Die Tavernen im Tiefen Thal

  • Nach 2 Partien gefällt mir das Spiel sehr gut, abgesehen von der etwas geringen Interaktion ein wirklich schönes Spiel mit Deckbuiding und Dice placement, das offenbar auch verschiedene Strategien erlaubt.

    Schön auch, das man die Komplexität anpassen kann.


    Wir hatten den Eindruck, dass es verschieden mögliche Vorgehens weisen gibt, nur das Upgrade in der Mitt wo man für ne 5 2 statt 1 Schritt auf dem Tableau in der Tischmitte bekommt, wollte in beiden 4-er-Partien nieman machen. Mir schien es auch nicht lohnenswert, da es eines der teuersten ist, und sich auch nicht verbilligen lässt, und der Effekt jetzt auch nicht sofort stark reinhaut.


    P.S. Wir haben mit Modulen 1-3 gespielt, wobei die Zunahme der weiteren das Upgrade ja noch uninteressanter machen dürfte, da durch de Unterchcriften-Tableaus Gäste noch stärker werden, und die bekommt man ja nicht über den Pfad in der Mitte.

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  • Ich finde das genannte Upgrade durchaus interessant. Wenn ich immer 2 Schritte auf dem Tableau gehen kann, erhalte ich mit nur 1 Würfel Dinge, die sonst oft deutlich mehr als 1 Würfel benötigen. Das ist für mich durchaus lukrativ. Allerdings habe ich auch nur mit Modul 1 gespielt.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Oh, auch von mir ein kleiner Widerspruch. Das Upgrade des Mönches kann sehr lohnend sein - auch, weil man dort mehr als einen Würfel einsetzen kann. Hier drei Fünfen einzusetzen bringt mehr, als möglicherweise über Gäste Geld zu generieren.


    Denn die Leiste ist nicht zu unterschätzen, da man doch einige zusätzliche Karten darüber erhält (die am Ende auch Siegpunkte wert sind). Ich habe mit der Konzentration auf diesen Bereich schon einige Partien deutlich gewinnen können.

    "Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes


    "Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, was man braucht, hat man gelesen." Ernst R. Hauschka


    ...und auch ich bin einer dieser Blogger: www.fjelfras.de - Brettspielblog mit Biss

  • Es sind ja richtig viele von dem Spiel begeistert! Ich habe es seit ca. 2 Wochen und auch schon einige Male gespielt. Sogar einmal mit meinem Sohn (8 Jahre) ohne Module und er fand es aufgrund des Themas mega witzig. Das Thema finde ich auch stark. Klar könnte man das auf andere Dinge adaptieren, aber seine Kneipe vollbekommen, der Schnaps, das Bier, die Angestellten, die Tische, wie sich die Taverne langsam füllt, das ist schon sehr nett gemacht.

    Aber der Funke will bei mir irgendwie nicht überspringen. Ohne Module bietet es wenig Freiraum, ist aber immerhin schön kompakt. Interaktion auf dem Nullpunkt und das Würfel/Kartenmanagement haut mich jetzt ehrlich gesagt nicht um. Mit den Modulen wird es interessanter, weil der Freiraum wächst. Worauf spezalisiere ich mich? Was mache ich mit meinem Schnaps? Gehe ich auf Mönche? Das Grundlegende doch recht langweilige Würfel/Kartenmanagement bleibt aber. Die Interaktion weiter sehr schwach. Einfaches Deckbuilding finde ich bei El Dorada um ein vielfaches interessanter gelöst. Witzigere Sonderfunktionen, mehr Interaktion. Der Würfelmechanismus ist okay, aber irgendwie gefällt er mir im Tiefen Thal nicht. Ich kann das nicht einmal genau beziffern.

    Ich gebe aber auch zu, das ich allgemein mit den Abläufen im Spiel nicht so klar komme. Vielleicht spiele ich taktisch schlecht/falsch. Aber trotz Deckbuilding finde ich den Aspekt des Glücks bei Augenzahl und Gästeauslage ziemlich nervig. Ich habe das Spiel aber noch nicht abgeschrieben und es wird weiter fleißig gespielt. Noch will ich herausfinden, was andere so begeistert.

