Verwaltungsaufwand des Solomodus der COIN Serie von GMT (erledigt)

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  • Hallo an Alle,


    letztes Jahr habe ich zwei Partien Cubra Libre der COIN Serie von GMT spielen können. Spielerisch fand ich das Spiel super, allerdings konnte ich es auch in einer tollen Vierergruppe spielen. Jetzt bin ich vor kurzem über Pendragon gestoßen, welches mich thematisch voll abholt, leider bin ich durch Umzug letzten November nicht mehr in Reichweite der Mitspieler. Ich frage mich nun, ob die COIN Serie auch solitair gut spielbar ist. Auf den ersten Blick sahen 13 Seiten extra Regeln mit Flowcharts recht aufwändig aus. Regeln schrecken mich eigentlich nicht sonderlich ab, aber wenn die Verwaltung aber zu aufwändig wird pro Zug, dann bin ich doch skeptisch.


    Wie sind eure Erfahrungen?

    Einmal editiert, zuletzt von Gohor ()

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  • Letztlich sind mir zwei Varianten bekannt, wie man die COIN Spiele solo spielen kann. Beide Varianten können Spaß machen, wenn gleich man sich darüber im klaren sein muss, das kein Bot reale Mitspieler ersetzen kann. Beide Varianten haben zudem unterschiedliche Vor- und Nachteile.


    In der ersten Solo-Variante spielt man einfach jede Fraktion, nach bestem Wissen und Gewissen, jeweils selbst und die Flussdiagramme beachtet man gar nicht. Das ist deutlich schneller, da man sich das durcharbeiten der Flussdiagramme spart. Das funktioniert ganz gut, aber man muss sich bei dieser Variante halt darauf einlassen können, jede Fraktion für sich betrachtet möglichst gleichwertig zu spielen. Man spielt im Endeffekt konstant gegen sich selber.


    Die Variante mit den Flussdiagrammen ist vor allem für Spieler interessant, die sich voll auf eine Fraktion fokussieren möchten, während die anderen Fraktionen durch den Bot eigenständig simuliert werden. Dafür muss man eben in Kauf nehmen, dass das durcharbeiten der Flussdiagramme zusätzliche Zeit kostet. Gerade zu Beginn, wenn man die Flussdiagramme noch nicht gut kennt, ist der Umgang mit ihnen schon ein ziemlich stumpfer Verwaltungsaufwand. Das bessert sich natürlich, umso mehr man spielt und umso besser man dadurch die Flussdiagramme kennen lernt.


    Ob und mit welcher Variante du letztlich Spaß hast, hängt vermutlich zu einem großen Teil auch davon ab, wie viel Zeit du bereit bist hinein zu investieren. Wenn du das Spiel nur alle paar Monate mal rausholst und dann auch nicht zu viel Zeit damit verbringen möchtest, werden dich die Bots vermutlich eher enttäuschen. Da bleibt dir nur die Variante in der du gegen dich selbst spielst. Davon abgesehen kann das Spielen gegen die Bots aber durchaus Spaß machen und eine ganz eigene Herausforderung darstellen.


    PS: Sorry, hatte aus Versehen statt "Beitrag bearbeiten" den "Löschen"-Button erwischt. ||(

    8 Mal editiert, zuletzt von ManiX ()

  • Vielen Dank dir schonmal für die ausführliche Antwort! Für das gegen sich selbst Spielen bin ich nicht gemacht. Habe ich schon bei anderen Spielen probiert, das hat mir nie Spaß gemacht. Habe eben kurz in ein Video rein geschaut, und ich glaube das Ganze ist mir zu Aufwändig. Da ist ein Solo Spiel wie Comancheria wesentlich eleganter gelöst.

  • Wir haben vor ein paar Jahren mal eine Partie Cuba Libre zu dritt, sowie einem Bot (Flußdiagramm) gespielt. Der vierte Spieler ist abgesprungen und wir haben spontan den Bot aktiviert. Gefühlt hat daher der Bot die meiste Zeit verschlungen.

    Wenn man vorbereitet ist, kann das Ganze sicherlich mit dem Bot flüssig laufen. Ob das Spaß macht, in einer Solopartie jeden einzelnen Zug mit nem Bot und einem speziellen Flussdiagramm zu verfolgen und das ganze jeweils dreimal? Ich weiß nicht und es scheint mir eine Menge Verwaltungsaufwand zu sien.


    Letztendlich sind die COIN, mit einer Ausnahme, reine 4er Spiele und die Bot lediglich notbehelfe. Ich würde da eher zu den reinen Solospiele von GMT greifen.

  • PS: Sorry, hatte aus Versehen statt "Beitrag bearbeiten" den "Löschen"-Button erwischt.

