Luft rausgeht. Ich spiele es jeweils mit neuen Leuten und dann halt immer nur die ersten Szenarios... vielleicht mal an die etwas schwierigeren wagen, mal sehen...

    Unbedingt! Immer mit neuen Leuten zu spielen, fordert auf Dauer zu wenig, weil du immer von vorne anfangen musst. Nach hinten raus werden die Szenarien aber noch interessanter!

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Es gab am Samstag abend für mehrere Stunden #MechsVSMinions in einer 2er-Runde mit einem Newbie. Ich finde das Spiel immer noch total faszinierend! Einzig die Minion-Schieberei auf großen Karten (z.B. Mission 3, mit der brennenden Schule), aber so lang dauert es dann eigentlich auch wieder nicht.


    Besonders schön war mal wieder zu sehen, wie das Spiel ankommt. Zuerst weiß man kaum was man mit den ganzen Karten anfangen soll. Aber schon nach 2-3 Programmier-Runden hört man selbst einen Anfänger Sachen sagen wie "Mist, ich brauche noch einen Stufe 3-Kettenblitz!" :D


    Das Spiel ist rasend schnell verinnerlicht und wirkt zu Anfang jeder Mission fast unlösbar schwierig, aber hinten heraus kam es dann immer kurz vor der Niederlage doch noch zu einem positiven Ergebnis. So haben wir Mission 1-4 durchgespielt und jede beim 1. Anlauf geschafft. Nur bei der 3. Mission brauchten wir 3 Anläufe.


    Was sich allerdings recht "merkwürdig" anfühlte war wie immer die Reihenfolge der Schadenszuweisung. Ein Beispiel dazu: In einer Mission muss eine Bombe beschützt werden, die nur X Schaden aushält. Der Spieler, der die Bombe zieht/schiebt, hat einen doppelt aufgeladenen Treibstofftank dabei. Nun kann es vorkommen, dass diese Mech/Bombe-Kombination mehrfach von Minions umringt ist. Die Bombe hatte bis dahin schon nur noch 1 Leben. Da es keine Regel für die Reihenfolge der Minion-Aktivierung gibt, hat man nun 2 Möglichkeiten:


    1.) Die Bombe bekommt als erstes Schaden und explodiert -> Runde verloren.
    2.) Der Mech bekommt als erstes Schaden und der Treibstofftank explodiert -> Er räumt damit alles in Reichweite von 2 Feldern frei und rettet so auch die Bombe.


    Ob man nun mit einem Explosion eine Bombe schützen kann, sei mal thematisch dahin gestellt. Aber diese Situation hatten wir innerhalb dieser Mission ganze 4x. Ich denke, dass das Spiel einfach Spaß machen soll und - so ist es mir bei der Erklärung der Regeln im Detail immer gegangen - es soll positiv für die Spieler ausfallen. Immerhin kann man nichtmal sterben ;) Es ist so schon schwierig genug das Ziel zu erfüllen. Von daher fand ich es OK, wenn wir erst den Mech Schaden zuweisen. Wie spielt ihr das?

    Designer, Kickstarter, Hobbyautor, Sprecher, Lektor & Spielenerd.

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  • #Gloomhaven
    Erstmal: Es ist wirklich unfassbar viel Zeug in der Schachtel! 9,9kg hat das Päckchen bei Anlieferung gewogen! Kann sich einer vorstellen, wie lange man mit Auspöppeln beschäftigt ist?
    Ist man dann endlich fertig, stellt man jedoch fest, dass der Rest nicht mehr in die Schachtel passen will! Man sollte meinen, ein Berg an ausgepöppelten Stanzbögen hätte ein wenig Stauraum freigemacht! Letztendlich, mit ganz viel Getrickse und ein wenig Timelord-Technologie, hat der Deckel doch wieder draufgepasst.
    Aber zurück zum Wesentlichen. Mein Wochenende stand jedenfalls ganz im Zeichen von Gloomhaven, wobei der Samstag vor allem mit dem Sichten und Einordnen von Dingen und dem Studieren der Regeln gewidmet war.
    Später besorgte ich mir noch den Soundtrack zu "Elder Scrolls Online" und am Sonntag begann für meine Frau und mich unser erstes Abenteuer.
    Los ging es mit der Charakterwahl, die wir unserer Intention überließen. Jeder suchte sich ein Symbol aus, das einen ansprach. Meine Frau erhielt so eine Scoundrel und ich einen Inox Brute. Was die Ausrüstung angeht, beließen wir es bei dem vorgeschlagenen Standard.


    Szenario eins startete, wie erwartet, holprig. Oft mussten Regeln nachgeschlagen werden und trotzdem lief so einiges falsch: die Actiondecks waren unkorrekt zusammengestellt; wir vergaßen den Rundenzähler; wir brachten das mit den Elementen durcheinander, so dass ich der Meinung war mein Inox könne sich nicht heilen; „Schnelles Looten“ kannten wir auch nicht, usw.
    Am Ende reichte es dennoch knapp zum Sieg und auch wenn wir Vieles falsch gemacht hatten, beschlossen wir, dass es ein gültiger Sieg sei, da die meisten Fehler zu unseren Ungunsten verliefen. Insgesamt war es ein sehr intensives Spielerleben. Der ESO-Soundtrack passte perfekt. Die Soundkulisse war angenehm präsent, ohne dabei aufdringlich zu sein.
    Später am Nachmittag meinte meine Frau plötzlich, dass sie gerne noch mal eine Partie spielen würde!

