Lords of Waterdeep – immer noch ein Top-Workerplacement-Spiel?

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  • Lords of Waterdeep ist ein gutes Spiel, aber auch aus gutem Grund nicht in den Top10 der Workerplacementspiele bei BGG. Mit einem anderen Thema wäre es sicher (deutlich schneller) als 08/15 abgestempelt worden. Es ist die Essenz aus komplexeren WP-Spielen, gut umgesetzt, das Thema passt irgendwie, nicht zu lang, mit halbwegs interessanten aber nicht zu fordernden Entscheidungen. Innovativ ist es aber eher nicht. Wer Böse sein will, nennt das dann „Mittelmaß“.

    Man braucht sich bei BGG eigentlich nur die Überschriften der Top-Reviews anschauen und schon hat man einen guten Eindruck:


    Es gab vorher und nachher bessere. In der Gewichtsklasse würde ich Keyflower, Auf den Spuren von Marco Polo, Orléans oder Viticulture vorziehen.

  • #LordsOfWaterdeep

    Innovativ ist es aber eher nicht.

    Das sehe ich, mit Verlaub, anders. Das "lege auf nicht gebaute Gebäude jede Runde einen Siegpunkt drauf, um sie attraktiver zu machen" war damals noch relativ neu. Der Gebäudebau, der neue Einsetzfelder reinbringt, mit "Besitzer bekommt bei Nutzung auch was"-Funktion (und zwar aus dem Vorrat, nicht vom Nutzer!) ist auch kein überall sonst zu findendes Element. Das "in Runde 5 für jeden ein Worker dazu" ist eine schöne Idee, um auf die ansteigende Zahl von Workerplacement-Feldern durch Gebäudebau zu reagieren.


    Positive Interaktion der Sorte "du kriegt viel, alle anderen (bzw ein anderer) kriegt weniger" (auf vielen Intrigenkarten) ist heute noch selten und die Kombination mit negativer "Take That!"-Interaktion in einem gemeinsamen Kartenstapel finde ich immer noch clever. Auch beim Worker Placement selbst gab es mit dem Intrigenkarten-Spielen-Feld, bei dem man den dort platzierten Worker am Rundenende nochmal auf ein freies Feld einsetzen kann, eine neue Idee. Das "alle Quests austauschen"-Feld auch. Und der Variable-Minuspunkte-Mechanismus der Skullport-Erweiterung ist definitiv auch innovativ und bringt eine neue, interessante Spieldimension rein.


    Ich glaube vielmehr, dass aufgrund der klaren Massenmarkt-Ausrichtung incl. erkennbar auch für Nicht-Brettspieler geschriebener Anleitung und sehr starkem Streamlining die Innovation, die Lords of Waterdeep enthält, unter den Vielspieler massiv unterschätzt wird.

  • Das sehe ich, mit Verlaub, anders. Das "lege auf nicht gebaute Gebäude jede Runde einen Siegpunkt drauf, um sie attraktiver zu machen" war damals noch relativ neu.

    Diesen Mechanismus kennt man schon seit Puerto Rico ... ;) 

    Der Gebäudebau, der neue Einsetzfelder reinbringt, mit "Besitzer bekommt bei Nutzung auch was"-Funktion (und zwar aus dem Vorrat, nicht vom Nutzer!) ist auch kein überall sonst zu findendes Element.

    So etwas findest du in Caylus. :) Hier werden also bekannte Mechanismen neu kombiniert (was ja nicht schlecht sein muss), was nicht gerade sehr innovativ ist !

  • Ich habe mir überlegt, ob ich Caylus oder andere Spiele erwähnen soll, aber welches Spiel erfindet denn alles komplett neu? LoW ist jedenfalls kein 0/8/15 Standard-Worker-Placement, sondern hat im Detail einige sehr interessante Anpassungen und Varianten drin. Es hat sicher nicht den einen, neuen, innovativen Hauptmechanismus, der jedem sofort ins Auge springt, aber meiner Meinung nach steckt da schon mehr drin, als viele Vielspieler dem Spiel zugestehen wollen.

