Meine TOP 90 (2018)

  • Dann will ich mal loslegen mit meiner Top 90.

    Ein paar Vorbemerkungen:

    Warum 90?

    Na ja - ich habe noch einige Spiele mehr im Regal, aber ungespielte und sehr lange nicht gespielte Titel sind hier natürlich nicht dabei.

    Am Ende bin ich dann halt bei 90 angekommen. Ist zumindest eine runde Zahl.


    Ich liebe Worker-Placement und Area-Control und schätze gutes Engine-Building. Gerne darf es sehr interaktiv sein und dabei auch konfrontativ.

    Mit Partyspielen und Social-Deduction-Kram kann man mich jagen.

    Auch Koop-Spiele sind eher nicht mein Fall, aber ein paar Vertreter finden sich dennoch auf der Liste.

    Ich liebe Würfel und mag auch Zufallselemente im Spiel.

    Spiele, in denen man alles vorausplanen kann, denen jedes Zufallselement fehlt, gefallen mir eher weniger und langweilen mich schnell.


    Ach, die netten Bildchen wie bei Lazax und Mafti lasse ich weg - ist mir als technischem Dilettanten zu kompliziert. Könnt ihr euch dazu denken.

    Und jetzt gehts auch schon los....


    #90. #BlackFleet

    Ich bin ja nicht so im Familienspiel-Bereich zuhause, deshalb kommen hier erstmal ein paar Familienspiele, die ich dennoch schätze.

    Black Fleet ist ein schön ausgestattetes Pickup-and-Deliver Spiel mit schöner Interaktivität und kleinem Ärgerfaktor.

    Was Nettes für Gruppen mit Nicht- und Wenigspielern.


    #89. #Schatzjäger

    Ebenfalls ein nettes Familienspiel von Richard Garfield mit Draft-Mechanismus.

    Wir wetteifern um bestimmte Schätze und müssen dafür für jeden Schatz die richtigen Karten in der richtigen Farbe auf der Hand haben.

    Manchmal brauchen wir die meisten Punkte, manchmal auch die wenigsten. Außerdem gilt es noch, mit unseren Karten einige Goblins fernzuhalten, die uns um unser Vermögen bringen wollen. Ist auch ein nettes Absackerspiel.


    #88. #LasVegas

    Las Vegas geht immer, das spielen auch Leute mit, die mit Spielen sonst wenig am Hut haben. Würfel taktisch klug auf verschiedenen Casinofeldern einsetzen, um dann die dort liegende Geldsumme zu gewinnen. Je größer die Gruppe, desto mehr Spaß macht es. Immer wieder gern.

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  • 87. #Evolution

    Ich besitze zwar nur die deutsche Ausgabe von Schmidt-Spiele, aber die ist auch schon Grund gewesen für viele interaktive Spielerunden rund um das Thema "Fressen und gefressen werden".

    Gehe ich lieber mit einer großen Population großer angsteinflößender Fleischfresser ins Rennen oder setze ich auf viele kleine pflanzenfressende Spezies, die sich gegenseitig Schutz und Unterstützung geben.

    Tolles Thema, schade dass die Erweiterungen nie auf deutsch kamen.


    86. #Gentes

    Nicht mein Lieblingstitel von Spielworxx, aber ein interessantes Civ-Spiel. Der Clou beim Spiel ist einerseits der innovative Zeitmanagement-Mechanismus und andererseits die Balance der verschiedenen Berufe, wo ich mir genau überlegen muss, welche Ausbildungen ich fördere und damit andere vernachlässige, weil mein Marker auf derselben Skala zwischen zwei Ausbildungsmöglichkeiten liegt. Ach wäre doch das Artwork nicht so entsetzlich dröge.


    85. #DasOrakelvonDelphi

    Nicht mein Lieblings-Stefan-Feld-Spiel, aber eines, das ich immer wieder gerne spiele. Es macht Spaß, sich für seine Aufgaben und Ziele einen Plan zu machen und die besten Wege und Handlungsschritte zu planen, um dieses und jenes von hier nach dort zu bringen und meine Möglichkeiten gut zu nutzen, bevor mir ein Mitspieler mit seinem Plan in die Suppe spucken kann.

    (Übrigens: Was hier nicht erscheinen wird von Feld sind #BoraBora und #Aquasphere.

    Ersteres habe ich seit kurzem (noch ungespielt) im Regal stehen und letzteres fehlt mir leider noch in der Sammlung.)

  • 84. #LordsofXidit

    Ein schönes Programmierspiel bei dem wir Truppen ausheben, um Monster zu bekämpfen und dafür Ruhm und Ehre zu erlangen. Da die Gegner aber verdeckt das gleiche versuchen kann es sein, dass man zu spät kommt und andere schnappen einem das Ziel vor der Nase weg. So richtig funktioniert das Spiel erst in der Vollbesetzung, dann aber läuft es mit fünf Spielern zur Hochform auf. Lediglich der Wertungsmechanismus am Schluss kann in manchen Konstellationen einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.


    83. #Sabordage

    Noch ein Familienspiel, noch dazu eines, das ziemlich unbekannt ist.

    Wir bauen ein Piratenschiff, das mit immer mehr Teilen länger und länger wird. Gleichzeitig beharken wir uns mit den Seite an Seite liegenden Schiffen der Gegner mit verschiedenen Kanonen. Jedes Schiffsteil, das wir zufällig ziehen, hat andere Eigenschaften.

    Es gibt Kurzstreckenkanonen, die das Nebenschiff treffen, Langstreckenkanonen, die das übernächste Schiff treffen und Granaten, die Verteidigungsteile überwinden. Diese wiederum enthalten Rohre, die gegnerische Kanonenkugeln zum nächsten Schiff weiterleiten oder Sprungfedern, die die feindlichen Geschosse zurückwerfen. Deshalb ist beim Einbau des jeweiligen Deckteils in sein Schiff durchaus Timing gefragt. Alles sehr spaßig und mit einer Comicgrafik, die gut dazu passt.

    Habe ich auf der Messe in Essen 2016 entdeckt und den Kauf nicht bereut. Kann man gut als Absacker spielen.


    82. #LongLiveTheQueen

    Ein pfiffiges Zwei-Spieler-Spiel, das ursprünglich, glaube ich, aus Japan stammt.

    LudiCreations hat daraus in der englischen Version eine Dieselpunk-Edition gemacht, die ich sehr schön finde.

    In Form von Plättchen stehen sich jeweils zwölf Vertreter einer Partei gegenüber, angeführt durch ihre jeweilige Königin.

    Diese wollen wir zu Fall bringen, indem wir dafür sorgen, dass der Gegner gezwungen ist, seine offen ausliegende Queen umzudrehen. Dazu werden mit zwei Würfeln jeweils die beiden gegenüberliegenden Personen des angezeigten Würfelwertes entweder umgedreht, wenn sie noch verdeckt lagen oder aktiviert mit ihren Spezialfähigkeiten. Dabei gibt es nicht nur Attentäter und Bogenschützen, die gegnerische Figuren zum Umdrehen (also Deaktivieren) zwingen, sondern auch andere, die bestimmte Token sammeln (eine weitere Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen) oder für Platzveränderungen und Tausch der verschiedenen Rollenstandorte sorgen.

    Viel Taktik in kleiner Box - kann man gut in den Urlaub mitnehmen.

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  • LudiCreations hat daraus in der englischen Version eine Dieselpunk-Edition gemacht, die ich sehr schön finde.

    Schön finde ich die auch, deswegen habe ich die damals auch unterstützt. Zumal ich gerade 2-Spieler-Titel immer gut gebrauchen kann. Das Spiel selber ist bei uns allerdings komplett durchgefallen - zu konfus, zu lang, zu wenig Spannung. Aber natürlich ist auch das Geschmackssache...;)

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • Dann hast Du ja noch 81/3 = 27 Tage Zeit, Bora Bora zu spielen und auf den angemessenen Platz in Deiner Top 10 zu heben.

