Das Gefühl der völligen Übersättigung

  • Der Drang alles Neue auszuprobieren, um diese persönliche Perle zu entdecken führt zu einer Übersättung durch 19 Spiele die sich als more of the same herausstellen um dann Spiel #20 als Perle zu entdecken zu können. Die Quintessenz war deshalb, dass viele entspannter dieser Flut gegenüber treten und ggfs. in Kauf nehmen eine Perle nicht oder später erst zu entdecken

    Dann zähle doch mal deine 19 Spiele "more of the same" auf? Ich kann das nicht. Es gibt da draußen sicher diese Spiele, aber ich habe sie nicht und sie landen auch weniger auf meinem Tisch. Wer das so erlebt, der wird ganz sicher übersättigt sein. Ich habe bewusst aufgezählt was mich begeistert hat – zumindest einen Teil. Wenn ich mir anschaue was ich dieses Jahr gespielt habe, dann komme ich niemals auf deinen Wert 1 zu 19. Darum ging es eben in meinem Post. Das mag an meiner Begeisterung am Hobby liegen, an den Menschen mit denen ich spiele oder eben an den Brettspielen an sich. Im übrigen würde ich es begrüßen wenn es 1 zu 19 wäre, dann wäre meine Sammlung kleiner. :D

    Darauf wollte ich ja hinaus. Du hast nicht eine andere Meinung, sondern du hast schlicht dieses Problem nicht.

    Ich übrigens auch nicht, aber andere. Und damit hatte ich mich auseinander gesetzt und versucht die Gründe zu finden.

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  • Also denn:


    Normalerweise lese ich eine Regel komplett, auch wenn ich sie schrecklich finde; meistens probiere ich das Spiel dann auch aus, manchmal aber auch nicht.

    Ok, was zu meinem Unverständnis besonders beiträgt, ist aber nun mal genau das, was du ja scheinbar nicht tust: nämlich die Regel nach der Mitte abzubrechen, nur weil man sie dröge findet. Wenn du immerhin normalerweise die gesamte Regel liest ist das für mich schon ein qualitativer Unterschied, der mir das Verständnis erleichtert. Wenn du dich aber durch die gesamte Regel bereits gequält hast hast du ja auch schon einen erweiterten Einblick in das Spiel.


    Zitat

    Manchmal aber lese ich eine Regel nicht bis zum Ende, so habe ich z.B. bei Arkwright schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass mir die Regel zum Lesen zu anstrengend wird; weshalb Arkwright mich auch ungespielt verlassen hat.


    Verstehe ich deutlich besser als Bandidas Herangehensweise. ; )


    Zitat
    Zitat

    Unterschied zu dir: Selbst wenn die Regel das nicht bietet gucke ich dann halt nach Hilfen im Netz, Videos, frage rum, wie auch immer. Aber das kann und soll ja jeder handhaben wie er möchte. :)


    Das ist gar kein Unterschied. Mache ich doch auch, das dann aber wirklich nur, wenn ich auf ein Spiel sehr, sehr gespannt bin, weil seine Thematik mich halt interessiert. Eigentlich ist es doch sogar so: Je mehr ein Spiel mich interessiert, um so "leidensfähiger" bin ich beim Lernprozess. Arkwright war da einfach nicht spannend genug.


    Ok, präzisiere, Unterschied zu dir: Ich würde, solange ich Hoffnung habe, dass das Spiel gut ist, die aufgezählten Maßnahmen IMMER treffen, das mein ich mit Unterschied. Die Variante "die Regel ist langweilig oder schlecht geschrieben, deswegen verkauf ich das Spiel ungetestet" gibt es (für mich) nicht.


    Zitat

    Ich würde das auch nicht so machen. Das hindert mich aber nicht daran, für Bandida 's Sichtweise Verständnis zu haben


    Ich verstehe was sie sagt und warum sie es tut. Ich habe aber kein "Verständnis" in dem Sinne, dass ich das sinnvoll, logisch, empfehlenswert oder für mich als mögliche Handlungsoption sehe, das ist alles. Ist auch echt nicht böse oder abwertend gemeint.

    :liebe:  Bandida :liebe:

    :sonne:

    Vorsitzende, Gründungs- und Hauptmitglied des Vereins "Für die gesellschaftliche Ächtung des Postens von Spielebildern, ohne deren Titel zu nennen" FügÄPSoT e. V.

  • Zitat

    Manchmal aber lese ich eine Regel nicht bis zum Ende, so habe ich z.B. bei Arkwright schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass mir die Regel zum Lesen zu anstrengend wird; weshalb Arkwright mich auch ungespielt verlassen hat.

    Verstehe ich deutlich besser als Bandidas Herangehensweise. ; )

    Anscheinend nicht :lachwein:


    Ich hab die Regel von TfM doch auch einige Seiten gelesen und dann das Gleiche gesagt: ist mir zu anstrengend, zu dröge ... weshalb mich das Spiel dann ungespielt verlassen hat. Wieso verstehst du es bei ihm, aber bei mir nicht? :/


    Ich verstehe was sie sagt und warum sie es tut. Ich habe aber kein "Verständnis" in dem Sinne, dass ich das sinnvoll, logisch, empfehlenswert oder für mich als mögliche Handlungsoption sehe, das ist alles.

