• Inspiriert durch den Thread Kuriositäten möchte ich euch nach euren liebsten/besten/bewährtesten Hausregeln fragen und mache mal mit Agricola den Anfang.


    #Agricola


    Vor dem ersten Zug legen alle Mitspieler gleichzeitig eine Ausbildung kostenlos aus. Wer die niedrigste Nummer auf der Karte stehen hat wird Startspieler. Das hat zwei Effekte. Erstmal muss man schon überlegen ob man früh in der ersten Runde dran sein möchte oder lieber die beste Ausbildung spielt. Und zweitens haben dadurch alle einen Zug mehr im Spiel und die Endergebnisse werden höher. Für mich ergibt sich damit mehr Zufriedenheit.


    Kombiniert wird obiges auch gerne mit der Startspielerregelung aus #Caylus . Jeder hat einen Extrapöppel in seiner Farbe um damit die Zugreihenfolge anzuzeigen. Das Startspielerfeld darf von bis zu drei Spielern genutzt werden. Wer zuerst einsetzt wird Startspieler.

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  • Hausregeln haben eine dumme Eigenschaft:

    wenn Spieler zu einer Partie zusammenkommen (z.B. auf Cons, Spiele-Wochenenden, Spiele-Abenden), die jeder normalerweise mit eigenen Hausregeln spielen (die ja meist sogar Charakter und Balance des Spiels verändern), müsste jedesmal erst eine Abstimmung erfolgen, mit welchen Hausregeln gespiel werden soll.

    Das halte ich nicht für gut, deshalb gibt's bei mir nur Hausregeln, wenn's unbedingt notwendig ist - also fast keine.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Hausregeln haben eine dumme Eigenschaft:

    wenn Spieler zu einer Partie zusammenkommen (z.B. auf Cons, Spiele-Wochenenden, Spiele-Abenden), die jeder normalerweise mit eigenen Hausregeln spielen (die ja meist sogar Charakter und Balance des Spiels verändern), müsste jedesmal erst eine Abstimmung erfolgen, mit welchen Hausregeln gespiel werden soll.

    Das halte ich nicht für gut, deshalb gibt's bei mir nur Hausregeln, wenn's unbedingt notwendig ist - also fast keine.

    Das Problem hätte ich jetzt nicht. Bei uns gilt -außer beim Spielen mit meiner Frau-, dass ich die Regeln erkläre und danach wird gespielt. Ob da eine "Hausregel" untergejubelt wird, merkt in meiner Spielegruppe ohnehin keiner. Die interessieren sich nicht für Regeldiskussionen pp, die wollen einfach erklärt haben, wie es geht, und dann spielen.


    Wenn ich mit meiner Frau spiele, wird schon mal über die Regel diskutiert, diese auch notfalls gemeinsam zur Kontrolle gelesen.


    Hausregeln verwende ich aber so gut wie gar nicht.


    Eine Ausnahme ist z.B.:


    Bei Stone Age bekommt man, wenn man Leute nicht ernähren kann, eine "Strafe" von 10 Minuspunkten. Man kann ja auf die Idee kommen, dass das nichts macht, wenn man anderweitig mehr Punkte machen kann, als man könnte, wenn man alle ordentlich ernährt, Strafe "eingerechnet" (Stichwort: "Hungerstrategie").

    Da ich das für thematisch unbefriedigend halte, ein Clanhäuptling hat gefälligst seine Leute nicht hungern zu lassen, wenn das vermeidbar ist, und mir die "Strafe" von 10 Minuspunkten nicht ausreichend abschreckend erscheint, gilt bei uns die Hausregel:

    Zusätzlich zu den 10 Minuspunkten wird jeder nicht ernährte "Arbeiter" aus dem Spiel genommen. Wer also 5 Leute im Spiel hat, davon 2 nicht ernährt, hat danach eben nur noch 3 und kann insgesamt nur noch auf maximal 8 Leute kommen, zwei sind ja nicht mehr verfügbar. Wer dann noch Lust auf die Hungerstrategie hat, mag tun, was er nicht lassen kann.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    Allzeit-TOP 5: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Snowdonia, 5. Prehistory

  • Manches wird heute als "Hausregel" verstanden, ohne dass sie es sind, vielmehr "historische" Regeln. Da mischen die Verlage, die ein Spiel über Jahre hinweg immer wieder mal neu auflegen, ein Stück weit mit.