    Bora Bora ist bei mir Top-3. Aber nach dem ersten Spielen wär's vielleicht mit Mühe Top-50 gewesen. Das Spiel ist bei mir immer weiter im Ansehen geklettert. Ich habe immer mehr Feinheiten und Tricks entdeckt. Um Bora Bora richtig wertschätzen zu können, braucht's vermutlich auch bei anderen etwas Zeit...

  • Bora Bora ist bei mir Top-3. Aber nach dem ersten Spielen wär's vielleicht mit Mühe Top-50 gewesen. Das Spiel ist bei mir immer weiter im Ansehen geklettert. Ich habe immer mehr Feinheiten und Tricks entdeckt. Um Bora Bora richtig wertschätzen zu können, braucht's vermutlich auch bei anderen etwas Zeit...

    .... diese Einschätzung aus dem Mund von jemandem, der nur durch das Lesen der Spielregel schon erkennen kann, ob ein Spiel was taugt ;):aufgeb:...!

  • .... diese Einschätzung aus dem Mund von jemandem, der nur durch das Lesen der Spielregel schon erkennen kann, ob ein Spiel was taugt

    Das habe ich nie behauptet. Ich kann nach Lesen der Spielregel abschätzen, ob ein Spiel etwas für mich sein könnte. Ich behaupte nicht, dass ich damit immer richtig liege, aber die Trefferquote ist für meine Zwecke sooo schlecht nicht.


    Balance-Sachen oder strategische Feinheiten kann man nur schwer anhand der Regel sicher beurteilen, aber das mache ich auch nicht. Anderswo hilft Regellesen definitiv! Wer z.B. keine Multiplayer-Solitär-Spiele mag oder Variabilität im Setup haben möchte oder die Eignung für das 2er-Spiel abschätzen will, der kriegt durch Lesen der Regel sehr leicht raus, ob ein Spiel diesbezüglich in sein Beuteschema fällt oder nicht. Viel eher als beim Schauen diverser Youtuber-Dummbabbler, die Essen-Top-100-Listen von Spielen machen, über die sie quasi nichts wissen außer Autor und Verlag.

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  • Abgesehen davon, dass ich viele der YouTube-Dummbabbler mag, möchte ich MetalPirates erster Hälfte hier energisch zustimmen: ich bin tatsächlich der Meinung, dass es jedem extrem hilft, abschätzen zu können, ob man ein Spiel mögen wird, indem man vorher erstmal "nur" die Regeln liest. Denn oft sieht man dadurch ja beispielsweise Optisches, Mechanismen oder spezifische Designentscheidungen des Autors/Redakteurs, welche aus den ersten Fotos sowie dem Pressetext nicht hervorgegangen sind, die man aber vielleicht persönlich(!) nicht mag. Daher wird ein potentiell interessantes Spiel dann auch schnell mal uninteressant. Und genau darum geht es. Um Vorselektion bei 1000+ Neuheiten jedes Essen. Keiner kann alles spielen geschweigedenn kaufen und jede Art des eigenen Ausschlusskriteriums ist Gold wert. Und das ist am Ende eh immer etwas Subjektives. Keiner hat gesagt, dass das Spiel dann für jedermann schlecht oder ungeeignet ist. Außer vielleicht es ist nachweislich broken. Und selbst das ist vom Regellesen her manchmal möglich, obgleich hochgradig selten. Man sehe sich MetalPirates mathematische Rechnung für die 2 Spieler Variante von Roll Player an. Dafür muss man das Teil nicht auf dem Tisch gehabt haben.


    Soll nicht eitel, elitistisch oder sonst was klingen, sondern rein analytisch, auf Faktenbasis. Jeder sollte vorher mehr Regeln lesen, wenn es die individuelle Zeit zulässt :)


    Thatmountain: bitte gern weiter mit deiner Liste ;)

    Lg

  • 81. #Burano

    Ja, ich weiß um die Diskussion, ob die verschiedenen Mechanismen des Spiels so gut gebalanced sind, aber mir gefällt die Mischung aus Fischerei und Häuser bauen. Vor allem die hübschen bunten Klötze, die wir in die Höhe bauen und die Pyramide, die ich mir für die verschiedenen Aktion zusammenstelle, finde ich immer noch sehr originell. Das Spiel ist im wahrsten Sinne des Wortes "schön".

    Anmerkung: #Roundhouse , der andere Titel von EmperorS4 wird hier nicht erscheinen, denn es steht noch ungespielt im Regal, das ist noch eine meiner Spielelücken.


    80. #Agricola

    Oh, da zucken einige überrascht zusammen (Grüße Lazax ) - Agricola!! Jetzt schon?=O

    Ja, jetzt schon. Agricola hat bei mir wirklich nie so richtig gezündet. Ich bin sowieso kein Rosenberg-Fan und (Spoiler) es kommt auch hier später nur noch ein weiteres Spiel vom großen Uwe. Das Bauernhofthema bringt bei mir jetzt keine so großen Emotionen mit sich. Agricola ist sicher ein gutes Spiel und ich finde die große Varianz der Karten das größte Plus (deswegen ist #Caverna für mich einfach nur öde). Und der ständige Zwang zur Nahrungsbeschaffung nervt.

    Ich spiele immer mal wieder gerne mit, aber beim persönlichen Griff ins Regal reizt mich anderes weit mehr.

  • Agricola ist sicher ein gutes Spiel und ich finde die große Varianz der Karten das größte Plus (deswegen ist #Caverna für mich einfach nur öde)

    Immerhin insoweit sind wir uns einig. Bin gespannt, welches Rosenberg-Spiel dann besser als Agricola sein soll :P

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • 79. #BurgleBros

    Kompaktes Spiel (von der originellen Verpackung her), das sich zu zweit am besten spielt.

    Wir sind Einbrecher und wollen auf drei Etagen jeweils den Tresor finden, knacken und ausrauben.

    Dabei erkunden wir Raum für Raum und müssen mit Fallen, Alarmanlagen und Detektoren umgehen.

    Am schlimmsten aber sind die Wachen auf jedem Stockwerk, die zwar einen nachvollziehbaren Weg gehen, aber mit der Zeit immer schneller werden und auch auf Alarm reagieren. Richtig klasse wird es, weil uns der gefundene Tresorschatz ein immer wieder unterschiedliches Handicap gibt und wir zusätzlich unsere Ausrüstung verbessern können.

    Diese Dinge und der immer wieder variable Aufbau erhöhen den Wiederspielreiz enorm.

    Zu dritt oder zu viert wird das ganze um einiges schwerer, weil sich die Wachen des jeweiligen Stockwerks nach jedem Spielerzug bewegen, hier sollte man sich sehr schnell auf verschiedene Stockwerke verteilen, sonst heißt es schnell "Game over".

    Eins der wenigen Koop-Spiele, die ich echt toll finde.


    78. #Scoville

    Wer züchtet die schärfsten Chilischoten? Darum geht es hier.

    Wir beginnen mit ein paar Standardexemplaren, die wir in die Erde planzen und züchten nach und nach immer schärfere Sorten.

    Dabei gefällt mir die Haptik der verschiedenfarbigen und verschieden hohen Schoten, die genau in die Vertiefungen im Erd-Raster passen. Zum Ernten läuft unser Bauer zwischen den ausgesähten Feldern hin und her, aber nur da, wo ihm die Kollegen der Mitspieler nicht den Weg versperren. Am Anfang bieten wir auf die Zugreihenfolge und dann ist Timing wichtig, denn wir sähen aus und erfüllen Aufträge in Zugreihenfolge, dazwischen ernten wir aber gegen die Zugreihenfolge und genau das macht das ganze richtig tricky, aber auch genial. Sehr empfehlenswert und Scoville ist eines der Spiele, die mit zunehmender Spieleranzahl immer besser werden (wenn auch die Downtime dann natürlich steigt).