  • Wir sind uns da im Grunde einig, ein gutes Spiel braucht nicht immer eine neue innovative Grundidee ! Bekannte Mechanismen neu und griffig zusammengestellt können auch ein reizvolles Spiel ergeben (und das ist Lords of Waterdeep ;)).

  • MetalPirate ich glaube, das Hauptproblem für viele Spieler ist die Unberechenbarkeit, welches Quests kommen. Das macht mitunter bei LoWd viel aus, was die Punkte am Ende betrifft - noch krasser ist dieser Effekt bei #Yedo, wo man teilweise sehr spezielle Bedingungen erfüllen muss für einen Auftrag. Da kann man richtig Glück haben und einen Lauf - oder man hat von Auftrag zu Auftrag immer wieder total neue Anforderungen... das kann einen schon weit Abschlagen - oder voran bringen.

    Ich persönlich finde LoWd auch sehr kurzweilig und gut, auch wenn eine Partie INSGESAMT dann doch wieder lange dauert. Das finde ich aber nicht schlimm, weil ich mich immer gut unterhalten fühle dabei. Zugegeben habe ich aber das Spiel mit den DnDeeples, Schädeln von Tzolkin und einem Inlay aufgewertet... ;-)

  • Für mich ist es nach wie vor ein Top Spiel und hat alles was es braucht:


    Die Regeln sind obwohl auf EN einfach zu lesen und zu verstehen.

    Alles wird erklärt.

    Das Spiel selbst fordert auf auf....Material ist prima. Alles was offen auf dem Spielfeld ausliegt ist eindeutig (Symbole).

    Ein paar wirklich gute Ideen, wie in vorherigen Kommentaren schon gesagt.

    Nicht gekaufte Gebäude oder z.T. unbenutzte werden jede Runde wertvoller.

    Niemand kann wirklich ins Abseits befördert werden....

    Die Skullport Erweiterung noch dazu...usw.


    Und für mich richtig gut gelungen:

    Es ist einfach straight forward !

    Kein Hirnverzwirner, um fünf Ecken denken...puuuh...und was machen die anderen bloß...kein dauerndes in den Regeln nachschauen...

    Einfach mal spielen und Spaß haben 8-))


    Ja, es gibt "bessere" Spiele aber die Leichtigkeit des Spiels ist für mich nach wie vor (s)eine große Stärke :)

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  • Jedes Spiel hat seinen Platz. Lords of Waterdeep (LoW) wäre neben Stone Age meine Empfehlung für jemanden, der einer Gruppe Workerplacement näher bringen mag. Eben weil es die Essenzen aus vielen Spielen zusammenträgt und (sehr) gut kombiniert. Kommt die Gruppe aus der thematischeren Richtung, kann was mit D&D und Eurogames anfangen und pimpt man das Spiel vielleicht sogar noch mit den dnDeeples, wird es wahrscheinlich einschlagen. Die guten Bewertungen kommen ja nicht von ungefähr.

    Nimmt man hingegen das Thema weg (oder kann damit so rein gar nichts anfangen – wie ich), fehlt etwas. Es tut eben nicht weh, es fordert nicht zu sehr, es hat keine Ecken und Kanten. Der eine sieht’s positiv, wenn man als Anfänger bei einer Partie mit Skullport gegen erfahrene Spieler gewinnen kann, andere deuten das als Mangel. LoW fand ich (mit Skullport!) jedenfalls nicht überzeugend genug, um es wieder einzufordern.

    Und ja: Skullport macht es besser. Ohne würde ich es wohl nicht spielen wollen.


    #Elitism not intended

  • Lords of Waterdeep (LoW) habe ich nur 3x gespielt, davon 1x mit Erweiterung. Ich werde es sehr wahrscheinlich nie mehr spielen weil es eben mehr als genug bessere Alternativen gibt. Vom Anspruch würde ich es mit Notre Dame vergleichen. ND ist um zwei Klassen besser, auch wenn es kein Worker Placement Spiel ist.

