Bad News - der liebe Zoll und weitere Pannen

  • Renegade Game Studios mussten sich für heute ihre Spiele von Händlern borgen, da der Zoll gestern die seit Wochen in Hamburg stehenden Container zur Prüfung einbehalten hat ... die taten mir schon leid. So sehr wie ich mir, der ich FlipShips vorbestellt und bezahlt habe.


    itten Games hofft, dass der Zoll morgen Tokyo Highway freigibt ... immerhin hatten Sie zwei Vorführexemplare.

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  • Jaja, der böseböse Zoll. Kann man schön mit dem Finger drauf zeigen.

    Fertig ist die billige ausrede.

    Wäre das eine Ausrede, dann würden wohl kaum so viele unterschiedliche Verlage gleichzeitig sich diese Ausrede ausgedacht haben.


    Es ist tatsächlich keine Ausrede, wenn man der Sache mal etwas nachgeht. In den letzten Wochen scheint es so zu sein, dass der Zoll seine Kontrollen deutlich erweitert hat und intensivere Prüfungen macht. So hat zum Beispiel auch Ludo Fact berichtet, dass in den letzten Wochen gefühlt 8 von 10 Containern geöffnet und geprüft werden, während es früher vielleicht nur 2-3 von 10 waren, die stichprobenartig geprüft wurden.


    Das ist generell erst mal nichts Schlechtes, im Gegenteil, ich persönlich finde Zollkontrollen sehr gut, wenn dadurch Schmuggel eingedämmt werden kann.


    Aber wenn man eben in der Vergangenheit gewohnt war, dass ein Container nach 1-2 Tagen durch den Zoll war, und nun dauert das plötzlich permanent 7-8 Tage, dann kann ich schon verstehen, dass der Zeitplan einiger Verlage etwas durcheinander gerät.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Aber wenn man eben in der Vergangenheit gewohnt war, dass ein Container nach 1-2 Tagen durch den Zoll war, und nun dauert das plötzlich permanent 7-8 Tage, dann kann ich schon verstehen, dass der Zeitplan einiger Verlage etwas durcheinander gerät.

    Ich kann keinen Verlag bedauern, dessen Zeitplan davon abhängt, daß immer alles reibungslos läuft.

    Ein guter Zeitplan kalkuliert Unwägbarkeiten mit ein, alles andere ist dilettantisch.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Aber wenn man eben in der Vergangenheit gewohnt war, dass ein Container nach 1-2 Tagen durch den Zoll war, und nun dauert das plötzlich permanent 7-8 Tage, dann kann ich schon verstehen, dass der Zeitplan einiger Verlage etwas durcheinander gerät.

    Ich kann keinen Verlag bedauern, dessen Zeitplan davon abhängt, daß immer alles reibungslos läuft.

    Ein guter Zeitplan kalkuliert Unwägbarkeiten mit ein, alles andere ist dilettantisch.

    Das wollte ich auch gerade schreiben. Ebenso habe ich kein Verständnis, wenn Spiele dank fehlender Kennungen und Hinweise einbehalten werden. Ich habe da schon so Aussagen gehört wie "die Messe ist ja sowieso zolltechnisch ein rechtsfreier Raum". Auf solch einer Basis kann man ja nicht operieren, geschweige denn es als gegeben annehmen.

    Und man muss auch mal ehrlich sein, wenn man darauf angewiesen ist, dass alles aalglatt läuft, damit man seine Spiele vor Ort hat, dann hat man vorher schon Spitz auf Knopf gearbeitet und muss sich dann nicht wundern ...

    Wer meine Eindrücke und Audrücke von, zu und über Spiele hören möchte - meinen Podcast gibt es unter BenSpielt.de

    u.a. das regelmäßige #Regalgezwitscher, das unregelmäßige #AusderReihe und demnächst mit #Klartext auch das ab und zu sehr kritische ...

