Golden Geeks 2017: Die Gewinner

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  • Nicht einer der Gewinner-Titel interessiert mich und bei den Runner-Ups sieht's fast genauso aus. Interessant, wie stark sich mein Geschmack mittlerweile von US-Mainstream wegentwickelt hat (ja, ein paar Nicht-Amis haben sicher auch mitgewählt, aber BGG ist doch klar USA-dominiert).

  • ein paar Nicht-Amis haben sicher auch mitgewählt, aber BGG ist doch klar USA-dominiert.

    Vermutlich kamen etwa 55-60% der Stimmen von Amis -- das heißt, wenn man unterstellt, dass sich bei den Golden Geek Awards die Verteilung der Nationalitäten der Abstimmenden nicht nennenswert unterscheidet von der Verteilung bei der letzten Benutzerumfrage The Geek User Poll 2018 | Geekdo | BoardGameGeek 


    Will sagen: Die Amis sind auf dem Geek zwar klar in der Mehrheit, insofern hast Du mit Seiner Aussage sicher recht. Aber immerhin kamen auch knapp die Hälfte der (abstimmenden) Benutzer eben nicht aus den USA (vermutlich). Ich würde die Golden Geek Awards daher nicht als Ami-Preis betrachten, sondern eher als eine Auszeichnung einer Globalen Community mit starker Gewichtung der USA. :)

  • Mich stört am meisten, dass die Grundlage der Platzierungen nicht veröffentlicht wird. Ok, bei der Schulze-Methode ist das nicht ganz trivial, aber man könnte sicher eine geeignete Variante auswählen oder schlicht die Anzahl der jeweiligen Stimmen für Platz 1-10 pro Spiel angeben oder auf eine Summe reduzieren. So ist die Aussagekraft jedenfalls eingeschränkter als nötig. Es wird ja nicht mal die Anzahl der Abstimmenden bekannt gegeben.

  • Auch nicht #ClankinSpace oder #TimeOfCrisis oder #878Vikings ?

    CiS und ToC (sowie mit leichter Einschränkung Clans of Caledonia) sind genau die drei Runner-Up-Titel, die ich als habenswert bezeichne. Bei ToC ist das Problem, das ich das in meinen Runden quasi nicht auf den Tisch kriege. :(

  • Bierbart : ich glaube, so weit liegen wir gar nicht auseinander. :)


    Im übrigen sind auch die Nicht-Amis, die sich auf BGG beteiligen keinesfalls repräsentativ für ihr Land. Sieht man immer mal wieder an Kleinigkeiten, so zum Beispiel aktuell bei einer Sammelbestellung (Architects of the West Kingdom), die parallel über BGG (EDIT: für BGG-Nutzer aus Deutschland und Österreich) und die Spieleoffensive läuft und wahlweise deutsch oder englisch anbietet. 80% der Leute, die über BGG mitmachen, wählen englisch, während diejenigen, die sich über die SO beteiligt haben, mehr oder weniger komplett deutsch gewählt haben.

  • Ist ja irgendwie schon interessant, was man hier so alles mitgeteilt bekommt...


    Ich bin also ein nicht repräsentativer Deutscher, der bei einem für Europa oder Deutschland völlig belanglosen Preis mit abgestimmt hat und auch noch so dreist ist, einen, eigentlich dem Amerikaner vorbehaltenen Geschmack zu besitzen :lachwein: ... prima, dann weiß ich das jetzt auch und das als bekennender "Anti-Amerikaner"


    Blöd nur, dass für mich Gloomhaven und der 7. Kontinent trotzdem das mitunter Beste ist, was Kickstarter bis dato hervorgebracht hat.


    Da muss ich jetzt wohl weiter mein Leben im Brettspiel-Geschmacks-Exil hier verbringen, aber was soll´s, mir geht es ja gut dabei, auch als Außenseiter und Rand einer Randgruppe...

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  • 80% der Leute, die über BGG mitmachen, wählen englisch, während diejenigen, die sich über die SO beteiligt haben, mehr oder weniger komplett deutsch gewählt haben.

    Also auf BGG läuft eine Sammelbestellung, und da wählen 80% die englische Version? OK. Klingt insofern einleuchtend, dass Englisch auch in UK, Australien und Kanada die Muttersprache der meisten Spieler sein dürfte. Wieder von der letzten Geek Poll ausgehend, machen diese Leute etwa drei Viertel der Abstimmenden aus, was ja mit den 80% ziemlich gut zusammenpasst, die bei der von Dir erwähnten Sammelbestellung die englische Version wählen.