    LoW bietet für den Vielspieler zu wenig und für den Gelegenheitsspieler packe ich dann doch lieber ein Spiel mit deutscher Anleitung aus. Sehr häufig wollen die Spiel-Neueinsteiger das Spiel dann kaufen, da wäre es blöd wenn es nur eine englische Anleitung gibt.

    Fazit: Nettes Spiel, das man nicht unbedingt braucht.

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 12:
    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Great Western Trail — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Tzolkin —

    6 Bora Bora — 7 Orleans — 8 Nippon — 9 Trajan — 10 Caylus — 11 Heaven & Ale — 12 Lorenzo der Prächtige

  • LoW war eines der ersten Spiele, die mich so richtig angefixt haben. Ich finde immer noch, dass die D&D-Welt wunderbar zieht, wenn man sich denn gelegentlich mal die Mühe macht, den Flavour-Text zu lesen.


    Die Mechanismen greifen auch hervorragend ineinander und ergeben ein schönes, gerades Spiel. Im Kennerspielbereich super aufgehoben, für Experten gibt es sonst sicher Hirnzwirbelnderes.

  • Also mir fällt auf die Schnelle kein Worker Placement Game ein, dass ich lieber spielen würde als LoW.


    Das hat alles: sehr gutes Setting mit sehr guten Flavor Texten, variable Elemente durch die Gebäude, Take-That Elemente durch die Forced Quests und Intrigenkarten, und einen relativ simplen Ablauf, der nicht besonders AP-anfällig ist. Mit diesem Spiel konnte ich noch jede Runde begeistern: von Gelegenheits/Familien-Spieler bis die-hard wargamers. Und es funktioniert perfekt mit jeder Spieleranzahl. 8-))

  • Fazit: Nettes Spiel, das man nicht unbedingt braucht.

    Naja das trifft auf so ziemlich alle Spiele zu.

    Imho braucht man aus deiner Top 12 Liste bis auf drei Spiele auch keines 8o

    Finde ich vollkommen in Ordnung was Du schreibst.

    Auch hast Du Recht, dass mein Fazit auf sehr viele Spiele zutrifft. Deshalb hatte ich ja versucht zu erklären weshalb ich es nicht brauche (Englische Anleitung).

    Nur mit der Formulierung "..auf so ziemlich alle Spiele" kann ich nicht mitgehen. Dafür liegen bei mir dann doch sehr viele (Euro-)Spiele im Schrank ;)

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 12:
    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Great Western Trail — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Tzolkin —

    6 Bora Bora — 7 Orleans — 8 Nippon — 9 Trajan — 10 Caylus — 11 Heaven & Ale — 12 Lorenzo der Prächtige

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  • Ich spiele sehr selten Euros, und WP-Spiele sogar ganz besonders ungerne. Bei Agricola oder Stone Age kriege ich die Krätze. Aber Waterdeep mag ich wirklich! Ohne D&D hätte ich das Spiel vermutlich einfach ignoriert, und ohne die Intrigenkarten hätte ich es nach der Erstpartie wahrscheinlich nicht nochmal spielen wollen, aber mir gefällt es, besonders, wenn sich die Mitspieler um die Flavour-Texte bemühen, wie Brandigan bereits schrieb.


    Ich persönlich würde mir noch mehr Zufallselemente wünschen (sprich: ab und zu mal auf Erfolg würfeln müssen oder etwas in der Art), und das Take That könnte ruhig nochmal eine Gangart härter sein, aber das ist natürlich eher eine Geschmacksfrage bzw. eine Frage dessen, was man sich von einem Spielerlebnis erhofft.