  • Agricola ist sicher ein gutes Spiel und ich finde die große Varianz der Karten das größte Plus (deswegen ist #Caverna für mich einfach nur öde)

    Immerhin insoweit sind wir uns einig. Bin gespannt, welches Rosenberg-Spiel dann besser als Agricola sein soll :P

    Bei mir wären sowohl #LeHavre als auch #Patchwork deutlich höher platziert - trotz eines Soft Spot für Agricola, das damals mein Gateway Game war.

  • 77. #Snowblind

    Ein Push-your-Luck-Spiel der Macher von #AlteDunkleDinge .

    Angelehnt an den Wettlauf zum Südpol zwischen Amundsen und Scott versuchen wir und maximal drei weitere Konkurrenten als erste den Pol zu erreichen und danach wieder unversehrt zurückzukehren. Dabei stehen wir stets vor der Entscheidung, eher langsam und vorsichtig oder schnell und riskant vorzugehen. Wer zu draufgängerisch zum Pol stürmt, steht am Ende allein und ohne Vorräte im eisigen Schneesturm und wird sterben, bevor ein Unterstützungsteam Vorräte heranschaffen kann.

    Wer langsamer vorgeht, bringt ein größeres Team mit Ausrüstung Schritt für Schritt dem Ziel näher, läuft aber Gefahr, dass die mutigere Konkurrenz schneller war. Das Ganze steuern wir über verschiedene Würfel, von denen wir jeweils einen mehr würfeln müssen, je mehr wir riskieren. Sehr stimmungsvoll und ganz viel Thema.


    76. #GaiaProjekt

    Bäääm, und schon der nächste Hammer: Das Gaia-Projekt nur Platz 76., wie soll ich da Baseliner in Essen noch unter die Augen treten. Ich wollte das Spiel ja wirklich mögen und war auch sofort mitgerissen von der tollen Optik und Haptik des Spielplans und der Gebäude. Ich habe jetzt sechsmal Solo und dreimal zu dritt gespielt und hatte bei keiner Partie besonders großen Spaß.

    Irgendwie fühlt sich alles nach Arbeit an und nach einer spitzfindigen Optimieraufgabe. Und irgendwie immer gleich. Klar, es gibt die verschiedenen Rassen und Fähigkeiten und immer unterschiedliche Ziele, für die es Punkte gibt, aber letztendlich geht es um das Austüfteln des jeweils optimalen Spielzugs, um das Beste aus meinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu machen. Das mag manchen gefallen, aber mir als Bauchspieler liegen solche Art Spiele, wo es praktisch keine Glückselemente gibt, nicht. Spiele ich nun mit der Akademieeröffnung oder dem Regierungssitzauftakt, das klingt ja fast wie Schach, ein Spiel, das auch nie mein Ding war.

    Und so bleibt das Gaia-Projekt schon auf der 76 bei mir stecken und der einzige Trost für Baseliner ist, dass einige Titel aus seiner TopTen noch kommen und teilweise noch um einiges höher. Denn eigentlich bin ich ja in meinem Herzen auch ein Eurogamer.

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  • Kann ich aber verstehen. TerraMystica gehört für mich noch zu den Spielen aus der Zeit, in der ein Thema bei einem Euro einfach nur oben drauf gesetzt wurde. Und das spürt man, finde ich. Soweit ich gespielt habe, fühlte sich alles sehr mechanisch an. Man hätte auch das Thema "Maschinenbau" oben aufsetzen können, indem jeder unterschiedliches Werkzeug zur Verfügung hat und damit unterschiedliche Motoren baut. Aus diesem Grund (und weil mir das Material optisch nicht gefällt) gabs bei uns auch kein Gaia Project.

  • 75. #Minerva

    Ein kleines Plättchen-Lege-Spiel vom Autor Hisashi Hayashi, der immerhin auch #Yokohama gemacht hat. Wir beginnen mit einem Brunnen in der Mitte und bauen von dort unsere Stadt aus, indem wir weitere Gebäude erwerben. Diese können wir jeweils an bestehende Teile nach oben-unten-rechts-links anbauen. Die einzelnen Gebäude bringen uns Ressourcen, Geld oder Siegpunkte, aber nur dann, wenn sie aktiviert werden. Und genau das ist der Clou: Aktivieren kann ich alle Gebäude einer Reihe (senkrecht oder waagerecht) nur, wenn ich eines meiner (begrenzt vorhandenen) Abschlussgebäude baue. Danach kann auf dieser Seite die Reihe nicht weiter gebaut werden. Das ist wirklich tricky, denn einerseits möchte ich ja eine möglichst lange Reihe von Gebäuden haben, um möglichst viele auf einmal zu aktivieren, andererseits brauche ich aber Ressourcen, um weiter handlungsfähig zu sein und neue Plättchen kaufen zu können. Ansonsten bleibt mir noch der relativ teure Erwerb von Architekten, die eine zusätzliche Aktivierung der Reihe ermöglichen. Durch diese Zwänge wird das Spiel durchaus sehr strategisch und erfordert immer wieder wichtige Entscheidungen. Eigentlich ist Tile-Placement nicht so mein Genre, aber das hier ist wirklich gut und anspruchsvoll.


    74. #Andromeda

    Das Spiel ist weitgehend unter dem Radar geflogen und kann derzeit zu kleinen Preisen bei verschiedenen Onlinehändlern erworben werden. Schade eigentlich, denn es hat einen interessanten Würfeldraftmechanismus.

    Verschiedene Alienrassen haben zur selben Zeit ein unbekanntes großes Raumschiff entdeckt und schicken nun in Konkurrenz zueinander ihre Crews, um das fremde Schiff zu erforschen und Wertvolles vor den Gegnern in Besitz zu nehmen.

    Letztlich geht es darum, in den verschiedenen Räumen des Schiffes, die auch unterschiedliche Vorteile geben, die Mehrheit an Crewmitgliedern zu plazieren. Dabei verfolgen wir verschiedene Ziele, die uns vorgeben, welche Räume wir mit Mehrheit besetzen müssen, um Siegpunkte zu sammeln. Pfiffig ist das Würfeldraften. Der (wechselnde) Startspieler wirft alle Würfel eines Würfelpools und muss dann dem nächsten Spieler aus den geworfenen Ergebnissen ein Würfelangebot zusammenstellen. Dieses muss gerade so attraktiv sein, dass einer der Spieler in der Runde es annimmt, denn wenn der Startspieler nur Grütze anbietet, dann wandert dieses Müllangebot durch die Runde und am Ende muss es der Startspieler dann selber nehmen. Mit unseren Würfeln können wir dann neue Crewmitglieder trainieren, Verstärkung an Bord des fremden Schiffes bringen, unsere Leute von Raum zu Raum bewegen oder Spezialfähigkeiten aktivieren. Leider können die Würfel auch Kontaminierungssymbole zeigen, was unglücklicherweise unsere Mannschaft auf dem fremden Schiff reduziert.


    73. #Heaven & Ale

    Zum (aufgesetzten) Thema - Bierbrauen- und Mechanismus ist ja hier schon viel geschrieben worden.

