Nusfjord: zu kleine Münzen und andere Probleme

  • [Mod] aus Great Western Trail: Rails to the North - finale Spielbrett-Grafik ?!?


    Also heißt so einen Aussage heutzutage gar nichts.

    Dass eggertspiele so ziemlich dasselbe Problem bei der Camel Up Erweiterung bereits einmal erfolgreich gelöst hat, ändert deine Meinung auch nicht?

    Nein, ändert es nicht. Die Menschen in den Verlagen sind doch alles extrem Spieler, so wie Du und ich. Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!? Unbegreiflich. In meinen Augen läuft dann in den Verlagen etwas gewaltig schief. Gibt es da keine Kommunikation, traut sich da keiner zu sagen: "Das ist doch Unsinn so kleine Münzen zu machen!". Ich meine Lookout ist ein reiner Spieleverlag. Jeder Gelegenheitsspieler hat bei uns in der Erstpartie dieses Manko festgestellt. Und die Münzen sind ein Spielelement welches jede Runde dauernd in die Hand genommen werden muss. Das müssen die doch gemerkt haben!

    Ganz im Ernst... wäre ich der Chef von Lookout und derjenige der für dieses Projekt die redaktionelle Verantwortung trägt hätte mir so einen Mist vorgelegt, den hätte ich zusammengefaltet wie einst Steve Jobs seine Designer angebrüllt hatte. Wenigstens ne Abmahnung :) hätte es gegeben. Sowas geht gar nicht! Da sitzen die falschen Leute auf der richtigen Position. Punkt Ende.

    Einmal editiert, zuletzt von yzemaze () aus folgendem Grund: [Mod], Titel

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  • die 1 Gold Pappe ist ja nicht das einzige redaktionelle Unding bei Nusfjord. Mir gefällt das Spiel außerordentlich, leider ist es an den falschen Redakteur geraten.

    Top 10:
    1. Mage Wars / 2. Great Western Trail / 3. Maria / 4. Kemet / 5. Orleans / 6. Marco Polo / 7. Blood Rage / 8. Clans of Caledonia / 9. Wendake / 10. Nusfjord

  • Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!?

    Natürlich merkt man das, wenn man das Spiel spielt. Nur, ich schätze mal, dass man das fertige Spiel erst nach Produktion wieder zu Gesicht bekommt. Soweit ich bei kickstarter gelesen habe, gibt es schon die Möglickeit, dass die Druckerei ein einziges Spiel macht und dann dem Auftraggeber zur Ansicht schickt, aber jeder kann sich ausrechnen wie kostspielig sowas ist. Und wieviel Zeit das kostet. Bei Solarius Mission waren die Scheiben auch viel kleiner als geplant - menschlicher Fehler. Und ähnlich sehe ich es bei Nusfjord.


    Wenn es dagegen Absicht war weil größere Münzen 1 Stanztableau mehr gebraucht hätten, dann fände ich die Entscheidung für schlecht.

  • aber jeder kann sich ausrechnen wie kostspielig sowas ist.

    Also das muss bei einem Rosenberg Spiel drin sein. Die Chancen auf einen Flop sind da gering bei der Fanbase was der Autor hat.

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  • die 1 Gold Pappe ist ja nicht das einzige redaktionelle Unding bei Nusfjord. Mir gefällt das Spiel außerordentlich, leider ist es an den falschen Redakteur geraten.

    Das interessiert mich. Was ist denn deiner Meinung bei #Nusfjord redaktionell noch schief gelaufen?

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
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    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Great Western Trail — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Tzolkin —

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  • Zumindest ein Haus fehlt im Glossar, habe es sonst nicht kontrolliert ob weitere fehlen. Vorratablage zu klein trotz des kleinem Geldes. 5 Spieler unfair
    -----------------------------------------------
    Zitat MetalPirate

    Ich habe gerade nochmal in der Regel nachgeschaut: ja, wir haben es tatsächlich richtig gespielt, es ist tatsächlich wahr, dass einer der Spieler ohne jeden Ausgleich in den sieben Runden in der Spielerreihenfolge die Positionen 4, 5, 1, 2, 3, 4, 5 hat (während ein anderer die Positionen 1, 2, 3, 4, 5, 1, 2 bekommt). Ausgerechnet in den ersten beiden und letzten beiden Runden ein schlechte Auswahl an Worker Placement Feldern, denn auf dem Plan geht's im 5er-Spiel sehr eng zu.

