Fakes, Zitate, Quellenangaben, Links etc.

  • Vorgeschichte: SPIEL 18 - pre-entry ff


    Warum das Ganze? Der verfrühte Aprilscherz war nur ein netter Nebeneffekt. Ich wollte einfach mal testen, wie lange es hier dauert, bis jemand eine solche Ente erkennt und wie viele vorher eine (in meinen Augen) eher einfach zu enttarnende Fälschung für bare Münze nehmen, weil sie vermeintlich ins Bild passt. Die Gelegenheit war nach der gestrigen Meldung (hier/Twitter) natürlich ausgesprochen günstig und das Thema offenbar emotional aufgeladen genug, um ein paar Alarmglocken oder Bullshitsensoren zu deaktivieren ;)

    Der Screenshot sollte selbstverständlich schon halbwegs echt aussehen, für das geübte oder kritische Auge aber auch als Fake zu identifizieren sein. Das perfekte Maß dabei gibt es offenbar nicht. Abgesehen von den zugegebenermaßen zarten, optischen Hinweisen und den äußeren Umständen hätte man den Wahrheitsgehalt aber problemlos innerhalb weniger Sekunden überprüfen können. Twitter oder Facebook aufzurufen und dort nach dem Account der SPIEL zu suchen, hätte gereicht. Wenigstens bei Twitter geht das auch ohne eigenen Account, weshalb ich auch den Screenshot des gestrigen Tweets als Basis des Fakes genommen hatte. Etwas mehr Misstrauen dem Schreiberling gegenüber wäre sicher hilfreich gewesen ;)


    Die eigentlichen Beweggründe für diesen „Versuch“ waren einige Beiträge in den letzten Wochen (nicht nur hier), die mir mal wieder deutlich machten, wie schnell Informationen verfälscht oder sinnentstellend wiedergegeben werden können, wie ärgerlich es ist, wenn man das nicht ohne Umwege direkt überprüfen kann und wie heftig manche Reaktion darauf ausfallen kann. Dabei ist es meist nicht mal böse Absicht (wie von mir), Unachtsamkeit genügt vollkommen. Manchmal ist ein Wort zu viel oder zu wenig schon ausreichend, um die Bedeutung deutlich zu ändern oder gar ins Gegenteil zu verkehren. In anderen Fällen ergeben Informationen im ursprünglichen Kontext oder zum Erstellungsdatum einen anderen Sinn als losgelöst oder zum aktuellen Zeitpunkt.

    Zu oft folgen dann (teils emotionale) Reaktionen auf einen Beitrag, der mit der eigentlichen Intention des ursprünglichen Verfassers oder der Wahrheit nicht mehr allzu viel gemein hat. Die auf den Fake-Tweet von heute reichen als Beispiele hoffentlich aus. Meist ist es ohne größere Folgen oder einfach nur Zeitverschwendung, aber manchmal erwachsen aus solchen Situationen dann überflüssigerweise wieder andere Probleme. Sei es auch nur, dass jemand gerne detaillierte Infos hätte, aber die Quelle (mangels Angabe oder Suchmaschinen-Skills) nicht finden kann und nachfragen muss.


    tl;dr

    Lässt sich das verhindern? Sicher niemals ganz, aber es ließe sich z. B. als Sender wie folgt eindämmen:

    - Zitate kopieren - nicht paraphrasieren - und natürlich kennzeichnen. (""/„“/»« oder richtig hübsch mit dem Sprechblasen-Icon im Editor)

    - Insbesondere bei Zitaten oder Infos von Drittseiten Link bzw. Quelle möglichst exakt angeben. Entsprechende Links verstecken sich oft hinter Zeitangaben.

