[Spieleschmiede] Hunter & Cron Brettspiel-Club

  • Ne, Du weist dieser Leistung halt keinen Wert zu. Was ok ist, Wert ist etwas Subjektives...Andere erkennen für sich einen Wert an und beteiligen sich entsprechend.

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  • Auf Seiten der Youtube-Zuschauer gibt es, glaube ich, zwei mögliche Arten von Kunden, die einem so einen Kanal (teil)finanzieren könnten. Da gibt's diejenigen, die in erster Linie unterhalten werden wollen. Und dann gibt's diejenigen, die Informationen wollen, z.B. im Falle eines Brettspielkanals unabhängige kritische Reviews mit Tips und genauso auch mit Warnungen vor Hypes und Flops. Bei letzterem wird eine konkrete Gegenleistung erwartet. Das entspricht dem Handwerker, den ich bezahle zur Kloreparatur und dann will ich auch genau das haben und kein verschönertes Waschbecken. Da passt das Bild des Handwerkers. Das erste, das Unterhaltungs-Business, ist dagegen mindestens genauso sehr eine künstlerische wie eine handwerkliche Tätigkeit.


    Beides sind mögliche Formate für einen Anbieter wie H&C. Die erste Zielgruppe, die der Unterhaltungswilligen, ist größer, zahlt aber tendenziell weniger. Unterhaltung gibt's schließlich wie Sand am Meer; da ist wenig Exklusives dabei und die Konkurrenz ist groß. Die zweite Gruppe möglicher Zahler ist dagegen deutlich kleiner, enthält aber dafür Leute, die tendenziell mehr Geld als Zeit haben, und deshalb hochwertige Information wertschätzen und für gute Information auch bereit sind, mehr zu zahlen. Diese Gruppe will z.B. gar nicht selbst Massen von Kickstarter-Kampagnen anschauen, sondern darauf vertrauen können, dass die von Person X ausgewählten und empfohlenen Sachen etwas taugen. Spezialisierte, hochwertige Information statt unterhaltungsorientierter Massenmarkt -- in englischsprachigen Brettspielbereich geht das andere "HC", nämlich Heavy Cardboard, ein bisschen in diese Richtung. Mit der informationsorientierten Gruppe kann man auch Geld verdienen. Nur: diese Gruppe reagiert schnell allergisch, wenn der entsprechende Youtube-Kanal zum Lari-Fari-Werbesender mit massenkompatibler Unterhaltung auf niedrigem Niveau mutiert.


    Das Problem von H&C ist, dass die anscheinend kein richtiges Konzept haben, wer ihnen ihren Kanal dauerhaft finanzieren soll. Sie denken wohl, dass es mit "jeder ein bisschen" klappt. Industrie mit Product Placement, Fans von Unterhaltungssendungen, Fans der Reviews, jeder ein bisschen. Ich habe Zweifel, ob das klappt.

  • Hi,


    Das ist nicht ganz richtig. Ich sehe die Leistung prinzipiell schon, nur wieso sollte ich ne Leistung bezahlen weil

    es ne Leistung an sich ist? Das tue ich nur wenn sie für mich auch einen Wert hat.


    Aber die Lücke hier ist doch das zwischen Bezahlung und erhaltener Leistung gar keine direkte beziehung besteht.


    Atti

  • MetalPirate Da bin ich gerade umgekehrter Meinung. Ich zahle für H&C weil ich dort auch unterhalten werde und finde generell unterhaltende Sendungen NICHT wie Sand am Meer im deutschen Youtubebereich (nur informierende Sendungen gibt es für mich wie Sand am Meer und dafür zahle ich nicht, meine Infos hole ich mir hier aus dem Forum). Deine Ausführung ist vielleicht etwas zu einseitig mit zuwenig Verständnis für die andere Seite geschrieben.


