06.11.-12.11.2017

  • So, die Spieletage in Essen sind schon wieder ewig her. Aber ich habe ein paar alte Spiele von der Messe gespielt:


    #Unlock2

    Für mich das beste Exit-like-Rätselspiel. Es wird nichts zerstört, die Rätsel sind pfiffig und anspruchsvoll aber nicht unlösbar. Vergesst die Exit-Reihe - für ein Mehr an Nachhaltigkeit im Brettspielbereich - spielt Unlock.


    #Transatlantic

    Wieder ein sehr guter McG. Schnelles und nicht belangloses Spiel. Schöne Verzahnung ohne zu verkopft zu sein. Großes Kino. Bisher mein Messe-Highlight. Die Regeln sind kurz aber anscheinend kann man doch das eine oder andere Detail überlesen oder beim Spielen vergessen. Für das Spiel kann man mich nachts wecken.


    #Lisboa

    Zweiter Anlauf zu viert. In 3,5 Stunden runtergerissen und dann mit 81Punkten Zweiter mit vier Punkten hinter dem unverdienten Sieger. Obwohl ein Zug relativ schnell gehen sollte (eine Karte spielen und Spaß haben) schaffen es einige AP Spieler daraus eine 10 Minuten Show zu machen... Das Spiel ist angenehm komplex und am Anfang schwer steuerbar.


    Was mich stört ist, dass die öffentlichen Gebäude in der Auslage nicht frei wählbar sind. Das macht das Punkte-Abgreifen etwas glückslastig. Auch die sich auffüllende Kartenauslage kann mal übel glücklich für den nächsten Spieler laufen.


    Aufgrund der Spielzeit und der Komplexität litt bei einem Mitspieler etwas der Spielspaß - er fand das Spiel trotzdem gut.


    Was könnt ihr berichten?

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."

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  • Unlock +1! Bin gespannt auf Teil 2...


    Heute gespielt: Erstes Szenario von #Gloomhaven. Wirklich toll aufgemachtes Spiel. Halt wirklich reiner Kampfbezug, was ich eigentlich nicht mag. Aber hier hats auch irgendwie gepasst, das eigentliche Spielen war auch interessant (und wir haben verloren). Wird noch weiter vertieft, muss nochmal Regeln lesen - man übersieht sehr leicht etwas. Weiß jemand, ob das ne durchgängige Story ergibt, oder spielt man halt Questen vor sich hin und entwickelt seinen eigenen Charakter?

  • Erst mit einem Freund 2x, danach noch 1x #CodenamesDuett gespielt. Wir haben es nie geschafft mit 9 Hinweisen. Ich weigere mich auf 10 oder 11 zu gehen.


    Dann am Sonntagabend eine Viererpartie #AufdenSpurenvonMarcoPolo samt #DieGefährtendesMarcoPolo.

    Ich liebe es !


    Spielerreihenfolge mit Charakter:

    Rot (ich) hatte Rusticiano (6 von 11 Bonuskarten zu Beginn)

    Gelb hatte Bellela, Fantina & Moreta (5 verschiedene Charaktere)

    Lila hatte Piedro Tartarino (ein Würfelfeld pro Runde freiräumen + Östlicher Start)

    Blau hatte Papa Gregorio X. (Einen Gefährten zum Rundenbeginn)


    Ergebnis 125 Rot - 92 Gelb - 84 Blau - 70 Lila


    Und wieder hatte der Spieler mit Piedro den Fehler gemacht, diese Eigenschaft nicht optimal zu nutzen. Er war viel zu wenig in Venedig. Auch die anderen ließen mich teilweise 2 Würfel (rot und schwarz) in Venedig setzen. Ich schaffte am Ende 12 von 13 Handelsposten und war gemeinsam mit Blau am stärksten bei den Aufträgen mit 8 Stück. Das Spiel ist der Hammer.


    Regelfragen an Klaus_Knechtskern :


    Bekommt Papa Gregorio neben dem Gefährten zu Beginn der Runde auch den beliebigen Rohstoff? Ich denke nein, beim Proto im Sommer gab es jedoch immer noch 1 Pfeffer oder 1 Tuch dazu.


    Gefährte Gondoliere: Wenn ich damit einen Handelsposten in die Endstadt nach Venedig setze, muss ich die 7 Geld, bzw. 3 Rohstoffe auch bezahlen?