    - Wenn die Quelle/der Kontext nicht mehr genau bekannt ist, kann auch das eine wichtige Information sein. („Thread/Geeklist zu Thema x bei BGG“)

    - Zitatfunktion hier rege(r) nutzen

    Aber auch als Empfänger schadet ein kritischer(er) Umgang mit Infos nicht. Insbesondere dann, wenn sie einem im ersten Moment schon merkwürdig vorkommen oder zu gut erscheinen, um wahr zu sein. Es muss ja nicht gleich in Quellenkritik ausarten ;)


    Ich bin allen dankbar, die diese Punkte sowieso schon beherzigen oder gar als selbstverständlich erachten, und fände es toll, wenn diese Gruppe noch größer würde. Ja, ich weiß, dass das meist etwas Mühe kostet :)


    [Nebenbei bemerkt: So oft der Umgang hier in den letzten Jahren gescholten wurde, im Vergleich zu manch anderen „communities“ geht’s hier absolut gesittet zu. Auch dafür ein Dankeschön :) ]

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  • KMW

    Oh ja, ich erinnere mich noch daran. Ich bin ja kein Freund von Aprilscherzen, weil sie meistens zu einfach gestrickt sind (Ausnahmen wie die der c't bestätigen die Regel). Auch wenn euer Angebot damals natürlich offensichtlich einer war, hat es mich schmunzeln lassen :)

  • Das Ansinnen ist anerkennenswert, yze, das Prozedere mir aber zu viel Aufwand. Wenn ich nun erst noch alles überprüfen muss, dann sehe ich gar keinen Grund mehr, mich an Diskussionen zu beteiligen. Hier geht es schließlich nicht um wissenschaftliches Arbeiten...

    Ich verstehe es, im Hinblick auf die hier manchmal hochkochenden Emotionen, völlig und bin auch schon (insbesondere in einem anderen Forum) Verbreiter nicht ganz korrekter Info gewesen, weil ich einer Ente aufsaß. Backtracking hinterher ist natürlich auch anstrengend, aber mir fällt es dann nicht schwer, meine Fehler einzugestehen.

    Dennoch will ich aber nicht erst jede paraphrasierte Information auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen müssen. Und zugleich möchte ich nicht für Informationen, die andere interessieren könnten, für die ich aber keine Quelle parat habe, erst auf die Suche nach einer solchen gehen müssen.

    Was lerne ich also daraus?
    Dass ich mich mehr an die Worte des Philosophen D.Nuhr halten werde, wenn es um Information geht, die ich habe (oder glaube zu haben). Und dass ich Information von anderen einfach nicht für bare Münze nehme. Alles Andere ist mir zu anstrengend...

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

  • andererseits bringt Dich diese Philosophie auch in die angenehme Lage, jedwede Information als Fake abzustempeln, weil das Überprüfen zu anstrengend ist. Kurz: Du akzeptierst nur die Informationen, die Dir in den Kram passen.

    Na und? Andere werden mit der Philosophie Präsident *schulterzuck

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  • [Tom] - das ist Fake News!!!! Fake News!!!
    X(:lachwein:

    Naja, nicht ganz.
    Im Allgemeinen gehe ich davon aus, dass mein Gegenüber, wenn er eine Information anbringt, entweder weiß, wovon sie redet, oder nach bestem Wissen und Gewissen handelt. Bewusste Fehlinformation schließe ich von vornherein aus.
    Ersteres ist natürlich der Idealfall, und nur das Verbreiten von vermeintlich als richtig angenommener Fehlinformation ist das Problem. Oft wird dies aber, gerade in solchen Foren, wo doch ein sehr breitbasiges Wissen vorhanden ist, irgendwann richtig gestellt. Das langt mir dann...

    Ich habe Publizistik studiert. Daher weiß ich zum Beispiel, wie sehr (oder wie wenig) man sich auf die Inhalte der Medien verlassen kann. Ich weiß, dass ich nichts weiß, bis ich es nicht persönlich überprüfe (und das ist oft nicht mal möglich, da man oft keinen Zugang zu den grundlegenden Informationen bekommen kann).
    Zusätzlich weiß ich (oder nehme es für mich als Prämisse an), dass es Wahrheit nicht gibt, da Wahrnehmung subjektiv, fehlerhaft und in Retrospektive immer verfälscht ist. Dass es oft mehr als eine valide Sichtweise gibt. Und dass jeder Fakt an Parameter geknüpft ist.

    Trotzdem kann ich mit der mir zur Verfügung stehenden Information arbeiten. Ich gehe einfach davon aus, dass jegliches Wissen, das ich zu haben glaube, jederzeit widerlegt werden kann, und dass nichts absolut ist. Eigentlich genau der wissenschaftliche Ansatz...