    Ich erwarte auch als Mitglied Deiner ersten Gruppe (der Gruppe die unterhalten werden will) eine konkrete Gegenleistung: Nämlich unterhalten zu werden...und das bietet mir in D. fast kein Kanal.

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  • Mal ne andere Frage, die mir gerade auffällt:


    Hier wurde jetzt mehrmals unabhängig voneinander gesagt "ich bin ja nicht die Zielgruppe"


    Aber wer ist denn DANN die Zielgruppe? Wir sind doch diejenigen, die ohne mit der Wimper zu zucken 150€ und mehr bei KS versenken. Die den ganzen Tag hier rumhängen und rumphilosophieren. Oder irgendwelche Kanäle gucken.


    Wer sind denn die 20.000 H&C Follower? WIR müssten doch eigentlich die Zielgruppe sein??? Wenn nicht wir, wer dann?


    Das ist ja immer so ein Vorwurf (auch in vergangenen Diskussionen), dass H&C nur Mainstream liefern (was belegterweise nicht der Fall ist). An der Auswahl der Spiele kann's also nicht liegen.


    Erinnert mich so ein bisschen an diese ganzen Kneipen hier (Uni-Stadt), wo halt viele Studis rumlaufen, die sich aber den ganzen Abend an einer Cola festhalten. Nicht gerade das einträglichste Publikum. Wären die bereit zu zahlen? Oder müssten wir, die zahlungskräftigen (zahlenmäßig aber wenigeren) nicht die Zielgruppe sein?


    edit: da war der Pirat schneller

  • Attila Liest Du eigentlich Beiträge, bevor Du antwortest?


    Ich habe nirgends behauptet dass ich mit dem Schreiner, der Autowerkstatt oder dem Fotografen genau so umgehe wie mit den Herstellern von Inhalten, neudeutsch Content.


    Ich behaupte nur das auch für Inhalte der Endkunde oder Konsument durchaus zur Finanzierung beitragen kann. Und zwar mit schnödem Geld, nicht mit Überlassung von Daten. Daher halte ich es für absolut legitim diejenigen die meine Inhalte konsumieren auch um Geld zu bitten. Und ich würde mich freuen wenn das klappt.

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert


    ______________________________
    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

    Einmal editiert, zuletzt von Herbert ()

  • Bandida

    Ich kann Dir das zumindest für den Grillbereich sagen: ICH bin dort genau die Zielgruppe: der unsichere Wenig-Griller mit Aufstrebeenthusiasmus und Lust auf mehr als nur Bratwurst und Nacken (Monopoly und Siedler) - Der dabei noch locker unterhalten werden will....nicht der Forensteilnehmer aus dem Grillsportforum.


    So wird es auch in etwa hier bei H&C sein.

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  • Ok, neuer Vergleichsversuch!


    Ich bezahle Eintritt ins Stadion, um ein Fußballspiel zu schauen!


    WTF?!

    Ich bezahle Geld, damit ich ZUSCHAUEN darf, wie irgendwelche Hanseln Fußball spielen?

    Bandida - das kann ich auch um die Ecke beim Bolzplatz haben: Da spielen die Nachbarjungs jeden Nachmittag Fußball! Kostenlos!

    Ausserdem könnte ich beim Jugendverein vorbeigehen - beim Training wird auch gespielt, oder beim Turnier, ohne Eintritt! Da ist die Currywurst sogar billiger!


    Und wie krass: Da LEBEN die Menschen sogar vom Fußball (Also, oben, in dem Beispiel mit dem Stadion!) - inklusive Porsche und Benz! ^^


    So. Hinkt der Vergleich auch noch? :-)

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  • Ich persönlich unterstütze H&C bis jetzt noch nicht, sehe aber gerade beim Brettspiel-Club durchaus einen recht großen Mehrwert. Denn je nachdem wie man es definiert, gibt es eben keine kostenlose Konkurrenz. Wenn es mir allgemein um Brettspiel-Content gibt es natürlich viel Konkurrenz. Will ich deutschsprachigen Content wird es schon weniger. Wenn ich konkret Let's Plays oder Playthroughs in Deutsch will, ist mir keine Konkurrenz bekannt.