    Ich denke aber auch, dass die Nicht-Muttersprachler, die sich auf BGG aktiver beteiligen, eine gewisse Affinität zum englischsprachigen Brettspielmarkt haben, die untypisch für die Spielergemeinde des jeweiligen Landes ist. Es ist für mich auch klar, dass viele von uns, die auf BGG registriert sind, BGG zwar als Ressource nutzen, sich an der dortigen Community aber längst nicht in dem Maße beteiligen, wie hierzulande etwa auf unknowns, der Spieloffensive oder was auch immer. Wenn man sich maßgeblich über BGG informiert, hat man sicher eine von der heimischen Szene abweichende Wahrnehmung des Brettspielhobbys.


    Ganz konkret auf die Ergebnisse der Golden Geeks bezogen: Ich denke nicht, dass Gloomhaven bei einer Abstimmung im deutschsprachigen Raum auch nur annähernd so gut abgeschnitten hätte. Ich meine, wie viele hierzulande haben denn dieses sagenhafte Über-Spiel bisher eigentlich gespielt? Ich weiß, dass hier in der Freiburger Szene eine Handvoll Leute das Spiel spielt und begeistert ist, aber abgesehen davon kennt das Spiel keine Sau. Oder betrachten wir Twilight Struggle, das jahrelang den ersten Platz auf BGG belegt hat. Aus Perspektive des deutschsprachigen Raums war diese Platzierung doch vollkommen absurd.

  • Erstens einmal ist Gloomhaven scheinbar ziemlich euro, von dem, was ich so gehört habe, zweitens ist BGG nach wie vor fest in der Hand der Eurospieler, drittens hat doch niemand hier ein "Problem", oder etwa doch? Wir analysieren das Ergebnis der Abstimmung, das ist alles. :)

  • Ich denke nicht, dass Gloomhaven bei einer Abstimmung im deutschsprachigen Raum auch nur annähernd so gut abgeschnitten hätte.

    Jup: uSdJ 2017 Nominierung: Thematisches Spiel & uSdJ 2017 Nominierung: Expertenspiel ;)

    Wenn das mit Feuerland alles klappt, dürfte es im nächsten Jahr aber wieder dabei sein und wahrscheinlich bessere Chancen haben.

  • Zum allgemeinen Trend: Same business as last year.

    tl;dr: meh


    Es zeichnet sich schon seit einigen Jahren der Trend ab, dass die Golden Geeks (für mich) an Aussagekraft verlieren. Im Bereich Best Strategy Board Game (früher Gamer's Board Game bzw. Best Gamer’s Board Game) konnte ich mit den Gewinnern anfangs durchaus etwas anfangen (2006-2011: Caylus, Shogun, Agricola, Le Havre, Hansa Teutonica, Dominant Species). Seit 2012 wird es jedes Jahr uninteressanter (Eclipse, Terra Mystica, Five Tribes, Pandemic Legacy, Scythe). So geht’s mir aber auch allgemein mit dem BGG-Ranking. Die meisten der jüngeren Top50-Titel interessieren mich einfach nicht. Das ist wohl das Resultat von zu vielen, richtig guten Spielen in der Sammlung und zu wenigen Gelegenheiten, sie hinreichend oft zu spielen.

  • Ganz konkret auf die Ergebnisse der Golden Geeks bezogen: Ich denke nicht, dass Gloomhaven bei einer Abstimmung im deutschsprachigen Raum auch nur annähernd so gut abgeschnitten hätte. Ich meine, wie viele hierzulande haben denn dieses sagenhafte Über-Spiel bisher eigentlich gespielt?

    Kunststück, wenn das Ding hier noch gar nicht lokalisiert wurde. Zumal es sich um ein Heavy-Game handelt, dass 140 Tacken kostet und bisher nur auf KS und SO lief UND wir hier ein Euroland sind (sooo Euro ist es nun wirklich nicht).

    Ich weiß, dass hier in der Freiburger Szene eine Handvoll Leute das Spiel spielt und begeistert ist,

    Guck an, die, die es gespielt haben, sind begeistert ...

    Aus Perspektive des deutschsprachigen Raums war diese Platzierung doch vollkommen absurd.

    Wie soll man denn auch abstimmen, wenn man es noch gar nicht gespielt hat? Und so absurd kann es nicht sein, wenn alle, die es gespielt haben, begeistert sind. Es war nunmal keine deutsche Abstimmung, sondern eine internationale Abstimmung.


    zweitens ist BGG nach wie vor fest in der Hand der Eurospieler,

    Und warum gewinnen dann lauter thematische Spiele, wenn BGG in "fester Hand der Eurospieler" ist?

    Eine Argumentationskette bei mir zu hinterfragen macht keinen Sinn. Meine Beiträge folgen keinerlei logischen Grundsätzen.

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  • Bandida Du formulierst Widersprüche, wo keine sind.