    Heißt:
    Ich muss nicht alles anzweifeln, um zu überleben, mich zu unterhalten, zu diskutieren. Ich muss nur bereit sein, jederzeit zu akzeptieren, dass ich einer Fehlannahme aufgesessen bin, Fehler gemacht habe und Fehler mache. Und dann bereit sein, aufgrund neuer Information meine eigenen Meinungen und Einstellungen zu überprüfen/überdenken und ggf. anzupassen.

    Diese Philosophie würde meines Erachtens nach auch vielen anderen ein bisschen besser zu Gesicht stehen als die, die sie sonst verfolgen...

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

    2 Mal editiert, zuletzt von Dumon ()

  • Dumon

    Es geht mir nicht um eine 180°-Wende, das wäre doch vollkommen unrealistisch. Es geht mir um eine Bewußtseinsschärfung. Wenn ich den Thread mit BGG eh offen habe, bricht mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich nicht nur ein Zitat, sondern auch den (Deep-) Link angebe. Selbiges gilt, wenn ich eine Info auf einer Verlagsseite oder bei Kickstarter nachschaue und hier poste. Wenn das zu müßig ist, steht halt dann oft ein „irgendwo bei xy gelesen“ da. Viele machen das doch heute schon exakt so, wie ich es oben skizziert habe. Nur weil mir einige Beiträge in letzter Zeit aufgefallen und in Erinnerung geblieben sind, heißt das ja längst nicht, dass alles Mist wäre. Es sind nur eben keine Einzelfälle (mehr).


    Dennoch will ich aber nicht erst jede paraphrasierte Information auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen müssen. Und zugleich möchte ich nicht für Informationen, die andere interessieren könnten, für die ich aber keine Quelle parat habe, erst auf die Suche nach einer solchen gehen müssen.

    Von „müssen“ war doch nicht die Rede. Das wäre ja komplett vermessen. Dass wir hier keine Journalisten oder Historiker sind, ist mir doch auch bewusst. Ich erwarte von niemandem, dass er sein Verhalten ändert. Ich hoffe lediglich, dass manch einer bereit ist, (geringfügig) mehr Mühe zu investieren, um das Verständnis untereinander zu fördern und potentielle Missverständnisse zu reduzieren oder zu verhindern. Dass das mobil oder je nach Sachverstand deutlich mehr Aufwand sein kann, ist mir auch klar. Ich verlege das dann oft auf später, weil ich mir sowieso nur die Daumen dabei bräche ;) Nur bin weit davon entfernt, diese Konsequenz von anderen zu erwarten oder gar zu fordern. Ich wollte und will anregen, mehr nicht.


    Ich habe mir den Text oben länger durch den Kopf gehen lassen und abgewogen, was ich überhaupt anspreche. Ich habe mich bemüht, deutlich aber trotzdem vorsichtig zu formulieren, und auch lange mit mir gerungen, ob ich überhaupt „Empfehlungen“ geben sollte. Aber letztlich ist es meine Überzeugung, dass ein bewusster(er) Umgang mit Zitaten etc. generell hilfreich wäre und manch einer für Hinweise vielleicht sogar empfänglich oder dankbar wäre. Nicht jeder hat auf diesem Gebiet ein derart ausgeprägtes Problembewusstsein wie z. B. du. Wer kann schon das folgende von sich behaupten?

    Ich gehe einfach davon aus, dass jegliches Wissen, das ich zu haben glaube, jederzeit widerlegt werden kann, und dass nichts absolut ist.

    Das ist ja schon ein bisschen elfenbeinturmig - und gefällt mir natürlich :)


    Ich muss nicht alles anzweifeln, um zu überleben, mich zu unterhalten, zu diskutieren. Ich muss nur bereit sein, jederzeit zu akzeptieren, dass ich einer Fehlannahme aufgesessen bin, Fehler gemacht habe und Fehler mache. Und dann bereit sein, aufgrund neuer Information meine eigenen Meinungen und Einstellungen zu überprüfen/überdenken und ggf. anzupassen.

    Alles anzuzweifeln, wäre zu anstrengend ;) (Selbst-) Reflexion ist ein Muss!


