RF Würfelspiel Istanbul

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  • Ich hab bei dieser Regel ein Fragezeichen:

    Wenn du Warenplättchen, Kristalle oder Geld nehmen

    möchtest und der Vorrat reicht nicht aus, dann muss jeder

    Spieler, der mindestens 1 Ressource dieser Sorte besitzt,

    1 davon in den Vorrat abgeben (wiederholen, falls nötig).

    Nun nimmst du dir deine Ressourcen.


    A) Ist "Jeder Spieler" auch jeder Spieler? Also auch ich selbst?

    Sprich: ich würde dann meines behalten und lediglich den anderen Besitzenden eines kosten.


    B) Nachdem das da oben eine GRUNDREGEL ist, gilt sie wohl auch für die nicht aktiven Spieler.

    Heißt das also: bei den Basarkarten mit einer Aktion oben für den aktiven Spieler und der unten für die Inaktiven kann es passieren, dass der aktive eine Ware wählt und einer der übrigen Spieler diese wieder nimmt, da er vor dem leeren Pool sitzt.



    Ja - wir haben das wie eh und je mit Hausregel geklärt, wie es *sinnvoll* erscheint.

    Aber: Überseh ich da was in der Anleitung? Da wir da gleich in der ersten Partie reinliefen frag ich mich: Wie haben das die Testgruppen gespielt?

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  • Ich denke, das gilt für alle Spieler - also auch für den aktiven. Und ebenso müsste es auch für die Inaktiven gelten. Wir spielen es auch so, allerdings kann man das wie du schon gesagt hast mit Hausregeln verändern :D

  • Zu 4. -

    fragt mich nimmer, wie die roten Waren aufgeteilt waren -- aber Spieler A nahm sich eine rote Ware - Spieler B kaufte eine Ware, Spieler C auch und als Spieler D dran war, waren die roten Waren aus.


    Wohlgemerkt - das letzte Warenplättchen kostet 6 Waren. Da kann es bei 8 verfügbaren Warenplättchen bei Vollbesetzung durchaus zu Engpässen kommen.


    Und diese "Einzugsregel" - wenn ich schon Rot habe - für mich daraus eine Nullaktion wird. Ein Spieler vielleicht betraft wird und andere unbeeindruckt bleiben - halte ich für eine eher unglückliche Krücke.



    Ja - die Hausregel war dann eh: wir nehmen einen Ersatzmarker.

  • Jeder Spieler ist jeder Spieler. Zu jedem Zeitpunkt, egal ob aktiver oder inaktiver Spieler.


    Ich sehe noch nicht, was daran eine "Krücke" sein soll. Wenn diese Regel jedem Spieler bekannt ist, kann man sich darauf einstellen und sie als taktisches Mittel einsetzen, wenn die Mitspieler eine entsprechende Situation ermöglichen bzw. verschlafen.


    Man muss halt darauf aufpassen, seine Waren rechtzeitig einzusetzen und nicht zu bunkern. Das ist ein gewollter Bestandteil des Spiels, und deshalb ist die Anzahl der Marker gewollt begrenzt.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Bei 4 Spielern sind das im Schnitt genau 2 Warenplättchen die man hat -- wo siehst du bei 2 Plättchen ein "Bunkern"?


    Und wenn einer bunkert, bestraft das "ALLE" nicht zwangsläufig genau diesen Spieler, sondern eben eh ALLE -- wo da die taktische Finesse sein soll, würde ich auch gerne erklärt bekommen.


    Und würde es diese gewollte Beschränkung nicht geben, sondern man könnte bis zum Überdruss bunkern -- wo wäre da der Vorteil dieses Spielers, weswegen man diesen raffinierten Kniff in die Regel einbaute?

  • Bei 4 Spielern sind das im Schnitt genau 2 Warenplättchen die man hat -- wo siehst du bei 2 Plättchen ein "Bunkern"?

    "Bunkern" bezieht sich darauf, wenn 1 Spieler z. B. 4 Plättchen einer Farbe sammelt, um an den 5er- oder 6er-Rubin zu kommen. Dann läuft er Gefahr, 1 Plättchen wieder zu verlieren. Das ist (meines Wissens, ich war nur am Rande der Entwicklung dabei) gewollt, damit man weiterhin vor allem durch Würfeln (inkl. Einsatz von Kristallen) an die Rubine kommt und nicht dadurch, dass man 5 oder 6 identische Plättchen sammelt.

    Und wenn einer bunkert, bestraft das "ALLE" nicht zwangsläufig genau diesen Spieler, sondern eben eh ALLE -- wo da die taktische Finesse sein soll, würde ich auch gerne erklärt bekommen.