    Gefährte Sarazene: Ich darf 1x innerhalb einer Aktion Geld und Kamele gleichwertig verwenden. Darf ich das auch zur Erfüllung eines oder mehrerer Aufträge? Denke nicht, weil Nebenaktion... Der Gefährte ist sehr schwach. Mir fällt nur die Stadtkarte ein bei der ich für 3 Kamele je 1 Gold, Seide, Pfeffer erhalte, wo ich den Sarazene sinnvoll einsetzen könnte...

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 10:
    1 Mombasa — 2 Tzolkin ----3 Great Western Trail----4 Nippon -----5 Lorenzo Il Magnifico----
    6 Bora Bora----7 Orleans----8 Auf den Spuren von Marco Polo----9 Trajan----10 Concordia

  • Heute gespielt: Erstes Szenario von #Gloomhaven. [...] Weiß jemand, ob das ne durchgängige Story ergibt, oder spielt man halt Questen vor sich hin und entwickelt seinen eigenen Charakter?

    Bei der Kampagne handelt es sich um eine durchgängige Story.

    Mit jeder erfolgreich abgeschlossenen Queste ergeben sich weitere Optionen und neue Ziele auf der Karte, die man ansteuern kann. Gewisse Orte kann man nur unter bestimmten Voraussetzungen (lasst euch überraschen und entdeckt das Spiel!) besuchen. Hier und da muss man Entscheidungen treffen, welcher Seite man sich anschließen will.

    Im Prinzip liegt der Kampagne ein Quest-Baum zu Grunde.

  • Regelfragen an Klaus_Knechtskern:


    Bekommt Papa Gregorio neben dem Gefährten zu Beginn der Runde auch den beliebigen Rohstoff? Ich denke nein, beim Proto im Sommer gab es jedoch immer noch 1 Pfeffer oder 1 Tuch dazu.

    Nö, das war mal. Ursprünglich hatte Papa G. noch ein Rohstoffeinkommen, aber das wurde gestrichen.

    Gefährte Gondoliere: Wenn ich damit einen Handelsposten in die Endstadt nach Venedig setze, muss ich die 7 Geld, bzw. 3 Rohstoffe auch bezahlen?

    Ja die Kosten sind zu bezahlen, wäre ja äußerst unlogisch wenn nicht.


    Gefährte Sarazene: Ich darf 1x innerhalb einer Aktion Geld und Kamele gleichwertig verwenden. Darf ich das auch zur Erfüllung eines oder mehrerer Aufträge? Denke nicht, weil Nebenaktion... Der Gefährte ist sehr schwach. Mir fällt nur die Stadtkarte ein bei der ich für 3 Kamele je 1 Gold, Seide, Pfeffer erhalte, wo ich den Sarazene sinnvoll einsetzen könnte...

    Für alles was Du in Deiner Hauptaktion (und den Nebenaktionen, denn die gehören ja zur Hauptaktion dazu machst) kannst Du Kamele und Gold als äquivalent betrachten. Man kann damit auch kamelträchtige Routen prima bereisen; einen Würfel für preiswerte drei Geld bekommen und was bei jedem Gefährten nciht zu vergessen ist, ist der Rohstoff den man bekommt. Die einzige verlässliche, nicht blockierbare Möglichkeit für einen Würfel ein Gold zu bekommen...

  • Und wieder hatte der Spieler mit Piedro den Fehler gemacht, diese Eigenschaft nicht optimal zu nutzen. Er war viel zu wenig in Venedig. Auch die anderen ließen mich teilweise 2 Würfel (rot und schwarz) in Venedig setzen. Ich schaffte am Ende 12 von 13 Handelsposten und war gemeinsam mit Blau am stärksten bei den Aufträgen mit 8 Stück. Das Spiel ist der Hammer.

    Man kann auch gewinnen ohne sich großartig in Venedig zu engagieren. Das hängt von den verfügbaren Einkommensplättchen und Stadtaktionen ab

  • Was könnt ihr berichten?