    Brauchst du auch nicht. Mein gesamtes Kaufverhalten ist mit Logik nicht zu erklären :D

    Einmal editiert, zuletzt von Bandida ()

  • Bandida

    Dann gib dem Spiel noch diese 16 Minuten deines Lebens. Du wirst es nicht bereuen :lachwein:



    Meine derzeitigen Lieblingsspiele:

    1. Edge of Darkness

    2. Trismegistus

    geplant für 1. Quartal '20: Endeavor, Tapestry, Dreamscape, Paladins of the west Kingdom


    Top 5 Euro's: 1. Founders of Gloomhaven 2. Teotihuacán 3. Steamopolis 4. Bora Bora 5. Newton

    Top 5 Thematic : 1. Herr der Ringe LCG 2. Spirit Island 3. Arkham Horror LCG


  • Bandida

    Dann gib dem Spiel noch diese 16 Minuten deines Lebens. Du wirst es nicht bereuen :lachwein:



    Danke für den Hinweis. Ich habe kurz hineingehört; der redet mir zu schnell, dann habe ich Verständnisprobleme.


    Davon abgesehen ist Terraforming Mars sicher ein gutes Spiel, das ich bislang sechsmal gespielt habe, obwohl mir nicht wirklich gefällt, dass der Spielplan am Spielende eigentlich nicht sehr terraformt aussieht, was ich besser fände.

    Als Marsspiel gefällt mir Martians-A Story of Civilization (17x gespielt) um Längen besser 7,5/10 : 9,09/10; eine Einschätzung, die bei BGG nicht geteilt wird, wobei allerdings auch vergleichsweise wenige mein TOP2-Spiel zu kennen scheinen.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Fire & Axe: A Viking Saga, 7. Feudum, 8. Prehistory, 9. Vindication, 10. Rise to Nobility

  • obwohl mir nicht wirklich gefällt, dass der Spielplan am Spielende eigentlich nicht sehr terraformt aussieht, was ich besser fände.

    das ist von Partie zu Partie unterschiedlich. Teilweise war der Mars bei uns fast komplett gefüllt. Stadtplatzierung war schon 2 Generationen nicht möglich gewesen

    Ich gebe hier, auch wenn ich es im Text nicht explizit erwähne, immer meine persönliche Meinung wieder.

  • sehr komplexe Spiele wie Teotihuacan, Lisboa, Scythe und Feudum spielen lerne (und spielen lernen möchte).

    An dieser Stelle ein Hinweis - Scythe liegt eher im Kennerbereich, der Rest ist deutlich komplexer. Ich hatte bei Scythe auch ein Expertenspiel erwartet (mein erstes Kickstarterspiel), ist es aber nicht - den Sweetspot sehe ich übrigens bei 5 Spielern. Was die Erweiterungen bringen kann ich nicht sagen, die besitze und kenne ich nicht... Ps.: der Hype ist übrigens völlig überzogen - Viticulture ist IMO das beste Steigmeier Spiel, aber erwarte auch da kein Expertenspiel ;)


    Zurück zum Thema:

    Wie löst ihr das Problem - nicht kaufen sehe ich nicht als Option an... Ich habe aber auch keinen besseren Vorschlag...

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  • matthias19281 mit Scythe gebe ich dir grundsätzlich recht. Wenn man die Spiele jedoch Solo spielt, fühlen sie sich dann irgendwie wie Expertenspiele an, gerade bei Teotihuacan oder Lisboa sind die Abläufe des Bots für mich persönlich leider doppelt so schwer zu erlernen, als die eigenen Aktionen. Das wird denke ich bei Scythe nicht anders sein.

    Meine derzeitigen Lieblingsspiele:

    1. Edge of Darkness

    2. Trismegistus

    geplant für 1. Quartal '20: Endeavor, Tapestry, Dreamscape, Paladins of the west Kingdom


    Top 5 Euro's: 1. Founders of Gloomhaven 2. Teotihuacán 3. Steamopolis 4. Bora Bora 5. Newton

    Top 5 Thematic : 1. Herr der Ringe LCG 2. Spirit Island 3. Arkham Horror LCG


    Einmal editiert, zuletzt von cold25 ()

  • An dieser Stelle ein Hinweis - Scythe liegt eher im Kennerbereich, der Rest ist deutlich komplexer. Ich hatte bei Scythe auch ein Expertenspiel erwartet (mein erstes Kickstarterspiel), ist es aber nicht - den Sweetspot sehe ich übrigens bei 5 Spielern. Was die Erweiterungen bringen kann ich nicht sagen, die besitze und kenne ich nicht... Ps.: der Hype ist übrigens völlig überzogen - Viticulture ist IMO das beste Steigmeier Spiel, aber erwarte auch da kein Expertenspiel ;)

    Ob Viticulture gegenüber Scythe wirklich das bessere Spiel ist, finde ich schwer zu beurteilen. Mir persönlich gefällt Viticulture mit der Tuscany-Erweiterung allerdings besser als Scythe; aber auch das ist nur mit Vorsicht zu sagen. Man mag über die ersten beiden Erweiterungen zu Scythe denken, was man will, aber die Fenris-Erweiterung ist, soweit ich sie bisher schon gespielt habe, schon eine deutliche Steigerung.


    Wenn man die Spiele jedoch Solo spielt, fühlen sie sich dann irgendwie wie Expertenspiele an, gerade bei Teotihuacan oder Lisboa sind die Abläufe des Bots für mich persönlich leider doppelt so schwer zu erlernen, als die eigenen Aktionen. Das wird denke ich bei Scythe nicht anders sein.

    Scythe hat einen Automa, mit dem man u.a. auch solo spielen kann. Er ist zwar von demselben Autor wie der "Ur"Automa von Viticulture, spielt sich aber völlig anders.