    ----------------------------------------------

    Beschriebener Aufbau in der Beschreibung für 2 Spieler ein Witz weil 1 Spieler alles verkehrt lesen muss.

    Die Spielpläne als Einzelteile zu machen finde ich zu mindest fragwürdig.


    Klasse finde ich das Glossar, findet man selten heute

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    2 Mal editiert, zuletzt von s3chaos ()

  • Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!?

    Natürlich merkt man das, wenn man das Spiel spielt. Nur, ich schätze mal, dass man das fertige Spiel erst nach Produktion wieder zu Gesicht bekommt. Soweit ich bei kickstarter gelesen habe, gibt es schon die Möglickeit, dass die Druckerei ein einziges Spiel macht und dann dem Auftraggeber zur Ansicht schickt, aber jeder kann sich ausrechnen wie kostspielig sowas ist. Und wieviel Zeit das kostet. Bei Solarius Mission waren die Scheiben auch viel kleiner als geplant - menschlicher Fehler. Und ähnlich sehe ich es bei Nusfjord.


    Wenn es dagegen Absicht war weil größere Münzen 1 Stanztableau mehr gebraucht hätten, dann fände ich die Entscheidung für schlecht.

    Aber genau damit zeichnet sich doch Qualität aus! Das man diese Sachen VOR dem Druck prüft. Außerdem hatte der Verlag doch die Grafiken und Größen auf den Millimeter dem Hersteller übermittelt. Da weiß man doch wie groß ein Pappstanzteil ist, wenn man denen vorher sagt: "Der Durchmesser soll 5mm haben". Also wurde hier eine Fehlentscheidung getroffen, welche ein ganzes Produkt schlechter erscheinen lässt.


    Und hier geht es nicht darum ein 50 Euro Spiel nachträglich durch 20€ Materialeinsatz zu pimpen, so wie es einige Spieler schon mit ihren Lieblingsspielen machen. Hier geht es darum, dass die Ur-Version welche der Käufer direkt vom Verlag kauft erstmal mit vernünftigen Spielmaterial kommt.


    Stellt Euch mal vor, Mensch-ärgere-Dich-nicht würde seit 1910 nur mit Würfeln ausgeliefert, welche eine Kantenlänge von 5mm hätten...

  • Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!? Unbegreiflich. In meinen Augen läuft dann in den Verlagen etwas gewaltig schief.

    Du nennest EIN Beispiel von EINEM Verlag, wo etwas schief gelaufen ist. Und dann verallgemeinerst du daraus, dass "in den Verlagen" im Plural etwas "gewaltig" schief läuft? Was haben denn andere Verlage damit zu tun, wenn in einem Lookout-Spiel etwas daneben geht?

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Betrifft die Nusfjord Münzen:

    Ja, die sind klein, ja die sind fummelig, ja die sind nicht optimal.


    Kann man das deshalb nicht ohne irgendwelchen Ersatz spielen und die Welt und das Abendland und sonstwas gehen unter? Quatsch. Die bisherigen Partien haben wir alle ohne bleibenden Schaden überstanden.

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  • Kann man das deshalb nicht ohne irgendwelchen Ersatz spielen und die Welt und das Abendland und sonstwas gehen unter?

    Um das gehts ja hier nicht. Mir gefällt Nusfjord auch sehr gut. Es geht hier darum was man einer Brettspielredaktion zutrauen kann oder nicht. Dafür war Nusfjord ein Vergleich.

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  • Nusfjord Münzen:

    Ja, die sind klein, ja die sind fummelig, ja die sind nicht optimal. […] Die bisherigen Partien haben wir alle ohne bleibenden Schaden überstanden.

