Weniger multilinguale Ausgaben?

  • [Mod] aus Great Western Trail: Eine Erweiterung? Promos? Plan B, Eggert, Pegasus?


    Bei den Spielen von eggertspiele war es vor der Übernahme durch Plan B so, dass die Leute aus UK eben NICHT in den USA hätten kaufen dürfen, weil die US-Partner von eggertspiele damals nur die Rechte für Nordamerika (und evtl. noch Austalien) hatten, während Pegasus die Rechte für Europa hatte.


    Seit dem Wechsel zu Plan B ist das verständlicherweise anders, da Plan B ein amerikanisches Unternehmen ist. Die wollen natürlich weltweit ihre eigene englische Version verkaufen, und deshalb sind die Pegasus-Ausgaben jetzt nur noch deutsch.

    Ich finde es schade, dass es bald weniger bilinguale Ausgaben gibt, zu unseren Spieletreffs kommen häufig Ausländer, die eine englische Anleitung benötigen.

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  • Ich finde es schade, dass es bald weniger bilinguale Ausgaben gibt, zu unseren Spieletreffs kommen häufig Ausländer, die eine englische Anleitung benötigen.

    Zur Not gibt es auch die Regeln als PDF. Da es wahrscheinlich nicht jede Woche mehrere neue Spiele sind halten sich die Druckkosten im Rahmen. Die PDFs gibt es auch in andere Sprachen als Englisch (nicht jeder beherrscht Englisch fließend) und mit sprachneutralem Spielmaterial dürfte das für eure Spieletreffs kein Problem darstellen.

    Natürlich ist es bisher einfacher gewesen, aber es gab auch so schon wenige Verlage die mehrsprachige Spielregeln beilegen.


    Betrachte es mal so:

    Es wird Farbe und Papier gespart, was gut für die Umwelt ist. Jeder, der die Regeln in anderen Sprachen benötigt, der findet sie einfach auf BGG oder beim Verlag, kann sie in gedruckter Form bereitstellen oder ein Tablet mit dem Regeln bereitstellen. Es ist nicht alles immer schlecht, nur weil es früher besser war ;)

    Man kennt mich aus "Ein Absatz kommt selten allein" und "Hör mal wer da tippt". Die Rolle meines Lebens hatte ich wohl 1987 an der Seite von Michael Douglas in "Wall of Text".

  • Ich habe den Eindruck, dass in letzter Zeit viele Spiele mehrsprachige Regeln hatten, was ich auch sehr gut finde. Ich bin sogar der Meinung heutzutage gehört zumindest eine englische Anleitung dazu.

    Und pdfs ausdrucken ist für den Spieletreff nicht praktikabel. Pro Termin sind zwischen 20 und 50 Spiele da, sie werden von den Besuchern mit gebracht. Keiner wird auf den Verdacht hin, dass für sein Spiel eine englische Anleitung benötigt wird, sie für alle ausdrucken. Ich selber habe einige hundert Spiele, entscheide erst kurz vorher welche ich mitnehme und habe zZ nicht mal einen Farbdrucker. Davon abgesehen ist das Ausdrucken in Farbe von 20-40 Seiten Anleitungen, die häufig größer als DIN 4 sind, erstaunlich teuer. Das macht niemand auf Verdacht.

  • Ich habe den Eindruck, dass in letzter Zeit viele Spiele mehrsprachige Regeln hatten, was ich auch sehr gut finde. Ich bin sogar der Meinung heutzutage gehört zumindest eine englische Anleitung dazu.

    Und pdfs ausdrucken ist für den Spieletreff nicht praktikabel. Pro Termin sind zwischen 20 und 50 Spiele da, sie werden von den Besuchern mit gebracht. Keiner wird auf den Verdacht hin, dass für sein Spiel eine englische Anleitung benötigt wird, sie für alle ausdrucken. Ich selber habe einige hundert Spiele, entscheide erst kurz vorher welche ich mitnehme und habe zZ nicht mal einen Farbdrucker. Davon abgesehen ist das Ausdrucken in Farbe von 20-40 Seiten Anleitungen, die häufig größer als DIN 4 sind, erstaunlich teuer. Das macht niemand auf Verdacht.

    Das mit dem Tablet war ein Beispiel und nicht wirklich praktikabel für große Gruppen, das ist mir auch bewusst.


    In meiner Spielesammlung habe ich so gut wie kein Spiel, welches mit bilingualen Regeln daherkommt. Vielleicht spiele ich die falschen Spiele, aber dann ist dem so. Du musst dir aber überlegen, dass es für den "normalen" deutschen Spieler wenig Mehrwert bietet. Ich wette mit dir, dass >80% der mehrsprachigen Regeln niemals gebraucht werden oder nach dem Kauf entsorgt werden.