    Wir haben diese Woche 2x #NearandFar gespielt und damit die Kampagne von 10 aufeinanderfolgen Spielen abgeschlossen. Ein tolles Erlebnis! Das Erreichen der "Last Ruin", also das letzte Spiel auf der letzten Karte hält dann nochmal eine kleine Besonderheit parat und schließt thematisch mit einigen Hauptsträngen der Story ab, die man auch zu zweit über die Kampagne hinweg mitbekommen hat. Die letzten beiden Partien bin ich gnadenlos untergegangen gegen meine Frau, so dass es nochmal richtig spannend und knapp wurde. Bis dahin hatte ich 6 der 8 Partien gewonnen und fühlte mich ganz sicher, am Ende stand es 6:4, wobei ich in Spiel 9 tatsächlich satte 30 Punkte verloren habe. Am Kampagnenende gibt es nochmal einen kleinen Bonus von 7 Punkten, wenn man im Zuge der Kampagne 30 Quests erledigt hat. Auch da ging ich leer aus und so stand es am Ende (wobei das nach dem Erlebnis wirklich nebensächlich war!) 672:663. Ich kann nur wiederholen: tolles Spiel, mit dem wir noch lange nicht durch sind und dann bald in den etwas kürzeren Charactermode starten wollen. :)

  • Wir haben folgendes gespielt:


    #Charterstone

    Beginn der Kampagne zu dritt vorerst ohne Automa zur Simulierung der restlichen "inaktiven" Charter. Ohne zu spoilern verliefen die ersten beiden Spiele noch recht anspruchslos und bestärken meinen Eindruck, dass hier ein familienfreundliches Legacy-Spiel vorliegt.

    Trotzdem gefällt es mir bis jetzt, da es doch Anleihen an die früheren Siedler-Computerspiele gibt. Ob das kompetitive Element bis zum Ende passt? Ich bin gespannt und werde berichten. Aus Zeitgründen dauert die nächste Partie vermutlich noch etwas.


    #TheNetworks

    Ich hatte ein Solospiel aufgebaut und das Artwork hat dann den Spielreiz bei meiner Familie ausgelöst, welches dann zu einer direkten Dreierpartie geführt hat. Sowohl das Solospiel als auch das Spiel zu dritt hat mir gefallen. Obwohl es doch sehr vom Glück der Kartenauslage/Shows abhängig ist, macht es Spaß und dauert nicht zu lange. Wenn man ein paar Anspielungen auf vorhandene Shows kennt erhöht dies den Spielspaß nochmal deutlich.

    Genial ist das dreigeteilte Wertungstableau, welches beim letzten Drittel je nach Spieleranzahl unterschiedlich ausgelegt wird. Etwas unglücklich bin ich mit den kleinen Staffel-Anzeige-Würfeln, die die aktuelle Staffel anzeigt (bzw. die Runden, die die Show schon im Spiel ist). Hier verrutscht schon mal schnell etwas und man muss sich vorher merken, wo der schwarze Würfel vorher lag.

    Alles in allem muss man´s (wie eigentlich jedes Spiel) noch öfter auf den Tisch bekommen um letzendlich eine genaue Wertung abgeben zu können - die ersten beiden Partien jedenfalls haben mir gezeigt, dass ich nicht das falsche Spiel gekauft habe.


    #RajasOfTheGanges

    Da war ich nach Regellektüre etwas skeptisch, ob das was ist....nach einer kurzen Zweierpartie bin ich aber positiv überrascht. Durchaus gehobenes Familienspielniveau. Für Kenner/Vielspieler vielleicht doch etwas zu banal. Eine Partie in Vollbesetzung wird zeigen, ob es bleibt.

    Auf alle Fälle einfacher als #Agra ;).


    #Otys

    Auch hier war ich nach Regellektüre recht skeptisch, ob das nicht ein Materialblender ist.

    Das Spiel hat einen schönen Arbeiterauswahlmechanismus (erklärt durch Taucher, die nach getaner Arbeit (Auswahl) wieder auftauchen und sich somit oben "anstellen" müssen. Interaktion ist leider nur sehr rudimentär vorhanden (man kann durch den Spion einen Taucher auf gleicher Ebene eines gegnerischen Tableaus verwenden).

    Nach einer Zweierpartie ließ uns das Spiel doch etwas zwiegespalten zurück: Zum einen bietet das Spiel ein unverbrauchtes Thema (ok,Tiefseeabenteuer hat ein ähnliches - sieht aber lange nicht so schick aus und spielt sich auch ganz anders!) und hat einen interessanten Mechanismus. Auf der anderen Seite fühlt es sich irgendwie seltsam an....ohne das ich das jetzt genauer erklären kann. Hier braucht es definitiv noch weitere Partien, denn ich traue mich aktuell nicht, eine Wertung abzugeben.