    Anders als der Automa in Viticulture, der im Grunde ja nur Aktionsfelder besetzt, wird der Automa in Scythe aktiv, weshalb er auch schwieriger zu spielen ist. Beim Lernen der Automa-Regeln zu Scythe solltest Du Dein Hauptaugenmerk auf dessen Bewegung richten, denn das ist der Knackpunkt, den man wirklich verstanden haben muss.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Fire & Axe: A Viking Saga, 7. Feudum, 8. Prehistory, 9. Vindication, 10. Rise to Nobility

  • sehr komplexe Spiele wie Teotihuacan, Lisboa, Scythe und Feudum spielen lerne (und spielen lernen möchte).

    Ps.: der Hype ist übrigens völlig überzogen -

    Nö, ist er nicht, es gibt kein besseres Spiel - die Scythe Fenris-Erweiterung habe ich als mein bisher bestes Spielerlebnis empfunden ;-) Aber ehrlichgesagt finde ich aus den genannten Scythe auf jeden Fall komplexer als Teotihuacan.


    Zum Thema:

    Je mehr Spiele man kennt, desto weniger oft ist man von Neuheiten begeistert, weil man halt vieles schon gesehen hat. Manchmal ist das aber glücklicherweise noch anders. Das hat für mich nichts mit Übersättigung zu tun, denn der Spaß am Spielen ist ungebrochen.


    Meine Lösung ist, einfach weniger kaufen und manchmal schmeisse ich ein Spiel aus der Sammlung wenn es einem anderen ähnlich ist, was mir mehr gefällt. Ich stelle mir einfach die Frage: Würde ich das tatsächlich irgendwann mal wieder öfter spielen wollen oder doch das für mich bessere andere?


    Viele Grüße,

    Scythe-Fanboy-Andreas.

  • Also, bei mir ist Übersättigung nicht spürbar, eher das Verstehen, bestimmte Dinge aus der Sammlung nicht mehr zu brauchen, da sie durch bessere Vertreter ihrer Art bzw. des Themas ersetzt wurden, oder auf einige Neuerscheinungen, die man früher mitgenommen hätte, jetzt eher doch zu verzichten. Das Hobby selbst ist davon aber größtenteils unberührt, was an mehreren Dingen bei mir persönlich liegt. Zum einen spiele ich sicherlich (allein schon aus Zeitgründen) nicht so exzessiv wie einige andere hier, die quasi jeden Tag spielen (können). Dadurch nutzt sich das Spielgefühl im Allgemeinen natürlich auch weniger ab. Zum Anderen beschäftigte ich mich auch ausserhalb des eigentlichen Spielens sehr gern mit dem Hobby Brettspiele, lese, höre, schaue zu dem Thema viel und freue mich über Regelkunde und Spielmaterialsortieren. Kickstarter ist für mich nicht nur eine Möglichkeit zur Beschaffung interessanter Spiele, sondern teilweise auch Unterhaltung. Außerdem steht für mich das Thema immer im Vordergrund, nicht die Mechaniken, wodurch jedes Spiel sein ganz eigenes Flair bzw. seine eigenständige Gefühlswelt aufbaut. So fühlen sich selbst Spiele zum gleichen Thema, aufgrund von Artwork und Konzept für mich sehr unterschiedlich an. Mit ein Grund warum abstrakte bzw. kurze oder kleine Spiele kaum eine Chance bei mir haben. Ich denke, bei Übersättigung im Allgemeinen kommt es eben auch oft auf die Dosis an, die man sich selbst vom "Mittel" Brettspiel verabreicht ...

  • Zitat

    Manchmal aber lese ich eine Regel nicht bis zum Ende, so habe ich z.B. bei Arkwright schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass mir die Regel zum Lesen zu anstrengend wird; weshalb Arkwright mich auch ungespielt verlassen hat.

    Verstehe ich deutlich besser als Bandidas Herangehensweise. ; )

    Anscheinend nicht :lachwein:


    Ich hab die Regel von TfM doch auch einige Seiten gelesen und dann das Gleiche gesagt: ist mir zu anstrengend, zu dröge ... weshalb mich das Spiel dann ungespielt verlassen hat. Wieso verstehst du es bei ihm, aber bei mir nicht? :/


    Weil ich "zu anstrengend" und "zu langweilig" als völlig unterschiedliche Sachen wahrnehme. Je nach Kontext sogar Gegenteile voneinander. "zu anstrengend" geht für mich in eine Richtung, an deren Ende Überforderung steht, oder ein Kraftaufwand, den man vielleicht nicht mehr leisten kann/will, Kompliziertheit, Schwierigkeit...während "die Regel langweilt mich, weil sie optisch nicht aufgelockert/dröge geschrieben ist" für mich in Richtung "wo ist meine instant-gratification", Ungeduld und "ist ja genug da, NEXT"-Mentalität geht. Ich persönlich würde wie gesagt in beiden Fällen immer trotzdem weitermachen, solange ich mir was vom Spiel erhoffe. Ich persönlich habe aber einfach für ein Aufgeben aufgrund von"die Regel ist zu schwierig/kompliziert/anstrengend geschrieben" mehr Verständnis als für ein "langweilig geschrieben". :)


    Zitat
    Zitat

    Ich verstehe was sie sagt und warum sie es tut. Ich habe aber kein "Verständnis" in dem Sinne, dass ich das sinnvoll, logisch, empfehlenswert oder für mich als mögliche Handlungsoption sehe, das ist alles.