    Ich also Sound rein, Schachtel auf, Chaos auf dem Tisch verteilt, anschließend Zeug sortiert, gesammelt und gestapelt, Rest-Chaos zurück in die Schachtel gestopft, danach das Chaos aus der Schachtel auf einem anderen Tisch verteilt, weil man was vergessen hatte, wieder gestopft, die letzten beiden Punkte ein paar Mal iterativ wiederholt und schon konnte es losgehen.


    Szenario zwei:


    Die Uhr zeigte mittlerweile acht Uhr abends an. Das Spiel war vorbei und wir mussten erstmal herzhaft lachen. Wir ließen das Erlebte noch mal Revue passieren, während wir alles zurück in die Schachtel verstauten.


    Kurzum: Gloomhaven hat es uns definitiv angetan. Wir beide, meine Frau und ich, wollen unbedingt wissen wie es weitergeht. Außerdem wollen wir unsere liebgewonnen Charaktere hochleveln, Ausrüstung kaufen, die Gegend erkunden, usw.
    Alles in allem steckt in der riesigen Schachtel von Gloomhaven eine unglaubliche Fülle an Abenteuern und Erlebnissen. ABER: Man braucht ein vernünftiges Inlay, um das Schachtelchaos gebändigt zu bekommen. Ohne solchen Komfort dauert Spielauf- und Abbau (gefühlt) länger als das Spiel selbst. Aber dem kann ja abgeholfen werden.
    Gloomhaven ist jedenfalls mein zweites Spiel, dem ich auf BGG zehn Punkte gegeben habe.


    #Mysterium (plus Erweiterung)
    Seit langer Zeit mal wieder hervorgekramt und Anfang letzter Woche zu fünft gespielt.
    In der ersten Partie übernahm meine Frau die Rolle des Geistes und bereitete den Spielaufbau vor. Ich mimte währenddessen den Erklärbär für drei Erstspieler. Dabei war es ganz spannend zu beobachten, wie die Leute immer aufgeregter wurden, als ich ihnen das Thema näherbrachte.
    Kaum das die erste Partie gespielt war (leider haben wir verloren),war sofort der Wunsch nach einer weiteren Partie da. Die Rolle des Geistes übernahm jemand anderes und wieder rätselten alle eifrig über die erhaltenen Symbole und Traumgebilde. Diesmal gelang es uns alle Zeichen richtig zu deuten und sogar der letzte gemeinsame Fall am Ende konnte gelöst werden.
    Was mich mal wieder verblüfft hat, war, wie intensiv die Spielatmosphäre war. Immerhin waren wir in einem öffentlichen Lokal, wo der Fernseher lief und irgendwelche Sportdinge zeigte. Trotzdem waren wir alle ganz tief im Geschehen drin. Schönes Spiel, das viel zu lange vergessen im Regal lag.


    #Klong!
    Eigentlich habe ich das Spiel im Moment etwas über, aber da es die Gelegenheit gab, Klong endlich mal zu viert zu spielen, gab es noch mal eine Partie.
    Und um es vorwegzunehmen: Entweder hatte der Drache meinen Missmut bemerkt oder die Farbe Rot war einfach verflucht. Denn egal wann der Drache geweckt wurde, immer purzelten rote Steine aus dem Beutel. Da half auch der Vorsprung nicht, den ich vor den Anderen hatte. Am Ende sah ich mich gezwungen, mich mit einem mittelprächtigen Artefakt zufrieden zu geben und den Rückweg anzutreten.
    Doch geholfen hat auch das nicht. Einen Schritt vor dem „sicheren“ Verlies-Bereich entfernt, wo wenigstens jemand zur Rettung gekommen wäre, erwischte mich der Drache.
    Damit war ich nicht nur tot, sondern es gab auch keine Siegpunkte für mich!
    Meine Mitspieler hingegen nahmen mein Schicksal recht gelassen und räumten den Dungeon bis zur letzten Brotkrume leer.
    War trotzdem ein schönes Spiel, dennoch ist jetzt erstmal gut.

    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas Spiel.

    2 Mal editiert, zuletzt von Toadstool ()

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  • @Toadstool
    hmmm.....vielleicht hilft ja bei Gloomhaven folgende Bastelanleitung für Foamcore?!
    https://boardgamegeek.com/file…haven_Foamcore_Insert.pdf


    https://boardgamegeek.com/geek…/item/5218812#item5218812


    bastel ich mir -glaube ich- auch. Einziger Nachteil bei der Anleitung: Sie ist ansch. nicht für die Miniaturenversion geeignet..... :(

    Danke dir für den Hinweis, aber ich glaube ich werde mir ein fertiges Inlay holen. Wahrscheinlich wird's sogar das von Broken Token, auch wenn der Preis schon recht happig ist.
    Interessant ist es aber schon. Hab selber schon mehrere Inlays gebaut, aber eines für Gloomhaven anzufertigen wäre mir bis dato nicht in den Sinn gekommen. Respekt an den Bastler!

    Wenn eine Schraube locker ist, hat das Leben etwas Spiel.

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