    #Outlive

    Ich bin ob des Materials (Retail) begeistert. So dicke Pappe bei Ressourcen sieht man selten - auch wenn die Ressourcen sehr klein gehalten sind.

    Es ist im Grunde genommen ein stinknormales Workerplacement-, Euro-, Ressourcenmanagement Spiel, welches aber thematisch absolut passend umgesetzt wurde. Bei unserem Zweierspiel kam nur manchmal die Interaktionsfähigkeit zum Tragen, von daher würde ich eher eine Vierspielerspiel empfehlen. Trotzdem blitzte hier schon die, an sich einfache aber durch die Fähigkeit "Druck" auf einen "schwächeren" Charakter auszuüben, für solch ein Spiel hohe Interaktion durch. Viele werden diesen Mechanismus nicht mögen, da man dadurch dem Mitspieler etwas stehlen und ihn dadurch schwächen kann. Uns hat genau dies aber gefallen.

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  • Erst mit einem Freund 2x, danach noch 1x #CodenamesDuett gespielt. Wir haben es nie geschafft mit 9 Hinweisen. Ich weigere mich auf 10 oder 11 zu gehen.

    .... ich habe es gestern 2x mit meinem Sohn gespielt und frage mich, ob wir etwas falsch gemacht haben.

    Nach dem 9. Hinweis waren jeweils noch 2 Begriffe zu raten. Beispiel: auf meiner Seite ist die Karte "Sohle" der letzte Begriff. Ich sage "Schuh 2", mein Sohn tippt auf Sohle und die letzte Karte, wo bei ihm noch die grüne Abdeckung fehlt ("August"). Wir haben alle grünen Karten richtig gelegt, aber es "fühlte" sich zum Schluss irgendwie nicht richtig an :denk:...?!

  • Bei uns wurde gestern ein lang gehegter Spielewunsch erfüllt und die Neuauflage von #Antiquity kam endlich in Zweierrunde auf den Tisch.

    Mit Regelerklärung und ein paar Unklarheiten haben wir 4 Stunden gebraucht, das sollte beim nächsten Mal aber in max. 3 Stunden locker schaffbar sein.

    Zuerst war ich mal von der Materialschlacht überwältigt: sooo viele Counter und Marker sieht man nicht oft und auch die Anzahl der möglichen Gebäude ist erstmal ziemlich heftig. Hat man aber mal das Grundprinzip verinnerlicht flutscht das alles dann - auch wegen der formidablen Spielehilfen - immer besser und erste Strategien entwickeln sich.

    Vom Spielgefühl her hat es mich an ein Aufbauspiel am PC erinnert, irgendwie ist Antiquity exakt das, was ich mir von den Kolonisten damals erwartet habe. Nur das Antiquity um ein vielfaches fieser ist, so schnell kann man gar nicht schauen und alles ist auf der Karte zugemüllt. Das große Sterben mit der Hungersnot blieb bei uns bis zum Ende eigentlich aus, da konnten wir beide gut gegensteuern, mein Kontrahent hatte erst in den letzten zwei Runden Tote zu beklagen.


    Da man das Spiel ja erstmal ohne festes Ziel beginnt dümpelten wir die ersten paar Runden mal so dahin und haben geschaut, was das Spiel in punkto Müll und Hungersnot so mit uns macht. Ich habe dann relativ flott die Fakultät der Alchimisten gebaut und konnte so die Verschmutzung besser als mein Gegenspieler kontrollieren. Dieser hat sich mit der biologischen Fakultät zuerst mal aufs farmen spezialisiert und konnte schnell die ersten Luxusgüter produzieren - allerdings wurde er vom Müll nur so zugeschüttet, da konnten auch seine Brunnen nicht viel dran ändern.

    Mein Plan, auf alle gebauten Gebäude zu gehen hat sich dann aufgrund von massiven Platzproblemen auch geändert und so habe ich dann das Ziel gewählt, alle Luxusgüter und Nahrungsarten in dreifacher Ausführung zu lagern. Mein Gegner wollte dann alle 20 Bewohner in seinen zwei Städten unterbringen, war aber zu langsam dafür. Mit der Zwangsarbeit konnte ich gemeinsam mit der biologischen Fakultät und einem Markt ein rasches Ende herbeiführen, drei bis vier Runden bevor er seine 20 Leute beisammen gehabt hätte.