    Ich habe selbstverständlich damit gerechnet und in Kauf genommen, dass jemand meinen Beitrag in den falschen Hals bekommen wird. Ich bin es ja gewohnt, dass ich mich nicht so ausdrücke (bzw. ~n kann), dass ich von allen verstanden werde ;) Ich weiß auch darum, dass solche Beiträge immer irgendwen vergrätzen können. Aber gerade dir hätte ich zugetraut, den Beitrag ziemlich genau so zu verstehen, wie ich ihn intendiert hatte - als Anregung zur Achtsamkeit. Falls du dennoch tatsächlich die oben angekündigte Schlussfolgerung ziehen (und häufiger „die Fresse halten“) solltest, fände ich das extrem schade.

    Unabhängig davon vielen Dank für das Feedback. Ich werde mich bemühen, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen :)

  • Das falsche Twitter Zitat kam mir beim ersten lesen merkwürdig vor, da es aber von dir kam, hatte ich jetzt so hingenommen. Das würde ich auch bei anderen aktiven hier so machen.


    Vor allem nutze ich Twitter selbst überhaupt nicht aktiv. Ich komme nur durch Tweets in Kontakt mit Twitter und klicke noch sehr viel seltener auf einen Link zu Twitter. Ich finde Twitter auf den ersten Blick unübersichtlich. Auf der Hauptseite war ich glaube ich noch nie.

  • Naja, das kleine Experiment in Sachen Medienkompetenz war evtl. nicht ganz dafür geeignet, das Anliegen zu verdeutlichen, weil es auf den Empfänger ausgelegt war. Im Alltag muss man als Empfänger einer Information irgendwo einen Strich ziehen, wo man die Info einfach als gegeben hinnimmt. Alles andere ist utopisch. Ich persönlich hätte im gegebenen Kontext gar keinen Anlass zu erhöhter Skepsis gesehen, weil die Diskussion nicht politisch aufgeladen war, oder verschmutzt durch rhetorisches Foulspiel etc.


    Ich hätte den Fake übrigens auch nicht am Erscheinungsbild erkannt. Ich habe eine extrem schlechte Meinung über Twitter und blende darum nach Möglichkeit alles aus, was dieser Gülle-Traktor des Internets absondert, weshalb ich nicht mit dem Erscheinungsbild von Tweets vertraut bin. :)


    Aber ich bin d'accord, was die Sender-Seite betrifft.


  • Elfenbeinturm ist doch eher "wir sind erhaben, unantastbar, wir "wissen", wie die Welt läuft", oder? Kann aber sein, dass ich mich da täusche.
    Ich hab das aber tatsächlich ernst gemeint. Klar operiere ich auf Basis grundlegender Annahmen, die ich als "gegeben" akzeptiere (Dinge fallen unter normalen Umständen runter, 1+1 ist in dem von uns als normal angenommenen mathematischen System (bin kein Fachmann) 2, gelb und blau vermischt sich zu grün, etc.). Allerdings würde ich nie annehmen, dass das nicht widerlegbar ist, oder dass das eine endgültige, allgemeine "Wahrheit" ist. Vielleicht kenne ich nur noch nicht alle Parameter, und neu entdeckte verändern meine Sichtweise...?


    Zum zweiten Punkt - ich glaube nicht, dass ich es in den falschen Hals bekommen habe. Tatsächlich begrüße ich die Intention hinter Deinem Statement. Und ich bin der letzte, der Formulierungen auf die Goldwaage legt, da ich selbst mich damit so oft kolossal schwer tue. Aber genau, wie ich akzeptiere, dass jegliche Wahrnehmung meinerseits auf falschen Annahmen beruht, so würde ich auch nie mehr tun, als meine eigene Meinung oder Ansicht für mich selbst geltend zu konstatieren.

    Mein Statement heißt also einfach nur: ICH bin einfach zu faul. Da das hier Freizeitbeschäftigung ist, und meine Zeit mehr und mehr dem Arbeitstag weichen muss, mag ich die nicht damit verbringen, Argumente zu überprüfen oder meine Infos wasserdicht zu machen...