  • Absolut! Natürlich kann immer was passieren, was man nicht einberechnen kann. Aber der Zoll ist ja seit gut 70 Jahren bekannt ;)


    Ich kann doch nicht auf einen Markt gehen und hoffen, dass meine Waren irgendwie schon passend ankommen werden. Ist eben schön entspannt, wenn man Lagerung und Transport nicht berechnen muss, weil man sich alles Termingerecht zur Messe schicken lässt. Aber da würde sich doch jeder Logistiker die Haare raufen ;)

    Top Ungespielt-Liste (10/18): 1. Hyperborea — 2. Herr des Eisgartens — 3. Runewars — 4. Siege of Columbia — 5. 7th Continent — 6. Food Chain Magnate — 7. Gaia Projekt — 8. Spirit Island — 9. This War of Mine — 10. Twilight Imperium

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    Filmkritiken in 100 Wörtern: 100szenen.de

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  • Ich weiß es nicht, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich ein kleiner Verlag die Kosten einer (langen) Zwischenlagerung einfach nicht leisten kann und deshalb auf just-in-time angewiesen ist. Daher mache ich keinem Verlag vorwürfe.


    Okay, fast keinem. Die deutsche Ausgabe von Catan - Game of Thrones ... gerade große deutsche Verlage sollten in der Lage sein kostengünstig in Deutschland zu produzieren.


    Dem Zoll mache ich erst recht keine Vorwürfe, auch wenn es sich vielleicht so las. Ich habe lieber drei vier Spiele, die nicht zeitnah für mich zu kriegen sind, oder eventuell dann auch gar nicht, als einmal eine Gefahrenquelle unentdeckt im Land zu haben.


    Renegade hat heute über Nacht gemailt, dass sie eine Zollfreigabe und LIeferung am heutigen Tag erwarten. Schätze daher ihre Prüfung wurde zeitlich vorgezogen.

  • Wie schaut das denn mit Lagerlogistik aus??
    Ich meine, wenn man Spiele "früh genug" schicken lässt, dann kann es ja durchaus dazu kommen, dass sie "zu früh" zur Anlieferung bereit sind (eben, wenn der Zoll dann nicht prüft oder sie nicht im Hafen festhängen). Sicherlich gibt es dafür Zwischenlager, die man anmieten kann, aber das sind ja auch alles Kostenfaktoren. Ist ja nicht so, als dass man einfach die Containerinhalte schonmal ne Woche vor Messeaufbau einfach in die Innenhöfe der Gruga karren kann.

    Und natürlich schützt auch Unwissenheit vor Strafe nicht, was Kennzeichung angeht. Klar, jeder kann und sollte informiert sein (oder sich informieren), aber das kann auch mal untergehen, oder man vergisst Details, weil man das standardmäßig anders gewohnt ist.

    Was ich damit sagen will:
    Es ist nicht immer ganz so einfach, jemanden zu beschuldigen. Viele Faktoren können da daneben hauen. Natürlich ist gute Planung die Voraussetzung, und Fehler sollten da nicht passieren. Aber Fehler treten immer mal auf...

    Edit:
    Those damn ninjas...

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

  • Auf der anderen Seite muss man auch mal sagen, dass es mit wenigen Ausnahmen auch keinen Grund mehr gibt zur Messe zu fahren um dort zu kaufen.


    Ich weiß, dass da ein gewisser (schwindender) Prozentteil der Gesellschaft noch skeptisch ist, aber man könnte die Messe auch gut schlicht als Info-Veranstaltung nutzen, Leute treffen, Spiele ausprobieren. Die Titel bekommt man zu nahezu identischem Preis ein paar Tage später im Online-Handel. Der Verlag bekommt sein Geld und Händler und Post leben auch noch davon.


    Wie gesagt, Ausnahmen wie Cthulhu Wars sehe ich gerne ein. Aber diesen "run" auf die Messespiele bei identischem Online-Preis habe ich noch nie verstanden. Vor allem, wenn Leute eine zweistellige Anzahl an Spielen kaufen und die auf der Messe für 20€ verschicken lassen. Wozu die Schlepperei?


    Das in einem anderen Thread angesprochene New Angeles kostet bei Tellurian auf der Messe 50€. In ihrem Online-Store haben sie es für 56€ stehen. Sclägt man Messepreis, Anreise und Verpflegung noch auf, gibt es da keine Ersparnis. Darum wäre es aus meiner Sicht bei einem im Retail erhältlichen (oder bald erhältlichen) Spiel auch kein Problem, wenn der Zoll mal länger braucht.

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  • Darum wäre es aus meiner Sicht bei einem im Retail erhältlichen (oder bald erhältlichen) Spiel auch kein Problem, wenn der Zoll mal länger braucht.