    Wow, ein wirklich sehr gutes Spiel bei dem sich das Warten definitiv gelohnt hat. Oft können bei solchen lang ersehnten Spielen die Erwartungen dann nicht erfüllt werden und man bleibt nach der Erstpartie ernüchtert zurück. Antiquity hat aber vom Spielgefühl her alles erfüllt und uns beide restlos begeistert.

    Ja, es ist unglaublich fitzelig und kleinteilig und verwaltungsaufwändig, aber uns hat das nicht sonderlich gestört. Ein größeres Problem ist da schon, dass offenbar das Material in ausgepöppelten Zustand kaum mehr in die Box passt, zumindest hat mein Freund es noch nicht geschafft, mein Exemplar liegt noch unausgepöppelt im Spielekeller. Wenn jemand Lösungen dazu hat: bitte melden, vielleicht hat jemand ja schon ein tolles Foamcore Inlay gebastelt oder so (ich fürchte aber, dass es so wie bei der Neuauflage von Indonesia auf eine Lagerung außerhalb der Box hinauslaufen wird).


    Fazit: richtig, richtig gut und hoffentlich bald wieder!


    LG

  • Wir haben diese Woche 2x #NearandFar gespielt und damit die Kampagne von 10 aufeinanderfolgen Spielen abgeschlossen. Ein tolles Erlebnis! Das Erreichen der "Last Ruin", also das letzte Spiel auf der letzten Karte hält dann nochmal eine kleine Besonderheit parat und schließt thematisch mit einigen Hauptsträngen der Story ab, die man auch zu zweit über die Kampagne hinweg mitbekommen hat. Die letzten beiden Partien bin ich gnadenlos untergegangen gegen meine Frau, so dass es nochmal richtig spannend und knapp wurde. Bis dahin hatte ich 6 der 8 Partien gewonnen und fühlte mich ganz sicher, am Ende stand es 6:4, wobei ich in Spiel 9 tatsächlich satte 30 Punkte verloren habe. Am Kampagnenende gibt es nochmal einen kleinen Bonus von 7 Punkten, wenn man im Zuge der Kampagne 30 Quests erledigt hat. Auch da ging ich leer aus und so stand es am Ende (wobei das nach dem Erlebnis wirklich nebensächlich war!) 672:663. Ich kann nur wiederholen: tolles Spiel, mit dem wir noch lange nicht durch sind und dann bald in den etwas kürzeren Charactermode starten wollen. :)

    Du hast die Kampagne zu zweit gespielt?

    Und das lohnt sich?


    Es steht schon ne ganze Weile bei mir im Regal rum und ich könnte ja mal versuchen mein Mädel dafür zu begeistern, falls sich das zu zweit lohnt :-)

  • #Otys

    Auf der anderen Seite fühlt es sich irgendwie seltsam an....ohne das ich das jetzt genauer erklären kann.

    Versuch es bitte mal, das mit deiner Spielerfahrung etwas näher zu beschreiben. Ich kann mir irgendwie auch keinen Reim auf das Spiel machen...
    Geht's so in die Richtung "man spielt eher einen solide funktionierenden Mechanismus als ein reizvolles Spiel"? Das wäre nämlich mein Bauchgefühl nach Regel-Überfliegen und Anschauen in Essen. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass da etwas nicht wirklich zusammenpasst, sich seltsam anfühlt, aber wirklich bennenen kann ich es nicht. Ist das nur die überschaubare Interaktion oder habt ihr noch weitere mögliche Problemfelder identifizieren können? Kommt das Thema mit dem Hochholen von Treibstoff/Pflanzen/Metall/"Tech" rüber oder fühlt sich das eher nach Würfelchengeschubse in schwarz/grün/blau/weiß mit (unnötig?) aufgebohrtem Aktionswahl-Mechanismus an?

  • Du hast die Kampagne zu zweit gespielt? Und das lohnt sich?