    Brauchst du auch nicht. Mein gesamtes Kaufverhalten ist mit Logik nicht zu erklären :D


    Weiß ich & weiß ich. :peace:

    Vorsitzende, Gründungs- und Hauptmitglied des Vereins "Für die gesellschaftliche Ächtung des Postens von Spielebildern, ohne deren Titel zu nennen" FügÄPSoT e. V.

  • Das Gefühl kenn ich. ^^


    Es hat aber zumindest bei mir weniger damit zu tun, dass ich schon alles kenne, sondern einfach mit wechselnden Interessenschwerpunkten. Ich habe nunmal nur endlich viel Zeit, und Brettspiel konkurrieren mit etlichen anderen Dingen um diese Zeit. Wenn dann der Schwerpunkt meiner Freizeitbeschäftigung zudem gerade nicht auf Brettspielen liegt sondern auf anderen Aktivitäten, dann macht sich das im Bereich Brettspiele eben auch gesamthaft bemerkbar: Ich habe insgesamt weniger Lust, Brettspiele zu spielen und mich damit auseinanderzusetzen. Die Aktivierungsschwelle für Begeisterung liegt (viel) höher, sowohl was das tatsächliche Spielen als auch allfällige Neurscheinungen/Kickstarter betrifft, und der "Hmm... Joa.... Passt schon, ganz nettes Spiel....Ist mir aber eigentlich egal"-Bereich wird deutlich breiter. Zusammen mit dem Wissen um die bereits bestehende Auswahl an sehr guten und sehr unterhaltsamen Spielen haben es dann Neuerscheinungen recht schwer. Deshalb gab es kein Dingsda (gehyptes Alien-like Brettspiel, Name vergessen... q.e.d.) und auch kein Tainted Grail (da ist mir immerhin der Name wieder eingefallen...) - sie haben es nicht über die Aktivierungsschwelle geschafft.


    Ist halt wie es ist: Interessen ändern sich. Jetzt grade habe ich mehr Interesse an Tabletop als an Brettspielen - noch nichtmal unbedingt am Spielen, sondern am Bauen, Malen, und mich mit dem Hintergrund beschäftigen. Aber das kann sich auch wieder ändern und mehr zu Brettspielen tendieren. Und ich habe die Spiele im Schrank alle (ausser die, die ich als Geschenk erhalten habe) ja mit gutem Grund gekauft. Drum seh ich auch keinen Grund für überstürtzten Aktionismus - die dürfen da bleiben, werden ja nicht schlecht. :)

    Wenn dir egal ist, wo du bist, kannst du dich auch nicht verlaufen.

  • Übersätigung am Spielen habe ich bei mir noch nicht festgestellt. Ich liebe es zu spielen und ich liebe es auch neue Spiele kennenzulernen (und lese auch gerne die Anleitungen dazu).


    Es gibt aber auch folgende Gedanken:
    Ich habe letztes Jahr 109 verschiedene Spiele gespielt, davon 49 nur einmal und 79 weniger als 5 mal. (Von den 32 neu kennengelernten Spielen waren 13 nur einmal und 23 weniger als 5 mal). Gerade die einmal gespielten Spiele haben immer so etwas von

    - entweder habe ich da wertvolle Spielzeit mit mittelmäßigen Spielen verschwendet

    - oder ich habe gute Spiele kennengelernt, aber keine Chance gehabt sie richtig zu erkunden.


    Beides stimmt mich irgendwie auch etwas traurig.


    Von daher habe ich schon den Drang da etwas zu ändern und neu kennenglernte Spiele auch öfter zu spielen bzw. noch genauer vorher zu recherchieren, ob sich das Spiel für mich persönlich lohnt. (Da sind natürlich auch immer die Befindlichkeiten und Vorlieben der Mitspieler zu berücksichtigen.)

    (Noch besser wäre es natürlich die effektive Spielzeit zu erhöhen, das ist aber abseits des Solomodus nicht so ganz einfach.)


    Von daher habe ich bei mir schon eine gewisse Übersättigung/Übermüdung an diesem play&forget spielen festgestellt. (Nicht aber am Spielen im Allgemeinen)

    most played (01.01.18-31.12.19):

    1. Gloomhaven 2. Schach 3. One Deck Dungeon 4. Spirit Island 5. Gaia Project

    6. Sentinels of the Multiverse 7. 5-Minute-Dungeon 8. Mage Knight 9.The 7th Continent 10. Great Western Trail

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  • Was ich auch übel finde zu diesem Thema und dem Wunsch nichts mehr neues zu kaufen ist, dass ich im Januar schon eine Liste der "Must Buy"-Spiele habe die fast 20 Titel umfasst.


    Nicht mitgezählt alles was bereits vorbestellt wurde wie z.B. Dominant Species Marine, 1862, Ancient Civilisations of the Inner Sea, Dominations, Escaple Plan, CO2, BIOS:Origins, Pax Porfiriana, Pax Transhumanity, Pax Pamir etc.