    Es ist auch kaum ein Problem für die meisten Käufer. Es ist aber ein riesengroßes Problem für die Verlage:

    Keine Möglichkeit auf Buzz => wahrscheinlich weniger verkaufte Exemplare (insgesamt) => geringere Wahrscheinlichkeit für Neuauflagen und Lizenzeinnahmen

    Kein oder geringerer Direktverkauf auf der Messe => deutlich geringere Einnahmen (Die Marge von Distribution und Handel bleibt auf der Messe ja beim Verlag. Im Vergleich zum "normalen" Verkauf ist das ein himmelweiter Unterschied! Erst recht bei einem Kleinverlag, der fest mit diesen Einnahmen kalkuliert hat.)

  • Aber wenn man eben in der Vergangenheit gewohnt war, dass ein Container nach 1-2 Tagen durch den Zoll war, und nun dauert das plötzlich permanent 7-8 Tage, dann kann ich schon verstehen, dass der Zeitplan einiger Verlage etwas durcheinander gerät.

    Ich kann keinen Verlag bedauern, dessen Zeitplan davon abhängt, daß immer alles reibungslos läuft.

    Ein guter Zeitplan kalkuliert Unwägbarkeiten mit ein, alles andere ist dilettantisch.

    Das wollte ich auch gerade schreiben. Ebenso habe ich kein Verständnis, wenn Spiele dank fehlender Kennungen und Hinweise einbehalten werden. Ich habe da schon so Aussagen gehört wie "die Messe ist ja sowieso zolltechnisch ein rechtsfreier Raum". Auf solch einer Basis kann man ja nicht operieren, geschweige denn es als gegeben annehmen.

    Und man muss auch mal ehrlich sein, wenn man darauf angewiesen ist, dass alles aalglatt läuft, damit man seine Spiele vor Ort hat, dann hat man vorher schon Spitz auf Knopf gearbeitet und muss sich dann nicht wundern ...

    Bedauern ist übertrieben, aber wenn die Erfahrungswerte bei 1-2 Tagen liegen und ich mir als Kleinstverlag aus dem US-amerikanischen oder asiatischen Raum Erfahrungswerte eingeholt habe, aufgrund welcher Kenntnislage sollte ich für 7-8 Tage einplanen? Wie Andere schon erwähnten, liebt niemand unnötige Lagerkosten. Sicher wird man aus der gründlicheren/besseren/strengeren Zollarbeit in Zukunft seine Lehren ziehen und seine Risikorechnung anders aufstellen.

  • yzemaze Ich hätte jetzt zwischen Verkaufs- und Präsentationsexemplar getrennt. Wenn ein Verlag tatsächlich damit kalkuliert, dass sein Präsentationsmaterial 1 Tag vorher geliefert wird, dann ist das echt leichtsinnig!


    Das ist dieses "Ich packe meine Schultasche schon am Vorabend"-Prinzip aus der Grundschule...

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  • Auf der anderen Seite muss man auch mal sagen, dass es mit wenigen Ausnahmen auch keinen Grund mehr gibt zur Messe zu fahren um dort zu kaufen.


    Ich weiß, dass da ein gewisser (schwindender) Prozentteil der Gesellschaft noch skeptisch ist, aber man könnte die Messe auch gut schlicht als Info-Veranstaltung nutzen, Leute treffen, Spiele ausprobieren. Die Titel bekommt man zu nahezu identischem Preis ein paar Tage später im Online-Handel. Der Verlag bekommt sein Geld und Händler und Post leben auch noch davon.


    Wie gesagt, Ausnahmen wie Cthulhu Wars sehe ich gerne ein. Aber diesen "run" auf die Messespiele bei identischem Online-Preis habe ich noch nie verstanden. Vor allem, wenn Leute eine zweistellige Anzahl an Spielen kaufen und die auf der Messe für 20€ verschicken lassen. Wozu die Schlepperei?

    Wenn es doch mehrere Ausnahmen gibt, wieso sollte man dann nicht zum Spielekauf zur Messe?


    Mir gefällt dabei die gesamte Atmosphäre, Menschen aus zig Ländern zu treffen und sie ohne jede Art von Agressionen miteinander interagieren zu erleben, die Menschen hinter den Spielen und Verlagen anzutreffen, gelegentlich zu feilschen, Gespräche in Warteschlangen zu führen, was bei einem Rewe oder Edeka eigentlich nie passiert. Und dabei habe ich an diesem Punkt auch kein Spiel vor Ort gespielt.


