Von Zwangsgebühren, Betacam und Steinzeit TV

  • Sehe ich nicht. Reich der Spiele hat doch ausführlich alle Argumente von Lazax widerlegt. Besonders rauh fand ich das nicht, sondern weitgehend sachlich.


    Im übrigen will ich keineswegs jegliche Kritik am ÖRR und seiner Finanzierung abwürgen, im Gegenteil.

    Es gibt sicherlich vieles, worüber man diskutieren kann und wo sich was verbessern ließe.


    Nur wenn die Diskussion von Leuten bestimmt wird, die mit "GEZ-Mafia" "Zwangsgebühren" "Staatspropaganda" und anderem ideologisch eingefärbtem Unsinn ankommen, und die Diskussion sich darum dreht, dann steht das einer vernünftigen Diskussion um die relevanten Aspekte im Weg.

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  • Nur wenn die Diskussion von Leuten bestimmt wird, die mit "GEZ-Mafia" "Zwangsgebühren" "Staatspropaganda" und anderem ideologisch eingefärbtem Unsinn ankommen, und die Diskussion sich darum dreht, dann steht das einer vernünftigen Diskussion um die relevanten Aspekte im Weg.


    Genau das, Bierbart  
    Es ist eben hilfreich, wenn du konkret wirst. Sonst bleibt alles etwas schwammig.

    Aus meiner Sicht: Hart in der Sache ist weder zwangsläufig giftig noch persönlich verletztend. Aber wie hier einige wissen, sage ich klar und direkt meine Meinung. In den allermeisten Fällen übrigens ganz ohne persönlich zu werden - übrigens auch guten Freunden gegenüber, die das in aller Regel sehr schätzen.

    Was du VIELLEICHT meinst, ist meine direkte Aufforderung an Lazax, aber die war für mich erforderlich, da ich Äußerungen dieser Art hier nicht unwidersprochen stehen lassen will. Oder aber du sprichst mir ab, aus der rechten Ecke stammende Floskeln wie Staatsfunk, Propaganda & Co mit "zum Kotzen" zu bewerten. Alles andere solltest du bitte nennen, denn deine Bemerkung finde ich sonst eher unangebracht.

  • Die Kirchensteuer ist quasi nichts Anderes als ein Mitgliederbeitrag, der über das Finanzamt eingetrieben wird. Wenn ich es richtig gelesen habe, nehmen die römisch-katholische und die evangelische Kirche gemeinsam ca. 12 Milliarden Euro damit ein und bezahlen dem Finanzamt dafür ca. 460 Millionen Euro.

    Durch den Rundfunkbeitrag wird ca. 8 Milliarden Euro eingenommen und der Beitragservice hat einen jährlichen Umsatz von 182 Millionen Euro.

    Wenn ich das soweit richtig gesehen habe, würde das Umlegen der Mitgliederbeiträge am ÖR auf das Finanzamt (und das würde es, wenn der Rundfunkbeitrag als Steuer eingenommen werden würde) durch das Einsammeln der Steuer mehr Geld verloren gehen, durch das aktuelle Konstrukt.


    Also ehrlich gesagt, nehme ich da dann lieber doch das günstigere Konstrukt mit dem Rundfunkbeitrag und dem Beitragsservice

  • Und gäbe es ARD und ZDF nicht, hätten wir in Nullkammanichts private Sender, die ein ähnliches Feld abdecken würden, eben weil es dafür eine größere Zielgruppe gibt. Es gibt doch nur deswegen keine private Konkurrenz zu ARD und ZDF, weil sich das einfach nicht wirtschaftlich betreiben lässt, wenn man mit Milliarden subventionierte Konkurrenz hat, die sich dazu noch um dieselben Werbekunden bemüht.

    Es gibt deswegen keine private Konkurrenz, weil sich das GENERELL nicht wirtschaftlich betreiben lässt ohne Gebühren.

    Warum eigentlich geht es um Rundfunk/Fernsehen?

    Weil das das Thema dieses Threads ist.

    Kann Information und Bildung nicht auch von Zeitungen geleistet werden?

    Auch bei Zeitungen hast du bisher die Frage nach einem Qualitätsmedium noch nicht beantwortet.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Mal so am Rande: Die „Gebühreneinzugszentrale“ (GEZ) und die „Rundfunkgebühren“ sind seit dem 01.01.2013 Geschichte. Seit Inkrafttreten des Rundfunkbeitragsstaatsvertrags gibt es den „Rundfunkbeitrag“ und den „Beitragsservice“. Das mag der ein oder andere als Wortklauberei betrachten, aber der Unterschied zwischen Gebühren und einem Beitrag ist nun mal vorhanden. Ein Beitrag muss – im Gegensatz zu einer Gebühr – auch dann gezahlt werden, wenn die Leistung gar nicht in Anspruch genommen wird.

