Wie wichtig ist Euch das thematische Gewand eines Spiels?

  • Was mich mal interessieren würde: Wäre Star Wars: Rebellion in Euren Augen noch thematisch, wenn man das Star Wars Thema hier durch ein beliebiges SciFi-Thema mit unbekannten Personen und Planeten ersetzen würde? :/^^

    Unbedingt! Man denke da nur an "Freedom in the Galaxy" von Avalon Hill. Eigentlich ist das ganze ein Star Wars Spiel bei dem alle Protagonisten durch beliebige Sci-Fi ersetzt wurde. Ein wunderbares (wenn auch heute etwas angestaubtes) Spiel, triefend von Thema.

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  • Hm, ich empfand das Spiel immer als Star-Wars-Spiel, das aus Kostengründen auf die Lizenz verzichtet hatte... 8-))


    yzemaze , ich stimme Dir zu, dass bei vielen Ameritrash-Spielen die Spieltiefe zu flach ist, was aber m.E. nichts mit dem Thema "Thema" zu tun hat, sondern am Markt liegt. Anders gesagt, das ist Zufall (und deswegen eignet sich der Begriff auch nicht als Gegensatz zu Eurogame).

  • Sternenfahrer

    Das war mit „in der Breite“ gemeint. Es gibt sicher Ausnahmen davon und wahrscheinlich sogar einige „thematische Spiele“, die mir gefallen dürften. Die überwiegende Mehrheit kann ich aber schon anhand der Metadaten bei BGG (Kategorie, Thema, Mechanismen etc.) in die Schublade „wird mich höchstwahrscheinlich nicht interessieren“ stecken.

    Zufall ist das allerdings nicht. Dafür ist die Korrelation (Thema/Setting, Mechanismen, Spieltiefe) zu hoch. „Thematische Spiele“ werden ganz bewusst so entwickelt, wie sie auf den Markt kommen. Auch deshalb gibt es ja Hybriden wie Scythe.

  • Exakt. Deshalb ja »sog. „thematische Spiele“ (vulgo "Ameritrash")«. CoSims oder Wargames waren damit nicht gemeint. Die meisten sind meines Erachtens (hoch-) thematisch. HIS dürfte da keine Ausnahme sein. Als „thematische Spiele“ würde ich sie aber nicht bezeichnen, weil der Begriff zu oft als Synonym für "Ameritrash" Verwendung findet.

  • Es kommt auf das Spiel an und kommt auf das Thema an. Wo fängt das Gewand an und wo hört es auf?


    Sagen wir mal so. Handelt es sich um eine Spiel im 16. - 17. Jh. bei dem ich eine Plantage bewirtschafte, würde ich es thematischer finden, wenn der Aufseher ein weiser Spielstein ist und der Arbeiter ein schwarzer. Wichtig wäre es mir nicht - aber ich würde es als nettes Detail auffassen.


    Das selbe gilt für Verbotene Symboliken aus dem zweiten Weltkrieg. Sofern es thematisch passt würde es für mich das Spiel aufwerten - war halt so.


    Die thematische Ausrichtung von Spielen kann ich schwer beurteilen, da ich dafür scheinbar nicht so empfänglich bin. Ich kann mich glaube ich schwer in eine "Rolle" hineinversetzen. Eventuell liegt es aber auch daran, dass es in vielen Spielen, keine Rolle gibt mit der ich mich identifizieren wollte/könnte.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich ein Spiel über Ponyaufzucht ignorieren würde, genauso wie das "100. mittelalterliche Brotbackspiel", mich mittlerweile anödet. Mittelalter kommt mir mittlerweile aus dem Hals raus. Davon haben wir zuhause genug.

    Ich denke, dass mich die abwegigeren Themen im Durchschnitt mehr ansprechen. Manhatten Project, After Pablo, King of Tokyo, Doom, Food Chain Magnate usw. Oder aber Spiele bei denen das Thema, aus meiner Sicht egal ist. Age of Steam oder 18xx.

    Villen des Wahnsinns 1 ist meiner Meinung nach wesentlich thematischer als Villen des Wahnsinns 2. Das Tablett nimmt einiges an Atmosphäre - zumal mir der Bewahrer wesentlich besser liegt.


    Wie eingangs geschrieben - kommt auf das Spiel und das Thema an.


    MfG

    fleXfuX

  • Sagen wir mal so. Handelt es sich um eine Spiel im 16. - 17. Jh. bei dem ich eine Plantage bewirtschafte, würde ich es thematischer finden, wenn der Aufseher ein weiser Spielstein ist und der Arbeiter ein schwarzer.

    Was das wieder an Forenthreads mit sich bringen würde ...

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