  • Oh, auch von mir ein kleiner Widerspruch. Das Upgrade des Mönches kann sehr lohnend sein - auch, weil man dort mehr als einen Würfel einsetzen kann. Hier drei Fünfen einzusetzen bringt mehr, als möglicherweise über Gäste Geld zu generieren.


    Denn die Leiste ist nicht zu unterschätzen, da man doch einige zusätzliche Karten darüber erhält (die am Ende auch Siegpunkte wert sind). Ich habe mit der Konzentration auf diesen Bereich schon einige Partien deutlich gewinnen können.

    mit welchen Modulen und was für Punktzahlen denn? Wie früh konntets Du den Mönch aufwerten? Mir scheint er zu teuer, um ihn früh aufwerten zu können.

  • Sankt Peter

    Hat den Titel des Themas von „Die Tavernen im Tiefen Tal“ zu „Die Tavernen im Tiefen Thal“ geändert.
  • Nur mit Modul 1 hätte ich den Mönch beinahe in Runde 4 aufgewertet. Mir fehlte letztlich 1 Geld, aber ich hatte auch Pech dabei. Möglich gewesen wäre das. Und dann wäre er noch 4 Runden lang nutzbar gewesen. Aus meiner Sicht lohnenswert.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Die nächste Partie gespielt: 130 : 84 gewonnen. Drei Runden sehr sehr schlecht gewürfelt, was mich etwas weniger hart getroffen hat. Meine Frau hat eigentlich die gleiche Strategie gefahren. Im Prinzip haben die Würfel und das Ziehen von Karten alles entschieden. Wenn man die ersten Runden schon oft einen Würfel nicht benutzen kann, weil es so ungünstig kommt, der andere mit Glück, obwohl gleicher Kartensatz, eine Tischkombo zieht, dann ist mir das viel zu viel Glück für so ein Spiel. Oder bewerte ich den taktischen/strategischen Anspruch zu hoch? Ich finde die Diskrepenz zwischen den Siegpunkten, bei gleicher Starteröffnung und of sehrt ähnlicher Züge (Schnaps = Ausdünnung ect.) zu groß.

  • das mit dem Würfel gar nicht nutzen können finde ich auch etwas hart, man hätte ja auch machen können, dass es immer 1 Geld min. gibt. (Dann müsste man natürlich die 1er-Gäste ändern z.B. in 2x1=3 Geld)

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  • Ich weiß nicht....ich sehe die gleichen Probleme die auch mich stören wie bereits von brettundpad skizziert.

    Trotzdem hat das Spiel irgendwas - es treibt mich immer wieder dazu, es spielen zu wollen obwohl ich beim auftretenden Würfel-/Kartenziehpech jedesmal in den Tisch beiße und schwöre, dass ich das Spiel verbrenne....und trotzdem mache ich mir Gedanken, wie ich dies beim nächsten Mal besser in den Griff bekommen kann.


    Ich denke, es ist das Thema und die Ausführung die mich treibt....denn trotz allem macht es Spaß und auch die Schadenfreude, wenn´s bei den anderen mal nicht so läuft gefällt mir (außer ich bin das Ziel des Spotts, natürlich).


    Das Tüpfelchen auf dem "i" wäre etwas mehr Interaktion gewesen, denn dann wäre das Spiel richtig gut!

    Schade für die verpasste Chance - aber vielleicht gibt´s ja ein kleines AddOn dazu?! :whistling:

  • mit welchen Modulen und was für Punktzahlen denn? Wie früh konntets Du den Mönch aufwerten? Mir scheint er zu teuer, um ihn früh aufwerten zu können.

    Das kann ich dir nicht mehr genau sagen. Sicher bin ich mir noch, dass es einmal nur Modul 1 war und das andere Mal Modul 3. Punktezahlen zu vergleichen bringt auch wenig, da doch viel von den Würfelwerten und Kartenverteilungen abhängt. Ich bin auch noch lange nicht so weit, dass ich viele verschiedene Strategien oft genug gespielt habe. Ich will nur sagen, dass der Mönch nicht zu unterschätzen ist...