    Immer wieder das Kürzel „GEZ“ zu nutzen und um „-Gebühren“, „-Mafia“ oder „-Abzocke“ zu ergänzen oder von „Zwangsgebühren“ zu sprechen, schürt also nicht nur alte Ressentiments, sondern ist schlicht und ergreifend falsch. Wer ernsthaft an einer sachlichen Diskussion interessiert ist, wäre gut beraten, auf derartige Ausdrücke schlicht und ergreifend zu verzichten. Als Nebeneffekt grenzte man sich von Populisten ab.


    Ich bin durchaus tolerant und kann beide Seiten verstehen und möchte betonen, dass eine Diskussion ein Austausch von Meinungen sein sollte, ohne andere vom eigenen Standpunkt überzeugen zu wollen. Diese Diskussion hier entwickelt sich in Bashing gegen Lazax und jeden, der gegen horrende GEZ-Gebühren ist.

    Der Austausch von Argumenten wäre mir deutlich lieber und vermutlich auch effektiver. [Es gab in diesem Thema ja durchaus Ansätze.]

    „horrende GEZ-Gebühren“? …

    Lasst uns den anderen ihren Standpunkt zugestehen

    Selbstverständlich. Nur sollte man sich nicht über Gegenwind wundern, wenn man großteils auf tönernen Füßen steht und nichts zur Stabilisierung der eigenen Basis beiträgt.

  • Nur wenn die Diskussion von Leuten bestimmt wird, die mit "GEZ-Mafia" "Zwangsgebühren" "Staatspropaganda" und anderem ideologisch eingefärbtem Unsinn ankommen, und die Diskussion sich darum dreht, dann steht das einer vernünftigen Diskussion um die relevanten Aspekte im Weg.

    Sorry ,aber man darf das Kind doch beim Namen nennen, oder?

    Es sind Zwangsgebühren. zahl mal nicht -das wird unlustig. Und das bei einer Leistung die fragwürdig ist.

    Und bei der keine Menschenleben auf dem Spiel stehen wenn man diese nicht nutzt.


    Und die Methoden der guten alten GEZ waren auch sehr fragwürdig- daher der Begriff GEZ Mafia, der so natürlich nicht mehr stimmt.

  • Reich der Spiele  

    Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen wie beispielsweise dem öffentlichen Rundfunk ist mit Sicherheit kein Alleinstellungsmerkmal der Rechten. Anschuldigungen der tendenziösen Berichterstattung in den Staatsmedien gibt's von politischen Strömungen aller möglichen Couleur: Linke, Autonome, Liberale, Umweltbewegung, sogar Pazifisten (ich denke da an den Kosovokrieg). Rechte halt auch. Dementsprechend wird auch das dazugehörige Vokabular quer durch die politischen Strömungen gebraucht. Stell dich mal in Hamburg ins Schanzenviertel und trage da Deine Thesen vor. Aber sag mir bitte vorher Bescheid, das wird sicher sehr unterhaltsam.


    Was Du an dem Wort "Staatsfunk" auszusetzen hast, kann ich allerdings wirklich nicht verstehen. Darf ich dann den Begriff "Staatsmedien" überhaupt gebrauchen, oder schickst Du mir auch den Inquisitor vorbei?


    Sollte unser Land übrigens auch nach rechts umkippen, dann bin ich mal gespannt, ob du die staatlichen Medien weiterhin so vehement verteidigen wollen...

  • Und das bei einer Leistung die fragwürdig ist.

    Ich finde die Leistungen ganz und gar nicht fragwürdig. Und nun? Zu jeder Leistung gibt es immer eine Personengruppe, die diese Leistung als fragwürdig einstuft, weil diese Gruppe keinen Mehrwert aus der Leistung zieht.. Wenn es immer danach ginge hätten wir sicher keinen Sozialstaat.


    Ich finde den ÖRR im Allgemeinen überteuert und denke schon, dass man ihn sicherlich optimieren könnte. Aber das habe ich bereits vor einigen Seiten diskutiert.