    Dass das Spiel nicht höher plaziert ist, liegt vielleicht daran, dass ich es noch nicht so oft gespielt habe. Es ist verblüffend, wie einfach sich das Ganze eigentlich spielt und dabei dennoch viele Entscheidungen verlangt, die eine große Tragweite haben. Auf dem Rondell laufen, Teil kaufen, auf meinem Board einbauen. So weit, so einfach. Aber dann fängt es schon an. Welches Plättchen hole ich, was könnten mir die Gegner wegholen. Wo plaziere ich mein Teil? Auf der Sonnenseite, um meine Ressourcenwertung voranzutreiben und damit Siegchancen zu haben oder auf der Schattenseite, um mein Einkommen zu sichern. Welche Mönche hole ich und wann werte ich sie am besten. Aber bloß nicht zu lange warten, sonst schnappt mir mein Mitspieler das Wertungsplättchen vor der Nase weg.

    Und wann löse ich eine Wertung aus? Heaven&Ale hat eine hohe Lernkurve und ist immer wieder herausfordernd. Dabei spielt es sich meiner Meinung nach überraschend schnell und flüssig. Das Spiel löst jetzt bei mir keine Begeisterungsstürme aus, aber ich habe durchaus Lust auf weitere Partien. Dann könnte es im Ranking vielleicht noch steigen.

    Einmal editiert, zuletzt von thatmountain ()

  • Es hat leider etwas gedauert (Essen und einer schweren Erkältung geschuldet), aber jetzt soll es mal wieder langsam weitergehen, denn der Weg zur Top-Ten ist noch lang....also denn...


    72. #PrimeTime

    #TheNetworks ist ja in aller Munde, aber ich habe mich vorher schon für PrimeTime entschieden. Das Thema ist ähnlich: Wir wollen als Fernsehsender die meisten Zuschauer zur besten Sendezeit für unseren Kanal gewonnen. Dazu plazieren wir Serien, Spielfilme und Shows an den richtigen Wochentagen und machen sie durch Stars attraktiver, damit wir am Ende mehr Zuschauer als die Konkurrenz haben. Es geht dabei um eine gute Vorausplanung der (im Voraus durch kleine Farbwürfel sichtbaren) Wünsche der Konsumenten und eine clevere Plazierung seiner Sendungen, um gute Einschaltquoten zu bekommen.

    Der Autor Elad Goldsteen und Golden Egg Games sind mittlerweile einschlägig berüchtigt, da nicht immer alle seine Kickstarter incl.Stretchgoals ausgeliefert werden, aber ich habe alles korrekt bekommen, wenn auch einige Stretchgoal-Karten mit einem guten Jahr Verzögerung nach der Auslieferung des Grundspiels. Mir gefällt das Spiel, weil das Thema wirklich gut rüber kommt. Vielleicht ist The Networks besser, aber mir reicht dieses Spiel völlig aus.


    71. #Kingsburg

    Ein Klassiker des Dice-Placement, der auch heute noch Spaß macht und immer für eine Partie gut ist. Je mehr Spieler, desto besser wird es. Am liebsten spiele ich es zu fünft, denn dann entfaltet das Brett echte Zwänge und zwingt zu Plan B oder C, weil die lieben Mitspieler einem Plan A verhagelt haben.

  • 70. #GreatWesternTrail

    Der große Pfister nur auf Rang 70?
    Eigentlich mag ich das Spiel und die Western-Thematik. Es macht Spaß, seine Rinderherde zum Ziel zu treiben und dabei mit Deckbuilding immer mehr zu verbessern. Auch die Möglichkeiten, meinen Weg mit neu gebauten Gebäuden zu verbessern oder dem Gegner beim Besuch einen Obulus einzufordern gefällt mir.

    Insgesamt kann ich der Darstellung und Begründung von Mafti aus dessen Top48-Liste bedenkenlos zustimmen.

    Warum es trotzdem nur für Platz 70 gereicht hat?

    Im Zweifelsfall kamen andere Spiele einfach öfter und lieber auf den Tisch.

    Vielleicht muss ich es einfach noch öfter spielen, aber jetzt liegen ja auch schon die Essen-Neuheiten bereit und deshalb habe ich bis jetzt auf die Erweiterung verzichtet. Schaun mer mal.

  • 69. #AHandfulofStars

    Ein Scifi-Spiel, Martin Wallace, Deckbuilding, Area Control - das sind alles klasse Zutaten, die meine Vorfreude groß sein ließen.

    Als ich es dann gespielt habe, war ich irgendwie enttäuscht. Es hat bei mir einfach nicht so gezündet.

    Das fängt schon mit dem komplizierten, kleinteiligen Aufbau an, der einige Zeit frisst. Dazu kommt eine - meiner Meinung nach - bestenfalls mäßige Anleitung, die einiges im Unklaren ließ und mir erst über BGG mehr Klarheit verschaffte.

    Da Spiel selber ist nett und funktioniert über die Deckbuilding-Elemente ganz gut. Wir bauen unsere Flotten aus, verstärken kritische Stellen, in denen der Gegner in unser Sternenreich einfallen könnte mit Schiffen und versuchen gleichzeitig umgekehrt Schwachstellen bei unseren Gegnern zu finden. Letztlich fokussiert sich vieles auf strategisch wichtige Grenzorte, die dann hart umkämpft sind. Das Ganze bleibt dann aufgrund der eher nüchternen Papp-Token eher abstrakt und daher wollte der Funke nie so recht überspringen. Schade, denn ich wollte es wirklich viel viel mehr mögen. Vielleicht braucht das Spiel einfach eine Super-Duper-Deluxe-Ausgabe mit grandiosen Schiffsminiaturen, aber das bleibt wohl ein Traum. Da fällt mir ein...vielleicht könnte ich ja was klauen von meinem Ship-Pack aus....aber davon hören wir noch später.

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  • 68. #ZombicideBlackPlague

    Ich hab zwar nur die normale Retail-Version, aber die reicht mir völlig aus. Das ist und bleibt mein einziges Zombicide.

    Ab und zu mal ein paar Zombies kooperativ schnetzeln, das macht kurzzeitig Spaß und ist ganz nett.

    Ich mag die coolen Plastikboards zum Unterbringen der Ausrüstung und zum Markieren der Erfahrung und die Minis sind natürlich toll.

    Den ganzen Hype von denen, die auch noch das x-te Zombicide und die trilliardeste Miniatur haben müssen, kann ich nicht nachvollziehen. Und das sage ich als großer Fan aller Zombiefilme und als "The Walking Dead" - Enthusiast.

    Aber man kann ja auch noch andere Zombiespiele spielen.

    Ich freue mich schon auf die Neuauflage von #RunFightOrDie .

    Und von CMON kommen hier später noch ein paar wesentlich bessere Sachen...


    67. #Targi

    Ein wirklich tolles Zwei-Spieler-Spiel, das ich immer wieder gerne auf den Tisch bringe.

    Der schöne Worker-Placement Mechanismus mit der Bestimmung über x und y-Achse und die Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, geben dem Spiel Tiefe und ermöglichen einen schönen Flow. Ein Spiel, das auch nach vielen Partien immer wieder Spaß macht. Gehört meiner Meinung nach in jede gut sortierte Sammlung reiner Zwei-Spieler-Spiele.

    Und noch ein kleines Bekenntnis: Die Erweiterung steht noch ungespielt im Regal - Schande.


    66. #PandemieDieHeilung

    Für mich das beste und liebste Pandemie und auch das einzige in dieser Liste.

    Das Grundspiel ist mir auf Dauer zu repetetiv und zu lang. Legacy Season 1 fand ich grandios und hat super viel Spaß gemacht, aber es ist vorbei und daher für mich nicht mehr relevant. Aber "Die Heilung" ist super.

    Im Grunde hat man hier das Grundprinzip heruntergebrochen auf Pandemie-Das Würfelspiel.