  • Hi,

    [Tom] - etwas hinkt der Vergleich durchaus, denn ich bekomme hier eine ganz konkrete Gegenleistung.

    Bin H&C bezahle ich und bekomme dann mit etwas glück nen video mit unbekanntem inhalt (über Brettspiele). Beim Fussball weiss ich gegen welche Mannschaft da gespielt wird und ist zudem noch ein „Event“. Ich bezahle das Stadion benutzen zu dürfen, mit meinen Freunden gemeinsam dort zu feiern (Köln Fans feier immer - egal wie es ausgeht 😜).

    Ich bezahle dafür einem einmaligen Ereignis beiwohnen zu können.

    Also ganz korrekt ist der Vergleich so nicht ganz.


    Der Punkt ist imo: Bezahle ich für ein wages Versprechen oder bezahle ich für konkreten Content?

    Ich tue mich mit der ersten Fassung echt schwer. Bei zweiterem habe ich keine Probleme. Wenn sie für ihre Videos Geld haben möchten, sollen sie Geld pro Aufruf verlangen. Ist ok. Oder Monatsabos für ihre Sendungen oder so. Aber „zahlt mir mein Equipment und ich mache euch ne Werbesendung“? Määhhh. ... ohne mich.


    Atti

  • Crowdfunding ist ein sog. Risikoinvestment. Du investierst in eine Vision. Jemand möchte etwas realisieren und für die Idee gibst Du ihm Geld (wenn du möchtest), in der Hoffnung am Ende auch von der Realisierung des Projekts zu partizipieren. In welcher Form auch immer (Geld, Unterhaltung, Information, etc.).


    Du kaufst mit einem Risikoinvestment keine Leistung ein, darum kannst du es auch nicht mit Handwerkern vergleichen.


    Du bezahlst nicht, du investierst. Deinem Investment steht keine Gegenleistung gegenüber, kein Leistungsversprechen.

  • Attila - Wo ist denn bitteschön Hunter & Cron KEIN konkreter Content (eben Reviews von H&C) im Vergleich zur Bayern München Jahreskarte (eben Spiele von Bayern München)? Der Unterschied: Die Mannschaft ist bekannter! Dafür ist die Eintrittskarte teurer.

    Na und? H&C sind noch nicht so bekannt, dafür bekommst Du den konkreten Content (Reviews von den Beiden) günstiger.


    Ob die Reviews gut werden? Wer weiß?

    Ob Bayern München toll spielen wird? Wer weiß?


    Feiern kann ich auch woanders - dafür brauche ich kein Stadion!

    Ich finde, Du redest es Dir schön, weil Du Fußball toll findest, Reviews von H&C aber eben nicht.

  • Ich glaube hier wird grundsätzlich etwas missverstanden: Bei allen Crowdfunding-Plattformen, egal ob Kickstarter, Spieleschmiede oder sonst was, geht es nicht ums Kaufen einer Leistung oder eines Produktes, sondern um die Finanzierung eines Projektes.

    nope. unter anderem bei der Spieleschmiede(ich meine auch bei allen anderen Plattformen in der EU) kaufst Du ein Produkt

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  • Worauf genau beziehst du dich?


    Du förderst ein Projekt mit einem Beitrag. Als Gegenleistung bei Erfolg verspricht dir der Ersteller eine Gegenleistung, die so nicht erbracht werden muss (qualitativ, quantitativ, etc.). Ich wüsste nicht, dass dabei ein Kaufvertrag entsteht.

  • So wie manche sich hier reinsteigern könnte man meinen Hunter und Cron führen eine Abgabe wie die GEZ ein, in der alle Brettspieler zur Kasse gebeten werden...


