Würfelhilfen: Würfelturm, Würfeltablett, Würfelbecher etc.

  • Hi,


    bei Spielen mit vielen Würfeln fallen bei uns öfter mal Würfel vom Tisch oder verschieben Marker auf dem Spielbrett. Auch durch Trainig konnte ich meine Zielgenauigkeit nicht verbessern, so dass ich diese Unzulänglichkeit durch eine Würfelhilfe beseitigen wollte, aber bislang bin ich mit den diversen Würfelhilfen noch nicht wunschlos glücklich geworden.


    Mein Würfelturm ist toll, aber der ist recht klobig und muss eigentlich zentral stehen, damit

    ihn jeder Spieler erreichen kann. Durch die Höhe verdeckt er dadurch meist für Spieler

    einen relevanten Teil des Spiels. Dadurch kommt er leider so gut wie nie zum Einsatz. Gibt es vielleicht empfehlenswerte kleine praktikable Würfeltürme, so dass jeder Spieler einen haben kann?


    Klassische Würfelbecher funktionieren, aber bei mehreren Würfeln stapeln sich diese gerne im Becher oder liegen schräg aneinander. Zudem würfelt man damit auf der dünnen Tischdecke, was die gesamte Geräuschkulisse erhöht. Gibt es moderne bessere Würfelbecher?


    Ein klassisches Würfeltablett finde ich nicht gerade ansprechend, auch recht unhandlich und man muss es auch ständig weiterreichen. Gegebenenfalls kann mann dort selbst welche basteln.

    Das Würfeltablett sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht oder kann Alternativen empfehlen?


    Wie macht Ihr das bei entsprechenden Spielen? Kommt Ihr ohne Würfelhilfe aus?

    Stören Euch die von mir wahrgenommen Nachteile nicht?

    Ich hoffe natürlich auf ein paar neue Anregungen. Im besten Fall eine Offenbarung. :saint:


    #würfelturm #dicetower #würfeltablett #dicetray #würfelbecher #dicecup

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  • Der Würfellärm nervt mich auch, bin aber ohnehin Geräuschempfindlich... Wir würfeln auf zwei solcher Würfeltabletts (da ich leider immer noch keinen Spieletisch gewonnen habe) - ebenfalls einen alten Bilderahmen dafür umfunktioniert, aber etwas kleiner; dafür halt für beide Tischseiten je eins. Und mit mehr Dämpfung, damits sehr leise ist. Für größere Würfelmengen nehmen wir aber auch einen Würfelturm, der mit Filz beklebt auch nicht mehr so laut ist. Vorher hatten wir einen großen Holzdeckel von irgendeiner Twinings - Teebeutelkiste der schon mit so Stoff ausgelegt war... Hab ich glaub ich mal in Norwegen mitgehen lassen. Davor hat den Dienst aber auch der Deckel der Spielebox getan.

    Ich erinnere mich daran, dass zu Roll for the Galaxy oder so hier mal ein Thread war, wo es um die Lautstärke der Würfelbecher ging, ich glaube das war ganz hilfreich.

  • Wie immer... es kommt drauf an. Bei einem Zweier-Spiel bei dem viel und häufig aber mit wenig Würfeln gewürfelt wird und der Platz vorhanden ist, nehme ich gerne einen Würfelturm aus weichem Holz. Das sanfte Klackern der Würfel hat schon fast etwas Zen-artiges dem ich stundenlang zuhören könnte.


    Bei Mehrpersonenspielen die einen großen Platzbedarf haben, stehen Würfel sowie Würfelbecher für jeden Spieler bereit und wer mag bekommt auch gerne eine schalldämpfende Unterlage. Werden sehr viele Würfel geworfen, dann wird in einen Würfelteller geworfen. Ob mit Becher oder freihändig spielt dann keine Rolle.


    Diese Taschenleererschalen sind auch schick und werden gerne mal ersatzweise genommen. Freihändig auf den Tisch wird eigentlich nur mal schnell zwischendurch ein einzelner Würfel geworfen. Runtergefallene oder Spielmaterial durcheinanderbringende Würfel nerven.

  • zu zweit würfeln wir auf den kleinen selbstgebastelten Spieltisch gegen die Ecke in die Bande. Auf dem großen Esstisch hat ein jeder ein kleines selbstgebasteltes Würfeltablett.

    Top 10:
    1. Mage Wars / 2. Great Western Trail / 3. Maria / 4. Kemet / 5. Orleans / 6. Marco Polo / 7. Blood Rage / 8. Clans of Caledonia / 9. Wendake / 10. Nusfjord

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  • Würfelbecher gehören in der Turnierszene im Backgammon zum Standard.Becher.