    Wir spielen seit vielen Jahren unsere Tichu-Liga mit den Regeln: "Ein gemachter Stich darf liegenbleiben und mit eigenen Karten übertroffen werden" - "Der Stich mit Drache als letzte Karte gespielt darf einbehalten werden". Beides entspricht nicht der Lesart der gedruckten Regel seit vielen Jahren. ABER... als das Spiel neu war (Fata Morgana Ausgabe, Schweiz), war das durchaus gelebte Regel, wurde später (warum auch immer) geändert. Da diese alten Varianten mit zusätzlichen taktischen Finessen einhergehen, haben wir sie für uns bewahrt.


    Erinnert sich noch wer an die von Hans-im-Glück zwischen den ersten Auflagen veränderten Wertungen bei Carcassonne? Spiel ich kaum mehr, müsste aber auch eine Runde zu Beginn fragen, wie sie es denn kennen und spielen wollen.


    Ansonsten vermeide ich Hausregeln auch liebend gerne, wir wollen auch lieber spielen, nicht diskutieren ;-)

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

  • Manches wird heute als "Hausregel" verstanden, ohne dass sie es sind, vielmehr "historische" Regeln. Da mischen die Verlage, die ein Spiel über Jahre hinweg immer wieder mal neu auflegen, ein Stück weit mit.

    Das wäre dann keine Hausregel, sondern die Trockenlegung eines verwässerten Spieles ;)

    Gruß aus dem Münsterland
    Herbert

    ______________________________
    I'm old enough to know what's wise
    and young enough not to choose it

  • Bis auf evtl. nicht in den Spielregeln vorgesehene Drafts bei Spielen mit Karten gibt es in meinem spielerischen Einflussbereich bisher keine Hausregeln. [Wenn irgendwer unbedingt mit unserer Tochter Uno spielen mag, versuche ich wegzuhören ;) … oder erkläre auf Wunsch die korrekten Regeln, was dann meist zu „Lass es uns mal doch so spielen, wie wir das kennen.“ seitens des Besuchs führt ;) ]

    „Bisher“ weil ich Viticulture nicht mehr nach den Standardregeln spielen mag. Zukünftig werden wir es mit „beim Ziehen von Reben wird +1 gezogen und eine abgeworfen“ probieren, um diesen Glücksfaktor (besser: diese Frustrationsquelle) ein wenig zu entschärfen.


    Erinnert sich noch wer an die von Hans-im-Glück zwischen den ersten Auflagen veränderten Wertungen bei Carcassonne?

    Ja: Carcassonne: überarbeitete Grafik, Erweiterungen, Regelversionen etc.

  • Ich benutze sehr häufig Hausregeln, meist schon vor der ersten Partie. Ein Beispiel ist die Bestimmung des Startspielers, da halte ich mich so gut wie nie an die entsprechende Regel.

    Auch Tiebreaker-Regeln bei Gleichständen in der Endwertung denke ich mir oft aus, wenn diese fehlen.

    Da ich häufig die Spiele erkläre, und meine Mitspieler und ich sehr selten auf Spieletreffs oder anderswo mit Unbekannten spielen, ist das selten ein Problem.


    Bei modernen Spielen kommt es zwar seltener vor, dass bestimmte Situationen unklar bzw. ungeklärt sind, aber mir ist es lieber, es rasch durch eine Hausregel zu lösen, als ewig in den Regeln zu suchen.