    Ein Teil der Spenden von H+C werden wohl auch von den "Fans" kommen, das sind die wo jedes Video unabhängig vom Inhalt konsumieren. Die gibt's ja bei vielen Kanälen. Die geben halt Geld weil sie die Leute mögen, bzw. eine Art Verbindung zu ihnen aufgebaut haben.


    Ich mein bei der FIFA-community (Videospiel) gibt es Leute die bezahlen damit ihr Youtuber virtuelle Spielersammelpäckchen auspacken kann und die Leute ihm dabei zuschauen können :sleeping: das find ich wirklich verrückt


    Da ist der Verwendungszweck den H+C angeben ja richtig sinnvoll dagegen... Und man weiß ja auf was man hoffen darf zu bekommen, eine neue Staffel Brettspielclub


    Da mich der Brettspielclub, genauso wie andere Letsplays oder schräge LoL-Übertragungen o.ä. nicht interessiert, werde ich das Projekt auch nicht unterstützen. Für die wo sich aber dafür interessieren, freue ich mich das sie die Möglichkeit haben zu unterstützen und den Content zu ermöglichen.


    Für einen richtig guten, professionellen Kanal auf deutsch, der regelmäßig eine große Menge qualitativ guter Videos bereitstellt, wäre ich durchaus bereit zu bezahlen. Ich bezweifel aber, das H+C meinen Geschmack hierbei treffen, auch wenn sie mehr Zeit hätten, dafür schaue ich zuwenig ihrer Videos. Trotzdem fände ich es schön wenn sie ihren Kanal ausbauen könnten, wie sie das finanzieren ist mir erstmal Wurst, muss ja nirgends mitmachen.

  • [Tom]


    Sorry mein bester, aber bei dem „Versuch“ wird es bleiben. Außer du setzt voraus, dass Brettspielen zum Volkssport wird. Und du 60 Millionen Deutsche damit an den Fernseher kriegst.


    Schiel mal zu anderen Sportarten rüber, wo die Sportler oft noch arbeiten gehen. Selbst beim Frauenfußball.


    Hillbilly


    Kannst du mal konkret sagen, WARUM sie deinen Geschmack nicht treffen? Was müssten sie bringen, um dich als Kunden zu gewinnen?

  • Sowohl im deutschen als auch im amerikanischen Recht ist Crowdfounding nicht konkret eingeordnet bisher. In den USA ist es aber wohl mit dem aktuellen Recht besser vereinbar. Keine Ahnung wie der aktuelle Stand in Deutschland ist, aber von Spende bis konkretem Vertrag je nach Aufbau des Projekts war da glaube ich alles drin.

  • Unternehmertum heisst auch Risiken einzugehen und Gewinne zu reinvestieren - z. B. in eine neue Kamera, in Räumlichkeiten, ...


    Außerdem sollte das Geschäftsmodell aus sich heraus rentabel sein. Dieser Zustand sollte bereits im Vorfeld in einem groben Businessplan dokumentiert sein.


    Wirkt alles ein bisschen unprofessionell - zumindest wenn das Ziel heisst davon leben zu können.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


    Meine Spiele: Klick mich

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  • Viele Start Ups arbeiten so, das Risiko liegt hauptsächlich beim Investor, das eigene Kapital sind Kompetenz, Überzeugungskraft und die eigene Idee. Guck Dir mal an wie schnell im Silicon Valley Firmen gegründet werden, und wieder verschwinden, das ist oft nur eine Sache von Monaten. Vermutlich auch mit ein Grund, warum Deutschland mit dem alten Konzept da so hinterher hinkt. Scheitern ist in den USA kein Makel an sich.

    Businessplan gibt es da auch meist, aber realistisch ist der am Ende selten, in jegliche Richtung.

