Stone Age - Simultan

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  • Puh, das war hart. Wirklich ein guter Spieler, der alle 4 Spiele gewonnen hat. Ich habe versagt und wurde letzter am Tisch. Aber es gab die Stone Age Jubiläumsedition. Das war es wert. Gekauft hätte ich mir die niemals.

  • Das habe ich versucht und konsequent die Karten genommen, die Punkte für Leute geben. Da hatte ich dann am Ende selbst einen Multi von 5 bei 9 Leuten.


    Die Karten mit Punkten für Hütten kamen kaum ins Spiel. Einen 1er Multi hatte ich (auch bewusst weggenommen). Kurz vor Schluss kam noch eine 2er ins Spiel, die bekam er dann.


    Als er dann mit seinen vielen Leuten in Rohstoffen geschwommen ist, haben alle Gegner immer auch Hütten genommen, so dass er trotzdem nur eine Hütte pro Runde bekam.


    Er konnte aber die Strategie ein wenig drehen und ist noch auf Werkzeuge gegangen und bekam dadurch auch noch einige Punkte. Außerdem hat er sich dann entschieden, in den letzten 3 Runden zu ernähren anstatt noch mehr nutzlose Rohstoffe zu holen.


    Am Ende waren es dann die Massen an überzähligen Rohstoffen, mit denen er in der Schlusswertung noch an dem Konkurrenten vorbeizog, der 64 Punkte mit Symbolen machte.


    Ich konnte nur noch verlieren, weil ich destruktiv gespielt habe (und damit dann sogar noch gescheitert bin)

  • naja er hat an allen Tischen gehungert. Da muss man schon aktiv gegen spielen

    ja. Hatte erwartet, da würde "mehr" von ihm kommen, als nur die Hungerstrategie. (Vllt. hätte man die tschechische? Regel nutzen sollen, dass es pro nicht ernährtem Arbeiter minus 4? Siegpunkte gibt.)

    Zusätzlich hat er sich wohl an allen Tischen auf die hierfür ideale Startposition 3 setzen lassen.

    An unserem Tisch begann er dann mit dem Bluff "Please remind me, if I do not have enough food..." 8o;)


    Wir hätten ihn an einer Stelle kooperativ blocken können (=fehlenden Rohstoff aktiv zustellen), haben uns aber der Fairness halber dagegen entschieden.

    Einmal editiert, zuletzt von mexo ()

  • Ich habe auch mitgespielt; an einem Tisch mit mexo. Das Turnier war eine Katastrophe. Und der Weltmeister war sehr arrogant und es ist lächerlich, sich 4x Position 3 auszusuchen und 4x seinen Stiefel runterzuspielen. Man hatte zwischendrin das Gefühl, er spielt 20 Schachpartien simultan gegen Großmeister.

    Ich hätte gerne mal gesehen, wie er von anderen Positionen aus spielt, wenn er nicht seine Hungerstrategie spielen kann.

    Wo ich den Aufbau sah, war mir schon klar, was da kommt. Aber ich saß an Tisch 4 und konnte nichts dagegen tun. Zumal noch Würfelpech hinzukam bei mir. Naja, eine Erfahrung mehr.

    Einmal editiert, zuletzt von Marc1974 ()

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  • Dann war das meiner Meinung nach Negativwerbung für Stone Age.

    Das finde ich aber auch, geht gar nicht.

    Ich mag das Spiel. Aber die Hungerstrategie ist soooo unthematisch. Ich spiele gerne auf Sieg, aber die würde ich nie einsetzen.

    An der Stelle ist das Spiel broken. Zum Glück kennen alle meine Mitspieler diese Strategie nicht und es wird bei uns normal um die Hütten und Fortschrittskarten gebult. -4 SP pro Hungernden klingt nach einer schönen Alternative. Pauschal -10 SP ist auch irgendwie zu pauschal.

    Vielspieler im Körper eines Gelegenheitsspielers

  • Aber ich saß an Tisch 4 und konnte nichts dagegen tun.

    Platz 4 meinst Du, oder? Ihr müsstet Tisch 1 gewesen sein. Tisch 4 war ich zusammen mit dem Asiaten und der Kanadierin, die zwischendurch ausgestiegen ist.


    Deine Einschätzung zu der Arroganz teile ich. Mir ging das auch alles viel zu lang. Dieses ewige Gewarte darauf, dass alle Tische gleichmäßig spielen. Ich hatte mehr sowas wie ein Blitzturnier erwartet, bei dem er von einem Tisch zum nächsten hechtet und immer dort Züge macht, wo er gerade dran ist. Ich hatte maximal zwei Stunden eingeplant. Das hat für mich die Heimfahrt erheblich verzögert, so dass ich meinen Sohn erst um 21 Uhr schlafend bei meinen Eltern abholen konnte statt spätestens um 19 Uhr.

  • (Vllt. hätte man die tschechische? Regel nutzen sollen, dass es pro nicht ernährtem Arbeiter minus 4? Siegpunkte gibt.)

    dann kann man aber nicht mehr erfolgreich hungern und zumindest die Möglichkeit ist bei Stone Age bewusst gegeben

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

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  • Ich kenne kein anderes Spiel, bei dem irgendeine Strategie so stark ist und sich gleichzeitig dabei so komplett falsch anfühlt. Die Kombination aus beidem ist das eigentliche Problem.