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  • Beiträge, keine Gebühren. Ich muss, zum Beispiel, auch Beiträge zur Pflegeversicherung zahlen, auch wenn ich diese nicht nutze. Ich muss auch einen Zwangsbeitrag zur IHK zahlen obwohl ich keinen Nutzen von der IHK habe

    Ok, Beiträge - vorher waren es gebühren - zahlen musste man trotzdem :rolleyes:

    Bei der Pflegeversicherung habe ich persönlich kein Problerm weil schon zwei Pflegefälle in der Familie und die Wahrscheinlichkeit dass es jemanden von uns allen trifft dürfte recht hoch sein.

    Und ernsthaft - Beiträge für eine Gesundheitsdienstleistung mit UNTERHALTUNG die nicht lebensnotwendig ist zu vergleichen finde ich Panne..... So und jetzt bin ich raus - mir sind hier zuviele Gebühren und Beitragshaarspalter.....

  • Es kommt ja nicht auf ein Wort an, sondern auf ein Gesamtkonstrukt. Und das hier ist bewusst oder unbewusst eindeutig aus der rechten Ecke, was durch einige andere Details noch untermauert wird. Ich fände es sogar durchaus angemessen, wenn deutlich mehr Leute sich hier gegen solche Äußerungen positionieren würden. Unabhängig von notwendiger Kritik an den ÖR-Medien und Details der Finanzierung, wie ich übrigens mehrfach betont habe.


    Davon abgesehen sind Staatsfunk, Propaganda, Mafia usw. inhaltlich völliger Quatsch, um es GANZ milde auszuzdrücken.


    Aber das war ja nicht die Frage. Die Frage war, was konkret du an meinen Äußerungen auszusetzen hast. Wenn das alles ist, halte ich deinen Einwurf nach wie vor für übertrieben.

  • Bei der Pflegeversicherung habe ich persönlich kein Problerm weil schon zwei Pflegefälle in der Familie und die Wahrscheinlichkeit dass es jemanden von uns allen trifft dürfte recht hoch sein.

    Mit anderen Worten, nur wenn du für dich selbst einen möglichen Nutzen siehst, ist ein Beitrag in Ordnung. Damit wissen wir nun, dass dir Solidarität und Sozialstaat offenbar egal sind. Gut, danke, dann kann ich deine Posts hier zukünftig noch besser einordnen.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Beiträge, keine Gebühren

    Es heißt erst seit kürzerem "Beitrag".

    Vorher waren es "Gebühren" die von der GEZ (Gebühren Einzugs Zentrale) eingezogen wurden.

    Ich schätze mal, dass aus PR-Gründen eine Umfirmirung stattgefunden hat (31.12.2012).

    Nun hat das selbe Kind einen neuen Namen. Information

    Aus "Kevin" wurde "Stephan" (oder so). "GEZ" war ja schon ein ganz schönes Reizthema.

    Zugegeben, die Umfirmirung wirkt freundlicher: Der Rundfunkbeitrag

    Aber geändert hat sich bezüglich der Bezahlung, außer über die Jahre gestiegenen Mehreinnahmen, nichts.

    Macht aber nichts, da Soldiar-Systeme immer eine gute Sache sind, solange es sozial verträgliche Beitragsstrukturen vorweisen kann. Von den Rundfunkgebühren kann man sich notfalls befreien lassen.

  • Macht aber nichts, da Soldiar-Systeme immer eine gute Sache sind, solange es sozial verträgliche Beitragsstrukturen vorweisen kann. Von den Rundfunkgebühren kann man sich notfalls befreien lassen.

    Das ist ein positiver Aspekt, der mir gut gefällt.


    Aus meiner Sicht ist es als Familienvater immer schwieriger bzw. teurer Kinder zu haben. Alleine das Recht auf Bildung muss man sich teuer erkaufen: Schulbücher, Materialkosten, Ausflüge, etc. und genau deshalb sind mir GEZ (schreibe ich weiterhin so, weil jeder weiß, was gemeint ist und ich etwas schreibfaul bin) zu teuer! Deshalb von Reich der Spiele als rechtsradikal und dumm abgestempelt zu werden finde ich so dermaßen daneben, dass ich eine Halsschlagader wie eine Currywurst bekomme...und ja...dein Ton hier ist giftig, aggressiv, provokant und unter der Gürtelline und...nun kommt das böse Wort doch noch: narzistisch. PUNKT!!!!!!!

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  • Mit anderen Worten, nur wenn du für dich selbst einen möglichen Nutzen siehst, ist ein Beitrag in Ordnung. Damit wissen wir nun, dass dir Solidarität und Sozialstaat offenbar egal sind. Gut, danke, dann kann ich deine Posts hier zukünftig noch besser einordnen.