    Auch hier gibt es die verschiedenen Charaktere mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten. Aber alles läuft irgendwie fluffiger und flotter als beim Grundspiel. Auch das Spielmaterial ist toll und auch was (zumindest bedingt) für unterwegs.

    Ein Spiel, das auch schon oft Gelegenheits- und Wenigspieler begeistert hat.

  • 65. #Outlive

    Und wieder einmal versuchen wir, die Endzeit zu überleben. Dazu begeben wir uns aus unserem sicheren Bunker, um Ressourcen und vor allem Wasser zu sammeln, nützliche Gegenstände zu finden, die uns Vorteile verschaffen und gehen auf die Jagd, um unsere Bunkerbewohner zu ernähren. Zugleich gilt es, bestimmte Ereignisse, die die Gesamtsituation mit neuen Handicaps verschlimmern, abzuwenden durch die Abgabe bestimmter Ressourcen, wofür es Punkte gibt. Und das immer unter dem Risiko von Strahlungsschäden. Schönes Worker-Placement-Spiel mit paar netten Besonderheiten. So haben unsere Arbeiter verschiedene Grundwerte, so dass wir gegnerische Figuren, die einen niedrigeren Wert als wir selbst haben, berauben können. Was mir auch gefällt, ist der Bunkerausbau. Durch Aufnahme weiterer Leute füllen wir unsere Räume und schalten damit deren Fähigkeiten frei.

    Eines aber bleibt mir bei Outlive immer in negativer Erinnerung. Ich habe damals gewartet und gewartet auf eine deutsche Version, bis ich dann irgendwann die Geduld verloren habe und mir das Spiel auf englisch bestellte. Vier Wochen später wurde die deutsche Version angekündigt. Das sind Momente, in denen man besser nicht seinen Blutdruck misst.


    64. #TheGallerist

    Eines von Vital Lacerdas - meiner Meinung nach - besten Spielen und auch das Einzige, das in dieser Liste vorkommt. Schönes originelles Thema. Wir besitzen eine Kunstgallerie und sammeln verschiedene Kunstwerke. Manche stellen wir aus, andere verkaufen wir wieder mit Gewinn. Dabei locken wir immer mehr Besucher und Förderer in unsere Ausstellung, entdecken neue Künstler und machen sie bekannter, wovon wir auch profitieren, insbesondere, wenn der Wert ihrer Kunstwerke steigt. Guter Arbeitereinsatz, bei dem ein verdrängter Gegenspieler meine Aktion auch durchführen kann. Alles ist lacerda-typisch exzellent miteinander verzahnt, aber nicht so mega komplex, wie manch anderes seiner Spiele. Und die Grafik in Fürst-Pückler-Farben (Weiß-Braun-Rot) gefällt mir sehr. Habe übrigens in Essen die Neuauflage von CO2 abgeholt und freue mich schon darauf, hier tiefer einzusteigen.

  • Schönes Worker-Placement-Spiel mit paar netten Besonderheiten.

    Danke, das kam gerade rechtzeitig, ich habe soeben im Marktplatz zugeschlagen. Bei der deutschen Version übrigens ^^

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • An dieser Stelle bitte ich um Nachsicht, dass es hier so schleppend langsam weiter geht. Bin durch Beruf, Fortbildung und einige andere Sachen in den letzten Wochen ziemlich eingespannt gewesen und hatte daher kaum Zeit zum Spielen und zum Schreiben hier. Es soll ja auch Hobby sein und nicht in Stress ausarten.

    Andererseits werde ich diese Liste (Stand Anfang Oktober) natürlich weiterführen und beenden, das ist doch Ehrensache.


    63. #AufDenSpurenVonMarcoPolo

    Dieses hoch angesehene und von vielen gelobte Spiel ist ja bei nicht wenigen hoch im Kurs und oft auch in den persönlichen Top Ten. Bei mir ist die Begeisterung nicht ganz so groß. Die krass unterschiedlichen Charaktere haben mich vom Kauf des Spiels lange abgeschreckt. Inzwischen besitze ich es und habe es auch immer gern gespielt, denn Würfel einsetzen geht immer. Ja, es ist nett, aber so richtig nachempfinden, warum das Spiel bei manchen solche Begeisterung auslöst, kann ich nicht.

    Und ich werde nach wie vor nicht warm mit den so völlig unterschiedlichen Fähigkeiten der Charaktere.

    Da kommen dann oftmals andere Spiele eher auf den Tisch.


    62. #Armageddon

    Ein "Queen-Game", das eher untergegangen ist und heute oft nur wenig erwähnt und gespielt wird. Ich meine, zu Unrecht, denn es ist ein gutes Spiel mit einer sehr interessanten Mischung. Postapokalyptisches Thema, Biet/Auktionselemente, Set-Collection und der Ausbau der eigenen Basis ergeben ein prima Spiel, das in dieser Gesamtmischung durchaus besonders ist.

    Die Ausgangslage ähnelt der von #51State : Nach dem Zusammenbruch der Zivilisation wollen wir unsere Siedlung neu aufbauen und bauen dafür neue Gebäude, die bestimmte Vorteile bringen, sammeln Gegenstände und Fahrzeugteile und hoffen auf Neuankömmlinge, die uns unterstützen. Leider sind darunter auch Plünderer, die unserer Basis schaden und die wir natürlich loswerden müssen. Spielmechanisch ziehen wir verschiedenfarbige Meeple aus einem Beutel. Grüne Normalos, blaue Soldaten, gelbe Ingenieure, aber leider auch rote Plünderer. Um die Plünderer zu bekämpfen setzen wir unsere Meeple auf verschiedenen Feldern unserer Basis zur Abwehr ein, dann kommen diese zurück in den Beutel, wo sie natürlich im Verhältnis langsam mehr werden. Die anderen Meeple incl. unseres lila Anführers setzen wir für unterschiedliche Zwecke ein.

    Einerseits kann ich auf dem Brett über einen cleveren Auktionsmechanismus meine Leute einsetzen, um neue Fahrzeugteile, Gegenstände und Gebäude zu bekommen. Diese geben mir Siegpunkte, neue Optionen und Fähigkeiten, geben neuen Wohnraum für Neuankömmlinge und helfen bei der Bekämpfung der Plünderer. Wer am meisten Meeple einsetzt, gewinnt bzw. hat die Erstauswahl. Bei Gleichstand gewinnt der erste Bieter. Man setzt nämlich reihum auf verschiedene Bietfelder und muss daher taktisch gut überlegen, wie man vorgeht.

    Andererseits brauche ich aber auch noch Leute, die ich später in meiner Basis einsetzen kann, um Siegpunkte zu generieren, Fähigkeiten zu aktivieren und die Plünderer zu bekämpfen.

    Und wenn ich am Ende der Runde nicht genug Wohnraum geschaffen habe für alle, dann verlassen mich die überzähligen zurück in den Beutel und werden mir in der nächsten Runde schmerzlich fehlen.

    Fazit: Von mir eine klare Empfehlung, es ist aber erst ab drei Spielern spielbar.


    61. #RollForTheGalaxy

    Was habe ich mich auf das Spiel gefreut, insbesondere als Scififreund und Würfelliebhaber und bin dann irgendwie ziemlich enttäuscht worden. Um es vorweg zu sagen: Die fehlende Interaktion finde ich ziemlich schade. Man würfelt, plant und baut so vor sich hin, hofft, dass der Gegner die richtigen Aktionen aktiviert, hat aber sonst wenig Einfluss auf den Mitspieler. Da hätte ich mir deutlich mehr Interaktion gewünscht. So bleibt alles ziemlich solitär bis dann einer gewonnen hat.