    Ja aber dort wird es anders gehandhabt als es hier gemeint ist. Beim Backgammon müssen die Würfel rollen, also wie mit der Hand werfen nur das ein Becher benutzt werden muß

    Top 10:
    1. Mage Wars / 2. Great Western Trail / 3. Maria / 4. Kemet / 5. Orleans / 6. Marco Polo / 7. Blood Rage / 8. Clans of Caledonia / 9. Wendake / 10. Nusfjord

    Einmal editiert, zuletzt von s3chaos ()

  • Würfelturm: Warum muß der für jeden erreichbar sein? Können nicht einfach diejenigen, die am nächsten dran sitzen, für alle die Würfel einwerfen? So wie diejenigen, die beim Spielgeld sitzen, die Bank machen?

    Wir spielen immer mit 2 Würfeltürmen - da kommt dann jeder hin.

    Wir haben auch meistens 2 Bankhalter (vor allem bei 18xx) - das kommt dem Spielfluß zugute.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Ein kleinerer Bilderrahmen mit höherem Rand, innen mit etwas Filz o.ä. ausgekleidet, funktioniert hervorragend.

    ...jup! Ab 2cm Rand funktioniert es prima (außer Aggro-Würfler). Die Innenmaße sind ca. 180 x 240mm, das genügt für große Schlachten bei The Napoleonic Wars.

    Ich habe statt Filz Kunstleder genommen, durch die "genoppte" Struktur kommt zusätzlich eine unkalkulierbare Bewegung in die Würfel. Habe dieses einfach nur in den Rahmen gespannt und den Rest abgeschnitten. Den bereits gekauften Filz habe ich unter den Rahmen geklebt, so dass das Holz nicht etwa auf dem Spielbrett / -plan / Plexiglas kratzt.

    Arbeitszeit (ohne Fahrt zum Baumarkt): 5 Minuten bauen, 10 Minuten bewundern und sich auf die Schulter klopfen wegen der guten Idee.

  • Wir benutzen meist einen Würfelturm, manchmal auch einen Würfelteller (dann aber mit Becher). Beide sind aus Holz und mit Filz ausgekleidet. Das "Gerät" wird bei Bedarf weitergereicht; daran hat sich noch nie einer gestört. Wenn der normale Würfelbecher für die Würfelzahl zu klein/eng ist, kann man ja den überdimensionalen Würfelbecher von Catan nehmen.

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  • Wie macht Ihr das bei entsprechenden Spielen? Kommt Ihr ohne Würfelhilfe aus?

    Wir benutzen hier einen recht einfachen Würfelturm aus Plexiglas, den ich im Nachhinein mit Filz ausgestattet habe, damit es abends schön leise bleibt. Der ist von der Größe so, dass man tatsächlich auch noch einen zweiten haben könnte (jeder Spieler einen eigenen finde ich doch übertrieben).

  • Ich habe einen Würfelteller, Standardausführung über Amazon, und der ist meist für diejenigen, die Würfeln müssen, gut erreichbar.

    Allerdings habe ich auch kein Spiel, bei dem alle Spieler gleichzeitig würfeln müssen.

    In einer Runde haben wir mal Imperial Assault so gespielt, dass der Angreifer auch gleich die Verteidigungswürfel mitgewürfelt hat - das hat mir gar nicht geschmeckt - das war zu mechanisch, da hätte man gleich eine App nehmen können. Den Spannungsmoment, wenn ich meine Würfel würfle, den mag ich nicht missen! ^^

  • In einer Runde haben wir mal Imperial Assault so gespielt, dass der Angreifer auch gleich die Verteidigungswürfel mitgewürfelt hat - das hat mir gar nicht geschmeckt

    Da gibts direkt was mit der flachen Hand auf den Handrücken! :stop::butcher: 

    (Nur Spaß! Aber ich finde auch, Angreifer und Verteidiger - unabhängig vom Spiel - würfeln nur ihre Würfel, wo bleibt sonst die Spannung?)

  • Wenn viel gewürfelt wird, benutzen wir gerne einen Standard-Würfelteller.

    Bei Roll for the Galaxy habe ich mich allerdings auch dazu hinreissen lassen, die Böden der Würfelbecher innen mit farblich passendem Filz zu bekleben und für jeden Mitspieler auch einen Bierdeckel als eigenes Würfeltableau mit farblich passendem Filz zu bekleben.

  • Beschwörungsformeln nicht vergessen, außerdem immer die Persönlichkeit des jeweiligen Würfels beachten.