  • Ich habe ja schon mitbekommen, dass LoW allgemein eine große Liebhabergemeinde hat. Für mich ist das komplett unverständlich. Ich finde das Spiel furchtbar. So furchtbar, dass es von mir als bisher schlechtestes Eurogame, das ich überhaupt je gespielt habe wahrgenommen wird. Ich würde das nur noch gegen horrende Bezahlung spielen. So, jetzt ist es raus 😃 ich finde LoW zum Kotzen

  • LoW finde ich super - krankt aber zu sehr an: Ich habe ein lila, ein schwarz und bekomme ein grün...Da können auch die Flavortexte nix dran ändern. Bei der Agricola Familienedition habe ich gemerkt, wie viel für mich als Amispieler doch Holzschweine und Schafe für eine positive Änderung bringen - Wenn ich mir das selbst mal zulegen sollte, würde ich die bekannten Waterdeep-Meeples gleich dazuordern.


    Bierbart

    Dann spiel Yedo - Das ist ein wunderbarer LoW Ersatz und hat richtig richtig fette Take-That Momente...War göttlich anzusehen, wie die Frau des befreundeten Pärchens ihren Mann als „Du verdammter A...fi....er“ angemault hat und er und ich uns daraufhin vor Lachen nicht mehr eingekriegt haben :D :D


    (Disclaimer: Die beiden haben ein super Verhältnis zueinander, lieben sich und sind auch immer noch zusammen :P )

    Top 10 (jeweils ohne Reihenfolge)

  • LoW war eines der ersten Spiele, die mich so richtig angefixt haben. Ich finde immer noch, dass die D&D-Welt wunderbar zieht, wenn man sich denn gelegentlich mal die Mühe macht, den Flavour-Text zu lesen.


    Die Mechanismen greifen auch hervorragend ineinander und ergeben ein schönes, gerades Spiel. Im Kennerspielbereich super aufgehoben, für Experten gibt es sonst sicher Hirnzwirbelnderes.

    Guten Abend,


    meinst du, dass das Spiel auch jemanden anfixen kann, der mit der D&D Welt überhaupt nix anfangen kann und NULL Hintergrundkenntnisse hat? Ich befürchte ja, dass die "Flavour" Texte somit an mir abprallen könnten wie Kugeln bei Superman. Liege ich da richtig?


    Gruß

    Marc

  • meinst du, dass das Spiel auch jemanden anfixen kann, der mit der D&D Welt überhaupt nix anfangen kann und NULL Hintergrundkenntnisse hat?

    Falls ich auch antworten darf: Grundsätzlich ja. D&D ist keine notwendige Voraussetzung. Man kann das Spiel auch als themenfreies Eurospiel spielen ("tausche vier orangene Würfelchen und 6 Geld gegen zwei schwarze Würfelchen und drei Siegpunkte"), wenn man Mechanismus über Thema priorisiert. Aber wenn man weder an reinen Euro-Mechanismen noch an der D&D-Einkleidung Interesse hat, dann wird's schwierig.

  • Wenn man intensiv (A)D&D gespielt hat, wird man viele Anspielungen und Begebenheiten in den Flavourtexten wiedererkennen. Das fasziniert mich an dem Spiel und erklärt eventuell auch etliche hohe Wertungen. Weil rein mechanisch erfüllt man Aufträge, in dem man verschiedenfarbige Klötzchen sammelt und über Gebäude neue Klötzchen-Generatoren hinzufügt. Kennt man. Darüberhinaus wird es konfrontativ ungerecht, wenn man einen beliebigen Mitspieler einen Pflichtauftrag reindrückt, der diesen Mitspieler gehörig ausbremst. Das kann einen guten Start kosten oder eben die Chance auf Sieg. Schutz gibt es dagegen nicht, ausser eher unauffällig zu spielen oder die Drohung, dass man sich ebenso rächen wird. Das muss man mögen und abhaben können. Reine Eurogamer tun sich damit eher schwer.