  • Startup heisst oft: finde das skalierbare Geschäftsmodell und passe es x-Mal an bevor Du Insolvenz anmeldest (der kleinste Teil schafft es am Ende rentabel zu sein). H&C ist in meinen Augen weit weg von der eigentlichen Startup-Szene. Deshalb passen auch die dort üblichen Finanzierungsmodelle mMn nicht wirklich.


    Und auch diese Startups gehen oft nicht unerheblich ins Risiko. Da aktuell (zu) viel Geld am Markt ist laufen die Finanzierungsrunden oder jetzt neu ICOs etwas (zu) leicht. Aber auch das wird sich wieder ändern (Stichwort Zinswende).


    Das klassische Startup versucht auch oft neue innovative Geschäftsmodelle umzusetzen. Das für mich erkennbare H&C Modell hat doch einen Bart - sprich: ist wenig innovativ und somit vergleichbar risikoärmer.


    Gerade im Youtube Bereich sind die Anfangsinvestitionen doch überschaubar. Das sollte man idealerweise über F&F und Rücklagen machen.

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  • Hillbilly


    Kannst du mal konkret sagen, WARUM sie deinen Geschmack nicht treffen? Was müssten sie bringen, um dich als Kunden zu gewinnen?

    Also z.b. Reviews schau ich eher selten, zumal die meisten dann erscheinen wenn sich das Spiel schon bei mir etabliert hat oder sogar schon weiterverkauft habe, das liegt also eher an mir ;)


    Interessiert bin ich an Vorstellungsvideos von Spielen die bald/demnächst erst erscheinen sowie


    Kickstarterüberblicke was gerade alles so dort ist bzw. Videos wo Kickstarterspiele vorgestellt werden


    die Formate wie "Wochenbeichte" von M. Klein mag ich sehr


    Gut geführte Interviews wie z.b. von spieldochmal find ich interessant


    Berichte von Messen wie z.b. Gencon, hier hatte mich damals die Berichterstattung von H+C enttäuscht, da hatte ich mir mehr erhofft wenn sie schon hinfliegen


    Ist jetzt das was mir spontan eingefallen ist, kann sein das ich noch was vergessen habe.

  • Und wie hoch ist beispielsweise die Auflage der Spielbox?

    ca. 15k – in irgendeinem Interview aufgeschnappt. Das deckt sich ungefähr mit den bei Wikipedia genannten Zahlen. Die Profis hier werden sicher die nur auf Anfrage erhältlichen Mediadaten vorliegen haben und können mich ggf. berichtigen.

    (Bei der Spiel doch! sind’s 30k.)

  • Sind deine Texte davon eigentlich ausgenommen?

    Nein, natürlich nicht. Aber wenn ich so einen Eingangssatz schreibe, dann ist er natürlich absichtlich überspitzt gemeint und einfach nur übertrieben, um eventuellen "Hatern rein meiner Person gegenüber" gleich ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen. Eine absichtlich angewandte Hyperbel quasi. Damit möchte ich einfach nur ausdrücken, dass es mir lieb wäre, dass in diesem bestimmten Beitrag verstärkt auf meine Inhalte geschaut wird, auch wenn ich mal verbal ein bisschen über die Stränge schlagen sollte (was auch mir passiert, natürlich!). Und ich gebe mir tatsächlich immer Mühe, auch Argumente vorzubringen und Begründungen dafür mit vorzulegen.

    Zitat
    BlackTears Ich bin generell der Meinung, dass die Industrie solche Formate VOLLUMFÄNGLICH unterstützen sollte, ohne dass die Community einspringen muss. Es steht jedem frei sich zu beteiligen, aber ich habe Probleme eine reine Werbesendungen zu unterstützen.