    Und vorher unbedingt den Würfel fragen, wie er/sie/es/*/_ sich gendermäßig selbst einsortiert, sonst fühlt der sich beleidigt und fällt so, wie man es am wenigsten braucht!


    ;)

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  • Nein nein nein, das ist kein Tippfehler!


    Die Aleomantik (von lat. "alea" = Würfel, "Mantik" = Wahrsagerei bzw. Magie im weiteren Sinne?) ist eine uralte Wissenschaft, die, so vermutet man, bereits die Babylonier betrieben haben. Im alten Griechenland versuchten sich die Gnostiker an einem Einblick in die höheren Existenzebenen des Universums mit dem Ziel, den Ausgang eines Würfelwurfs vorherzusagen und beeinflussen zu können. Ein gewisser Julius C. setzte dann dem Würfel etwa zur Zeitenwende mit einem epochalen Ausspruch ein Denkmal für die Ewigkeit. Nicht nur Verschwörungstheoretiker vermuten, dass der große Feldherr und Staatsmann genau wusste, was passieren würde, als der Würfel schließlich gefallen war. Vermutlich war das verborgene Wissen um Würfel bereits sehr fortgeschritten, doch dann brannte die Bibiothek von Alexandria aus, und damit war dann das Wissen für die Menschheit vorerst verloren.


    Es folgten dann Jahrhunderte der Dunkelheit (ich sage nur ein Wort: Mittelalter!), und die gelehrten jener Zeit beschäftigten sich vornehmlich mit der Interpretation alter Schriften aus dem vorderen Orient oder damit, wie man aus Pferdemist das Gold herauskocht. Erst in jüngerer Zeit fand dann die Aleomantik dann wieder mehr Beachtung in der Welt der Wissenschaft. Leider ist die Akzeptanz dieser außerordentlich relevanten Disziplin noch nicht überall gegeben, aber hinter den Kulissen, so habe ich gehört, bearbeiten die führenden Vertreter der Aleomantik bereits Politiker, Journalisten und andere Meinungsmacher, damit sich das Bild dieser Wissenschaft in der öffentlichen Wahrnehmung ändert.


    Ich selber habe ja auch ein Diplom in Aleomantik. Leider wird das staatlich nicht anerkannt (von wegen das müsse man an einer staatlich anerkannten Hochschule studiert haben bablabla...), aber ich kann da ein paar todsichere Tipps geben. Das ist eigentlich natürlich streng geheim, aber wir sind ja hier unter uns.

  • Ich selber habe ja auch ein Diplom in Aleomantik.

    Reguläre Hexaeder Aleomantik oder doch die anspruchvollere Dodokaederomantik und ähnliche Seitezweige dieses großartigen Wissensgebiet?

    Vorsicht, hier lauert eine semantsche Falle. Im Deutschen (und auch anderen Sprachen) wird der Kubus zwar gleichgesetzt mit dem Würfel als Zufallsgenerator (als vermeintlichem Zufallsgenerator, wohlgemerkt!). Für die Identität eines Würfels ist es aber völlig unerheblich, welche geometrische Form ihm zugrunde liegt. Die Unterschiede zwischen Würfel unterschiedlicher Formgebung offenbaren sich eher in der praktischen Anwendung der Aleomantik. Je mehr Flächen er aufweist, umso schwieriger wird es, den Würfel dazu zu zwingen, ein konkretes Ergebnis anzunehmen.


    Nebenbei bemerkt, berührt dieser Aspekt noch ungeklärte Fragen der Kosmologie. Der einzige Würfel, den man nach heutigem Stand der Kenntnis mit einer Wahrscheinlichkeit von p=1 immer dazu zwingen kann, das gewünschten Ergebnis zu produzieren, ist der d1. Für den d1 kommt nur eine einzige raumgeometrische Lösung in Frage, wenn er isotrop und isomorph sein soll, nämlich die Kugel. So. Nun könnte man ja argumentieren, dass die Kugel in Wirklichkeit gar kein d1 ist, sondern ein dn! Also ein Raumkörper mit n Flächen (mit n sehr kleinen Flächen, versteht sich). Die entscheidende Frage ist dann in diesem Zusammenhang, ob man n gleich unendlich setzen darf. Es ist nämlich noch nicht geklärt, ob das Universum in seiner Natur diskret oder kontinuierlich ist. Und sollte das Universum kontinuierlich sein, dann wäre 1 = Unendlich. Wow.