    Ob sich das lohnt, ist schwierig zu beantworten, da meines Erachtens sehr, sehr subjektiv. Wir finden, es funktioniert wunderbar zu zweit. Es spielt sich sicher etwas anders, insbesondere weil die Reise auf der Karte etwas schwieriger ist, aber es funktioniert spielmechanisch auf jeden Fall. Ich wüsste spontan nicht, was mir eine Partie mit 3 oder 4 Spielern jetzt mehr bringen würde (die Karte wird voller und es kommt zur mehr Duellen, aber ob das nun gut oder schlecht ist...). 7 Quests pro Spiel lesen halte ich auch für mehr als ausreichend und ich glaube, dass wir auch zu zweit zeitlich irgendwo Richtung 90 Minuten unterwegs sind. Länger muss es nicht sein. Ansonsten probiert doch mal den Charactermode, da gibt es sogar zwei Charaktere für die ausdrücklich empfohlen wird, sie nur im 2er Spiel zu verwenden, da sie sehr lange Quests haben (also lang, was die Textmenge anbelangt). Für uns das ist ein super 2er, funktioniert und muss nicht länger werden durch mehr Mitspieler, ohne große Änderungen im Spielgefühl zu erreichen. Ich würde sogar behaupten, dass sich die gerade die Kampagne zu zweit sehr gut macht. :) 

  • MetalPirate

    Es geht auf alle Fälle in Richtung Klötzchengeschubse ohne richtigen Bezug dazu für das Thema, denn was bitte (ohne das ich jetzt eine Erklärung der Spielregel diesbezüglich vor mir habe - wenn´s denn eine gibt...) sollten die Taucher da bergen und dann unten lassen, damit sich das erst für den Auftrag ansammelt. Das ist ein Punkt der tatsächlich etwas merkwürdig anmutet.

    Der Markt wird auch nicht richtig bedient, denn ich bin ja froh, wenn ich die mir zur Verfügung stehenden Aufträge abarbeiten kann - zumindest war das bei uns so.


    Interessant ist es tatsächlich auf mechanischer Ebene und man hat immer was zu tun. Das Zusammenspiel der ersten Aktivierung des Tauchers, welches dann zur Aktivierung des Sponsorenplättchens gleicher Nummer führt und dann erst mit dem weiter schieben des Tauchers dessen Aktion ausgeführt wird ist schon speziell.

    Der Mechanismus ist interessant und hat uns doch auf eine seltsame Art gefesselt.....unnötig aufgebohrt, wie Du schreibst, würde ich jetzt noch nicht mal sagen. Eher fühlt sich dieser neu an, erinnert mich aber entfernt ein wenig an den Murano-Mechanismus (dort in Form von Schiffchen, welche allerdings alle Mitspieler bedienen).


    Ich muss das definitiv noch ein paar Mal ausprobieren, denn es ist wie ein Optimierpuzzle, da man viele Möglichkeiten und etwas an Vorplanung hat.


    Argh.....ich überlege schon krampfhaft, wie ich das noch klarer ausdrücken könnte....aber es ist schwierig.

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  • Heute die erste Partie #Otys zu dritt. Natürlich ist das auch ne spielbare Exceltabelle, klaro ist das Thema druffgebappt. Aber wenigstens ist dieses erfirischend fluffig, schön gestaltet und hat dieses gewisse Pearl-Games-irgendwas-ist-da-anders-dran. Ganz klarer Taktikknochen mit unerwartet vielen Möglichkeiten, wenn man die Abhänhigkeiten zwischen Position, Aktion und Taucherfähigkeit verstanden hat. Das Ganze bietet eine unerwartete Interaktivität - wer nicht mit einem Auge auf dem Board der anderen ist, gewinnt hier keinen Blumenpott, da sowohl die Manipulation der Aktionsreihenfolge durch das X als auch die Auftragsauflage sich deutlich auswirken kann. Habe denkbar knapp mit 19-18-18 durch eine halbwegs geschickte Kopieraktion gewonnen. Spiele ich sehr gerne wieder mit, hat (im Gegensatz zu vielen anderen JASEs) was. Die anderen hatten das Spiel bereits mehrmals gespielt und hielten sowohl den Markt als auch den horizontalen Aufwerter "eher weniger attraktiv". Letztlich konnten wir das in dieser Partie revidieren, wir hatten mindestens zwei recht entscheidende Züge über den Markt (Verkaufen/Kaufen).


    Danach #Minirails. Herrlich. Fünf Minuten Erklären, 30 Minuten spielen, alles andere als trivial, viel Spaß gehabt. Erstaunlich, wie man die Idee hinter den Train Games so auf den Punkt bekommt. Top-Absacker!

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