    Ich denke, die Devise ‚Spielspaß geht vor Regeltreue‘ habe ich mir in Rollenspielzeiten angewöhnt – bei RPGs passe ich auch oft die Regeln an den Geschmack der Runde an.

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  • Ich versuche auch weitesgehend darauf zu verzichte. Eine Ausnahme stellt(e) dabei #TwilightImperium3 dar. Das ist für mich eine Art Sandkasten, den man den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. Allerdings bin ich da nie soweit gegangen wie Shattered Ascension – auch wenn ich mir da ein paar Ideen geholt habe.


    Um auf das Thema zurückzukommen:

    euren liebsten/besten/bewährtesten Hausregeln fragen

    Den Spielspaß enorm erhöht hat dabei die Regel, die in TI4 zur Standardregel wurde, dass man Promissary Notes jederzeit spielen kann und, dass das Versprechend bindend ist, wenn man es sofort erfüllen kann.

    Auch bewährt hat es sich, dass drei Public Objectives bereits von Beginn an offen liegen. Dies hat gerade Anfängern (irgendwer war immer das erste Mal dabei) geholfen, zu gucken wohin die Reise gehen soll/kann und das Spiel etwas beschleunigt.

    Einmal editiert, zuletzt von F@ke ()

  • Das Problem hätte ich jetzt nicht. Bei uns gilt -außer beim Spielen mit meiner Frau-, dass ich die Regeln erkläre und danach wird gespielt. Ob da eine "Hausregel" untergejubelt wird, merkt in meiner Spielegruppe ohnehin keiner.

    Na, da empfehle ich dir doch glatt folgendes T-Shirt, das ich ebenfalls besitze ... ;):

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    Gruß aus Frankfurt, Helmut

  • Bei Stone Age bekommt man, wenn man Leute nicht ernähren kann, eine "Strafe" von 10 Minuspunkten. Man kann ja auf die Idee kommen, dass das nichts macht, wenn man anderweitig mehr Punkte machen kann, als man könnte, wenn man alle ordentlich ernährt, Strafe "eingerechnet" (Stichwort: "Hungerstrategie").

    Da ich das für thematisch unbefriedigend halte, ein Clanhäuptling hat gefälligst seine Leute nicht hungern zu lassen, wenn das vermeidbar ist, und mir die "Strafe" von 10 Minuspunkten nicht ausreichend abschreckend erscheint, gilt bei uns die Hausregel:

    Zusätzlich zu den 10 Minuspunkten wird jeder nicht ernährte "Arbeiter" aus dem Spiel genommen. Wer also 5 Leute im Spiel hat, davon 2 nicht ernährt, hat danach eben nur noch 3 und kann insgesamt nur noch auf maximal 8 Leute kommen, zwei sind ja nicht mehr verfügbar. Wer dann noch Lust auf die Hungerstrategie hat, mag tun, was er nicht lassen kann.

    Damit nimmst Du dem Spiel leider eine strategische Dimension

  • Kleinere Hausregeln gerne, wenn alle einverstanden sind. Ein Spiel komplett umzustricken wäre mir aber auch zu doof.


    Meine Lieblingshausregel: In #SkullKing wird die Karte "Scary Mary" aussortiert und spielt nicht mit. Die ist einfach völlig overpowered und das Spiel ausbalancierter, wenn diese eine Karte nicht dabei ist (es werden eh nie alle Karten ausgeteilt, insofern wäre es rechnerisch auch denkbar sie nie im Spiel zu haben).


    In der #MarcoPolo Mini-Erweiterung haben wir einen zu starken Charakter (gunj) zurecht gepatcht.


    Bei klassischen Kartenspielen wie Schafkopf ist es eh üblich dass es viele verschiedene Regelvarianten gibt.

  • Damit nimmst Du dem Spiel leider eine strategische Dimension

    Mir bewusst, aber egal. Mir geht Thema vor Mechanik und Strategie.


