Illusions of Glory/GMT per Vassal - wer hat Lust?

  • Hi,


    das Vassal-Modul zu Illusions of Glory von GMT ist ja nun endlich erschienen. Hat jemand vielleicht Lust das Spiel mit mir gemeinsam zu erforschen?

    Was cdg angeht kenne ich einige, habe aber bei weitem die meiste Erfahrung mit Paths of Glory und Pursuit of Glory. Mich interessiert nun also, wie die Geschichte der beiden Spiele hier weitergeht.


    Schreibt mir bei Interesse eine PN oder auch hier in Thread.

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  • Grundsätzlich schon. Leider scheitert es gerade an zwei Umständen: habe das Spiel (noch) nicht und kann mich gerade nicht in Regeln einlesen.


    Schreibe doch einen kurzen Bericht über die Partie, damit kannst Du vielleicht den Interessenkreis erhöhen.


    Nachdem innerhalb von kürzester Zeit mehrere Erratas / Errata / Errataten / Errati* erschienen und einige Spieler (auch darüber) eher wenig begeistert waren, konnte ich mich nicht dazu durchringen meinem PoG und PuG noch ein IoG hinzuzufügen. Obwohl ich die ersten beiden sehr mag.


    Begeistere mich - dann spiele ich 8-)) Spaß beiseite; vielleicht kannst Du ja wirklich etwas Überzeugungsarbeit leisten - ich habe kein Gefühl dafür, wie es sich im Vergleich zu den anderen spielt.


    *Hilfe, lost in Ortho... Orto... ...rEchtschraipung*

  • Nachdem innerhalb von kürzester Zeit mehrere Erratas / Errata / Errataten / Errati*


    *Hilfe, lost in Ortho... Orto... ...rEchtschraipung*

    Singular: Erratum

    Plural: Errata


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Hier mal ein paar Sätze zu dem Spiel.

    Gespielt wird per Vassal nach den aktuellen Living Rules, ich spiele den Alliierten.

    Wir sind zur Zeit in Turn 12.

    Ich will jetzt nicht auf Details eingehen und ich denke auch, diese erste Partie kann nicht repräsentativ sein.

    Wir haben beim Spielen auch Fehler gemacht, die wir dann aber teilweise bewusst beibehalten haben um keiner Seite einen Vorteil zu verschaffen.


    Hier wurde als das gute, alte Paths of Glory (PoG) System mal wieder angefasst und verändert. Das ist nicht schlimm, denn PoG ist für mich DAS cdg. Nach PoG kam Pursuit of Glory- mit neuer Map, neuen Regeln, neuer Komplexität. Wunderbar. Das Spiel ist für mich die "Experten-Version" von PoG.

    Und nun Illusions of Glory (IoG). Konnte man dem System einen neuen Dreh geben?


    Was ist ist neu? Es gibt National Will, es gibt Troop Quality, man kann LCU zerlegen und wieder zusammen bauen. Man kann Gegner OOS setzen, aber die dürfen sich noch bewegen. Es gibt Combat Cards (CC), diese gelten jedoch nur für einen Kampf. Es gibt andere Regeln um Verluste zu nehmen. Und es kommen mit einer Reinforcement-Karte immer direkt Berge von neuen Truppen ins Spiel. Wenn ich mich richtig erinnere kann der Russe teilweise 8 oder 9 LCU mit einer Karte aufbauen. Es gibt Alpenpässe, bei denen LCU auch nur auf der LFT würfeln. Und es gibt unterschiedliche Bahnspurweiten, die in Turn 2 schon wieder obsolet sind. Kostenlose Trenches sind fast überall baubar. Ein schnelles Pushen des War Status ist möglich, aber nicht wirklich sinnvoll, da viele Karten Vorbedingungen haben, die durch zu schnelles Erreichen des Limited oder Total War einfach nicht gespielt werden können.


    Was bewirken diese Änderungen nun? Verbessern sie PoG oder gar PuoG?

    Um es kurz zu machen: ich finde nicht. Den Schwierigkeitsgrad schätze ich ähnlich wie bei PoG ein, wobei einige der neuen Regeln nur nutzloser Chrome sind, andere das Spiel fast lähmen. Es mag sein, dass IoG den Kampf gegen Russland schön simuliert, aber mir fehlt (momentan) der Pfiff, irgendetwas was dem alten PoG-System einen neuen Dreh gibt. Und das sehe ich hier nicht.

    Die die sehr lange Front (Russland, Österreich, Rumänien, Bulgarien bis an die Ägäis) gibt zwar grundsätzlich viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen, aber die Truppenzahl ist so hoch, dass man nirgendwo durchbricht. Es sind immer reichlich Truppen in der Nähe um Löcher zu stopfen.

    PoG und PuoG haben es immer geschafft ein Gefühl zu vermitteln. Das Gefühl den Gegner irgendwo so unter Druck zu setzen, dass eine unglaubliche Spannung auf beiden Seiten entsteht. Diese Gefühl fehlt mir bei IoG völlig. Ich greife irgendwo an, erobere ein Feld und merke direkt: eigentlich hätte ich auch stehen bleiben können und Trenches bauen (das liegt in der Partie natürlich auch daran, dass der Russe ganz gut steht und der Achsen-Spieler aktiv werden müsste. Nur tut er das nicht. Das kann man nicht das Spiel anlasten, deshalb auch oben der Hinweis "nicht repräsentativ"). Und wenn Angriffe irgendwie "nutzlos" sind, dann muss ich doch etwas anderes in dem Spiel machen können, was mehr Sinn macht. Stop. Hier geht es um ein Cosim. Wenn ich bei den Siegpunkten gut stehe, dann kann ich mich einigeln und den Gegner kommen lassen. Und auch das kann sehr spannend sein, wenn man an die Anfangsphase von PoG denkt. hier habe ich diese Gefühl von Spannung leider nicht.


    Mal sehen wie diese Partie ausgeht.

    Und dann folgt natürlich eine weitere Partie als Achse mit den richtigen Regel *sigh*.

    Und dann kann ich vielleicht auch mehr als einen ersten Eindruck schreiben.


    Zur Zeit sehe ich das so: kann man mich für PoG oder PuoG fast jederzeit aus dem Bett holen, so würde ich mich bei IoG gemütlich umdrehen und weiterschlafen. Keine Spannung, kein Spaß, keine lebenswichtigen Entscheidungen.

    Sicherlich hat es IoG auch schwer gegen seine Vorgänger zu bestehen. Wenn man PoG seit fast 20 Jahren immer noch mit viel Spaß spielt, dann sind die Erwartungen an einen Namensvetter leider recht hoch.

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