    Das ist aber natürlich das Extrem. Genau, wie Du Dir ein Bewusstmachen der Situation und ein Hinwenden zur Verbesserung seitens der User als Resultat erhoffst, nicht eine absolute Umstellung, ist meine Ansicht auch nur im Extrem konstatiert worden. Selbstverständlich, wenn ich zitiere, und die Quelle offen habe, dann zitiere ich richtig. Wenn ich in einer hitzigen Debatte verstrickt bin, gehe ich sogar ganz bewusst auf die Suche, um Argumente konkret untermauern zu können. Aber halt nicht immer.
    Wichtig ist es mir allerdings bezüglich der Paraphrasierung. Es kommt nicht selten vor, dass ich etwas "irgendwo gelesen" habe und das so schreibe, oder sage "ich glaube, das ist so" oder "Meiner Meinung nach xy" etc. Und das würde ich auch weiterhin tun. Es sei denn, das ist tatsächlich nicht gewünscht. Behaupten würde ich nur Dinge, bei denen ich von ihrer Richtigkeit überzeugt bin (und kann damit falsch liegen). Aber auch dabei weiß ich vielleicht nicht mehr, warum ich davon überzeugt bin.

    Zusammenfassend:
    Ich denke, dass das Bewusstmachen wichtig ist, und dass man nicht auf Information einfach vertraut, weil sie "irgendwo" steht, sondern kritisch mit Inhalten umgeht. Oder eben bereit ist, zu akzeptieren, dass man etwas für bare Münze nimmt, was sich letztendlich als Ente herausstellen kann. Und umgekehrt etwas Sorgfalt bei Informationsverbreitung an den Tag legt. Das ist ja das, was Du intendierst.

    ABER
    Die von Bandida z.B. im anderen Thread vermittelte Info

    Übrigens haben die Twitter-Media-Mitarbeiter gerade verlauten lassen, dass die Türen -trotz Umfrage- auch in Zukunft nicht eine Minute eher geöffnet werden

    ist mitnichten so komplett falsch. Nur das "auch" ist zu viel, oder kann missverständlich ausgelegt werden. Da möge man ihr aber einfach genauso die unsaubere Formulierung des intendierten Inhaltes verzeihen, wie man Nachsicht von anderen bei eigener Unsauberkeit erwartet.
    ...solche kleinen Faux-Pas (Mz?) bieten natürlich dann Clowns wie mir ein gefundenes Fressen für Ironie, oder auch für beißenden Spott...

    Einfach weniger aufregen, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nochmal nachfragen. Und nicht gleich wettern oder Emotionen hochkochen lassen. Musste ich auch lernen. Dann braucht man auch nicht alles von vornherein zu überprüfen. Irgendwer wird im Falle einer falschen Info oder fehlerbehafteten Überzeugung schon mehr wissen und dabei helfen können, die Perspektive gerade zu rücken. Einfach mehr mit, weniger gegen. Schließlich gehts bei Diskussionen und Debatten nicht uns Gewinnen, sondern ums Lernen - über andere Ansichten und auch über die eigene...

    Bezüglich Twitter - ich weiß, dass es das gibt, komme damit aber nur in Kontakt, wenn irgendwo Tweets zitiert werden. Extrem selten überprüfe ich deren Authentizität...

    Edit:
    Zur Klarheit ein paar Formulierungen angepasst.

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

    3 Mal editiert, zuletzt von Dumon ()

  • Tja, das Füllwort war an der Stelle wirklich SEHR unglücklich angebracht. Wäre mir vllt noch aufgefallen, wenn ich mehr als 1x pünktlich zu Beginn vor den Messetoren gestanden hätte. Hab ich aber tatsächlich bisher nur 1x geschafft. Deswegen war mir der inhaltlich verdrehende Wortlaut erst nach dem konkreten Hinweis und mehrmaligem Lesen aufgefallen.


    Da ich aber öfter mal schludere (was keinesfalls beabsichtigt ist), gelobe ich Besserung und bitte anderenfalls weiterhin um Hinweise. 100% ausschließen kann ich Fehler nicht. Sehe das wie Dumon: alles wasserdicht recherchieren ist mir fürs Forum zu zeitaufwendig. Dafür kann ich die Kritik dann aber auch vertragen

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  • Wenn ein "Nerd, Mod, Admin" so etwas nicht nur per Text zitiert, sondern auch noch einen Twitter-Screenshot veröffentlicht, dann vertraue ich der Info erst einmal.