    Wie war das mit dem nur Teile Zitieren? Den Rest weglassen ist kontraproduktiv. Ich habe den Nutzen danach durchaus ausgeführt.

    Deine Beiträge kann ich schon lange einordnen.:rolleyes:

  • velvre Geht's noch?

    Weder habe ich das so gesagt, noch dich gemeint. Und deine Schlussfolgerung ("... zu teuer! Deshalb ,,,") hast du dir aber so etwas von zusammengedichtet. Unfassbar. Da stimmt wirklich nichts.

    Wenn du auch nur den Hauch meiner Beiträge UND den Zusammenhang aufmerksam verfolgt hättest, würdest du nicht so einen Mist verbreiten. Ich könnte es dir erklären, wenn du wirklich willst. Aber ich gehe eigentlich davon aus, dass der Zusammenhang ohnehin deutlich war.

  • Aber das war ja nicht die Frage. Die Frage war, was konkret du an meinen Äußerungen auszusetzen hast. Wenn das alles ist, halte ich deinen Einwurf nach wie vor für übertrieben.

    Das wäre nicht sehr klug von mir: Wenn ich jetzt nämlich 5 Zitate von Dir bringe, in denen Du Dich meiner Meinung nach im Ton vergreifst, wirst Du mir andersherum genau darlegen, warum der Tonfall aus Deiner Sicht doch angemessen war. Ich muss Dir wiederum erklären, warum das aus meiner Sicht nicht so ist und mache mich damit zum unfreiwilligen Fürsprecher von Lazax' Aussagen. Schwupps!, ehe ich mich versehe, stehe ich in der rechten Ecke...


    Ich probier's lieber einmal auf eine konstruktivere und weniger verfängliche Art. Was macht guten Diskussionsstil aus?

    Frage dich mal ehrlich: Wie viele dieser Regeln hast Du beherzigt?

  • Doch, das wäre klug von dir. Denn sonst stellst du eine Behauptung auf, die möglicherweise nicht den Tatsachen entspricht. Dass du die Regeln zitierst, ehrt dich, impliziert jedoch, dass ich mehrere nicht befolgt haben soll. Damit untermauerst du erneut eine bisher unbegründete Behauptung. Das ist auch ohne Ton zumindest mal schwierig. Du kannst natürlich die Meinung haben, solltest aber dann auch Belege liefern können oder eine solche Behauptung lieber lassen. Im Gegensatz zu dir habe ich bei aller Härte in der Sache und klaren Worten meine offenbar von dir anstößig empfundenen Aussagen inhaltlich begründet.

    Was ich einräume: Wenn jemand "AfD-" und "Nazi-Sprech" widerholt und in und zwischen den Zeilen eine Sympathie für diese Partei hegt, dann frage ich direkt, ob er sich dem wirklich zugehörig fühlt. Und das auch nachdrücklich. Denn die ganze hier gebrachte Intention sowie viele Äußerungen sind identisch mit der Argumentation aus dieser Ecke. Und die will nicht nur die ÖR-Medien abschaffen ... Genau deshalb ist dieses Vokabular mehr als nur kritisierend, sondern "Staatsfunk", "GEZ-Mafia", "Propaganda" in diesem (!) Kontext eine dumpfe und rechte Parole. Es tut mir leid, aber ich finde es mehr als berechtigt, hier mal kritisch nachzufragen. Das mag dann ohne Berücksichtigung des Zusammenhangs harsch klingen. Ich war es jedoch nicht, der diesen Zusammenhang erst möglich gemacht hat. Wenn das alles übertrieben gewesen wäre, hätte sich Latax ja entrüstet distanzieren können. Dass er das nicht getan hat, ist kein Beweis, das meine Frage im konkreten Fall berechtigt war, lässt aber leider eben dieser Interpretation Raum. Ich bedauere das übrigens außerordentlich. Ebenso finde ich es unschön, dass bisher noch andere mehrfach gestellten Fragen zur Sache unbeantwortet geblieben sind.

  • "Ich habe dich angeklagt. Du hast nichts zu Deiner Verteidigung gesagt. Aus den vorliegenden Indizien geht also klar hervor: Du bist ein Werwolf eine Hexe ein Kommunist ein Gülen-Anhänger ein potenziell menschenverachtender, rassistischer, dummer AfD-Sympathisant!"