    Auf der Habenseite steht dagegen natürlich schon ein sehr schönes Aufbauspiel, bei dem ich verschiedene Möglichkeiten und Würfel nutze, um mein Sternenreich auszubauen, meine Planeten zu kolonisieren, zu produzieren, zu liefern und Siegpunkte zu scheffeln. Macht schon Spaß und ist durch die zusätzlichen Elemente der Erweiterung noch vielfältiger geworden, kommt aber aufgrund der mäßigen Interaktion nur noch selten auf den Tisch.

    Anmerkung: #RaceForTheGalaxy steht als Neuauflage noch ungespielt im Regal. Ich bin gespannt, wie es mir im Vergleich zum Würfelbruder gefällt.

  • 60. #TheGrizzled

    Koop - Kartenspiel mit dem schwierigen Thema "Erster Weltkrieg".

    Gefällt mir sehr gut, da es sehr sensibel mit dem Thema umgeht.

    Wir versuchen zu überleben, indem wir gemeinsam verhindern, dass die ausgespielten Karten mit den Schrecken des Krieges so Überhand nehmen, dass wir es nicht schaffen sie abzulegen. Ziel ist, dass wir Karten vom Stapel der Herausforderungen ablegen können, um so dem Frieden näher zu kommen.

    Dabei kämpfen wir mit schweren Schlägen, das sind Karten, die uns Handicaps zufügen und unser Verhalten beim Kartenausspielen negativ beeinflussen. Am Ende jeder Runde können wir gezielt Mitspieler mit Unterstützungsmarkern helfen, solche Handicaps zu entfernen.

    Das Spiel ist beinhart, herausfordernd und sehr schwer zu gewinnen.

    Schlüssel zum Sieg ist eine gute Kommunikation der Spieler, wobei man seine Karten nicht verraten darf und darüber keine offenen Absprachen erlaubt sind. Was hier erlaubt ist und was nicht, darüber war die Anleitung der Erstausgabe sehr schwammig formuliert, das wurde, so meine ich mitbekommen zu haben, ist der Neuauflage nachgebessert.


    59. #Otys

    Als Taucher gehen wir in einer apokalyptisch überschwemmten Zukunftswelt auf Tauchgang, um wichtige Artefakte für den Aufbau einer neuen Welt zu sammeln. Dabei helfen uns unterschiedliche Taucher mit verschiedenen Fähigkeiten, die wir unter Wasser auf unterschiedlichen Ebenen nach Wertvollem suchen lassen.

    Ein originelles Thema und ein schöner Eurogame-Mechanismus, bei dem wir unsere Taucher gut einplanen müssen, damit ihre unterschiedlichen Fähigkeiten bestmögliche Ergebnisse bringen. Zugleich können wir unsere Fähigkeiten und die der Taucher upgraden, um effektiver unsere Möglichkeiten zu nutzen.

    Bedenken muss man dabei, dass eingesetzte Taucher in der Regel auftauchen müssen und andere dann wieder von oben nach rücken. Jede Aktion bringt je nach Wassertiefe auch noch verschiedene Boni, die sich ebenfalls laufend verändern.

    Das ganze erfordert eine gute strategische Planung und ein wenig Glück und spielt sich recht locker runter und hat dennoch eine angenehme Spieltiefe. Ein gelungenes Spiel.

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  • 58. #FoodChainMagnate

    Wer wollte nicht schon immer mal eine Fastfood-Kette managen?! Hier geht das und zwar als gewaltige Herausforderung, denn dieses Spiel will gemeistert werden.

    Es fängt alles klein an, mit dem Chef, der nach und nach Leute einstellt.

    Kellnerin, Koch, einen Boten, der Getränke besorgt...und dann wird es größer und größer und gigantisch.

    Wir hantieren mit Trainern, Werbefuzzis, Personalmanagern, Immobilienvermittlern (für neue Filialen), Getränkelieferanten und müssen gleichzeitig die Bedürfnisse der Kunden im Blick haben, damit diese nicht zur Konkurrenz abwandern, als auch unsere Finanzsituation im Auge behalten, denn das Personal will bezahlt werden.

    Daneben ist eine Strategie zum Erreichen der zahlreichen Meilensteine überlebenswichtig, denn wenn meine Mitspieler/Konkurrenten mir eine Runde zuvorkommen, dann ist der Meilenstein und der damit verbundene dauerhafte Bonus für mich dahin. Food Chain Magnate ist eine Herausforderung, die schwer zu meistern ist, weil sie im Laufe des Spiels hochkomplex wird und kaum Fehler verzeiht, aber die Lernkurve und die damit verbundene Motivation ist hoch.

    Leider mag das nicht jeder, deshalb winken manche meiner Mitspieler inzwischen dankend ab, weshalb FCM leider viel zu selten auf den Tisch kommt.


    57. #Barbarians-TheInvasion

    Da habe ich an dieser Stelle mal einen echten Geheimtipp.

    Dieses Spiel, das ich als Kickstarter gebackt hatte, blinkt rechts und fährt dann nach links.

    Rein äußerlich sehen wir ein martialisches Barbarencover a la Conan und beim Öffnen jede Menge Barbaren als Miniaturen (von guter Qualität). Das Spiel ist mitnichten ein Abenteuerminiaturenspiel in Conan-Stil, auch kein Dungeon-Crawler oder storylastiges Rollenspiel, sondern vielmehr - Überraschung! - ein weitgehend lupenreines Eurospiel.

    Aber eines, das sehr thematisch ist und Spaß macht - und viel Platz braucht!

    Da wäre zunächst das besondere Spielbrett, das einen Vulkan darstellen soll, auf dem in vier Ebenen auf konzentrischen Kreisen Felder für unsere Barbaren besetzt werden können.

    Diese Felder werden (ähnlich wie bei #TheDaedalusSentence) jede Runde gedreht, so dass neue Felder in Reichweite geraten.

    Darauf plazieren wir unsere Barbaren, denn im Kern haben wir hier ein Worker-Placement-Spiel.

    Auf diese Weise erlangen wir Rohstoffe, erweitern unsere Fähigkeiten in Taktik und Barbarenwissen und können neue Truppen rekrutieren. All diese Fortschritte werden auf verschiedenen Entwicklungs- und Truppenleisten, sowie Ressourcenleisten auf dem Spielbrett und auf unserem persönlichen Spielertableau festgehalten...und zwar nicht mit irgendwelchen schnöden Papptoken, sondern mit üppigen tollen Miniaturen. So hat z.B. jede Ressource ihren eigenen Marker und jede der drei verschiedenen Barbaren- Truppen ebenfalls eine eigene Miniatur. (in der Kickstarter-Deluxe-Ausgabe).

    Und während wir auf den Wissenspfaden voranschreiten, Handelsaktionen durchführen, Feldherrn zur Unterstützung gewinnen (mit je besonderen Fähigkeiten) und nebenbei noch Dämonen bekämpfen, verfolgen wir auf einem weiteren Spielplan unser Hauptziel, nämlich mit Feldzügen Länder auf einer Karte in Besitz zu nehmen, bevor meine Gegner das tun. Dafür gibt es dann Siegpunkte entsprechend meiner Zielvorgaben, die geheim sind. Für einen Feldzug ziehe ich eine Karte von dem Kartenstapel, der zu der Beschaffenheit des Landes passt, das ich erobern will (Sumpf, Wald, Gebirge, Ebene) - je nach Beschaffenheit und Karte, brauche ich eine bestimmte Anzahl Barbaren jeder der drei Sorten, um das Land zu erobern. Ist das geschafft, kann ich meine Standarte (ebenfalls für jede Fraktion eigene Miniaturen) dort aufstellen und von dort weitere Feldzüge unternehmen.

    Ihr merkt schon, Barbarians ist üppig, ja verschwenderisch ausgestattet, vieles hätte es nicht gebraucht, aber alles passt zusammen und trägt zur tollen Atmosphäre bei. Hier wurde in der Ausstattung nicht gekleckert, sondern geklotzt und geprotzt.