    "Menschen hören nicht auf zu spielen, weil sie alt werden, sie werden alt, weil sie aufhören zu spielen!" Oliver Wendell Holmes


    "Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, was man braucht, hat man gelesen." Ernst R. Hauschka


    ...und auch ich bin einer dieser Blogger: www.fjelfras.de - Brettspielblog mit Biss

  • FischerZ


    Geht mir ähnlich.

    Man hat dieses "Ganz schön Clever" Gefühl. Man denkt sich, da geht doch noch was und hat Spaß am Optimieren. Nur ich hatte jetzt wirklich einige Partien wo sehr ersichtlich geworden ist, das es viel weniger an der eigenen Optimierung liegt und einer tollen taktischen Entscheidung. Dieser Aspekt fällt bei den bisherig Spieleindrücken irgendwie ziemlich unter dem Tisch. Das fällt halt besonders dann auf, wenn Spieler eine ähnliche Strategie verfolgen. Also gleiche Startkarte, ähnliche Würfelverteilung und rausschmeißen von Startgästen.


    Gestern z.B. hatte meine Frau und ich beide zwei Tische im Deck, beide einen 1- und 2-Gast aussortiert und wir zogen neue Karten, nachdem wir unser Deck gemischt hatten. Ich zog zwei Tische und hatte irrsinnig viele Barden und Biertypen in der Auslage. Meine Frau zog Gäste und war schnell am Ende. Wir haben dann in ihr Deck geschaut und die nächste Karte wäre ein Tisch gewesen. Wäre dieser mit der einen Karte davor im Deck anders gemischt gewesen, hätte sie 6 Karten mehr in der Runde gehabt. Das fühlt sich brutal frustig an!


    Ich habe in dieser Runde dann entsprechend losgelegt. Weitere Schnäpse, besseres Ausdünnen, Würfelmanipulation ect. pp.! Sie hat durch gleichzeitig schlechte Würfel für ihr Tableau, fast ausgesetzt, trotz guter Gäste, aber eben falscher Würfel. Da gibt es dann ja auch eine doppelte Bestrafung – schlechte Würfel, schlechte Einnahmen, weniger neue gute Karten für die nächste Runde, weniger Schritte mit dem weißen Stein auf dem Tresen, also noch weniger Boni. Ohne das sie hätte irgendetwas tun können! Ja, es gibt den einen Gast, der einen die Ablage abräumen lässt, den hat man aber auch nicht ständig in der Taverne.


    Die Frage die ich mir stelle, weil über alle Sozialen Medien dieses Spiel sehr gelobt wird, sehen wir das zu kritisch, übersehen wir ein taktisches Element oder haben wir einfach Pech mit unseren Würfeln? Wir hatten gestern ein paar Mal beide gleichzeitig fast nur 3 und 4 gewürfelt. Was am Anfang ziemlich hart sein kann. Ich denke mir ist das Spiel durch Würfel, Karten ziehen plus Gastauslage zu glüclslastig.

  • Gestern z.B. hatte meine Frau und ich beide zwei Tische im Deck, beide einen 1- und 2-Gast aussortiert und wir zogen neue Karten, nachdem wir unser Deck gemischt hatten. Ich zog zwei Tische und hatte irrsinnig viele Barden und Biertypen in der Auslage. Meine Frau zog Gäste und war schnell am Ende. Wir haben dann in ihr Deck geschaut und die nächste Karte wäre ein Tisch gewesen. Wäre dieser mit der einen Karte davor im Deck anders gemischt gewesen, hätte sie 6 Karten mehr in der Runde gehabt. Das fühlt sich brutal frustig an!

    Ist m.E. eine Situation, in der man ganz einfach den "Sicherheits-Token" abgeben sollte. Dann räumt man alle Karten ab und zieht sie neu - Problem gelöst. :)

  • Stimmt schon, dass man relativ wenige Möglchkeite hat, Pech irgendwie auszugleichen, außer man hat die Gaukler, wo man Würfelzahlen verändern kann bzw Gäste neu ziehen kann.