    Da lässt du aber gravierende Probleme gekonnt unter den Tisch fallen und blendest die Spätfolgen gleich ganz aus. So geht’s nicht … Verlage sollten dringend über entsprechende Hinweise nachdenken.

  • Echt jetzt, yzemaze ?

    Nicht: "Rauchen kann ihre Münzen schrumpfen lassen."?

    "Besorgte Bürger gegen die Verkleinerung von Rosenberg-Münzen"?

    ;)


    Ich finde noch weitere Dinge unschön bei Nusfjord, wie zum Beispiel die Gebäude als hässliche, kleine braune Karten darzustellen.


    Aber ich bin bei Thygra : es ist EIN Spiel bei EINEM (großen) Verlag. Ich sehe da kein generelles Problem... Ein Feedback, wieso die Entscheidung für so winzige Münzen getroffen wurde, wäre dennoch interessant... 😉


    Küstenzauberer ?

  • Da ihr alle nach mir gerufen habt...


    Wir hatten ein ziemlich turbulentes 2017 (die gesamte Mayfair-Geschichte möchte ich jetzt nicht noch einmal wiederholen). Natürlich ist da einiges schief gelaufen. Natürlich habe ich drei Flaschen Shampoo gebraucht, bis alle Köpfe ordentlich gewaschen worden waren.

    Aber da wird - zumindest bei Lookout - nicht herumgebrüllt, sondern nach Lösungen gesucht.

    Ich denke, dass wir auch entsprechende Lösungen gefunden haben. In zukünftigen Auflagen werden die Münzen größer sein, für Besitzer der Erstauflage werden wir hoffentlich zur SPIEL etwas Schickes anbieten können.

    (Was wir privat gemacht haben: für 50 cent gibts bei der Bank des Vertrauens eine Rolle 1-Cent-Münzen.)


    Grundsätzlich besteht das Verlegen eines Spiels immer aus Kompromissen. Natürlich hätte man die Gebäudekarten noch größer machen und bebildern können. Das hätte aber auch größere Tableaus benötigt - oder super-komplizierte Ikonographie. Größere Tableaus heißt neues Schachtel-Format, bedeutet deutlich höheren Preispunkt und einen weiteren Rattenschwanz an Folgen, die vielleicht auf den ersten Blick von außen nicht erkennbar sind. Vertraut doch einfach mal drauf, dass an dem Spiel Redakteur, Graphiker und Autor zusammengearbeitet haben. Natürlich müssen sie sich am Endresultat messen lassen. Aber das geht auch sachlich und ohne Blasmusik.

  • Danke für die Antwort. Und Glückwunsch zu dem tollen Spiel Nusfjord, das für mich trotz einiger (behebbarer!) Schwächen der Überraschungshit 2017 war. Mein meistgespieltes Spiel dieses Jahrgangs, obwohl eigentlich nur wegen günstigem Adventskalenderpreis der SO gekauft. Die vielen Spiele liegen natürlich auch an der kurzen Spielzeit, so dass man im 2er problemlos abends zwei Partien hintereinander schafft. Trotzdem für mich bestes Lookout-Spiel seit langem.


    In Sachen Kartengröße sollte eigentlich für jeden klar sein, dass das durch die Tableaugröße begrenzt ist. Wenn man dann mehr Grafik darauf bringen wollte, dann wären die Karten vielleicht hübscher, aber ziemlich sicher auch unpraktischer, denn den Platz für die Grafik müsste man ja zwangsweise bei Beschreibungstext und/oder Kosten-Icons wegnehmen. Dann lieber die praktische Version. Die Karten sollten für keinen vernünftigen Menschen ein ernsteres Problem sein. Das hätte man kaum anders lösen können.