    Ansonsten müsste ich jedes Zitat hinterfragen, selbst recherchieren und Quellen bestätigen. Das ist mir für so ein Nebenbei-Freizeit-Themenforum (nicht abwertend gemeint) zu umständlich und zeitaufwändig. Zumal ich irgendwie auch auf die Intelligenz der Massen vertraue, dass jemand auf Fehlzitate aufmerksam macht, darauf hinweist und sich die Verlässlichkeit von Zitaten von selbst regelt. Eben ohne, dass ich immer und jederzeit gezielt nach Fehlzitaten suchen muss, sondern auch selbst kurz darauf hinweise, wenn ich darüber stolpere und es in dem Moment schlicht besser weiss.

  • Die technische Hürde Twitter habe ich etwas unterschätzt, auf meine Glaubwürdigkeit hatte ich gebaut ;)

    Die Wahl des Mittels war für den Zweck im Nachhinein betrachtet wohl ungeeignet, aber die Aufmerksamkeit schadet hoffentlich nicht. Ein simples „wenn möglich, verlinkt doch bitte die Quelle“ wäre sicher anders aufgenommen worden.


    Abermals vielen Dank für die Beiträge und Einblicke hier. Ich finde das hochgradig spannend und lehrreich.


    Bandida

    Das „auch“-Beispiel passt zufällig, darauf gemünzt war mein Text nicht.


    Dumon  

    Bzgl. des Elfenbeinturms liegst du ziemlich richtig. „ein bisschen elfenbeinturmig” war nicht als „du hast gut reden in deinem Elfenbeinturm“ gemeint. Ich wollte ausdrücken, dass das eine sehr seltene Sichtweise ist und hab’s bewusst so weichgespült geschrieben, um eben die negative Konnotation zu entschärfen. Das hat nicht hingehauen und je länger ich darüber nachdenke, desto unglücklicher war die Metapher. Entschuldige bitte.

    Weiterhin wollte ich nicht nahelegen, dass du den Beitrag nicht verstanden hast, sondern dass du eine meines Erachtens falsche Konsequenz daraus ziehst bzw. „angedroht“ hast (nämlich die Fresse zu halten). Das kann ich zugegebenermaßen aus meinen eigenen Worten oben jetzt auch nur schwer herauslesen. Dazu dann noch das suboptimale Medium...


    Mein Statement heißt also einfach nur: ICH bin einfach zu faul. Da das hier Freizeitbeschäftigung ist, und meine Zeit mehr und mehr dem Arbeitstag weichen muss, mag ich die nicht damit verbringen, Argumente zu überprüfen oder meine Infos wasserdicht zu machen...

    Um das nochmal deutlich zu sagen: Das ist auch ok so. Es ist deine Entscheidung und die respektiere ich. Auch weil ich davon ausgehe, dass du, wenn es mal wirklich (!) darauf ankommen sollte, sicher nach der Quelle suchen würdest.

    Mit deinem Hintergrund und deinen Einstellungen warst du quasi niemals Adressat des ursprünglichen Beitrags.


    Ich denke, dass das Bewusstmachen wichtig ist, und dass man nicht auf Information einfach vertraut, weil sie "irgendwo" steht, sondern kritisch mit Inhalten umgeht. Oder eben bereit ist, zu akzeptieren, dass man etwas für bare Münze nimmt, was sich letztendlich als Ente herausstellen kann. Und umgekehrt etwas Sorgfalt bei Informationsverbreitung an den Tag legt. Das ist ja das, was Du intendierst.

    Exakt auf den Punkt gebracht.


    Einfach weniger aufregen, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, nochmal nachfragen. Und nicht gleich wettern oder Emotionen hochkochen lassen. [...] Einfach mehr mit, weniger gegen. Schließlich gehts bei Diskussionen und Debatten nicht uns Gewinnen, sondern ums Lernen - über andere Ansichten und auch über die eigene...

    Das könnte man 1:1 als „Diskutieren 101“ veröffentlichen :) Oder um es mit dem berühmten Philosophen zu sagen: „Das wär’ ganz wichtig, dass sich das mal rumspricht.“ ;) (Q)


    Faux-Pas (Mz?)