    Wenn Autor und Verlag eine solche unthematische Extremstrategie im Sinne strategischer Vielfalt nicht komplett verbieten wollen: okay, meinetwegen. Aber hätte es dann nicht auch gereicht, das so auszubalancieren, dass das Hungern nur ausnahmsweise mal unter günstigen Umständen möglich gewesen wäre? Wenn es so stark ist, dass ein starker Spieler in vier Turnierspielen einfach nur stumpf viermal hungert und damit die thematische Grundidee des Spiels komplett auf den Kopf stellt, dann stimmt da für meinen Geschmack die Balance einfach nicht.

  • Zitat

    aber es wäre nicht im Sinne des Autors, denn Hungern soll ja eine mögliche Vorgehensweise sein

    Wenn ein Spieler damit aber gegen zig andere Spieler, die das Spiel auch gut können und teils sogar aktiv dagegen spielen, (trotzdem) immer gewinnt, dann ist diese Strategie wohl ein bisschen zu stark und das Spiel "mit ihr enthalten" doch nicht ganz balanced, oder?

    Bin nur neugierig, wie du das sehen würdest. Ist nicht böse gemeint oder so.

    Lg

  • Ich gehe mal davon aus dass er auch gewonnen hätte wenn alle mitgehungert hätten.

  • Die Hungernstrategie ist nicht dominant, da bin ich mir nach zig Dutzend Partien,gegen wirklich gute Spieler, sicher. Sie wird auch quasi nie gespielt, es gibt eigentlich immer eine , wenn nicht sogar immer bessere, Alternative.

  • mexo


    Warum habt ihr euch fairnesshalber dagegen entschieden? Ich finde, er hat ja auch nicht fair gespielt. An allen Tischen scheinbar die 3. Startposition und dann auch noch die Hungerstrategie. Langweiliger geht`s wohl nicht.

    Es fühlt sich für mich einfach nicht richtig an. Bin kein Turnierspieler, der unbedingt gewinnen muss, und es war erst meine 4. Stone Age-Partie überhaupt. Da bin ich mit meinen 127 Punkten sehr zufrieden (Schnitt am Nachbartisch waren 113). Wäre ich an einer Stelle bewusst ins Risiko gegangen (50/50-Situation), hätte es vllt. noch spannender werden können.

    Aber insgesamt hatte ich meinen Spaß und nebenbei in den Wartephasen sehr angenehme Gespräche mit meinen beiden Mitspielern über unsere jeweiligen Messe-Highlights. Insofern tat nach 3 Messe-Tagen ein bisschen Entschleunigung auch gut. :)

  • Okay, danke für die Einschätzungen. Dann frage ich mal blöd in die Runde: wieso hat dann keiner der anderen Spieler gewonnen und alle vier Tische wurden an ihn abgegeben? Nervosität? Einschüchtern lassen? Generell zu viele Flüchtigkeitsspielfehler gemacht? Weil laut Klaus_Knechtskern und Weltherrscher ist Hungern ja apparently nicht stark respektive nicht die beste Strategie.

    Bin jetzt komplett verwirrt habe ich das Gefühl. Hätte mich vielleicht aber auch nicht selbst angemeldet, wenn ich das Spiel nicht wirklich überragend gut kann, kp.


    Und noch ein Ps an Klaus: wenn Hungern nicht stark ist bzw. nicht oft zum Sieg führt, wieso rätst du dann oben dazu, dass man "schon aktiv dagegen spielen muss" (um den Sieg desjenigen zu verhindern). Könnte man denjenigen denn laut deiner letzten Aussage nicht einfach ignorieren und mit einer ganz anderen Strategie einfach viel mehr Punkte einfahren? I don't get it. Beziehungsweise verstehe ich deinen ersten Kommentar in diesem Thread hier dann nicht, wenn Hungern eh nicht so stark ist, wie es die bisherigen Mitspieler hier geäußert haben. Aka "Hungern ist stark, da muss man unbedingt gegenhalten" vs. später "aber eigentlich ist Hungern gar nicht so stark wenn man ehrlich ist, damit wird man von anderen starken Spielen stets zerstört" hurr durr. Ich raffe hier wohl definitiv gar nichts mehr :crazy: Don't mind me. :aufgeb:

    Lg

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  • Hungern ist deswegen so stark, weil alle anderen gemeinsam dagegen spielen müssen. Das macht das Spiel quasi semikooperativ, aber gewinnen kann halt nur einer. So muss man bei jedem Zug abwägen, mache ich jetzt den besten (punkteträchstigsten) Zug oder den notwendigen um die Hungerstrategie am Sieg zu hindern.


    Ein Hungerstratege, der als 3. startet, hat oft schon nach 5 Runden 9 Personen. Die damit verbundene Rohstofffülle führt zu umso mehr Punkten je länger das Spiel dauert. Also müssen die anderen Spieler das Spiel schnellstens beenden (einen Hüttenstapel leeren). Aber in einem schnellen Spiel gehen oft die eigenen Strategien nicht auf weil man (noch) nicht genügend von diesem oder jenem zusammen bekommen hat. Das führt für mich zu einem unbefriedigenden Spielgefühl, besonders weil das Hungern so unthematisch ist.

    Salmei, Dalmei, Adomei!

  • Soweit muss der Spieler erst mal kommen. Das passiert nur, wenn alle anderen völlig schräg spielen.


    Man geht ja selbst in den Anfangsrunden auf Vermehrung, dann blockiert man wertvolle Hütten, und kauft fix Fortschrittskarten weg. Wenn man auf die richtigen Multiplikatoren spielt, ist man mit den Punkten eh vorne.

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