    Vielleicht hätte man noch so eine Regel machen können, dass man immer für 1 Schnaps oder 2 Geld 1 Würfel um 1 Zahl drehen kann oder 1 Gast rausschmeißen kann, oder sowas in der Art...oder eben dass jeder Würfel minimum immer 1 Geld bringt.

  • Die Frage die ich mir stelle, weil über alle Sozialen Medien dieses Spiel sehr gelobt wird, sehen wir das zu kritisch, übersehen wir ein taktisches Element oder haben wir einfach Pech mit unseren Würfeln? Wir hatten gestern ein paar Mal beide gleichzeitig fast nur 3 und 4 gewürfelt. Was am Anfang ziemlich hart sein kann. Ich denke mir ist das Spiel durch Würfel, Karten ziehen plus Gastauslage zu glüclslastig.

    .... ich sehe das ganz genauso wie Du.

    Wer anfangs gut zieht und Glück bei den Würfeln hat wird belohnt mit guten Karten, die er kaufen kann. Da man diese Karten oben auf den Nachziehstapel legt, wird man in der nächsten Runde gleich wieder belohnt und so zieht es sich durch das Spiel.

    Ich hatte die Hoffnung, dieses Spiel sei weniger glückslastig, als Die Quacksalber, aber leider ist in meinen Augen das Gegenteil der Fall.

    Nach 4 Partien hat das Spiel mein Haus wieder verlassen - dieser doppelte Glücksfaktor beim Kartennachziehen und der Würfelauswahl hat mich einfach nur genervt - dafür ist die Spieldauer einfach zu lang.

    Die Gaukler kommen einfach viel zu spät ins Spiel - wenn ich die ab der 1.Runde zur Verfügung hätte, säh das vielleicht anders aus.

    2 Mal editiert, zuletzt von gab62 ()

  • mexo Wie gesagt, einmal geht das, ja. Später vielleicht noch ein zweites Mal. Es ändert aber nichts daran, das viel Glück im Spiel ist. Bei meiner Frau hätte die Ablage bedeutet das Sie dann ihre guten Gäste verliert, die natürlich bei dem schlechten Wurf auch nichts einbrachten. Der Zug hätte was gerettet, wäre aber niemals an meinen Zug rangekommen. Wenn ich da an andere Spiele mit Würfeleinsetzmechaniken denke, habe ich irgendwie mehr in der eigenen Hand, vor allem wenn es schlecht läuft. Falls man auf ner Welle schwimmt, ja, dann kann man irgendwann fette Kombos abziehen. Ich habe daran aber keine Freude, wenn mein Mitspieler aufgrund von einigen Runden so arg hinterherhängt.


    gab62 Okay, vielen Dank für deine Einschätzung.

  • Meine Frau zog Gäste und war schnell am Ende. Wir haben dann in ihr Deck geschaut und die nächste Karte wäre ein Tisch gewesen. Wäre dieser mit der einen Karte davor im Deck anders gemischt gewesen, hätte sie 6 Karten mehr in der Runde gehabt.

    Für solche Fälle bewahrt man sich das Plättchen auf, das man dann abgeben kann, um die Karten abzulegen und noch mal neu zu ziehen.

    Die Frage die ich mir stelle, weil über alle Sozialen Medien dieses Spiel sehr gelobt wird, sehen wir das zu kritisch, übersehen wir ein taktisches Element oder haben wir einfach Pech mit unseren Würfeln?

    Ich denke, ihr seht das zu sehr aus der Sicht von Strategiespielern. Das Spiel will aber kein Strategiespiel sein. Man braucht Glück, um zu gewinnen, und das ist offensichtlich so gewollt. Wer das nicht mag, fällt nicht in die Zielgruppe.