    1) Man sieht doch die Gefahr kommen, dass man bestraft wird. Wer 1 Plättchen einer Farbe nimmt, das im Vorrat knapp wird, weiß doch um das Risiko, dieses wieder verlieren zu können. Ob sich dieses Risiko trotzdem lohnt, ist meines Erachtens eine taktische Entscheidung. Das Wort "Finesse" habe ich nicht verwendet.

    Und würde es diese gewollte Beschränkung nicht geben, sondern man könnte bis zum Überdruss bunkern -- wo wäre da der Vorteil dieses Spielers, weswegen man diesen raffinierten Kniff in die Regel einbaute?

    Wenn ein Spieler viele Plättchen einer Farbe sammelt, hätten die anderen Spieler ohne die hier diskutierte Regel keine Möglichkeit, an dieses Plättchen zu kommen. Dass das nicht im Sinne dieses Spiels ist (anders als z. B. bei Splendor), verstehst du hoffentlich!?


    Ansonsten siehe oben.


    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Ich habe auch mal eine Regelfrage, sicher erschließt sie sich den meisten von euch von vornherein.

    Angenommen ich erhalte mit meiner zweiten Aktion soviele Münzen, dass es reicht einen Kristall von der entsprechenden Leiste zu nehmen, kann ich mir dann den entsprechenden Kristall nehmen oder gilt das einlösen der Münzen selber als Aktion?

    Danke im Voraus!

  • cold25


    Du brauchst eine vollständige Aktion um einen Rubin zu nehmen. Das kann auch eine mögliche dritte Aktion über eine Moschee sein, die du dir irgendwann organisiert hast. Aber, wenn du keine Aktion mehr hast, dann geht es nicht.


    Alle Aktionen sind auf der Spielhilfe aufgelistet

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  • Dann habe ich es doch richtig gespielt. Nur noch mal zum Verständnis: Demnach könnte man doch zum Beispiel in dem Moment, indem man beispielsweise 2 gelbe Symbole würfelt und schon 2 gelbe Warenplättchen besitzt gleich den Rubin einlösen. Für die von mir oben beschriebene Aktion mit den Münzen bräuchte ich aber 2 Aktionen?!

  • Beides korrekt.


    Eigentlich ist es ganz einfach: Alles was auf der Übersichtskarte gelistet wird, ist eine Aktion. (Nur die unterste Zeile nicht, das sind nur 2 Reminder.)


    Also:

    - Der Tausch von Würfel gegen Geld ist eine Aktion.

    - Der Tausch von Geld gegen einen Rubin ist eine Aktion.

    - Der Tausch von Waren gegen eine Rubin ist eine Aktion.


    Aber: Zu Beginn des Zuges durch ein Moscheeplättchen 3 Geld oder 1 Kristall zu erhalten, ist keine Aktion. Denn das ist ja nicht auf der Übersichtstafel abgebildet.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra ()

  • Für die von mir oben beschriebene Aktion mit den Münzen bräuchte ich aber 2 Aktionen?!

    Der Unterschied ist, dass Waren zu nehmen zwar eine Aktion sein kann (siehe Spielhilfe), aber Waren auf Würfeln auch einfach "einsetzbar" sind. In deinem Beispiel gibst du 2 gelbe Würfel und 2 gelbe Warenplättchen ab um die Aktion "Nimm Rubin für Waren" zu machen.


    Das ist bei Geld anders. Geld über Würfel musst du dir erst per Aktion auszahlen lassen. Daher kannst du bsw. nicht 10 Geld plus einen Würfel mit 2 Münzen abgeben um die Aktion "Nimm Rubin für Geld" zu machen. Da musst du eben erst "Nimm Geld" und dann "Nimm Rubin" machen.

    Aber: Zu Beginn des Zuges durch ein Moscheeplättchen 3 Geld oder 1 Kristall zu erhalten, ist keine Aktion. Denn das ist ja nicht auf der Übersichtstafel abgebildet.

    Jetzt verwirr ihn nicht noch mehr. Moscheeplättchen sind deshalb keine Aktionen, weil sie Einkommen sind. Nicht, weil sie nicht auf der Aktionsübersicht stehen...

  • Ich habe auch mal eine Regelfrage, sicher erschließt sie sich den meisten von euch von vornherein.

    Angenommen ich erhalte mit meiner zweiten Aktion soviele Münzen, dass es reicht einen Kristall von der entsprechenden Leiste zu nehmen, kann ich mir dann den entsprechenden Kristall nehmen oder gilt das einlösen der Münzen selber als Aktion?

    Danke im Voraus!

    Vorsicht: Kristall (durchsichtig) und Rubin (rot) nicht verwechseln. Kristalle dienen zum neu-würfeln und Rubine sind die begehrten Siegpunkte.

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