    [Mod] Bei solchen Missgeschicken könnt ihr euch auch vertrauensvoll an die Moderation wenden (-> Button "Inhalt melden" mit dem Ausrufezeichen im Dreieck). Das "Löschen" ist eigentlich eher ein Ausschalten und das Wiederherstellen sind für uns wenige Klicks. -- MP

  • 3 Bots würde ich nicht auf einmal simulieren wollen, das ist dann einfach nur Arbeit.


    Schon einer ist ein bisschen nervig. Ich habe bisher #Labyrinth, #Churchill und #FireintheLake mit Bots gespielt, also 2er, 3er und 4er alleine, zu zweit und zu dritt. Die Bots sind nicht sonderlich unhandlich, aber zeitraubend auf jeden Fall, weil sie nicht während meinem Zug schon "nachdenken", was sie tun wollen, sondern geduldig darauf warten, dass irgendjemand ihren Algorithmus durchackert.


    Ich sehe die Dinger als Notlösung und nicht viel mehr.

    Mein Blog (Illustrationen, Brettspieldesign, Angespielte Spiele)

  • Ich hatte es mit CubaLibre versucht gegen 3 Bots, aber schnell wieder sein gelassen, da du wie meine Vorposter schon geschrieben haben, mehr Arbeit als


    Spielspaß hast.


    Evt. noch das 2er Coin Colonial Twilight, gegen einen Bot könnte ich mir noch gut vorstellen evt. hat es hier schon wer Solo spielen können und kann dazu


    etwas sagen.


    SpaceCorp wäre noch so ein Kandidat der Solo ganz gut funktionieren soll, wenn dir das Thema liegt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Noobbot ()

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  • Pikmin hat dazu was in ihrem Blog geschrieben... Ich finde es grad am Telefon nur nicht...

    Du weißt aber schon, daß Du beim PC oder beim Tablet schauen musst? ^^


    Ich glaube nicht, daß jemand wirklich objektiv sein kann - alle Meinungen sind subjektiv.
    Natürlich gilt das auch für mich.

  • Huhu Gohor


    Eingedenk deiner Suche nach einem Mittelalter-Solo-Wargame - sind Rückmeldungen hier noch interessant? Irgendwann will ich mich auf jeden Fall noch mit dem SoloModus von Colonial Twilight befassen und dann mal sehen, ob er so aufwändig zu spielen/verwalten ist, wie es aussieht... =O


    Oder hast du dich inzwischen eh schon von COIN verabschiedet und suchst was anderes?

    LG!

    Vorsitzende, Gründungs- und Hauptmitglied des Vereins "Für die gesellschaftliche Ächtung des Postens von Spielebildern, ohne deren Titel zu nennen" FügÄPSoT e. V.

  • Pikmin


    Habe mich verabschiedet davon. Das ist mir alles viel zu aufwändig, dafür gibt es einfach zu viele gute Solospiele. Mich hatte einfach das Thema interessiert. Anscheinend ist es ja auch gar nicht so einfach ein Spiel mit dem Thema bzw. der Epoche zu finden (siehe anderer Thread).

  • Gohor

    Hat den Titel des Themas von „Verwaltungsaufwand des Solomodus der COIN Serie von GMT“ zu „Verwaltungsaufwand des Solomodus der COIN Serie von GMT (erledigt)“ geändert.
  • Irgendwann will ich mich auf jeden Fall noch mit dem SoloModus von Colonial Twilight befassen und dann mal sehen, ob er so aufwändig zu spielen/verwalten ist, wie es aussieht... =O

    wäre schön wenn Du dann darüber berichten würdest, war schon kurz davor mir das Spiel ebenfalls zuzulegen aber nach deinem ersten Bericht bin doch


    skeptisch geworden.

  • Hallo,

    auch wenn das Thema als erledigt gekennzeichnet ist, kurz dazu meine Erfahrungen zu den Bots.

    FitL ist aufwendig, da die Franktionen sehr unterschiedlich agieren und somit die Flowcharts nicht immer sofort eingängig sind. Als Bot-einsteigerfreundlich würde ich AA (die Ops der Fraktionen ähneln sich, bzw. die Kartelle sind einfach zu spielen) und - wie oben bereits erwähnt - CT beschreiben (eben nur ein Bot).

    Für mich sind die Bots ein Mittel, um Strategien zu erlernen und finde sie meist gut gelungen.

    Ich kann ManiX Beitrag nur uneingeschränkt zustimmen. Denkbar ist aber auch noch die Variante, dass man mit zwei Fraktionen gegen 2x 1 spielt - ich habe es bei FitL mit USA und ARVN im kurzen Szenario probiert und fand es ganz witzig. Es stellt sich mir nicht die Frage, ob es ein Mitspielerersatz und zu aufwendig ist, es ist einfach eine weitere Alternative bei der der Weg das Ziel ist.

    Viele Grüße aus Panama

    Gerrit

    Mit Gewaltlosigkeit hat noch nie jemand etwas erreicht. (Montgomery Burns)

    Ich habe zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem. Präsident der EZB. (Das Känguru)


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