    Die Tavernen sind für dieselbe Zielgruppe wie die Quacksalber gedacht aus meiner Sicht. Was auch logisch ist, da man nach dem Gewinn des grauen Pöppels mit einem Spiel desselben Autors und desselben Illustrators in derselben Schachtelgröße mit Sicherheit einige Aufmerksamkeit erhält und die Leute, die Quacksalber mögen, nicht enttäuschen will. Und das passt nach meiner bisherigen Erfahrung. Meine Bekannten, die Quacksalber mögen, mochten bisher auch ausnahmslos die Tavernen.

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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  • Ich wollte es gern mehr mögen (das Thema finde ich echt schön umgesetzt), aber in Kurzform:


    - zu fummelig (viel Material was jede Runde neu verwaltet werden muss)

    - zu lang (über 60 min für einen "Deckbuilder" ist bei mir über der Schmerzgrenze)

    - zu glückslastig (wurde hier bereits zu genüge diskutiert)


    Es ist wahrlich kein schlechtes Spiel (aktuell eine 6-7/10 bei mir), aber an die Eleganz eines Dominion (10/10) kommt es längst nicht ran.

    Status 12M12S 2019: 4M4S (L.A.M.A., Claim, Doppelt so Clever, Krass kariert)
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    2018: 8 | 2017: 6 | 2016: 6 | 2015: 12 | 2014: 12 | 2013: 15 | 2012: 20

    Einmal editiert, zuletzt von Elektro ()

  • Es ist wahrlich kein schlechtes Spiel (aktuell eine 6-7/10 bei mir), aber an die Eleganz eines Dominion (10/10) kommt es längst nicht ran.

    Man kann eine Menge Positives über Dominion sagen, aber Eleganz ist ein Wort, das aus meiner Sicht absolut nicht dazu passt. Da sind wir wohl unterschiedlicher Meinung. :)


    Dominion hatte ich damals sehr schnell "über" und war nach einer Handvoll Partien nur noch genervt vom Spielablauf. Dass das Spiel lange Kettenzüge zuließ, war für mich gerade ein Zeichen von fehlender Eleganz. Aber vielleicht verstehe ich darunter auch einfach nur etwas anderes als du.


    Aus heutiger Sicht sehe ich Dominion als den Wegbereiter, dem ich Spiele wie die Tavernen oder Eldorado verdanke. Spiele, die den Deckbau zwar als Kernmechanismus nutzen, sich aber nicht darauf reduzieren. Das gefällt mir persönlich deutlich besser. Und ich finde zumindest Eldorado auch eleganter als Dominion. (Bei den Tavernen möchte ich mir noch kein Urteil zur Eleganz erlauben nach nur 2 Partien.)

    André Bronswijk
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

  • Dass das Spiel lange Kettenzüge zuließ, war für mich gerade ein Zeichen von fehlender Eleganz.

    So wirklich fies lang können Kettenzüge bei #Dominion doch gar nicht werden. Früher oder später gehen einem entweder die Nachzüge oder die Aktionen aus, und das passiert in der Realität (d.h. anders als bei konstruierten Situationen) normalerweise deutlich schneller als man möchte.


    Richtig nervig ist dagegen das Zeugs mit "decke solange Karte auf, bis <irgendwas>", was ich aber nicht unbedingt als Kettenzug bezeichnen würde. Insbesondere der Golem aus der Alchemie-Erweiterung ist da absolut furchtbar, wenn das zum dauernden Durchnudeln des gesamten Decks in fast jedem Zug führt.

  • Wir haben gerade die erste Partie Tiefthaltavernen zu zweit hinter uns gebracht. Den Grundmechanismus finde ich trotz des doppelten Glücksfaktors durch Kartenziehen und Würfeln reizvoll (vielleicht auch gerade deswegen?). Module haben wir nicht hinzugefügt und gemessen an der Spiellänge fehlen mir ohne Module dein paar Entscheidungsmöglichkeiten. Der Würfeldraft sollte eigentlich das Spannungselement sein, ist zu zweit aber nicht soooo knisternd wie z.B. das Push your luck-Element bei den Quacksalbern.