    Wenn ich mich über etwas aufregen muss, was ich persönlich als thematischen Unsinn empfinde, wird das Spiel entweder verkauft, oder es wird angepasst.


    Verkauft habe ich z.B. Helios, weil es neben seinem schlecht recherchierten Thema Mechaniken enthält, die ich thematisch allenfalls als groben Unfug bezeichnen kann. Das mag als Spiel funktionieren, aber das genügt mir nicht.

    Verkauft habe ich z.B. auch Macao, weil ich es als thematisch unsinnig empfinde, wenn Waren, die man in der Stadt kauft, wie durch ein Wunder auf einem Schiff auf hoher See erscheinen. Mechanisch mag das funktionieren, mich regt es nur auf.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    Allzeit-TOP 5: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Snowdonia, 5. Prehistory

  • Bei uns werden Hausregeln nicht verteufelt, sondern immer dann angewendet, wenn es dem Spielspass zuträglich ist. Eine Spielregel ist nun mal kein Gesetz, sondern nur die Idee/Vorschlag eines Autors. Manchmal passen die jeweiligen Vorstellungen eben einfach nicht und man legt selber Hand an, wo ist das Problem? Wir probieren einfach was auch und entscheiden dann über die Sinnhaftigkeit.


    Beispiele für solche Anpassungen sind z.B. die gesteuerte Auslage bei Nations, oder eine Draftvariante bei Terraforming Mars, oder die Handelsvariante bei Xia, oder, oder,...

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

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  • Arkham Horror....ohne Hausregeln nicht so toll.... Früher war meine Bereitschaft zu Hausregeln aber deutlich höher als heute. Das legt zum einen an der fehlenden Zeit, zum anderen daran,dass es einfach mehr Spiele gibt als vor 15 Jahren

    Einmal editiert, zuletzt von mavman ()

  • Insgesamt sehe ich Hausregeln immer recht kritisch. Aus zwei Gründen: Erstens stellt sich die Frage, warum zu einem Spiel eine Hausregel überhaupt benötigt wird, obwohl ich doch Spieler und nicht der Entwicker bin. Zweitens stellt sich zwangsläufig die Frage nach dem Balancing, wenn man eine Hausregel einführt, dies kann durchaus im Laufe einer Partie zum Problem werden. Ein Tabu sind Hausregeln aber bei mir nicht, schliesslich ist es mein Spiel, und wenn etwas augenscheinlich nicht sinnvoll ist, warum sollte ich es weiter so nutzen? Es gibt gute Gründe, Hausregeln zu nutzen, und sei es nur um z.B. die Spieleranzahl anzupassen. Bei meinem Lieblingsthema Kingdom Death : Monster benutze ich für 5 und 6 Spieler beispielsweise nicht die Originalregeln, weil diese quasi nur aufgesetzt sind, und nicht differenziert genug das Balancing steuern. Am Anfang zu schwer, im späteren Verlauf der Kampagne zu leicht ... hier bediene ich mich daher bei BGG, wo jemand sehr durchdachte Hausregeln für 5/6 Spieler veröffentlicht hat. Im Grunde spielen wir zu 99 % ohne Hausregeln, in bestimmten Situationen und bestimmten Spielen kommen sie aber in kleinen Umfang gezielt zum Einsatz.


    (Bemerke ich bei einem Spiel, dass es so "broken" ist, dass es ohne Einsatz von Hausregeln nicht vernünftig spielbar ist, kommt es sicherlich eher weg, als dass ich mich hinsetze, und in X Testspielen, entsprechend passende Hausregeln entwickle ...)

  • Meinen wir eigentlich alle dasselbe, wenn wir von "Hausregeln" sprechen?

    Ich dachte, damit wären jegliche Abweichungen der beiliegenden Regeln gemeint.