    Sng. = Pl., sowohl DE als auch FR.

  • yzemaze :
    Och, ein bisschen mehr Mund halten stände mir sicherlich auch ganz gut zu Gesicht. Denn so richtig kann ich den dann ja doch nicht halten...
    ...also keine Sorge. Mit dem "Fresse halten" ging es mir ja nur um das Verbreiten unbestätigter Infos. War natürlich auch keine Drohung...
    ;)

    Wer Smilies nutzt, um Ironie zu verdeutlichen, nimmt Anderen den Spaß, sich zu irren.

  • Ich habe gelacht :) Ich hatte ja echt überlegt, die Quelle anzugeben. Aber es war ja eigentlich nur an Dumon gerichtet und der wusste ja, wen ich meinte und woher das zweckentfremdete Zitat stammte. Schließlich hatte er den Herrn Nuhr selbst erwähnt. Beim nächsten Mal dann ;)


    PS: Ich ging zwar davon aus, dass Parathion ein Jünger Dumons ist und dessen Einstellung zu Ironie teilt, aber sicher ist sicher ;)

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  • Moment, ich schätze die Goldwaage und die Haarspalterei, für die Unknowns so gerühmt wird, sehr, eben deswegen, weil viele daher umsichtiger formulieren.


    Aber ich will noch auf etwas anderes hinaus.


    Die Faulheit, von der Dumon spicht, ist aus meiner Sicht für viele Leser hier genau die Motivation, Unknowns.de anzusteuern! Die vielen Verlinkungen hier zu Kickstarter, zu BGG (z.B. neuer Mathtrade) machen ja nur dann Sinn, weil die Leser eben gerade nicht die Quellen lesen/verfolgen. Beweis dafür sind auch in diesem Thread die Stimmen, die ihre Leichtgläubigkeit mit einem „wenn yzemaze das schreibt, wird‘s schon stimmen“ begründen.


    Griffig formuliert: „Wenn es bei Unknowns unwidersprochen bleibt, wird‘s schon stimmen.“ Eigentlich ja auch ein Kompliment. :sonne:

  • Als ich den Beitrag las, dachte ich zuerst: So ein Unsinn, das kann nicht sein. Dann sah ich, dass der Beitrag von yzemaze war. Und yzemaze ist bei mir als "äußerst vertrauenswürdige Quelle" abgespeichert. Also hab ich es dann geglaubt.


    Ich habe generell wenig Zeit und Lust, Wahrheitsgehalte von Artikeln oder Aussagen zu überprüfen. Deshalb besuche ich nur relativ wenige Webseiten, nämlich die ich für mich als vertrauenswürdig eingestuft habe. Die Tagesschau gehört für mich dazu, und dort auch insbesondere der Faktenfinder. Dort werden Hintergründe recherchiert und z. B. auch erklärt, wie man Fake News erkennen kann.


    Generell denke ich, dass zu viele Menschen zu viel Vertrauen in das haben, was sie lesen. Deshalb finde ich den Grundgedanken von yzemaze nicht schlecht, dafür sensibilieren zu wollen. Und es hat offenbar auch gewirkt. Aber wie gesagt, generell glaube ich Quellen ziemlich viel, wenn ich sie vorher als vertrauenswürfig eingestuft habe. Und dann mache ich mir eben nicht die Mühe, nach den Quellen der Quelle zu suchen.


    edit: Ach ja, die vertrauenswürdigste Quelle überhaupt, der ich alles glaube, ist natürlich der Postillion. 8-))

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    2 Mal editiert, zuletzt von Thygra ()

  • Presseerzeugnisse, welche gezielt und willentlich Falschmeldungen streuen würde ich dazu raten zu meiden! (Ganz unabhängig davon, welcher Art)

    Da ist die Zeit dann doch zu schade.


    Sind manche der User auch Troll-Fakes? Wer wird geoutet? Etwas aggro reinbringen, damit die Diskussion hitzig wird? So mancher wird schon den Verdacht gehabt haben.


    Finde es schade, so die Zeit zu verschwenden. Dabei wäre es durchaus angebracht über Verbesserungen oder Veränderungen auch unserer liebsten Messe weiter zu diskutieren!


    Grüße

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