    Die Münzsache ist für mich dagegen Kategorie: "Wie kann man sowas durchgehen lassen? Wurde das nie mit finalem Material gespielt?!" Da kann man sich nur wundern. Beste Lösung (und bei mir nach diversen Versuchen mit unterschiedlichen Münzen aus anderen Spielen jetzt so gesetzt) sind übrigens gelbe Holzscheiben. Das passt auch besser zu den Holzspielsteinen für Fische und Holz. Schön stapeln lässt es sich auch, denn das Gold wird ja nicht so viel hin und her gelegt, und wenn man viel davon hat, dann ist das ein ganz bewusstes Horten für Siegpunkte oder so teure Anschaffungen wie die Bank.


    Aber mir ist natürlich klar, dass Holzspielsteine teuer sind. Vielleicht wäre das in einer zweiten Auflage trotzdem möglich, wenn man dafür bei den Fischen welche einspart; das sind viel mehr, als man braucht. Also vielleicht auf den Stanzbögen den Platz der Mini-Münzchen für mehr Multiplikatorplättchen nutzen, weniger Fische und dafür noch gelbe Holzscheiben dazu.


    EDIT: Vielleicht bei den Fisch-Multiplikatorplättchen auch eher Wert 3 als Wert 5. Fünf Fische en bloc verschieben wird ja selten bis nie gebraucht. Selbst wenn man viele Fische fängt, wird das ja sofort in viele kleine Grüppchen zerrissen: je 1 Fisch auf die beiden angeheuerten Ältesten, 1 Fisch zum Mitspieler, 1 Fisch für die ausgegebene und noch nicht gekaufte Aktie in den allgemeinen Vorrat zurück, 3 Fische über eigene realisierte Aktien in den eigenen Vorrat, restliche 4 Fische in die eigene Reserve, sofern noch ausreichend Platz. Hier: 11er-Fang und kein 5er-Multiplikator nutzbar.


    Andere Wünsche für eine eventuelle Zweitauflage:

    • Fehler auf den Rundenplättchen für das 2er-Spiel beseitigen (5 statt 6),
    • das Minuszeichen bei den Gebäuden mit negativen Siegpunktwert deutlicher machen (wird gerne übersehen),
    • und sich vor allem etwas für eine bessere Balance des 5er-Spiels überlegen, denn das ist komplett unbalancierter Murks, wenn einer Startpositionen 1234512 und ein andere 4512345 hat. (Dass letzterer den Erstzugriff auf die in Runde 3 ins Spiel kommenden B-Gebäude hat, ist kein wirklicher Ausgleich dafür, am Spielanfang bei der grundlegenden Wahl der Strategie und am Spielende beim "konvertiere alles soweit möglich noch zu Siegpunkten" nur noch die Reste ab zu bekommen.)

    Der letzte Punkt ist der, der meinen Eindruck neben den Mini-Münzen am meisten stört. So sehr ich Nusfjord für kleinere Spielerzahlen mag: Zu fünft ist das Spiel für mich in BGG-Sprech "not recommended". Die Münzen lassen sich ersetzen und beim Spieletreff kann man jedem sagen: "Ja, da steht zwar 'bis 5' auf der Schachtel, aber zu fünf taugt es nicht." Von daher beides keine dicken Minuspunkte, weil lösbar bzw vermeidbar. Aber schon schade, denn Nusfjord ist so gut, dass ich es gerne vorhaltlos empfehlen möchte.

  • Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!? Unbegreiflich. In meinen Augen läuft dann in den Verlagen etwas gewaltig schief.

    Du nennest EIN Beispiel von EINEM Verlag, wo etwas schief gelaufen ist. Und dann verallgemeinerst du daraus, dass "in den Verlagen" im Plural etwas "gewaltig" schief läuft? Was haben denn andere Verlage damit zu tun, wenn in einem Lookout-Spiel etwas daneben geht?

    Ja, dann halt singular, Andere Verlage machen ja keine Fehler :) Warum auf einmal so spitzfindig, mit so einer Wackel-Aussage? Ich wette in diesem Forum findet sich noch mehr über die Suchefunktion, in denen sich Spieler über Spielmaterial beschweren.