    -Die Zahlen sind nur zwecks durchzählen-

    01) La Stanza - wegen den Autoren (ich liebe Madeira und Nippon)

    02) Yinzi (wegen Spielworxx)

    03) Die Macher (seit Jahren Interesse und wegen Spielworxx)

    04) Auf der Walz (wegen Spielworxx)

    05) Black Angel (Troyes im Weltall? TROYES IM WELTALL!!!!! :love:)

    06) Brazil (ich liebe Madeira und Nippon)

    07) Railroad Revolution (wenn die Erweitrung Railroad Evolution auf Kickstarter kommt - das Spiel hatte mir sehr gut gefallen, aber dank dominanter Strategie kein Kauf)

    08) Key Market (soll eines der besten Key-Spiele sein und der Run-Through von RHado hatte mich damals von den Mechaniken überzeugt)

    09) On Mars (Vital Lacerda ist der beste Spieleautor unserer Zeit - bisher nicht mal ein mittelmäßiges, geschweige denn schlechtes Spiel und das Thema holt mich absolut ab)

    10) Age of Steam in der EGG Neuauflage mit Ian O'Toole Graphik (lange schon Interesse, Benjamin vom Brettspielbog und Chris von Victoria Parta lieben das Spiel bei recht unterschiedlichem Geschmack, Martin Wallace Wirtschaftsspiel - Brass ist genial Auztralien meh, ich bin gespannt)

    11) Roads & Boats Neuauflage (weil Splotter - das beste Autorenduo unserer Zeit, ganz knapp vor Sentieiro und Soledade)

    12) Root (erster Wackelkandidat, ich habs nicht mit Kriegsspielen, allerdings mit Tieren, komplett asymetrisch und eurolastig? klingt schon gut)

    13) Titan (Thema holt mich ab, Beschreibung klingt super interessant)

    14) High Frontier (Thema top, bisher gespielte SMG Spiele haben mir gut bis extrem gut gefallen, muss her)

    15) Aluarbi: A nice cup of tea (Snowdonia war nicht verkehrt, aber nicht super - muss man mal sehen, könnte was werden evtl. ein Kauf)

    16) Egizia: Shifting Sands Edition (mal sehen was verändert wurde das ist ein kann)

    17) Imperium (weil David Turzci, ich mag das Thema, allerding mag ich die meisten Civ-Spiele nicht - mal sehen)

    18) Stellar Horizons ("Designed by a real-life space engineer with a PhD in long-duration spaceflight from MIT, Stellar Horizons is intended to be a plausible representation of the first steps of humanity towards the stars between 2030 and 2169" - Thema geil, Meschaniken die auf realer Physik basieren? - allerdings über 100€ und Spielzeit 60-1200 Minuten - Tendenz zum Kauf)

    19) Imperial Century (Die gleichen Autoren wie bei Yinzi - und wenn jemand seine beiden ersten Spiele bei Spielworxx und What's your Game veröffentlicht? Mega Interesse... Altersempfehlung ab 8? Muss man mal sehen)


    Ich würde gerne maximal 12 Spiele im Jahr kaufen, ich sehe nur nicht wie - zumal man ja jetzt noch nicht alle Spiele kennt, die dieses Jahr veröffentlicht werden...

  • ...Stellar Horizons...

    Hatte ich auch auf meinem Radar, glaube aber, das es sich im "Universum vielfältigster Möglichkeiten" selbst verliert. Heute soll SpaceCorp geliefert werden, das wird um längen spielbarer sein und vermutlich das Thema spielerisch besser einfangen. Wenn überhaupt, wäre das wohl eher ein Spiel für Spieletreffen aufgrund der länge. High Frontier würde ich in dem Kontext auch noch sehen.

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Was ich auch übel finde zu diesem Thema und dem Wunsch nichts mehr neues zu kaufen ist, dass ich im Januar schon eine Liste der "Must Buy"-Spiele habe die fast 20 Titel umfasst.


    Nicht mitgezählt alles was bereits vorbestellt wurde wie z.B. Dominant Species Marine, 1862, Ancient Civilisations of the Inner Sea, Dominations, Escaple Plan, CO2, BIOS:Origins, Pax Porfiriana, Pax Transhumanity, Pax Pamir etc.

    Falls Du all diese Spiele in erster Linie nur besitzen möchtest ist ja alles OK vorbehaltich finanzieller und räumlicher Möglichkeiten.


    Falls Du die aber alle auch spielen möchtest, sollte man sich schon fragen, wieviele Spiele Du im Jahr realistischer Weise hinreichend spielen kannst, Dann gilt es Prioritäten zu setzen, was man auch in anderen Lebensbereichen auch machen muss (Urlaub, Kleidung, Ausgang etc.). Warum dies gerade bei einem Hobby so schwierig oder gar quälend sein soll kann ich verstehen.

  • ...Stellar Horizons...

    Hatte ich auch auf meinem Radar, glaube aber, das es sich im "Universum vielfältigster Möglichkeiten" selbst verliert. Heute soll SpaceCorp geliefert werden, das wird um längen spielbarer sein und vermutlich das Thema spielerisch besser einfangen. Wenn überhaupt, wäre das wohl eher ein Spiel für Spieletreffen aufgrund der länge. High Frontier würde ich in dem Kontext auch noch sehen.

    Bei SpaceCorp fand ich das anspielen nicht ganz so überzeugend, ich bin gespannt wie das vollständige Spiel wird ich hatte den Eindruck, dass es an einigen Stellen recht zufällig ist... (nur Mariners gespielt)

  • Das Problem sehe ich an folgendem Punkt - wäre jedes dieser Spiele immer verfügbar würde ich es nicht direkt kaufen, aber grade deluxe Versionen sind auf Kickstarter deutlich günstiger als später. Und ganz fatal ist Verfügbarkeit im special Interest Bereich - Sierra Madre Games, Splotter, Spielworxx...