    Beispiele:

    • Bei #K2 ist lt. Regel derjenige Startspieler, der zuletzt in den Bergen war; das bestimmen wir in der Regel zufällig.
    • Bei #Gloomhaven legt man die aktuellen Karten oberhalb des eigenen Tableaus, der discard-Stapel ist links davon, der lost-Stapel rechts. Ich bin in unseren Runden bislang der Einzige, der sich daran hielt, alle anderen dort spielen da mit Hausregeln.

    Ich wundere mich, wie andere da von sich sagen, sie spielten zu 99% ohne Hausregeln. Da bin ich sehr überrascht.


    Mir geht es nicht um Haarspalterei sondern um den Ansatz, dass man ein Spiel so spielt, wie es am meisten Spaß macht.


    Anders formuliert, ich spiele fast nie ohne Hausregeln, folge aber bestimmt im Schnitt 99% der Regeln eines Spiels.

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  • Meinen wir eigentlich alle dasselbe, wenn wir von "Hausregeln" sprechen?

    Ich dachte, damit wären jegliche Abweichungen der beiliegenden Regeln gemeint.

    Deckt sich mit meiner Begriffsauslegung.


    Ich spiele grundsätzlich nach den in der Anleitung angegebenen Spielregeln. Unbewusste Abweichungen in Form von Fehlern kann ich natürlich nicht ausschließen, diese werden jedoch stetig weiter reduziert, da ich mir immer wieder die Regeln durchlese.


    Wenn es nicht möglich ist, den Vorgaben des Spiels zur Wahl des Startspielers zu folgen, da bspw. keiner am Tisch Wein trinkt oder je in Irland war, ist es meiner Meinung nach keine Hausregel, dann eine andere Art der Auswahl zu treffen. Wer den Anfang macht, ist ja auch für das Spiel selbst unerheblich.

  • Ob jemand seinen Discard-Kartenstapel links oder rechts neben sein Spielerboard legt, ist mir 1.) völlig Wurst und 2.) in meinem Verständnis auch keine Hausregel, über die man sich vor dem Spiel verständigen muss ... ich denke, dass ich hier im Thread auch nicht gemeint ... in meinen Augen ist es das Abändern spielentscheidender Vorgänge, die in der Spielregeln vom Entwickler ausdrücklich anderes erdacht wurden. Natürlich ist das streng genommen auch z.B. eine andere Art und Weise den Startspieler zu ermitteln ... wenn jemand bei Eurogames seine Rohstoffe nicht exakt auf das dafür vorgesehene Feld legt, ist dass vielleicht nicht 100%ig regelkonform, aber in meinen Augen keine Hausregel, sonderen eher ein Versäumnis ... das bewusste Anwenden von Hausregeln, war bei uns z.B. der Versuch Dark Souls zu "reparieren" indem wir die Begegnungsencounter bei jedem Durchlauf zufällig neu gezogen haben ... also, ein abgestimmter, ganz bewusster Vorgang, um bekannte Schwächen eines speziellen Spiels zu korrigieren ...

  • ... in meinen Augen ist es das Abändern spielentscheidender Vorgänge, die in der Spielregeln vom Entwickler ausdrücklich anderes erdacht wurden.

    ... oder einfach nur vergessen wurden ...


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

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  • Also bitte, ein "bestimme den Startspieler zufällig" anstelle von "Startspieler ist, wer <beliebigen Quatsch einsetzen>" ist doch nun wirklich nichts, worüber man sich vor Spielbeginn unterhalten oder gar abstimmen müsste.

  • Starspieler wird bei uns zumeist zufällig mit der Startspielerapp bestimmt...Da könnte ich ansonsten lange drauf warten, dass mal n anderer als ich Startspieler bei Conan wird („Wer zuletzt einen Conan Film geguckt hat :P)


    Zombicide spiele/erkläre ich immer so, dass man frei die Spielreihenfolge bestimmen kann. Die normale Reihenfolge bringt noch mehr sperrige Rechenmechanik ins Spiel, da ist die Diskussion zur Reihenfolge deutlich spassiger. Sollte aber trotzdem die Gruppe auf den „normalen“ Ablauf bestehen wollen, so würde ich natürlich aber auch diese spielen.