  • Na ja, dass es immer mal wieder ein paar Produktionsfehler oder Ähnliches gibt, heißt noch lange nicht, dass "in den Verlagen etwas gewaltig schief" läuft.


    Dass man heutzutage oft stark übertreiben muss, um seiner Aussage mehr Gewicht zu verleihen, ist ein Trend, den ich nicht einfach so hinzunehmen gedenke ...

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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  • Na ja, dass es immer mal wieder ein paar Produktionsfehler oder Ähnliches gibt,

    Das kleine Geld ist aber kein Produktionsfehler. Das ist so bestellt also auch so geliefert worden.

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  • Das kleine Geld ist aber kein Produktionsfehler.

    Aber darum geht es doch gar nicht. Es ging darum, ob der Nusfjord-Fehler, wie auch immer man ihn bewertet, die Behauptung rechtfertigt, dass "in den Verlagen etwas gewaltig schief läuft" ...

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Einmal editiert, zuletzt von Thygra ()

  • Sternenfahrer : Ich halte es für legitim, die Größe der Pappmünzen (oder hier eigentlich: Goldmarker) in einem Spiel als unbrauchbar zu kritisieren und gleichzeitig verschiedene Metallmünzen zu besitzen. Das sind zwei völlig unabhängige Sachen. Spiele sollten "out of the box" ohne Beeinträchtigungen spielbar sein. Kennst du Nusfjord? Das ist bei diesen Mini-Pappmarker schon echt kritisch. Verkleinert über die Grenze des Akzeptablen hinaus. Das war bisher für jeden, den ich beim Erstkontakt mit Nusfjord beobachten konnte, komplett unverständlich. Und ich bin einer, der immer versucht, beide Seiten zu sehen: bei den Gebäudekarten hat Lookout z.B. meine volle Unterstützungen gegenüber Kritik der Sorte "sieht zu spartanisch aus". Das ging da kaum anders. Aber bei den Münzen sind sie zu weit gegangen beim Sparen bzw. "es muss noch auf den Stanzbogen draufpassen". Das hätte man dann eben anders, z.B. mit mehr Multiplikator-Plättchen für Fisch, lösen müssen.


    PS: Die Nusfjord-Münzchen in der halben Größe des Fingernagels meines kleinen Fingers habe ich durch gelbe Holzscheiben ersetzt. Also nochmal etwas komplett anderes. Metallmünzen braucht da keiner. Steht ja schließlich für Gold.

  • In der Sache bin ich ganz Deiner Meinung und es wurde ja auch oben verlagseitig eingeräumt und Besserung in Aussicht gestellt.

    Die Form amüsiert mich, GERADE hier. Vermutlich haben die meisten Unknownsler entsprechende Holzscheiben einfach in einer Schublade.:lachwein:


    Aber klar, ein Faß aufmachen geht immer.

  • Wir sind bei Unknowns... wir können alles kritisieren ☝️


    Fakt ist mal, das so kleine Marker/Münzen extrem nervig sind. Bei Aeon's End sind die Lebenspunktemarker so winzig klein (auch halber Fingernagel kleiner Finger) und es nervt extrem. Gott sei Dank konnte man die da gegen einen W10 austauschen. Sowas haben ja viele zu Hause oder kann man zumindest schnell besorgen.


    Bei Münzen stell ich mir das schwieriger vor die auszutauschen. Sowas sollte einfach nicht sein. Die Spiele sollten schon so sein, dass man sie gut händeln kann

    Eine Argumentationskette bei mir zu hinterfragen macht keinen Sinn. Meine Beiträge folgen keinerlei logischen Grundsätzen.

  • man muss ja auch den Preis sehen den Lookout für das Spiel aufruft. 53 Euro ist schon ein stolzer Preis auch wenn das Spiel Fehlerfrei wäre. Und die Mängel beziehen sich nicht nur aufs Gold. Was in Essen in Aussicht gestellt wird interessiert mich wenig. Die Anreise ist viel zu weit. Und alle anderen die nicht hinkommen werden durch die Finger schauen.
    Warum diskutiere ich hier? Das Spiel finde ich verdammt gut vorallem finde ich erstmalig an einem Solomodus gefallen.