    Hat Lazax gegen Minderheiten gehetzt? Sich abfällig über bestimmte Bevölkerungsgruppen geäußert? Weiß ich absolut nichts von. Lazax fällt mir hier zwar immer wieder auf mit seinem Glauben an sein Christen-Ding und an die wundersame Kraft des Liberalismus, aber vor allem auch dadurch, dass er, anders als Du, in hitzigen Diskussionen nicht gegen seine Mitmenschen ausfällig wird, sogar dann, wenn sie ihn hart angehen und lächerlich machen. Du argumentierst hier mit Zivilcourage gegen rechtes Gedankengut? Schön, aber dann tu das bitte gerne, sobald sich jemand WIRKLICH entsprechend äußert. Dann bin ich da wahrscheinlich auch dabei. Dein Vorgehensweise im gegebenen Fall hat für mich aber mehr mit Lynchjustiz gemein, sorry.

  • Ich schätze mal, dass aus PR-Gründen eine Umfirmirung stattgefunden hat […] Aber geändert hat sich bezüglich der Bezahlung, außer über die Jahre gestiegenen Mehreinnahmen, nichts.

    Schätzen ist überhaupt nicht nötig. Ich hatte ja oben extra auf die Unterschiede hingewiesen und Infos verlinkt. Es war keine bloße Umfirmierung:

    Neuerungen sind unter anderem:

    Umbenennung der Zahlungspflicht (nicht mehr Rundfunkgebühr)

    Umbenennung der Abwicklungsstelle (ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice, nicht mehr Gebühreneinzugszentrale)

    Pauschalen von monatlich 17,98 Euro für Wohnungen unabhängig von Art und Anzahl der Geräte und den Bewohnern (Haushaltsbeitrag)

    Pauschalen nach Staffelungen (Zahl der Betriebsstätten, Beschäftigten und Dienstwagen) im nicht-privaten Bereich

    Das sind in der überwiegenden Mehrheit der Fälle deutliche Vereinfachungen im Vergleich zu den früheren Regelungen (zu Zeiten der Rundfunkgebühren < 2013), z. B. keine Doppelzahler in einem Haushalt, also keine separate Anmeldung für das Autoradio des Partners, kein Gerätezählen für Unternehmen etc. Vor allem sollten aber die Kosten für den Verwaltungsapparat geringer ausfallen und die für den miesen Ruf der damaligen GEZ hauptverantwortlichen Rundfunkgebührenbeauftragten („GEZ-Fahnder“) sollten auch nicht mehr im früheren Umfang eingesetzt werden. In den jeweiligen Satzungen der Sender findet man einen entsprechenden Passus allerdings immer noch.

    Nebenbei: Oben steht 17,98 €, aktuell sind es 17,50 €. Der Beitrag ist also nicht nur nicht erhöht, sondern seit Einführung sogar gesenkt worden. Vor Umstellung waren es mit (angemeldetem) Fernseher ebenfalls 17,98 € (5,76 € + 12,22 €).


    #Versachlichung

    Die Geschäftsberichte des Beitragsservice sind verfügbar unter Der Rundfunkbeitrag - Der Beitragsservice

    Die Berichte der KEF sind ebenfalls abrufbar und einige Sender geben auch anschaulich Auskunft über die Verwendung der Beiträge (z. B. NDR). Da lässt sich einiges draus ziehen …


    Was Du an dem Wort "Staatsfunk" auszusetzen hast, kann ich allerdings wirklich nicht verstehen. Darf ich dann den Begriff "Staatsmedien" überhaupt gebrauchen, oder schickst Du mir auch den Inquisitor vorbei?

    Ich kann dir sagen, warum ich derartige Bezeichnungen nicht mag: Sie suggerieren, dass sämtliche Medienschaffende im Dunstkreis der ÖR von „der Regierung“ gelenkt und reine Hofberichterstattung betreiben würden. Grad so als wären wir hier in Nordkorea oder als ob ungarische Zustände zu befürchten wären. Davon sind wir glücklicherweise weit entfernt. Wie schnell es andererseits gehen kann, sieht man aber eben gerade an dem Blick über die Grenzen. Man schaue sich nur die oben bereits mal erwähnten Tendenzen in Österreich an …

  • Ein sehenswerter Beitrag bei ttt am letzten Sonntag. Die ÖR kommen zwar eher am Rande vor, aber es wird deutlich, wie wichtig sie für ein Land sein können:


    https://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/hvorecky-die-realit%c3%a4t-hat-mich-%c3%bcberhol/das-erste/video?bcastid=431902&documentid=54630614

    Ich spüre die Macht in mir.


    Könnte aber auch Hunger sein.

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