    Kannst du ja sein, aber das wurde in der Vergangenheit wie gesagt ja schon von den Verlagen gemacht und wird jetzt zu einem wesentlichen Teil nicht anders sein. Diese Anfrage nach Spenden ist wohl einfach nur aus der Not heraus entstanden, dass sie das Studio nicht zeitnah ausstatten können. Wenn sie noch ein, zwei Jahre damit gewartet hätten, hätten sie es sicherlich auch von allein finanzieren können, aber solange es genug unterstützungsbereite Leute gibt, versuchen sie es eben so. Die Branche ist schnelllebig und in ein, zwei Jahren kann man schon wieder "out" sein. Ich verstehe H&C da, dass sie das nicht riskieren wollen. Daher riskieren sie lieber einen kurzfristigen "Knick" in ihrer Credibility und gehen eben nun diesen Crowdfunding-Weg. Und du schreibst es selbst schon perfekt in Satz 2: "Es steht jedem frei, sich zu beteiligen". Genau so ist es. Und wenn es dir persönlich zu sehr nach einer Werbesendung anmutet, musst du es ja nicht unterstützen. Völlig in Ordnung :)

    Zitat

    Warum spielt es also so eine schlimme Rolle, dass die Verlage da Geld zuschanzen?
    -
    BlackTears "An welcher Stelle habe ich geschrieben, dass es schlimm wäre, wenn Verlage da Geld zuschanzen? Ich habe genau das Gegenteil gesagt, dass ich finde die Verlage sollten sich mehr beteiligen. Gegenfrage: Ließt du eigentlich die Beiträge bevor du dich darüber aufregst?"

    Dieser Beisatz von mir war nicht spezifisch auf deinen Beitrag bezogen, sondern auf den generellen Tenor hier im Thread. Tut mir Leid, das hätte ich in der Tat besser kennzeichnen sollen oder aus der Antwort zu deinem Beitrag herausnehmen sollen. Entschuldige.

    Zitat
    BlackTears Das ändert nichts an meiner Aussage, dass so ein Format IN ERSTER LINIE der Brettspielindustrie nutzt. Ich glaube auch nicht, dass ich es in meinem Brettspielalltag merken würden, wenn der Brettspielclub zukünftig noch weitere Saffeln erhält.

    Das weiß ich natürlich nicht und kann selbstverständlich stimmen. Aber generell ist hier von beiden Seiten viel Spekulation dabei. Wir wissen beide nicht, wie viel "Impact" der Brettspielclub auf Kaufkraft oder Hobbyzugehörigkeit hat und dazu gibt es auch keine ableitbaren Zahlen. Aber mutmaßend würde ich dabei bleiben: meine persönliche Tendenz ist, dass der Club mehr "hilft", als er "schadet". Muss man aber natürlich nicht so sehen.


    Zitat

    BlackTears

    Ich übertreibe nun bewusst: Ich bezahle also 250 Euro und wenn ich als Kritikpunkt angebe, dass ich es besser fände, wenn die Darsteller in Häschenkostümen vor der Kamera sitzen, dann wird das in der Form auch umgesetzt?

    Wenn es so ist, dann überlege ich mir ernsthaft das Pleagelevel zu wählen.

    Ich denke, das Feedback sollte schon realistisch sein.. ;)


    Zitat

    BlackTears

    Wenn es hingegen dabei bleibt, dass die Kritik geprüft und nur im Bedarfsfall umgesetzt wird, dann unterscheidet sich kaum von jeder anderen Kritik, die sich auch per Mail oder Kommentar kommunizieren kann.

    Da ist leider etwas dran, das Pledgelevel ist sicherlich nicht das geschickt Gewählteste. Dennoch denke ich, dass man da entsprechend ernst genommen werden würde und ggf. auch ein bisschen mit gestalten kann. Ist aber nur Annahme gepaart mit Wunschdenken von mir. Ansonsten würde ich mir als Unterstützer dieser Stufe auch ein wenig veräppelt vorkommen. Wird man aber ja dann sehen, wenn die ersten Rückmeldungen kommen (also falls sich das jemand kauft und dann trotz konstruktiven Vorschlägen stets ignoriert wird).