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  • Das kleine Geld ist aber kein Produktionsfehler.

    Aber darum geht es doch gar nicht. Es ging darum, ob der Nusfjord-Fehler, wie auch immer man ihn bewertet, die Behauptung rechtfertigt, dass "in den Verlagen etwas gewaltig schief läuft" ...


    Ich habe die Aussage nicht getätigt. Man kann nicht alle Firmen über einen Kamm scheren nur weil bei einer Firma bei einem Spiel was schief gelaufen ist

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  • Vermutlich haben die meisten Unknownsler entsprechende Holzscheiben einfach in einer Schublade.

    Neben gelb hätte ich nur noch in grün eine entsprechende Anzahl von Scheiben aus dem Spielmaterial-Vorrat dauerhaft abzwacken können. Das war ursprünglich mal eine günstig bei eBay geschossene Restesammlung Holzscheiben diverser Farben. Da waren aus heutiger Sicht zum Glück viele gelbe dabei...

  • ... bei den Gebäudekarten hat Lookout z.B. meine volle Unterstützungen gegenüber Kritik der Sorte "sieht zu spartanisch aus". Das ging da kaum anders. ...

    Also bei Glasstraße sind die Plättchen kleiner und haben trotzdem eine Illustration. Sieht einfach hübscher aus 8-))

    Das Argument, dass man dann ggf. eine entsprechende Symbolsprache braucht, die dann auch wieder kritisiert wird, weil alle nachschlagen müssen, kann ich aber noch nachvollziehen...

  • Wir sitzen an so einem Spiel wie Nusfjord und alle Spieler sind sich nach der Hälfte der ersten Partie im klaren, das so kleine Münzen gar nicht gehen. Wie kann man sowas in Produktion geben?!? Unbegreiflich. In meinen Augen läuft dann in den Verlagen etwas gewaltig schief.

    Thygra (und natürlich auch Katzenpapa )


    Ich lese die Aussage vom User mit felinem Nachwuchs so:
    "WENN in Verlagen so etwas (absichtlich und geplant) in Produktion gegeben wird DANN läuft (in seinen Augen) in den (= diesen) Verlagen etwas gewaltig schief."

    Es war vielleicht etwas unglücklich formuliert, aber das "dann" war schon versteckt zu finden und deutete für mich eindeutig auf einen Kausalzusammenhang hin.

    Ich versuche ja, Postings positiv zu lesen - gelingt mir nicht immer, aber manchmal schon... :-)

  • Ich bin immer gerne an pragmatischen Lösungen interessiert und habe mir bei Spielematerial.de noch etwas zum Aufbessern besorgt. Meine gestrigen Mitspieler haben das sehr geschätzt, und ich natürlich auch. Statt Papp-Gold habe ich jetzt die gelben Holzscheiben, wie beim Ur-Agricola (wahrscheinlich dieselben wie MetalPirate) und dazu als Fünfer-Gold die Goldbarren. 10 Stück davon reichen dicke, 10er braucht man nicht. Es ist ein unbeschreibliches tolles Gefühl, 5 Holzscheiben gegen einen Goldbarren zu tauschen und am Ende drei Stück davon zu haben! Und die Riesen-Arbeiter-Figuren-Scheiben habe ich durch 10mm-Würfel ersetzt. Das sieht viel übersichtlicher aus, und vor allem können die Erstspieler immer noch den Text auf den Aktionsfeldern lesen.


  • Noch zwei Verbesserungsvorschläge:

    • Ich finde das Feld "Anteil realisieren" viel zu klein, besonders, wenn man mit den großen Scheiben spielt.

    • Dagegen das Feld "Ältesten nehmen" viel zu gigantisch.

    Man könnte doch leicht "Anteil realisieren" plus "Anteile kaufen" tauschen gegen "Ältesten nehmen". Dann gewönne man Platz zum Ablegen der Anteile und der Spielemarker, auch der großen, runden.