    Und warum gewinnen dann lauter thematische Spiele, wenn BGG in "fester Hand der Eurospieler" ist?

    Weil es vermehrt Spiele gibt, die thematisch stimmig sind, aber vom Spielerlebnis her betrachtet (heavy) Euro-Charakter haben: Sehr denklastig, sehr steuerbar, deterministisch.

  • Btw Bierbart


    Und gerade WENN es doch ein Euro wäre (einigen wir uns mal auf Hybrid), dann wundert die Platzierung doch noch viel weniger. Dann haben ja nicht nur AT-Spieler dafür abgestimmt, sondern zusätzlich auch noch Eurogamer ;)


    Also noch viel weniger absurd.


    Guck dir doch mal an, wie oft das Ding verkauft wurde bei 2 KS Kampagnen (44.000x). Wer nimmt denn an so einer Abstimmung teil? Bestimmt nicht Mutter Schmidt und ihre Enkelin. Die Seite heißt nicht umsonst GEEK


    Das Ding hat es in kürzester Zeit auf Platz 1 der Charts geschafft. Wieso wundert dich da Platz 1 bei nem Award?

    Eine Argumentationskette bei mir zu hinterfragen macht keinen Sinn. Meine Beiträge folgen keinerlei logischen Grundsätzen.

    3 Mal editiert, zuletzt von Bandida ()

  • Ich wundere mich darüber, dass du dich über das BGG-Ergebnis wunderst.

    … und ich wundere mich, dass du Bierbart s Beiträge so interpretierst. Er schrieb doch recht deutlich, dass er ein ähnliches Ergebnis in Deutschland nicht erwarten würde und die Ergebnisse der Golden Geeks und das BGG-ranking für die hiesigen Verhältnisse nur eine bedingte Aussagekraft haben.

    Ich denke nicht, dass Gloomhaven bei einer Abstimmung im deutschsprachigen Raum auch nur annähernd so gut abgeschnitten hätte. […] Oder betrachten wir Twilight Struggle, das jahrelang den ersten Platz auf BGG belegt hat. Aus Perspektive des deutschsprachigen Raums war diese Platzierung doch vollkommen absurd.

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  • Hm, vielleicht hilft es bei diesem Aneinandervorbeireden, den Thread mal wie folgt zusammenzufassen: :)


    Yzemaze: Hier die Ergebnisse der Golden Geek Award.

    Metallpirat: Ergebnisse werden immer unwichtiger für mich, zu arg geprägt von der amerikanischen Szene.

    Bierbart: So klar amerikanisch sind die Ergebnisse nicht.

    Yzemaze: Ergebnisse sind etwas intransparent.

    Metallpirat als Ergänzung zu Bierbart: Nicht-Amerikaner auf BGG repräsentieren nicht die deutschsprachigen Spieler.

    Aphratus: Na toll, bin ich halt nicht repräsentativ.

    Bierbart als Ergänzung zu Metallpirat: Unterschiede zwischen amerikanische rund deutschsprachiger Szene zeigen sich auch durch dieses und jenes.

    Bandida: Was habt ihr eigentlich für ein Problem mit den Ergebnissen?

    Bierbart: Wir haben kein Problem.

    Bandida: Habt ihr doch. Bierbart hat das und das gesagt.

    Bierbart: Habe ich nicht.

    Bandida: Hast Du wohl.

    Bierbart: Nein, habe ich nicht.

    Bandida: Na gut, dann halt nicht.

    (...)


    :butcher::krank::winke::kuss::kuss2::rotkart::crazypilot::training::maninlove::vogel:

  • :lachwein::lachwein::lachwein:


    Ich fand es lediglich sinnfrei in einem Thread über eine internationale Abstimmung anzumerken, dass diese nicht repräsentativ für Deutschland sei.


    Denn natürlich! ist sie das nicht.

    Eine Argumentationskette bei mir zu hinterfragen macht keinen Sinn. Meine Beiträge folgen keinerlei logischen Grundsätzen.

  • Etwas schade, dass "The 7th Continent" nicht ausgezeichnet wurde, weil die Gloomhaven-Fans "ihr" Spiel offenbar in jeder denkbaren Kategorie gewählt haben (gut, dass es wenigtens noch keine Erweiterung gibt). Bei "Thematic" und "Innovative" hätte aus meiner Sicht "7th Continent" den Sieg eher verdient gehabt.

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • Ganz konkret auf die Ergebnisse der Golden Geeks bezogen: Ich denke nicht, dass Gloomhaven bei einer Abstimmung im deutschsprachigen Raum auch nur annähernd so gut abgeschnitte

    Natürlich nicht, solange es noch keine deutsche Version davon gibt ...

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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