    Der Mausklick und das Tastendrücken kann da einfach nicht gegen anstinken. Klar geht das und spart wenn nicht Geld dann Aufwand, aber mit der Argumentation kann man sich auch schnell isolieren, überträgt man sie auf zu viele Bereiche. Bei Brettspielern besteht die Gefahr sicher nicht so sehr, weil wir alle eher der soziale Typ Mensch sind, aber ich habe immer das Gefühl, ich würde damit einen negativen Trend fördern. Ich renne aber auch nicht blind zur Messe, und nehme alle Preise hin. Aus dem Grund fiel Feuerland dieses Jahr für mich aus, da ich beim Onlinekauf >30,00 € gespart habe.

  • Im Grunde genommen habt Ihr recht - Aber es gibt ja nicht nur Schluderigkeit bei Verlagen, sondern im Gegenteil auch einfach die Hoffnung UNS mit schneller Abwicklung vielleicht doch noch Spiel XY auf der Messe zeigen zu können...Da hat man sich für die Messe u.U. extra beeilt, ein Produkt wie Cthulhu Wars doch noch schnell fertigzustellen und auf der Messe vorzuzeigen und dann steckt es fest.


    Es ist ja Bezeichnend, dass dieses Jahr viele Verlage davon betroffen sind - im Asmodeeforum gibt's da ein Zitat von Ulisses zu Kingdom Death Monster und dem Zoll - Es werden aktuell wohl die Zollkontrollen intensiviert und statt 1-2 von 10 Containern werden nun fast alle zolltechnisch kontrolliert (Was ich im Grunde genommen gut finde!) - Aber das kam wohl nach Jahren unerwartet und bindet jetzt natürlich Zeit und Personal beim Zoll.


    Für mich nicht schlimm, mein Cthulhu Wars bekomme ich dann halt ein paar Wochen später - Ist mir Wurst. Schade für den Messeauftritt der Firmen finde ich es aber schon...

    Top 10 (jeweils ohne Reihenfolge)

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  • Timo1977 Das ist ja in etwa das, was ich auch geschrieben habe ;)

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  • Ich verstehe und weiß ja auch wie es ist. Spiele werden erst kurz vorher fertig etc. Pp. Aber wenn man ehrlich zu sich ist: ich mache jedesmal einen riesigen Gamble, dass das gut geht, wenn ich meine Produkte so fertig stelle. Das muss nicht mal am Verlag selbst liegen, vielleicht hat der Partner die Files zu spät geliefert usw. und so fort. Aber auch hier: man könnte sich schon anstrengen anders zu arbeiten. „Ist halt so“ ist für mich eine Aussage, bei der ich nicht nicken kann. Das ist der Tod von Fortschritt ....

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  • Nennt sich Projekt-Management ;)

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  • Bei Thema Zoll. Wie steht es eigentlich mit Prüfungen auf Produktpiraterie während der Messe? Auf anderen Messen tummeln sich ja diverse Verlage die dreiste Plagiate anbieten. Dazu gab es auch mal sehr informative Berichte im Fernsehen, in dem es z.B. über Füller etc. ging.


    Z.B. hat ich bei Dutch East India sofort Black Fleet vor Augen.

  • Diese Art Piraterie gibt es bei Brettspielen nicht - fast nicht. Das liegt an der Art wie Brettspiele geschützt werden können.

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  • Kannst Du das näher erläutern?

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    Diese Art Piraterie gibt es bei Brettspielen nicht - fast nicht.

    Hier nicht, oder? Einige asiatische Plagiate hatte ich schon in den Händen.

    Liebe Grüße
    Nils

    ich sage ja fast. In Essen wurden die verkauft?

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  • Ich habe den Eindruck, dass ihr meinen gestrigen Beitrag nicht richtig verstanden habt. Vielleicht habe ich mich zu unklar ausgedrückt.


    Wenn zum Beispiel ein US-Verlag, der seit vielen Jahren einen Stand in Essen und somit viel Erfahrung in den Abläufen hat, seinen komplette Standbestückung inkl. der Standausstattung (Werbebanner etc.) wie jedes Jahr so abgeschickt hat, dass diese (inkl. mehrerer Tage Puffer!) früh genug in Essen sein müsste, dann sehe ich da keine Fehlplanung. Ich rede hier NICHT von einer frisch produzierten Neuheit, die auf den letzten Drücker aus der Druckerei kommt, sondern von Spielen, die der Verlag schon seit Monaten vorrätig hat.