    Bei diesem Spiel geht eine Menge ab (der Autor ist übrigens u.a. Pierluca Zizzi, der auch Autor von #Hyperborea ist, von welchem hier später noch die Rede sein wird), aber es lässt sich gut verstehen und erklären und spielt sich mit max. vier Spielern in späteren Partien in guten zwei Stunden locker herunter.

    Klar, das hier ist ein Exot, der wahrscheinlich eine eher kleine Zielgruppe findet und manche vielleicht auch aufgrund des falschen ersten Eindrucks enttäuscht, aber für mich genau das Richtige.

    Wer jetzt Interesse bekommen hat - keine Ahnung, ob es noch zu bekommen ist.

  • Huch, 2018 schon vorbei und ich bin noch nicht mal in den TOP 50 - dann aber nix wie los...


    56. #Tzolkin

    Ein nach wie vor tolles Spiel, das leider viel zu selten auf den Tisch kommt. Genial ist sicher der Mechanismus mit den ineinander greifenden Zahnrädern, bei denen meine Worker, wenn ich sie länger drauf stehen lasse, bessere Belohnungen und Boni bekommen. Die Vielfalt der Möglichkeiten und Strategien und die unterschiedlichen Leisten mit ihren Boni reizen zum Wiederspielen. Tzolkin ist recht gut zu lernen, aber schwer zu meistern, denn erst nach vielen Spielen, verstehe ich so richtig, was und wie ich etwas tue. Das aber ist auch das Problem: Es gibt ja so viele Spiele und nicht jeder Mitspieler steht bereit, um sich dauerhaft in ein einziges Spiel hinein zu tüfteln. Übrigens: #Teotihuacan ist komplett an mir vorübergezogen, hat mich Null angesprochen.


    55. #RollPlayer

    Wir basteln uns über Dice-Placement einen Rollenspielcharakter, indem wir bestimmte Statuswerte durch das Plazieren der richtigen Würfel erreichen. Dabei können wir Gegenstände erwerben, die uns bestimmte Boni geben oder unsere Möglichkeiten des Würfelplazierens erweitern. Wenn die richtigen Farben an den richtigen Stellen liegen gibt es weitere Boni.

    Ein Spiel, das thematisch wunderbar funktioniert und sehr viel Spaß macht. Ich würde es allerdings nie mehr ohne die "Must have"-Erweiterung #MonstersandMinions spielen, denn diese beseitigt das Manko, daß das Spiel mit Fertigstellung des Charakters zuende war. Jetzt gehen wir stattdessen zum Schluss noch in den Endkampf mit dem Oberboss und können vorher über Kämpfe gegen Minions, also kleinere Schergen, Erfahrung für dieses letzte Gefecht sammeln und unsere Möglichkeiten zum Erfolg verbesssern. Je nach Erfolg gibt es satte Punkte nach dem Endkampf, die zu den Punkten der Char-erstellung dazuzählen. Klasse Spiel.

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  • 56. #Tzolkin

    Ein nach wie vor tolles Spiel, das leider viel zu selten auf den Tisch kommt. Genial ist sicher der Mechanismus mit den ineinander greifenden Zahnrädern, bei denen meine Worker, wenn ich sie länger drauf stehen lasse, bessere Belohnungen und Boni bekommen. Die Vielfalt der Möglichkeiten und Strategien und die unterschiedlichen Leisten mit ihren Boni reizen zum Wiederspielen. Tzolkin ist recht gut zu lernen, aber schwer zu meistern, denn erst nach vielen Spielen, verstehe ich so richtig, was und wie ich etwas tue. Das aber ist auch das Problem: Es gibt ja so viele Spiele und nicht jeder Mitspieler steht bereit, um sich dauerhaft in ein einziges Spiel hinein zu tüfteln. Übrigens: #Teotihuacan ist komplett an mir vorübergezogen, hat mich Null angesprochen.

    Gerade mal Platz 90 bis 55 durchgeschaut ... bisher schon 12 Übereinstimmungen mit meiner Sammlung ... eigentlich ne gute Quote. :winke:

  • Ich liebe Worker-Placement und Area-Control und schätze gutes Engine-Building. Gerne darf es sehr interaktiv sein und dabei auch konfrontativ.

    Mit Partyspielen und Social-Deduction-Kram kann man mich jagen.

    Auch Koop-Spiele sind eher nicht mein Fall, aber ein paar Vertreter finden sich dennoch auf der Liste.

    Ich liebe Würfel und mag auch Zufallselemente im Spiel.

    Spiele, in denen man alles vorausplanen kann, denen jedes Zufallselement fehlt, gefallen mir eher weniger und langweilen mich schnell.

    Mir fällt gerade auf, dass dies ja garnicht so überraschend ist. Die Beschreibung deiner Brettspielvorlieben könnte ich fast 1:1 in mein Profil kopieren. Einzig die Aussage zu Koop-Games passt bei mir nicht, die mag ich auch, allein schon wegen Kingdom Death : Monster (ja, dieses Spiel ist vieles ... unter anderem auch ein kooperatives Spiel) ... aber ich habe auch andere Vertreter dieser Art ... ansonsten passt aber alles!

  • 54. #TheLostExpedition

    Ein weiteres kleines, aber feines Koop-Kartenspiel, das immer wieder zu einem neuen Versuch einlädt.

    Autor Peer Sylvester schickt uns in den Urwald Südamerikas, um das sagenumwobene El Dorado zu finden. Unser Ziel: Überleben und mit mindestens einem Expeditionsmitglied ankommen.

    Das ist bockschwer, aber extrem herausfordernd und motivierend.

    Wir haben nur wenig Essen, kaum Munition und Ressourcen und auf uns warten zahllose Gefahren und Hindernisse des Dschungels.

    Der Kartenmechanismus, bei dem die erste Hälfte der Karten in der Kartennummerierung abgehandelt wird, während die zweite Hälfte in der Reihenfolge der ausgespielten Karten erfolgt, ist genial und führt zu kniffligen Entscheidungen und grandiosen Strategieabsprachen, da man seine Karten ja nicht verraten darf. Das zündet auch bei vielen Nicht- und Wenigspielern.

    Die neuen Module der Erweiterung #FountainofYouth bringen hier noch mehr Varianz.


    53. #DerPate

    Ein CMON Spiel mit (wie immer bei CMON) prächtiger Ausstattung.

    Area-Control und Worker-Placement, Set-Collection und dazu ein verdammt thematisches Spiel.

    Wir repräsentieren die Mitglieder einer Mafiafamilie und wollen die Kontrolle über die verschiedenen Gebiete New Yorks erlangen.

    Dazu plazieren wir unsere Gangster und Familienmitglieder (jede Figur jedes Clans - Ausnahme: Die Gangster - ist einzigartig, das macht Laune und trägt zur Atmosphäre bei!) und erpressen dabei verschiedene Gewerbe und erledigen diverse schmutzige Jobs rund um Blutgeld, Waffen, Alkohol und Drogen. Ab und zu landen schon mal ein paar mißliebige Konkurrenten tot im Hudson River und auch der Bürgermeister und der Polizeichef lassen sich beim Gebot um die höchsten Bestechungsgelder gerne kaufen.

    Dazu spielt sich das Ganze auch noch schön zügig und dauert nicht zu lange.

    Ein schönes Spiel, wem das Thema kein Problem bereitet und das Spiel zu einem guten Preis bekommen kann, der sollte es sich holen.

    Das ist ein Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt!


    52. #Wendake

    Als Indianerstamm senden wir unsere Krieger und Frauen aus, um Gebiete zu kontrollieren und dort Gemüse anzubauen bzw. unsere Kanus zu Wasser zu lassen und mit dem weißen Mann zu handeln.