    Du bist echt gut darin, Zitate aus dem Zusammenhang zu reißen. Der zitierte Halbsatz bezog sich auf die These, dass alle Zuschauer profihaft produzierte Formate haben wollten, aber dann schreien würden, wenn die Macher sich das dazu nötige Geld bei Industrie (durch Werbeformate) und/oder Kunden (durch in Crowdfunding) holen würden. Das war eine von H&C losgelöste Diskussion

    Dann ziehe ich meine Kritik an deinen dortigen Worten gern zurück und entschuldige mich, dass ich dich so falsch gelesen habe - muss aber bitte gleichzeitig nachfragen: wenn es von H&C losgelöst ist, wieso steht es dann als vierte Replik im H&C-Brettspielclub-Thread hier? Wurde dein Beitrag irgendwie aus einer anderen Diskussion hierher verschoben? Sorry aber da sehe ich dann wohl nicht vollständig durch.

    Anyway danke für deine Klarstellung, wie du es gemeint hast.


    "Missgönnen" ist eine persönliche Note. Wie üblich habe ich mich kritisch über einen Vorgang geäußert. Das ist ein riesen großer Unterschied. Ich mache das nicht persönlich motiviert, um meinen "Unmut" auszudrücken, sondern sachlich motiviert. Ich kann es partout nicht nachvollziehen, warum du nicht nachvollziehen kannst, dass ich das kritisieren kann ohne dabei von persönlichen Abneigungen motiviert zu sein. Ist das so unglaublich? Muss man immer von niederen Beweggründen movitiviert sein, wenn man etwas kritisiert?

    Nein, muss man natürlich nicht. Aber wenn du hier privat in einem Forum schreibst, gehe ich schon davon aus, dass deine Beiträge persönlich gemeint sind :) Oder siehst du dich selbst stets als neutralen Gutachter, wenn du hier schreibst? Ich verstehe leider wirklich nicht ganz, wie du das meinst. Eine Meinung ist am Ende wohl auch immer persönlich, außer du schreibst davor explizit, dass du versuchst, es jetzt mal so objektiv/neutral wie möglich zu betrachten. Dann kann ich es gern losgelöst von deiner Person oder deiner privaten Ansicht respektive Sympathie sehen.


    Zitat

    Ben2

    Zu deinem Fersehstudio: Klar, kann man ein Studio haben. Die BEGRÜNDUNG finde ich aber dreist. Und das darf man auch sagen, finde ich. Und wieder einmal kommt die Frage nach der Quelle. Wenn ich ein Fersehstudio aufmache ist nicht die erste Frage: Wie können meine Zuschauer das für mich bezahlen? Der Vergleich hinkt also. Wenn sie dafür zu einer Bank gehen, ihren Businessplan aufstellen und nach Geld fragen und dann mit ihren fertigen Formaten Geld einfahren (sei es durch Patreon oder Werbung oder was auch immer), dann ist das alles kein Problem (so hat das TableTop auch gemacht: die ersten zwei Staffeln erschienen "einfach" von einem Produktionsstudio - Geek&Sundry - unterstützt. Nach 2 Staffeln high quality hat man dann die dritte mit Crowdfunding unterstützt. Vollkommen legitim mMn. )


    Aber ich bezweifle, dass die Bank diese Begründung schlucken würde ....

    1. Die Bank würde ihnen in der Tat wohl kein Geld geben, hat Bandida ja auch schon korrekt hier beleuchtet. Außerdem müsste das Geld dann wo anders wieder reingeholt werden, daher sind Spenden für sie logischerweise erstmal der einfachere Weg.