    Was ich gar nicht mag ist, wenn die Boni am Rundenanfang aus dem Nichts erscheinen, damit der Ausbau der Tavernen vorankommt. So wird das Spiel zwar beschleunigt, aber irgendwie wirkt es auf mich wie mit dem Holzhammer eingefügt, dieses Spielelement gefiel mir bei Ganz schön clever und Doppelt so clever schon nicht besonders. Ich denke, ich werde die Tavernen nochmal mit den Modulen testen und schauen, ob es durch die Module dazugewinnt.

    Ich spüre die Macht in mir.


    Könnte aber auch Hunger sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Lighthammel ()

  • Ev. würde es bei dem Spiel das Glücksmoment entschärfen, wenn man den Ablagestapel nicht mischt, sondern einfach umdreht und dadurch einen neuen Nachziehstapel entsteht. Dann könnte man bei der Sperrstunde einfach die Karten mit netten Effekten als erste drauf legen und dann noch die Gäste (oder wie es einem in den nächsten Runden am meisten Nutzen bringt). Es würde sicher die Sperrstunde etwas in die Länge ziehen und das Glücks- (oder halt eben auch Pechs-) Gefühl würde etwas weniger stark ausfallen.

    Ich habe das Spiel noch nicht oft genug gespielt, aber die 2-3 Partien hatten sich für mich auch sehr stark nach Kartenziehglück oder Pech angefühlt.

    -- Man hört nicht auf zu spielen weil man alt wird. Man wird alt, weil man aufhört zu spielen !--

  • Ev. würde es bei dem Spiel das Glücksmoment entschärfen, wenn man den Ablagestapel nicht mischt, sondern einfach umdreht und dadurch einen neuen Nachziehstapel entsteht. Dann könnte man bei der Sperrstunde einfach die Karten mit netten Effekten als erste drauf legen und dann noch die Gäste (oder wie es einem in den nächsten Runden am meisten Nutzen bringt). Es würde sicher die Sperrstunde etwas in die Länge ziehen und das Glücks- (oder halt eben auch Pechs-) Gefühl würde etwas weniger stark ausfallen.

    Krampf lass nach - das soll dann noch Spaß machen? Da kann ich besser mit unglücklichen Niederlagen umgehen.

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

  • Soo riesig finde ich das Glücksmoment gar nicht. Ich habe jetzt 3 Mal gespielt, und am Ende immer +-1 Punkt diesselbe Punktzahl gehabt, mit ganz unterschiedlichen Strategien.

    Dadurch dass man die neu erworbenen Karten immer oben drauf legen kann, ist der Glücksfaktor geringer.


    Was ich noch kritisieren würde, dass der Tellerwäscher nur +1 und nicht auch -1 machen kann, Dadurch ist er deutlich schwächer als alle anderen Karten (in Relation zum Preis).

    Auch fehlt mir etwas eine Reroll-Möglichkeit.

    Wenn es einem zu glückslastig ist, könnte man die Regel einführen, dass man für je 2 Geld einen eigenen Würfel neu rollen kann (ggfs mehrfach bis eine andere Zahl kommt, zu Beginn des eigenen Zugs bevor man die Würfel-Planung endgültig einloggt) und für 2 Bier einen Gast rausschmeissen und dafür nachziehen kann (während der Auffüllphase).


    Ich finde auch, dass es zu wenig Möglichkeiten gibt, auf der großen Leiste in der Mitte vorzukommen. Es gibt nur das eine Feld auf dem Tableau und auch keinerlei Möglichkeit irgendwo zusätzliche Schritte herzubekommen, außer auf ein paar wenigen Gästen.

    Zumal es so auch völlig unmöglich ist, auf der Leiste bis zum Ende zu kommen. Die hat ja 22 Felder, aber man kann maximal 15 über die Mönchsaktion holen.


    Ansonsten aber ein super Spiel.

  • Es gibt kein Würfellimit beim Mönch. Dem Schlusssatz schließe ich mich gerne an.

    "So viele Spiele... wann hast Du denn damit angefangen?" - "Wann hast Du damit aufgehört?"

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  • Danke für den Hinweis, das hatten wir irgendwie übersehen, dann nehme ich alles zurück, was ich zum Mönch gesagt habe ;-)

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