  • Wegen Übersättigung geschlossen... wird es bei mir nie geben. Ein gutes Spiel an sich bietet so viele Facetten, dass man auch nach der x-ten Partie mit den gleichen Leuten noch neues erleben kann. So wird aus unserem Hobby mit unzählig vielen Titeln (auch wenn sich diverse nur in Nuancen unterscheiden) und ebenso so viel potentiellen Mitspielern eine theoretische Quelle der nie endenden Unterhaltung. Kombiniert mit einem gewissen Sammeltrieb ist das natürlich das, was einen auch in Jahren noch nach neuen und unbespielten Spielen Ausschau halten lässt. Auch lernt man immer wieder neue Leute kennen dank denen man diversen vielleicht schon älteren Spielen eine neue Seite abgewinnen kann. Da man niemals alle(s) kennt, kann man auch nie übersättigt sein! Es können sich temporär vielleicht mal die Interessen verschieben, aber übersättigt würde ich es dann nicht unbedingt nennen.

  • Das Problem sehe ich an folgendem Punkt - wäre jedes dieser Spiele immer verfügbar würde ich es nicht direkt kaufen, aber grade deluxe Versionen sind auf Kickstarter deutlich günstiger als später. Und ganz fatal ist Verfügbarkeit im special Interest Bereich - Sierra Madre Games, Splotter, Spielworxx...

    Dieses Marktsegment der "Spiele mit geringer Verfügbarkeit" explodiert doch geradezu in den letzten Jahren. Also wird du das Problem der passenden Selektion für dich irgendwann lösen müssen. Wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes Jahr. Oder übernächstes.


    An einer Lösung kommt du definitiv nicht vorbei, also stelle dich dem Selektions-Problem und überlege dir, wo du wirklich den "Projekt unterstützen" oder "Spiel vorbestellen" Knopf drücken willst. Selbst wenn Geld, Platz und Mitspieler unendlichen wären (was sie natürlich nicht sind!), ist allerspätestens die zur Verfügung stehende Zeit zum Spielen der gekauften Sachen endlich.

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  • Pikmin


    Im Fall von Nebel über Valskyrr hat mir ein Durchblättern gereicht :D

    Mich hat es ungespielt verlassen, aber die Regel habe ich weitgehend gelesen.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Fire & Axe: A Viking Saga, 7. Feudum, 8. Prehistory, 9. Vindication, 10. Rise to Nobility

  • Gerade zufällig den Thread wiedergefunden...

    Animiert durch den aktuell recht lockeren Maus-Zeigefinger beim "Bestellung abschicken"-Button.


    Finde gerade dieses Jahr kommen viele Spiele die mich komplett abholen und mich sagen lassen, ja, oder zumindest joa.

    Also von Übersättigung und "och nö... muss ich jetzt nicht haben ode rmitspielen" aktuell sowas von keine Spur...


    Bei euch so ?

    Besucht uns auf unserer Seite unter "www.mister-x.de"

  • Ich kucke kaum noch, was demnächst so kommt, und hab es auch nicht mehr sonderlich eilig, Neuheiten anzuspielen.

    Da ist schon eine gewisse Übersättigung oder Reizüberflutung diagnostizierbar.

    Ich bin letztes Essen durch die Gänge geschlendert und nach ersten Blicken auf die Tische so gut wie nie stehen geblieben, war einfach zu viel.


    Aber auf mein Spielerleben hat das recht wenig Auswirkungen, ich spiele immer noch genug neue Spiele.

    Die sind dann aber halt "nur für mich neu", weil sie meistens schon ein paar Monate oder Jahre auf dem Buckel haben.

    Mein Blog (Illustrationen, Brettspieldesign, Angespielte Spiele)

  • Ich gucke immer wieder gerne was so an Neuheiten rauskommt, gerade vor der SPIEL. Viel Interessantes bleibt aber nicht hängen und gerade wenn viele irgendwelche kleinen Spiele hochloben wie L.A.M.A., Ganz schön clever oder Draftosaurus lasse ich erstmal die Finger davon, bis ich sie irgendwann mal ausprobieren kann. Meist sind diese Spiele nämlich für mich nicht. Auf der Spiel finde ich dennoch immer mal das ein oder andere Spiel, das interessant aussieht, aber nachdem mein letztjähriger Spontankauf Rise of the Necromancers ein Fehlschlag war, werde ich sowas nur noch kaufen, wenn ich es vorher auch gespielt habe. Zumindest nehme ich mir das vor. Ansonsten betreibe ich weiterhin dir Ausdünnung meiner Spielesammlung und versuche neue und ungespielte Spiel sobald wie möglich zu spielen, damit ich entscheiden kann, ob das Spiel bleiben darf, oder weg muss.

    Spielen tue ich mittlerweile wieder sehr gerne und oft.

    Übersetzt & lektoriert Spiele für div. Verlage und probiert Spiele in allen möglichen Stadien aus. Schreibt darüber mit Freunden auf erklaerpeer.de

    Einmal editiert, zuletzt von Peer ()

  • Meine Wishlist ist quasi leer. Nur Sachen, die noch nicht erschienen sind. Darunter fast nur Erweiterungen zu bereits vorhandenen Spielen. Und grad neu „Zirkadianer: erstes Licht"


    Bei mir also tote Hose

    2 Mal editiert, zuletzt von Bandida ()

  • Bei euch so ?

    tl;dr :reissack:


    Seit Januar …

    sychobob hat’s prima zusammengefasst.