    2. Und zur Begründung habe ich ja schon genug geschrieben und steht eigentlich auch genug in der Kampagne, wie gesagt. Sie möchten gern den Club weiterführen und brauchen dafür ein Studio, um besser und terminlich verlässlicher produzieren zu können. Also schauen sie auf ihre vorhandene Technik und Ausstattung und merken "das reicht noch nicht". Jetzt ein, zwei Jahre zu warten kommt nicht in Frage. Also fragen sie nach Spenden. Wenn dies nicht klappt, und die Fans/Freunde/Sympathisanten/Unterstützungswilligen ausbleiben oder zu wenig zu geben bereit sind, würden sie es ja merken und müssten dann automatisch nach anderen Lösungsmöglichkeiten suchen (evtl. wieder mehr externe Sponsoren). Oder müssten sie das Projekt halt begraben, den Club ad acta legen und ggf. den Vertrag für die Location canceln.

    Letztendlich ist die Begründung aber fast egal. Denn wenn sie dir fadenscheinig vorkommt ODER gar gleich gar nicht nachvollziehbar ist, dann musst du ja kein Geld spenden :) Ich lese hier, wie Hillbilly schon wunderbar geschrieben hat, mehrfach eine Art Angst heraus, hier Geld zu verlieren oder sinnlos einzusetzen. Na dann macht man halt nicht mit? :) Sollte doch kein Problem sein. Keiner wird dazu gezwungen und selbst wenn dort viele andere Menschen ihr Geld eurer Meinung nach "verschwenden", dann ist es am Ende immer noch ihr Problem und war ihre eigene, freie Entscheidung. Ich persönlich würde jedenfalls niemals für etwas Spenden, wenn ich nicht A genug Geld übrig hätte und B von der Sache nicht auch vollstens überzeugt wäre. Hier sind wir final auch wieder bei Maftiosi s korrektem Einwurf, dass man bei Schwarmfinanzierung meist in allererster Linie eine Idee finanziert und keine Garantie auf das letztendliche Produkt hat. Auch wenn die Spieleschmiede da tatsächlich eine Hintertür eingebaut hat und in ihren AGBs den Kunden das Produkt zusichert (was ja gut für den Kunden ist). So kriegt man im Zweifelsfall immer "Irgendwas" fürs Geld zurück, und sei es nur ein Gutschein für die SO.

    Lg

  • Wenn yzemaze Zahl von 15k stimmt, dürfte es eigentlich kein so großes Problem sein 1200 Abonnenten zu kriegen, die monatlich 5€ in den Pott schmeißen (um davon leben zu wollen)


    Vllt haben H&C einfach nur die falsche Zielgruppe. Stichwort „Studenten und ihr Glas Cola“ und sollten das Format mal anders ausrichten.

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  • Und wer sich nicht kaufen lässt lebt länger. Siehe die Fairplay, die gerne auch einen Verriss bringen zu einem Spiel, welches eine Anzeige im Blatt hat, oder bei Spielbox war auch ein spannendes Interview letztes Jahr zu einem Spiel und daneben der Verriss. Diese Ehrlichkeit ist so wichtig, das sich das niemand nehmen lassen sollte. Und ich kenne genug Verlage denen ehrliche Meinungen wichtiger sind, weil wenn du dann was geil findest das dann auch entsprechend rüber kommt. Und wer nicht ehrlich zu seinen Lesern/Hörern/Zuschauern ist der leidet auf Dauer darunter mehr, als wenn der eine Verlag vielleicht sauer ist. Und der Spielbox würde keiner vorwerfen, dass sich die Artikel kaufen lassen, nur weil da Anzeigen ohne Ende sind.

  • Und der Spielbox würde keiner vorwerfen, dass sich die Artikel kaufen lassen, nur weil da Anzeigen ohne Ende sind.

    Stimme fast zu. Das da oben aber. Wo hast du denn da "ohne Ende" Anzeigen gesehen. Die Spielbox ist für mich ein Sinnbild von schlecht vermarktetem Printmedium. Ob das an Nostheide liegt oder an der mangelnden Resonanz der Verlage, ist dabei nicht relevant. Es sind aus meiner Sicht verdammt wenig Anzeigen drin.

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