    Für Spieletreffs mag das natürlich ein Problem darstellen. Das du aus deinen 100 Spielen immer verschiedene aussuchst wusste ich auch nicht. Bei einem festen Bestand an Spielen würde das Drucken durchaus Sinn machen (aus meiner Sicht), da die Regeln dann vor Ort und verfügbar wären. Dass du das so nicht für deine private Sammlung handhaben willst ist auch mehr als verständlich. Die optimale Lösung wäre, wenn der Verlag den Preis des Spiels um die Druckkosten senken würde (sagen wir mal 1€) und die Interessenten von bilingualen Regeln diese für einen Aufpreis von 1€ dazubestellen könnten. Ja, damit bezahlst du mehr, wahrscheinlich aber weniger als im Druck und den "normalen" Spieler wird diese Diskussion sowieso nur peripher tangieren.


    Ein anderer Punkt wurde ja schon genannt. Die Verlage schneiden sich selbst ins Fleisch, wenn man Spiele über das Internet aus einem fremdsprachigen Land billiger bestellen kann als Spiele aus dem Heimatland/mit der Landessprache. Es ist einfach ein Geschäft und genau wie sich der Markt in diesem Fall in Richtung "Billigimport" reguliert, steuern die Verläge jetzt eben gegen.

    Man kennt mich aus "Ein Absatz kommt selten allein" und "Hör mal wer da tippt". Die Rolle meines Lebens hatte ich wohl 1987 an der Seite von Michael Douglas in "Wall of Text".

  • Andy ich verstehe Deine Aussagen nicht.

    Eingangs stellst Du die These auf, daß "bald" die Spiele nur noch Deutsch sein werden (wieso? Wie kommst du darauf?)

    Später stellst Du fest, daß es den Trend zu multilingualen Spielen gibt. (Wieso? Wie kommst Du darauf?)


    Wäre die Lösung in Deinem multikulturellen Spielumfeld nicht, daß Du einfach englische Spiele kaufst?

  • Es ist ja bei einigen Spielen schon so schwer genug alles in die Box zu pressen. Wenn ich zum Beispiel an #WinterDerTotenDieLangeNacht denke oder #Scythe mit Erweiterung...ich würde mich da von der anderen Sprache trennen. Für Verlage macht es auch einfach keinen Sinn eine anderssprachige Anleitung einem Spiel beizulegen, welches sowieso für den deutschsprachigen Raum bestimmt ist.


    Ansonsten reicht es doch meist wenn der Spielleiter die Regeln kennt. Bei Nachfragen der Mitspieler kannst du doch die Info geben, schließlich werdet ihr auch auf Englisch kommunizieren müssen und einer erklärt das Spiel im Vorhinein den anderen. Zur Not lesen sich die Mitspieler schon etwas zu Hause ein, aber dann spielt ihr auch schon echte Brecher.

    Man kennt mich aus "Ein Absatz kommt selten allein" und "Hör mal wer da tippt". Die Rolle meines Lebens hatte ich wohl 1987 an der Seite von Michael Douglas in "Wall of Text".

    Einmal editiert, zuletzt von fjaellraeven ()

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  • Andy bezog sich wohl ursprünglich darauf, dass Spiele von eggertspiele/Plan B nicht mehr als DE/EN-Versionen erscheinen werden. In diesem Kontext ist ihre Aussage also korrekt.


    Einen grundsätzlichen Trend zu weniger multilingualen Auflagen kann ich ebenfalls nicht erkennen. Wenn ich die letzten Jahre betrachte, scheint mir eher das Gegenteil der Fall zu sein. Auf der anderen Seite werden immer mehr Spiele direkt bei der Erstauflage von Partnern in anderen Sprachen produziert. Fast in allen Fällen ist dann auch ein englischsprachiger Verlag mit an Bord. Je nach Vertragsgestaltung gibt’s dann halt auch mal keine EN-Regel in der deutschen (oder multilingualen) Auflage. Ohne derartige Partnerschaften oder den Fokus auch auf fremdsprachige Käufer lassen sich im Kennerspielbereich offenbar hierzulande größere Auflagen nicht mehr wirtschaftlich realisieren. Die Konkurrenz in dem Segment ist so groß, dass wohl kaum noch jemand Auflagen von >10k einfach so mir nichts dir nichts auf den Markt werfen wird.

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