    Aber allzutief ins Detail möchte ich hier nicht gehen,denn ich weiß um die Popularität der Abwertung der Aleomantik als "unwissenschaftlich" und möchte dazu gar nicht viel mehr sagen, als dass ich dem sowohl aus einem persönlichen als auch einem wissenschaftlichen (!) Standpunkt keinesfalls zustimmen kann.

  • Werter Bierbart , vermutlich habt Ihr übersehen, dass Kollege Klaus_Knechtskern keineswegs von der -- natürlich völlig trivialen -- Dodekaeder(o)mantik gesprochen hat, also der Beschwörung eines zwölfseitigen Polyeders (= Dodekaeder, von griechisch δώδεκα), sondern von der wahrhaft anspruchsvolleren Dodokaederomantik, also der in Dänemark begründeten Lehre der (mittlerweile ausgestorbene) Dodos, die in Ketten gelegt (dänisch: kæder = Ketten) im Sultanat Oman gehalten wurden. Dodo-kaeder-oman-tik, ihr versteht, ja?


    Es ist leider davon auszugehen, dass die Versuche, mit Dodos zu würfeln, mit zum Aussterben dieser bemitleidenswerten Kreatur beigetragen haben, insofern es der Einfluss auf die moderne Aleomantik gering und auch die früheren Experimenten sind aus heutiger moderner Sicht nicht ausreichend systematisch dokumentiert. Eure Anmerkungen zu Kosmologie des d1 sind jedoch alleine schon aufgrund eures offsichtlichen Missverständnisses zwischen Dodekaederomantik und Dodokaederomantik aus wissenschaftlicher Sicht zurückzuweisen.


    hochachtungsvoll

    (unleserlich)



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  • Hallo Matthias,

    der (mittlerweile ausgestorbene) Dodos,

    wobei ja inzwischen dokumentierte Berichte von einem Spiele-Redakteur, der sich ebenfalls der Aleomantik verschrieben hat, vorliegen, dass eine gewisse Insel extra wegen dem Gerüchte der dort vorkommenden Dodos erforscht wurde. Ob dieser Redakteur der besagten Exkursion nachging, um sich in die Dodokaederomantik einzuarbeiten und dringend solche Dodos zum Würfeln brauchte, ist nicht bestätigt. Aber wir werden es vermutlich auf der nächsten Messe erfahren.

    Liebe Grüße
    Nils

  • Ganz kurz will ich mal unterbrechen und auf den Eingangspost eingehen - danach könnt ihr gerne weiter spinnen euch austauschen. 8o Also das folgende nur für nomak


    Ich benutze als "Würfelauffänger" eine große Filzschale, wie sie mancher vielleicht aus SCHÜTTEL'S von Zoch Spiele kennt. Diese habe ich bei ebay gefunden, es gibt aber auch schöne bzw. individuelle Einzelteile (bspw. bei dawanda.de). Oder aber man ist handwerklich begabt und bastelt sich diese selbst.



    Das Wort "Taschenleererschale" war mir kein Begriff, als ich darüber einen kleinen Beitrag auf meinem Blog schrieb:


    Kaufempfehlungen für den Geek – Würfelschalen

    "Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes


    "Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, was man braucht, hat man gelesen." Ernst R. Hauschka


    ...und auch ich bin einer dieser Blogger: www.fjelfras.de - Brettspielblog mit Biss

    Einmal editiert, zuletzt von fjelfras ()

  • Danke für das große Feedback. Es beruhigt mich, dass ich mit meinen Ansichten nicht alleine bin.


    Auch wenn so mancher hier meint man könne jemand anderen seine Würfel werfen lassen bin ich

    da ebenfalls strikt dagegen. Ich würfle selbst, natürlich auch wegen der Aleomantie. :wizard:


    Mit den mehrfach genannten Taschenleererschalen habe ich bisher nur in SCHÜTTEL'S von Zoch Kontakt gehabt. Ohne das Spiel vielleicht gar nicht schlecht.


    Neu ist für mich das Würfelturmkonstrukt, das papadjango verlinkt hat. Wenn ich das richtig sehe ist der Turm durch die Polsterung so leise, dass man niemanden weckt. Wenn man den Turm abnimmt hat man ein Würfeltablett. Also 2in1 sozusagen. *)

    Mit ca. B10,0 x H17,0 x T18,0 cm sollten davon auch zwei einen Platz auf dem Tisch finden, so dass jede Seite einen zur Verfügung hat.


    Ich werde mir mal überlegen, ob ich mit der angebotenen Ausführung vorlieb nehme, oder vielleicht selbst aus Bilderrahmen, Würfelturm und Filz etwas eigenes konstruiere. Nun habe ich auf jeden Falls genug Anregungen. :thumbup:

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