    Ich habe längst und mittlerweile auch fast komplett vor der Flut kapituliert. Ich werfe bei BGG keinen Blick mehr auf Neuheiten, schaue nur noch selten auf die Frontseite und lese daher deutlich weniger Reviews querbeet als früher. Essen, GenCon etc. und die Berichterstattung dazu juckt mich auch nicht. Hier ignoriere ich fast alle Kickstarter-Themen und überfliege die Wochenthreads nur noch. Überhaupt befasse ich mich nur dann mit neuen Spielen, wenn sie wiederholt von vertrauenswürdigen Leuten positiv erwähnt werden oder ich das Gefühl habe, dass sie in der Breite sehr gut ankommen. Auf den Rest treffe ich entweder irgendwann oder eben nicht. Ob ich ein gutes Spiel heute oder in 2 Jahren lerne, spielt für mich keine Rolle.

    Ich muss keine neuen Spiele kaufen oder Anleitungen durchackern, um Spaß mit richtig guten, ja herausragenden Spielen haben zu können. Ich brauche dafür nur Mitspielerinnen. Die passenden Spiele stehen hier zu Genüge im Regal :) Das Feuer für Spiele brennt also nach wie vor – nur nicht (mehr) für Neuheiten.

    … hat sich nicht viel getan.


    Ein paar Neuheiten habe ich zwischenzeitlich gespielt, begeistert hat mich nur Just One (und das lag hauptsächlich an der Gruppe). Ansonsten haben nur Underwater Cities und Coimbra eine Chance, hier einzuziehen. Allerdings wüsste ich auch bei den beiden nicht, warum das unbedingt sein müsste …

    Was zur GenCon oder in Essen neu auf den Markt kam bzw. kommen wird, interessiert mich nicht. Die wirklich guten Spiele werden früher oder später bei irgendeiner Gelegenheit auf dem Tisch landen. Danach kann ich mich immer noch damit beschäftigen, falls ich es für lohnenswert erachte.

  • Ich bin im Laufe der Zeit immer selektiver geworden ... bei Neuheiten / Kickstartern folgen immer den selben Fragen: Hast du bereits etwas Vergleichbares im Regal? Macht das Spiel etwas ganz besonders? Ist Setting / Story / Immersion speziell, neu oder einzigartig? Oft kann man damit die Flut der Neuheiten gut einordnen und die meisten für sich abhaken. Zudem blende ich bestimmte Aspekte und Kategorien komplett aus ... Rätsel, Party, Deduktion, Geschicklichkeit, Legacy, Echtzeit, das meiste mit App, kurze Lückenfüller, Abstraktes ... fliegt direkt aus meinem Fokus, bei dem Rest greifen obengenannte Fragen, trotzdem bleibt noch mehr als genug übrig, da hilft dann auswählen ...

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  • Übersättigung.....nö !

    Aaaaber....ich kann mittlerweile besser abwarten und Tee trinken 😊


    Der Markt ist mittlerweile so groß und erreichbar, dass ich Spiele bewusster kaufe.

    Nicht einfach immer einpacken sondern manchmal bloß „auf Bestellung“ wenn z.B. ein neues Time Stories Abenteuer gewünscht wird oder ich lasse es mir halt auch, wenn es so sein sollte, ein bisschen mehr kosten wenn ich später feststelle, das ich doch etwas wirklich haben möchte. 😊

  • Sehr interessantes Thema und beruhigend, dass es nicht nur mir so geht...mit knapp 200Spielen in meiner Sammlung. Ich vergleiche auch gern mit vorhandenen Spielen wenn etwas Neues rauskommt. Meist reizt mich ein neues Thema aber vieles laesst mich auch mittlerweile kalt. Es wurde mal in einem Brettspielblog mal schoen erkannt: die brettspielflut hat aehnliche Ausmasse wie die Buch- Neuerscheinungsflut" und kauft man deshalb ALLE Buecher oder liest alle Buchkritiken? Nein! Nach dieser Erkenntnis selektiere ich nach meinem Gusto...Ueberfliege kurz BGG- Reviews, schaue gern Video- Neuerscheinungsankuendigungen o.a. und bin dann schon positiv "bedient". Fazit: Entspannt die Neuerscheinungen aufpoppen lassen. Einiges wird Neuaufgelegt, Übersetzt. ..ein Spiel das mich haben will findet " von allein" zu mir. Zudem entdecke ich viel Neues in meiner Sammlung, klingt komisch ist aber so!

  • Ich denke, dass bei denen hier, die auch beruflich mit Spielen zu tun haben, für sich privat die Schwelle der Übersättigung niedriger liegt, es sei denn vielleicht, sie haben ihr Hobby zum Beruf gemacht.


    Auch wer schon sehr lange spielt, vieles gesehen und gespielt hat, mag eher ein Gefühl der Übersättigung haben. Erst recht, wenn man immer nach den innovativen, noch nie gesehenen Super-Mechaniken sucht. Je mehr man gespielt hat, um so weniger überrascht einen da noch.


    Bei den gut 2000 Spielen, die habe, hatte und zum sehr großen Teil auch gespielt habe, ist die "mechanische Übersättigung" längst eingetreten. Da gibt es wenig, was einen Reiz des Neuen noch ausüben kann. Um so wichtiger wird, jedenfalls bei mir, die thematische Dichte eines Spiels, vorrangig vor seinen Mechaniken, von denen ich allerdings erwarte, dass sie ihre Existenzberechtigung im Spiel von dessen Thema ableiten.

    Ich bin also noch nicht völlig übersättigt. Ein Spiel sollte mich dazu anregen, mich mit seinem Thema zu beschäftigen, Wissenslücken zu füllen, neugierig auf das zu sein, worum es im Spiel geht. Wenn so etwas kommt, dann mag ich es gerne haben.