    Wer nur die Euro-Mechansimen toll findet, kann besser Caylus spielen. Wer hingegen ein eher einfaches Eurogame-Workerplacement-Spiel sucht und sich an dem D&D-Setting erfreuen kann, sollte hingegen zugreifen. Mit der Erweiterung wird es noch besser und mit den Mini-Meeples sowieso. Wenn dann trotzdem jemand am Tisch weiterhin von "ich tausche vier schwarze gegen zwei weisse" mitkommentiert und nie die Flavourtexte verliest, weiss man, dass man lieber hätte was anderes spielen sollen. Empfehle Steam Works als Eurogames-Alternative, wenn einem Caylus zu altbacken ist.

  • Interessant. Ich wusste gar nicht, dass es ein Eurogame ist. Als es neu war, habe ich einen kurzen Blick drauf geworfen und es anhand Thema und Grafik verworfen, ohne es weiter zu betrachten.

    Gut, wenn es das Spiel eh nicht auf deutsch gibt, brauche ich es mir auch nicht weiter ansehen.

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  • LoW finde ich super - krankt aber zu sehr an: Ich habe ein lila, ein schwarz und bekomme ein grün...Da können auch die Flavortexte nix dran ändern. Bei der Agricola Familienedition habe ich gemerkt, wie viel für mich als Amispieler doch Holzschweine und Schafe für eine positive Änderung bringen - Wenn ich mir das selbst mal zulegen sollte, würde ich die bekannten Waterdeep-Meeples gleich dazuordern.

    Exakt! Damit ist das Spiel enorm aufgewertet! Würde ich jedem empfehlen, der das Spiel mag und sich zulegen will!

  • Ich habe mein LoW mit Mini-Meeples von spielmaterial.de aufgemotzt. Kostet nur einen Bruchteil der DnDeeples und erfüllt meiner Meinung nach ganz genauso den Hauptzweck, aus den Würfelchen etwas "Menschliches" zu machen. Aber leider scheint es diese Mini-Meeples nicht mehr zu geben.

  • Guten Abend,


    meinst du, dass das Spiel auch jemanden anfixen kann, der mit der D&D Welt überhaupt nix anfangen kann und NULL Hintergrundkenntnisse hat? Ich befürchte ja, dass die "Flavour" Texte somit an mir abprallen könnten wie Kugeln bei Superman. Liege ich da richtig?

    Tja, schwierig zu sagen. Wenn "überhaupt nix mit anfangen" bedeutet, dass man das Setting / Genre / Thema gar nicht mag, dann ist das Spiel darunter immer noch grundsolide. Wenn man bloß keine Anknüpfungspunkte hat, aber dem Thema nicht abgeneigt ist, kann es ein toller Einstieg sein, der neugierig macht.


    Und irgendwas hat man sicher mitbekommen, oder? Der Beholder dürfte schon mal gesehen worden sein; ich persönlich kannte aus der Kindheit noch die Romane von R.A. Salvatore um Drizzt Do'Urden und natürlich Baldur's Gate (und seine Epigonen NVN, Planescape etc.). Für mich reichte das, um mich gleich "heimisch" zu fühlen.

  • Guten Abend,


    meinst du, dass das Spiel auch jemanden anfixen kann, der mit der D&D Welt überhaupt nix anfangen kann und NULL Hintergrundkenntnisse hat? Ich befürchte ja, dass die "Flavour" Texte somit an mir abprallen könnten wie Kugeln bei Superman. Liege ich da richtig?

    Tja, schwierig zu sagen. Wenn "überhaupt nix mit anfangen" bedeutet, dass man das Setting / Genre / Thema gar nicht mag, dann ist das Spiel darunter immer noch grundsolide. Wenn man bloß keine Anknüpfungspunkte hat, aber dem Thema nicht abgeneigt ist, kann es ein toller Einstieg sein, der neugierig macht.

    so und nicht anders kenne ich LoW (mit Erweiterung). Hab null AD&D Background, aber LoW ist ein grundsolides WP-Spiel, dessen Mechanismen Spielpaß bereiten. Die "Einkleidung" ist natürlich nicht völlig unwichtig, sie ist für mich (und die meisten Mitspieler ebenfalls ohne AD&D Kenntnisse) gelungen, d.h. es ist ein ansehnliches Spiel mit guter Materialqualität und Design. Für mich tragen aber solide Mechanismen den wesentlichen Reiz des Spiels.. Meeple statt Klötzchen? Kann man machen, muss nicht. El Grande spiel ich auch, ohne mich gleich in Spanien zu wähnen - da waren auch nur Klötzchen drin.