    Mir gefällt hier besonders der spannende Mechanismus mit den 3x3 Aktionsplättchen, von denen ich jeweils drei Aktionen einer Reihe aktivieren kann. Da raucht schon mal der Kopf und es macht Spaß, nach jeder Runde aus der Vielfalt der Möglichkeiten seine Plättchen upzugraden. Dabei sollte man möglichst alle vier Siegpunkteleisten im Auge haben, denn am Ende zählen nur die jeweils niedrigsten Leisten jedes Paares für die Wertung. Gefühlte tausend Aktionen und Handlungsoptionen machen das Spiel zu einem Leckerbissen für Eurogamer, sind aber gleichzeitig auch sehr thematisch. Und es gibt eine Menge Interaktion, denn man kommt sich oft in die Quere, sowohl bei der Kontrolle über die Gebiete, als auch beim Rangeln um die besten Plättchen.

    An dieser Stelle ein Bekenntnis: Ich bin ein grottenschlechter Wendakespieler, weil mich das Spiel mit seinen vielen Optionen komplett überfordert. Aber ich bin damit noch lange nicht fertig, denn die Lernkurve steigt und damit auch die Motivation.

    Und da wäre ja auch die ungespielte Erweiterung im Regal, argh........


    51. #Islebound

    Eines der besten Spiele von Ryan Laukat. Wir segeln mit unserem Schiff durch ein Inselreich und besuchen verschiedene Inseln, um dort eine größere Crew, mehr Ressourcen und im Kampf unterstützende Monster zu erlangen.

    Wir können Handel treiben, aber auch Inseln zu unserem Vorteil erobern. Unsere Crewmitglieder können dabei, ähnlich wie in #ObenundUnten und #NahundFern erschöpft werden und brauchen Erholung. Rudimentär gibt es auf bestimmten Inseln auch kleine Geschichten mit Aufträgen bzw. Belohnungen.

    Das Spiel hat einen tollen Flow und spielt sich sehr gut, das wunderbare Artwork - wie immer beim Autor - trägt ebenfalls zur Freude bei. Schade, dass gerade diese Perle bis jetzt nie auf Deutsch erschienen ist.

    Mein zweitliebstes Ryan-Laukat-Spiel.


    So, geschafft und bis zur TOP 50 vorgedrungen.

    Euch allen ein gesegnetes neues Jahr 2019.

    Einmal editiert, zuletzt von thatmountain ()

  • 50. #Lancaster

    Ein sehr schönes Worker-Placement-Spiel bei dem wir den König von England im Kampf gegen Frankreich unterstützen und gleichzeitig versuchen, immer mehr Burgen unter unsere Kontrolle zu bringen.

    Es gibt hier einige motivierende Elemente, die das Spiel auch heute noch besonders machen.

    Da wäre der Ausbau meiner Burg, der mir immer mehr Möglichkeiten verschafft, der verschiedene Einsatz meiner Knappen, die unterschiedlichen Ränge meiner Ritter und der damit verbundene Verdrängungsmechanismus (das macht Lancaster besser als z.B. #Outlive wo man dem Gegner nur was klauen kann) und das Abstimmen über die verschiedenen Gesetze im Parlament.

    All das bringt viel Interaktion und führt dazu, dass ich nach wie vor bei einer Partie Lancaster gern mit dabei bin.

    Und mit der BigBox samt allen Erweiterungen macht es gleich noch mehr Spaß.


    49. #ChimeraStation

    Und noch ein Worker-Placer, aber wieder einer der besonderen Art, nämlich mit Arbeiteraliens, die wir uns entsprechend der gewünschten Fähigkeiten selber zusammenbauen und zwar ganz haptisch mit netten Plastikkomponenten.

    Mehr Gehirn, um besser Punkte zu scheffeln - bitteschön - oder doch lieber eigenen Blattwuchs, um als Selbstversorger nahrungsunabhängiger zu sein - gerne doch - oder vielleicht ein paar Klauen, um unliebsame Konkurrenten zu verdrängen - na klar.

    Bei alledem bauen wir gemeinsam an einer Raumstation und bekommen mit jedem gebauten Teil neue Möglichkeiten für Boni, Fähigkeiten und Arbeitereinsatz. Und ist auch das Artwork selbst eher bescheiden - das Spiel dahinter ist klasse und motiviert enorm.


    48. #Sagrada

    Ähnlich wie in #RollPlayer plazieren wir auch hier verschiedenfarbige Würfel auf vorgegebenen Feldern, die wir vorher aus unserem Sack gedraftet haben. Dabei hat das Spiel durchaus einen eigenständigen Charakter. Thematisch sowieso, denn hier bauen wir schöne bunte Kirchenfenster.

    Dabei dürfen weder gleiche Farben, noch gleiche Werte nebeneinander liegen und gleichzeitig müssen bestimmte Vorgaben auf einzelnen Feldern (bestimmte Farbe oder Würfelwert) beachtet werden. Für bestimmte vorher festgelegte (über Karten gezogene) Combos (z.B. Reihen mit aufsteigenden Zahlen oder Spalten mit sich nicht wiederholenden Punkten) bekommen wir am Ende Siegpunkte, genau wie für die Würfelaugen meiner geheimen Zielfarbe, die ich ebenfalls vorher per Karte gezogen habe.

    Einzelne Toolkarten, deren Nutzung ich kaufen kann, helfen mir, bestimmte Würfel oder Regeln zu manipulieren.

    Meiner Meinung nach ist Sagrada leichter zugänglich als Roll Player und spricht auch durchaus Wenigspieler an.

    Ein schöner Absacker und eine sehr ansprechende Puzzleaufgabe, die man immer wieder gerne hervorholt.

  • Eine Woche Pause... thatmountain mein Freund, was machst du nur mit uns? ^^ Wir lechzen doch nach neuem Content.

    Lg, ein Fan

    Du willst es, du kriegst es....


    47. #MareNostrum
    Ein klasse Spiel und ein wunderbarer Kickstarter. Im Nachhinein habe ich mir noch die grandiosen Pokerchips dazu geholt, was die einzig richtige Entscheidung war.

    Wir führen eine der damals mächtigen Mittelmeernationen zu Macht und Einfluss und erobern und verteidigen neue Gebiete.

    Alternativ kann man stattdessen auch noch die untergegangene sagenumwobene Atlantis-Fraktion spielen.

    Ein Spiel, das erst ab 4 Spielern so richtig sein Potential entfaltet, obwohl es auch schon zu dritt durchaus gut ist.

    Und da ich manchmal auch zu sechst spiele, passt das gut.

    Ich mag den Set-Collection und Verhandel-Tausch- Mechanismus der verschiedenen Waren, die tolle Ausstattung und die besonderen Fähigkeiten der vielen Helden und Gebäude.


    46. #Mombasa

    Mein Lieblings-Pfister, ein komplexes Spiel, das enorm verzahnt ist.

    Wir investieren in verschiedene Handelskompanien, handeln mit Diamanten und wollen auch auf der Buchhalterleiste voran kommen. Das ganze läuft über einen innovativen und immer noch - auch nach vielen Spielen - frischen Mechanismus, bei dem man Warenkarten erwirbt und vor und nach Verbrauch in verschiedenen Reihen so anordnet, dass möglichst effektive Aktionen damit möglich sind und günstige Boni errungen werden. Macht sehr viel Spaß, hat eine hohe Lernkurve und müsste eigentlich längst noch mal auf den Tisch.

    Mal schauen, wie sich #BlackoutHongKong im Vergleich dazu spielt, das steht noch ungespielt im Regal.

    Einmal editiert, zuletzt von thatmountain ()

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