    Top 10 (jeweils ohne Reihenfolge)

  • Wir hausregeln genau drei Spiele:


    Takenoko - Jeder Spieler muss von jeder Aufgabenkarte 3 erfüllen, da Landschaftsaufgaben irgendwann zu einfach sind und die Gärtneraufgaben im normalen Spiel so gut wie nie genommen (weil sehr anspruchsvoll) werden.


    Zug um Zug - Handkartenlimit von 14 Karten, da wir es übelst langweilig fanden, dass ewig nur Karten genommen wurden.


    Zombicide - Freie Auswahl der Spielerreihenfolge, weil das diekutieren wer wann was wie macht ein recht spaßiges Element im Spiel ist.


    Unsere Hausregeln muss niemand toll finden, wir finden sie aber gut. :-)

  • Schon lustig wie die Diskussion zu Anfang gleich auf die Metaebene gegangen ist. Da habe bei mir gedacht #typischUnknowns , man fragt konkret nach praktischen Hausregeln, gibt ein Beispiel und wird direkt abgewatscht. ;)


    Ich mag mir auch keine Gedanken darüber machen wie man solche Spiele wie #12Realms oder #Urbanization mit neuen Regeln spielbar machen kann. Aber wenn ich ein Lieblingsspiel schon 100 Mal gespielt habe und der Meinung bin, wenn ich hier noch ein bisschen schraube und da was drehe, dann wird das Spielerlebnis noch schöner, warum nicht? Was machen denn Erweiterungen/Promos groß anders?


    Noch ein Beispiel dazu: Siedler von Catan ist ziemlich glücksabhängig, aber dennoch für mich ein schönes Spiel. Noch schöner ist es (für mich), wenn ich mit 3 Würfeln spiele und mir dann 2 Werte aussuchen darf. Glücksfaktor ist immer noch gegeben, der Charakter des Spiels verändert sich nicht, aber das Frustpotenzial wird deutlich verringert und der Spielspaß größer.


    Also wenn ihr noch ein paar Hausregeln in der Art teilen möchtet, immer her damit, aber ich folge auch gerne einer weiteren Metadiskussion. :)

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  • Noch ein Beispiel dazu: Siedler von Catan ist ziemlich glücksabhängig, aber dennoch für mich ein schönes Spiel. Noch schöner ist es (für mich), wenn ich mit 3 Würfeln spiele und mir dann 2 Werte aussuchen darf. Glücksfaktor ist immer noch gegeben, der Charakter des Spiels verändert sich nicht, aber das Frustpotenzial wird deutlich verringert und der Spielspaß größer

    Naja, ich denke damit veränderst Du den Charakter schon deutlich, da ja die Platzierungserwägungen nicht mehr derart sind

  • Noch ein Beispiel dazu: Siedler von Catan ist ziemlich glücksabhängig, aber dennoch für mich ein schönes Spiel. Noch schöner ist es (für mich), wenn ich mit 3 Würfeln spiele und mir dann 2 Werte aussuchen darf. Glücksfaktor ist immer noch gegeben, der Charakter des Spiels verändert sich nicht, aber das Frustpotenzial wird deutlich verringert und der Spielspaß größer.

    Siedler von Catan habe ich vor mehr als 15 Jahren zum letzten Mal gespielt.

    Ich kann mich aber noch erinnern, daß wir auch damals schon mit 3 Würfeln gespielt hatten, und zwar mit 2 weißen und 1 farbigen Würfel.

    Der farbige und jeweils einer der weißen Würfel bildeten zwei Würfelergebnisse, von denen man eines aussuchen konnte.

    Beide weiße Würfel bildeten das Ergebnis für den Räuber - so wurde die Häufigkeit des Versetzen des Räubers statistisch nahezu beibehalten.