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

  • Guten Morgen,


    vielen Dank für eure Rückmeldungen. Wie ich gesehen habe, gibt es 2 Promokarten zum Spiel. Während die eine "nur" um die 20 Euro kostet, müsste ich für die 2 Karte bereits 75 Dollar auf den Tisch legen. Das ist mir für dieses zweifelhafte Vergnügen zu viel. Ich MUSS , wenn mir ein Spiel gefällt, ALLE Promos haben, ansonsten kaufe ich es nicht. Sorry, geht gar nicht.:nein:


    Gruß

    Marc

  • [...] Carcassonne-Meeple mit comichaften Aufklebern (falls es die sind) [...]

    Sind es nicht. Ich habe einfach nur kleine Meeple in schwarz/orange/weiß/lila als Ersatz gekauft (plus normal-große als 5er, in Anlehnung an die Multiplikatoren-Plättchen der LoW-Erweiterung). Keine Aufkleber.


    Mit Würfelchen als Symbol für irgendwelche Ressourcen (Stein/Holz/Gold/...) habe ich kein Problem, aber wenn das für warrior/thief/mage/cleric stehen soll, stört es für mich die Immersion im D&D Setting von Lords of Waterdeep. Das macht aus den Personen für mich Sachen. Die DnDeeples sind selbstverständlich nochmal eine Nummer besser (in Holz, nicht Plastik!), das will ich gar nicht bestreiten, aber für mich erfüllen die Mini-Meeples 80% davon für 20% des Preises. Wenn man LoW nicht zu seinen Lieblingsspielen zählt, braucht man die DnDeeples meiner Meinung nach nicht unbedingt. Wenn man irgendwie an Mini-Meeples kommt.



    Die Carcassonne Meeple in klein gibt es zum Beispiel bei cundco.de

    Link? Ich finde nur die normal-großen Meeples im 100er-Pack (und dazu ganz viel neumodischen Plastikkram).

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  • Sind es nicht. Ich habe einfach nur kleine Meeple in schwarz/orange/weiß/lila als Ersatz gekauft (plus normal-große als 5er, in Anlehnung an die Multiplikatoren-Plättchen der LoW-Erweiterung). Keine Aufkleber.

    Ah ok. Na das dürfte dann auch ziemlich gut passen. :thumbup: Ich hatte das hier vor Augen: Spielmaterial, Spieleentwicklung, Pöppel, Würfel, Spielsteine | Aufkleber für Spielfigurensatz Lords of Waterdeep - LORDS OF WATERDEEP - Spiele und dazu eben die normalen Meeple. Ich weiß nicht, für meinen Geschmack sind das zu unterschiedliche Stile.

  • Marcel P. : Bäh, neee, diese Aufkleber wollte ich gar nicht haben. Die Mini-Meeples habe ich übrigens doch noch gefunden (9 Cent/Stück):


    Spielmaterial, Spieleentwicklung, Pöppel, Würfel, Spielsteine | Männchen, Meeple klein 


    Mit 12mm Höhe bei 8mm Dicke sind die größenmäßig auch nicht so weit weg von den 1cm-Würfelchen aus dem Spiel.

  • Die Mini-Meeples habe ich übrigens doch noch gefunden (9 Cent/Stück)

    Doch, die sind natürlich ganz cool und 9 € exkl. Porto macht sie durchaus attraktiv im Vergleich zu den DnDeeples. 8-))

    Ich hatte auch drüber nachgedacht - aber bei den DnDeeples sieht man halt am Aussehen auch die Charakter-Klasse - das gehört für die Immersion - für mich! - ganz einfach dazu! Ich bereue den Kauf nicht; auch nicht den Kauf des BrokenToken-Inlays!

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