    Gestern erst eine 3-er-Partie Auf der Walz gespielt. Das mag jetzt nicht das Super-Spiel schlechthin sein, es hat aber ein interessantes, unverbrauchtes Thema, von dem es recht viel in seinen Mechaniken umsetzt. In dieser Beziehung jedenfalls gelungen, wie ich finde. Und es macht auch Spaß, wenn man mit all den Zufälligkeiten, die das Wandergesellen-Leben nun mal so mit sich brachte, leben kann.

    So etwas von der Art thematischen Spiels gibt es viel zu wenig. Monsterjagden in einer Fantasy-Welt sind ja ganz nett, haben auch etwas Thematisches, dürften aber einfacher zu entwickeln sein, weil man ja z.B. jede Unmöglichkeit als Magie verkaufen kann.

    Ein Thema zu finden und in einem Spiel abzubilden, bei dem man nicht einfach seiner Fantasie freien Lauf lassen kann, sondern thematische Notwendigkeiten aufzufangen hat, halte ich für die weitaus höhere Kunst. Auf der Walz und z.B. Ruhrschifffahrt machen es vor. Mehr davon und ich bin ohne jede Spur von Übersättigung dabei.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    TOP 10: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Anachrony, 5. Snowdonia: Deluxe Master Set, 6. Fire & Axe: A Viking Saga, 7. Feudum, 8. Prehistory, 9. Vindication, 10. Rise to Nobility

  • Ich verrate kein Geheimnis wenn ich mich selbst als Grumpy old boardgamer bezeichne. Ich habe meinen Blog lange ruhen lassen, ich schaue nicht mehr, was kommt da Neues. Ab und an flattert ne Pressemitteilung ins Postfach, viele lese ich gar nimmer.

    Wenn etwas wirklich Gutes dabei ist, werde ich davon erfahren. Und wenn nicht.... pffffft... Sack Reis.

    Ich habe vermutlich genug Spiele für die nächsten paar Jahre, und wenn mich was packt ist es entweder was total schräges (Auf der Walz) oder bedient meine Neugier auf neues Terrain (Peloponnesian War).

    Ich mag es inzwischen, wenn spiele kantig sind, und nicht bis ins letzte ausbalanciert. Und wenn Züge drin sind. 18XX als Stichwort.
    ist man hier mal drin gefangen, fragt man sich, wieso man einen Abend mit Pegasus Titeln füllen soll, wenn man nen nettes Traingame zocken kann.

    Mein Problem ist: Ich will den Wellen von Neuheiten nicht mehr folgen.... es überfordert mich, ich will nicht so viele Entscheidungen fällen müssen. Ich konzentriere mich auf wenige Verlage Autoren, und da schau ich mir die Sachen dann eben an. (Spielworxx Auto Buy, Hollandspiele lange Wunschliste, GMT vereinzelt sehr spannende Sachen noch parat, 18XX... ich versuch mich zu bremsen) Und ich muss langsam meinen Sohn aus der Kinderspielebene heben, wenn er es will... Carcassonne etc stehen vor ihm. Sprich ich kann endlich die Klassiker wieder neu erleben, die nicht wie heutige Spiele MEGA verkompliziert sind, nur um als Expertenspiel angesehen zu werden. 1-2 Mechanismen, aber viele Entscheidungsfreiheitsgrade... das will ich haben. keinen mechanismenbastard, der Deckbau mit Workerplacement, setcollection und Realtime verbindet, und dann nen Dinomech-Thema hat, wo man am Ende Kürbisse erntet :)

    Ich habe eine Sammlung von über 150 Spielen, nach der sich vermutlich einige die Finger lecken würden... es ist für jeden was dabei. Aber wer viel will, muss viel zeit mitbringen... diese kurzen 60 Minuten Titel sind rausgeflogen. die meisten jedenfalls. Spielen wird wieder zum Event. Alles andere lässt die Lebensplanung aktuell nicht zu. :)

  • Dieses Jahr sieht bisher "noch O.K." aus bezüglich Käufen und backen, dürfte aber weniger sein (eigentlich wollte ich 12 Titel im Jahr nicht überschreiten):

    1) Sagrada

    2) La Stanza

    3) Age of Steam

    4) Roads & Boats
    5) Food Chain Magnate – Ketchup Mechanism & other ideas

    6) On Mars

    7) Anachrony – Fractures of Time

    8) Round House (einziger Schnäppchenkauf bisher)

    9) Terramara

    10) Gugong: Panjun

    11) Board Game Cafe Frenzy (einziger "Impulskickstarter" (19€ mit Essen PickUp) bisher, sieht nach einem interessanten "Filler" (30-60 Minuten) mit Spieltiefe aus - außerdem war ich am Spiel des Autors vom letzten Jahr (A Pleasant Journey to Neko) bereits interessiert)

    12) Cupcake Empire


    Letztes Jahr sah es zu diesen Zeitpunkt deutlich "schlimmer" aus - dieses Jahr kam auch noch sehr viel als Folge des Wahnsinns des letzten Jahres, das wird 2020 besser...


    Ich fürchte dass noch ein paar Titel hinzukommen, aber die 20 Spiele werden wir nicht überschreiten, was ein großer Fortschritt ist. Ich füchte High Frontier 4All, Madeira Erweiterung & Upgrade Kit wird noch her müssen, Titan und The Search for Planet X habe ich noch auf dem Schirm was Kickstarter betrifft.


    "Must Have" zum Kauf ist Under Water Cities: New Discoverys, Teotihuacan: Late Classic Period, Terra Mystica: Merchants of the Sea und Cooper Island bei Maracaibo bin ich interessiert, Black Angel können wir bei einem Freund antesten, da gibt es ja gespaltene Meinungen

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