    Naja, ich denke damit veränderst Du den Charakter schon deutlich, da ja die Platzierungserwägungen nicht mehr derart sind

    Das denke ich nicht.

    Mir war SvC immer viel zu zufällig gewesen - mit dieser Änderung war das dann wesentlich besser.


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

    Einmal editiert, zuletzt von Warbear ()

  • Bei Catan haben wir vor Jahren, als die Kinder noch kleiner waren, einen Kinderstapel aus je 5 Rohstoffen gebildet (gemischt). Immer wenn die Kinder durch das Würfelergebnis keinen Rohstoffertrag hatten, bekamen sie vom Kinderstapel zwei Karten. Da blieb immer noch Platz für den catanschen Frust, das war aber für die Kinder deutlich entspannter.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    Allzeit-TOP 5: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Snowdonia, 5. Prehistory

  • Konkrete Beispiele fallen mir schwer, weil es so viele sind und ich aus dem Gedächtnis heraus auch kaum zwischen ‚Variante‘ und ‚Hausregel‘ unterscheiden kann.


    Aber eventuell ist die „Low Luck“-Variante zu A&A erwähnenswert?

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  • Bei #Azul hat sich bei uns eine kleine Hausregel eingeschlichen:

    Der Startspieler fängt mit 0 Punkten an, alle Anderen mit 1. Das entspricht dem Verhältnis, wenn einer im Spiel den weißen Stein aus der Mitte nimmt und in der Folgerunde die erste Auswahl hat.

    Vielspieler im Körper eines Gelegenheitsspielers

  • Hallo Ernst,

    Bei Catan haben wir vor Jahren, als die Kinder noch kleiner waren, einen Kinderstapel aus je 5 Rohstoffen gebildet (gemischt). Immer wenn die Kinder durch das Würfelergebnis keinen Rohstoffertrag hatten, bekamen sie vom Kinderstapel zwei Karten. Da blieb immer noch Platz für den catanschen Frust, das war aber für die Kinder deutlich entspannter.

    dem Frustproblem hat sich Klaus schon gewidmet. Bei Catan-Junior war die Landschaft so, dass immer Ertrag und immer 1:1 mit der Bank tauschen könnte. Aber für Frustempfinden muss man nicht Kind sein. Bei späteren, größeren Szenarie / Erweiterungen gibt es Geld für einen Kartenkauf, wenn ein Rohstoff-Ertrag ausbleibt.

    Liebe Grüße
    Nils

  • widow_s_cruse Das sind Lösungen für Leute von heute. Ich stamme ja, wie meine Kinder gerne sagen, noch aus der Steinzeit.

    Als Catan Junior kam, konnten meine beiden Jüngsten schon Catan ohne Kinderstapel spielen, das konnten sie schon mit 8 Jahren. Da brauchte ich die Juniorversion nicht mehr.

    Geld als Trostpflaster für nicht erhaltene Rohstoffe hat in meiner Spielegruppe auch nicht jeden zufriedengestellt. "Geld? Ich brauche kein Geld, ich brauche Rohstoffe." Und eine halbe Stunde später: "Wieso habe ich kein Geld?"

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


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  • Bei SvC haben wir neulich mit Jammerpunkten gespielt:

    Immer, wenn man keinen Ertrag erhält(außer bei der 7) erhält man ihn. Diese teilt man durch seine aktuellen Siegpunkte und erhält dann einen Rohstoff (keine Handelsware) nach Wahl.

    Die obige Variante mit drei Würfeln klingt auch interessant!


    Die oben vorgeschlagene Hausregel für #Nations haben wir für gut befunden!


    Außerdem fällt mir gerade zu #DasgoldeneZeitalter ein:

    Wir nehmen die kleinen und die großen Siegpunktmarker (für Kriege) heraus (ich glaube es waren die 1er und 5er) - das empfinden wir gerechter (Tipp stammt von Rahdo).

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