Rezension Tribun von Klaus Ottmaier

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  • Ja, hat mir sehr gut gefallen.
    Das Spiel würde mich reizen, nur gefallen mir einige Kritiken von Hall9000 nicht, die von einem Kartenglück reden ?!?


    Ist das Kartenglück wirklich so extrem oder war das nur eine Ausnahmesituation ?
    Wer kann davon mehr berichten ?

  • Na ja, Kartenglück ist halt relativ.


    Viele Karten liegen ja offen aus. Im Endeffekt gibt es verschiedene Versteigerungsmechanismen an den verschiedenen Stätten.


    Bei uns kam irgendwie keine so richtige Stimmung auf. Der Wiederspielreiz ist irgendwie überschaubar. Nun haben wir Tribun im Anschluß an Through the Ages gespielt - ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt.


    Also ich empfinde Tribun als aufgebohrtes Romme mit Spielbrett. Absolut familientauglich. Und die Glückskomponente halte ich eher für gering... es liegen massenhaft Karten offen aus und vor allem haben alle Spieler die gleiche Auslage und die nahezu (spielerreihenfolgeabhängig) die gleichen Entscheidungsmöglichkeiten... Als Glücksspiel würde ich es nicht bezeichnen!

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

  • Zwei Punkte kann ich noch anmerken:


    1. Natürlich können die benötigten Karten im entscheidenden Moment partout nicht auftauchen bzw. dem Gegner in die Hand spielen. Bei kürzeren Partien mit weniger Runden kann das mehr Auswirkung auf die Siegchancen haben, aber insgesamt ist aufgrund der Menge der Karten, die pro Runde im Spiel sind, das Kartenglück nicht vordergründig ausschlaggebend, v.a. auch wegen 2.


    2. In den ersten 2,3 Partien spielt man so vor sich hin und es erreichen auch wahrscheinlich mehrere Personen gleichzeitig die Siegbedingungen. Man hat das Gefühl, egal was man tut, irgendwie erfüllt man schon die Siegbedingungen. Man kann keinen Spieler aktiv am Erreichen der Siegbedingungen hindern, was auch das Gefühl der Beliebigkeit verstärken kann. Sobald einem das bewusst wird, lernt man aber deutlich Ziel orientierter zu spielen. Man darf nicht ins Blaue spielen, sondern muss klare Prioritäten setzen, muss versuchen, den Gegner auszubremsen und dabei immer reaktionsfähig auf die Kartenauslage bleiben. Das ist dann kein leichtes unterfangen mehr, aber durch die zufällige Kartenverteilung äußerst spannend und reizt zu Wiederholungen.
    Zumindest in unseren Runden.


    Gute Nacht


    Klaus

  • ah,danke für die Info.
    Ich selbst würde das gerne spielen, aber leider habe ich selten die gleichen Leute da und somit ist das Spiel sicher nicht so interessant.


    Erinnert an:
    Auf den Spuren von Marco Polo. Auch ein sehr gutes Spiel,welches man aber am besten immer mit der gleichen Truppe spielen muß, weil es dann sehr viel interessanter wird. Ansosten ein fades Spiel, wo man einfach nur Karten abgibt.

  • Zitat

    Original von Sankt Peter
    Absolut familientauglich.


    Das kommt aber stark auf die Familie an ;). Tribun würde die meisten Familien wohl eher verzweifeln lassen.


    Ich denke übrigens auch nicht dass es zu glückslastig ist. Wie Klaus schon gesagt hat können manchmal entscheidende Karten nicht auftauchen, aber ansonsten ist man schon für das meiste selbst verantwortlich. Eine gute Mischung würde ich sagen.
    Ich kann mich erinnern dass ich zwei Runden lang den verdammten verdeckten 6er Stapel durchsucht hab und keine (hell?!)blaue Karte drin war und auch sonst keine mehr verfügbar war (aufgrund der Spielerreihenfolge), mit der ich dann gewonnen hätte. Das kann schonmal passieren, aber es lag wohl an der Siegbedingung Tribun, die für alle verpflichtend war und um die sich alle geprügelt haben. Mit dieser Siegbedingung würde ich nicht mehr spielen.

  • Zitat

    onkel_e schrieb:
    den verdammten verdeckten 6er Stapel durchsucht hab


    Du meinst wohl die 5 Karten aus den Katakomben. Ja, da liegt ein nettes kleines Zockerelement. Man möchte unbedingt eine bestimmt Fraktion übernehmen und es fehlt einem eine Karte. Dann kann man eine seiner Figuren ja dennoch zu der gewünschten Fraktion stellen und darauf hoffen, dass man in den Katakomben die fehlende Karte findet. Aber das nenne ich eher Zocken als Kartenglück.
    Aber solche Situationen können definitiv vorkommen.


    Gruß
    Klaus

  • Was heisst hier "zocken"?
    Das klingt so, als hätte er bewusst ein vermeidbares Risiko eingegangen.


    Für mich klang das eher, als habe er den letzten Strohhalm ergriffen, der noch da war.
    Verpflichtende Siegbedingung war der Tribun, diesen wollte er wohl mit den Vestalinen und den Senatoren bekommen.
    Nur leider fehlten ihm die Senatoren, also muss man diese übernehmen.


    Wenn nun keine Senator-Karten in die Auslage kommen (oder die Mitspieler so nett sind, diese einem wegzuschnappen), dann hat man ja nur noch 2 Chancen: Katakomben oder ab zum Klo... und bei letzterem ist ein Griff in eben dieses wesentlich wahrscheinlicher (weil nur eine Karte - zumal Senatoren wirklich teuer werden könnten...).



    Ich seh jetzt aber nicht, inwieweit er dort gezockt hätte... abgesehen davon, dass man es als Synonym für "spielen" sehen könnte. Dann hat er natürlich Tribun gezockt ;-)

    Einmal editiert, zuletzt von Tyrfing ()

  • Ich habe es gerade schon als Reaktion auf die Rezi gepostet:
    Das Foto grenzt für mich an Fälschung!
    Der Spielplan ist extrem und absolut grenzwertig düster!
    Das kommt auf dem Foto völlig falsch rüber.


    Gruß
    Mandras

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  • Ich denke auch es war eher Verzweiflung als Zocken ;).


    Ach übrigens...Das ist kein Foto von der Rezi sondern ein wie soll ichs nennen...Bild aus einem Grafikprogramm. Da kanns schonmal vorkommen, dass einiges anders aussieht als in real gedruckt.

  • Ich hatte schon im spielblog geantwortet. Das Originalbild/ der Spielplan ist so dunkel - da hilft dann HDR... und schon ist alles schick. Schön, wenn es aufgefallen ist!

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  • In der Situation, dass man für den Sieg noch den Tribun braucht, ist es klar kein zocken mehr, sondern schlecht geplant ;) .
    Aber man kann, wie beschrieben, auch auf Risiko spielen und darauf bauen, dass man in den Katakomben die noch fehlende Karte bekommt. Das habe ich dann Zocken genannt.
    Und übrigens glaube ich, dass er den Tribun mit den Plebejern und den Patrizier bekommen wollte... :D

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