    Der Zoll hat bisher, wenn er mal nicht die üblichen 1-2 Tage zur Abwicklung benötigt, im Höchstfall 4-5 Tage benötigt (zumindest wurde mir das so berichtet). Diesen Puffer planen die Speditionen natürlich ein. Aber wenn der Zoll (aus einem mir bisher nicht bekannten Grund) nun plötzlich 8 Tage benötigt, dann ist das schon ziemlich unerwartet, weil bisher noch nie so dagewesen.


    Ich habe auch an keiner Stelle gefordert, dass man einen Verlag deshalb "bedauern" sollte Warbear . Ich schrieb gestern lediglich, dass ich Verständnis dafür habe, dass viele Verlage zur Zeit unerwartete Probleme haben, weil dies meines Erachtens nicht vorhersehbar war.


    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Ich habe auch an keiner Stelle gefordert, dass man einen Verlag deshalb "bedauern" sollte Warbear .

    Ich habe auch an keiner Stelle schrieben, daß Du das gefordert hättest.

    Ich schrieb gestern lediglich, dass ich Verständnis dafür habe, dass viele Verlage zur Zeit unerwartete Probleme haben, weil dies meines Erachtens nicht vorhersehbar war.

    Ich schrieb lediglich, daß ich kein Verständnis habe, weil es immer unerwartete Probleme geben kann (deshalb heißen sie "unerwartet"), und weil man solche deshalb immer zu einem gewissen Prozentsatz mit einplanen sollte.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Na, wer sein Messegut komplett mit dem Seeschiff verschickt, hat ganz einfach einen schlechten Spediteur. Just-In-Time-Lieferungen beinhalten immer ein gewisses Risiko. Und genau das ist bei dieser Art von Transport immer gegeben. Zoll hin oder her. Keine Reederei der Welt wird dir ein Ankunftsdatum garantieren - Da ist alles nur "estimated". Man kann zwar Großteil seiner Ware so verschicken, sollte aber alles, was man "in-time" braucht wie Stand, Promo und bei einer Verkaufsmesse auch einen gewissen Grundstock an Ware per Luftfracht aufgeben. Kostet zwar mehr, beugt aber vor allem einem Imageschaden vor. Mag für den Spielebereich, hier vor allem für Kleinverlage nur bedingt gelten.


  • Vielleicht ist das Thema "chinaready" ja bald endlich mal passé, wenn vernünftige 3D-Drucker erschwinglich sind. Dann kostet ein CW nur noch 40$ für Regelwerk, Pappteile, Inlay und 3D-Druckdaten ;)

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  • Da man damit mutmaßlich kein Geld bzw. fast sicher nicht annähernd so viel verdient wohl eher nicht

    Lässt sich alles Regeln. Die Kosten aus China fallen komplett weg. Weniger Stress in der Produktion, günstigerer Versand. 3D-Daten ohne das dazugehörige hochwertige Papp-Material wie Board, Marker und Co bringen einem wenig, also auch kein Risiko von selbsterstellten Kopien.


    Ergo fällt einfach nur China weg - überspitzt gesagt. Wenn man die Kosten 1zu1 abzieht, ist man sogar schneller, hat weniger Lagerkosten, kein Risiko von Überproduktion. Der Gewinn bleibt der gleiche, Verlage könnten sich risikoreichere Titel wie Cthulhu Wars heran trauen. Dann liegen einer Spielbox keine Minis mehr bei, sondern ein Download-Link und das farbige Rohmaterial für den 3D-Drucker, damit die Qualität auch stimmt.


    Zukunftsmusik in der Spielebranche, aber ein möglicher Weg um Kosten zu reduzieren, bei gleichem Gewinn. Alternativ, wenn man Angst um seine Daten hat, kann man die immer noch nicht downloadbar anbieten, sondern über ein Online-Portal, das den Link stündlich ändert. Bei digitalen Gütern ist das heute schon ein gängiger Kopierschutz.


    In der Sanitärbranche ist das teilweise sogar schon Realität, da werden Druckdaten für Kunststoffteile vom Hersteller direkt an den Handwerker verkauft, der dann vor Ort produzieren kann. Just in time, in der gewünschten Menge. Einzig zum Leidwesen der Zwischenhändler, aber das ist ein anderes Thema.

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