    Außerdem finde ich schade, dass die Rückseiten der Anteile sich nicht farblich unterscheiden. Beim Spielen stört das ja nicht, aber beim Einpacken.

  • Wir haben die großen Worker-Scheiben gegen Carcassonne-Meeple getauscht. Aber da gebe ich gerne zu , dass das im Gegensatz zum Ersetzen der Mini-Münzchen nicht wirklich notwendig ist, sondern eher in die Kategorie "freiwilliges Aufmotzen" / "Pimpen" fällt.

  • Genau so war es auch gemeint.

    WENN eine Spielkomponete, welche man öfters in die Hand nehmen muss (anders als beispielsweise der Spielplan), so unhaptisch ist, dann frage ich mich schon, warum das niemanden in einem Verlag auffällt UND warum man es nicht sofort ändert/verbessert. Da habe ich als Spieler das Gefühl, dass das letzte OK in einem Verlag ein "Nicht-Spieler" gegeben hat. Bestimmt war es jemand, der nur für die Kostenkalkulation zuständig ist.


    Vor 15 Jahren hätte ich mir die Frage nicht gestellt. Aber 2017, wo gefühlt 1200 Neuerscheinungen raus kommen, da muss man auch als Verlag mit durchdachten spielerfreundlichen Material punkten! Dafür ist die Konkurrenz einfach zu groß um sich solche Schnitzer zu leisten. Andere Verlage bleiben da aber auch nicht verschont.

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  • Nieselrauch


    Interessant finde ich, dass ihr da so viele Anteile liegen habt. Spieler Grün kommt wahrscheinlich vor Lachen immer noch nicht in den Schlaf! ;-)

    Äh, wieso lacht sich Grün kaputt, wenn die anderen Spieler Anteile realisieren? Ich glaub', mein Niesel raucht! (= neues Synonym für "Versteh' ich gerade nicht"; war mal kurzzeitig - genauer: 10 Minuten - hier im Wiki)

  • Nieselrauch


    Interessant finde ich, dass ihr da so viele Anteile liegen habt. Spieler Grün kommt wahrscheinlich vor Lachen immer noch nicht in den Schlaf! ;-)

    Äh, wieso lacht sich Grün kaputt, wenn die anderen Spieler Anteile realisieren? Ich glaub', mein Niesel raucht! (= neues Synonym für "Versteh' ich gerade nicht"; war mal kurzzeitig - genauer: 10 Minuten - hier im Wiki)

    2-3 Gold zu bezahlen, um 3 Anteile zu bekommen, die jede Runde 3 zusätzliche Fische bringen und am Ende des Spiels noch 3 Siegpunkte - da hätte ich auch Spaß dran *)!

  • Alle vier Spieler haben ihre drei Steine gesetzt. Keiner kann die Anteile in der Situation in der fotografierten Runde kaufen. Wenn das die letzte Runde war, ist das Spiel aus, und keiner kriegt sie mehr. Wenn noch eine weitere Runde folgt, kriegt sie derjenige, der als nächster dran ist, das nötige Gold hat und nichts Anderes tun will. Oder hab ich was übersehen?


    Übrigens wollte ich mit diesem Foto auch zeigen, dass das Feld "Anteil realisieren" viel zu klein ist, da es nicht genug Platz bietet für drei Anteile und zwei große Aktionsscheiben.

  • Alle vier Spieler haben ihre drei Steine gesetzt.

    Stimmt, das hatte ich übersehen. Dann lacht der Startspieler der folgenden Runde. ;-)


    Ich fand das Bild interessant, weil es eine aus meiner Erfahrung skurrile Situation ist, dass da drei Anteile rumliegen.

    Oh ja, das hatte ich auch übersehen.


    Unsere Runde hatte übrigens kein Problem mit den großen Scheiben. Man weiß schnell, wo welcher Aktionsspot ist, aber bei den Anteilen muss man evtl. wohl etwas stapeln.

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