Was sind eure jeweils Top 2 der für euch meist unterschätzten und überschätzten Spiele?​

  • Elektro


    Um als "überschätzt" in Frage zu kommen, muss ein Spiel erst einmal größere Aufmerksamkeit in der Szene erhalten haben.


    Es ist daher wenig überraschend, dass die Hype-Spiele der letzten Jahre genannt werden: tfm und scythe sind offensichtliche Kandidaten, das von dir genannte clank ebenfalls.


    Sonst bleiben eigentlich nur noch longseller wie dominion, Catan und carcassonne und diejenigen Spiele des Jahres, die sich auch in der Szene breitgemacht haben (Azul ja, the mind nein).


    Alle anderen sind doch gar nicht bekannt genug, dass sie (Nicht-gefallen vorausgesetzt) überhaupt ihren Weg in diesen Thread finden könnten.

    Mein Blog (Illustrationen, Brettspieldesign, Angespielte Spiele)

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  • Klong! (Schwerkraft) - dem eleganten Deckbuilding-Konzept von Dominion wurde jede Menge Firlefanz hinzugedichtet, ohne dass das Spielerlebnis im gleichen Masse davon profitiert. Es ist solide und funktioniert, aber aufgrund des höheren Regel- und Aufbau-Aufwands würde ich fast immer Dominion bevorzugen.

    Mir gehts genau umgekehrt. Dominion finde ich unthematisch und furchtbar langweilig. Das Spielerlebnis bei Clank! finde ich deutlich spannender.

    Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.
    Die Bibel: Johannes 3,16

  • Allerdings hat #Klong ähnlich wie bei Dominion das Problem, dass diese teils Kettenzüge entstehen, wo es mich nicht mehr wirklich interessiert, was der Spieler macht.


    #Dominion halte ich auch für ein überschätztes Spiel. Das liegt aber für mich vor allem daran, dass da Thema und Mechanik wirklich null miteinander verwoben sind. Der zweite Punkt ist, dass mich das Spiel eigentlich nur dann reizt, interessiert, wenn ich dran bin.


    Ohne es je gespielt zu haben, reizt mich #Gloomhaven überhaupt nicht (und das obwohl ich früher #Descent und #Descent2 gerne gespielt habe). Deswegen kann ich auch keine fundierte Aussage dazuzutreffen. Ich kann mir vorstellen, dass das, was zwischen den Dungeons passier spannend und toll ist. Aber zwei bis drei Stunden mich wieder durch immer ähnlich aussehende Dungeons zu kämpfen klingt für mich nicht so reizvoll.


    #AufbruchZumRotenPlaneten finde ich super und erhält/erhielt meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit.

    #SidMeierCivilisation (FFG 2010) ist eines meiner Lieblingsspiele. Es hat die Sachen von Eurogames, die Spaß machen, wie bspw. Engine-Building, und Amitrash-Elemente. Wenn ich meinem Gegner reingretschen will, dann muss ich nicht irgendwelche Aktionsfelder blockieren, die mir gar nicht soviel bringen, sondern kann einfach rübermaschieren und ihm auf den Deckel geben ;-). Das Ziel sind nicht langweilige Siegpunkte, sondern vier völlig verschiedene thematische Sachen, die mMn aber gut ausgwogen sind. Dadurch, dass das Spiel in Phasen abläuft, sind die einzelnen Züge nicht superlang (die Gefahr dafür ist da). Das Thema kommt die ganze Zeit super rüber.

    #Dicetopia ist recht neu und ich finde das Spiel als Filler super. Man hat nur sechs Züge, in denen man aber interessante Entscheidungen zu treffen hat. Das Spiel ist hochinteraktiv. Die Regeln sind einfach und ich habe das schon gut mit Nichtspielern gespielt. Klar spielt Glück eine Rolle, aber das finde ich bei der Spieldauer nicht schlimm.


    PS: #TheMind konnte ich nichts abgewinnen.

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  • Hier mal meine Spiele:


    Unterschätzt:

    - #TerraformingMars: Am Anfang konnte ich dem Layout und Design einfach gar nichts abfinden und dachte... das kaufst du nie. Was soll daran toll sein? Naja... das änderte sich dann nach dem ersten Spielen bei nen Kumpel. Heute bin ich gerne bei jeder Partie dabei und spiele es auch solo.


    - #MechsvsMinions: Ich habe zwar vor Kauf mit einen guten Spiel gerechnet. Allerdings nicht damit, dass es im Freundeskreis überall so positiv angenommen wird - insbesondere bei Nichtspielern. Auch das Material ist für den Preis unschlagbar.


    Überschätzt:

    - #Gloomhaven: Überhaupt nicht mein Fall. Nach zwei Partien habe ich das Grundspiel verkauft. Es liegt vielleicht auch daran, dass ich durch KDM eine bessere Gegner KI vorab kannte, aber es war mir alles zu statisch. Auch die Interaktion untereinander kam beim Anspielen nicht gut an. Für viele sicher der heilige Gral, aber an mir ging der Kelch komplett vorbei.


    - #TimeStories: Das Szenario der Grundbox war richtig klasse und versprach viel. Aber nach zwei weiteren Szenarien (Marcy Fall, Hinter der Maske) war einfach die Luft raus. Zu viel Try and Error und ein zu stark schwankendes Niveau der Erweiterungen. Dazu noch der hohe Preis. Aus meiner Sicht gibt es hierzu bessere Alternativen.

  • Ach ganz vergessen habe ich #PandemicLegacy . Es ist nicht schlecht, aber für mich überhaupt nicht der Oberhammer, wie er an verschiedenen Orten angepriesen wurde. Erst recht nicht verstehe ich, wie die Story gelobt (und gleichzeitig tlw. als soviel besser als in #Charterstone hervorgehoben wurde). Ich sehe das eher so wie Mafti . Das normale #Pandemic finde ich gut.


    Bei #TerraformingMars ging es mir so wie kabelrambo (nur Solo hat es mich bisher noch nicht so überzeugt, da dann einfach viele Karte uninteressant sind).

    Einmal editiert, zuletzt von F@ke ()

  • Achso ja, da hast du völlig recht. Mir ging es nur um den Part, wo kabelrambo schrieb, dass ihn das Spiel auf Grund des Layouts zunächst nicht interessierte, bis er es einmal gespielt hatte. Für unterschätzt halte ich das Spiel keinesfalls (vielleicht eher, auch wenn ich es sehr mag, ein wenig überschätzt ;-) ).

  • F@ke Ah, du bist also derjenige, welcher meiner Meinung ist ;) Ist mir auch einfach unverständlich, einfallsreich war die nicht gerade. Sobald man am Anfang die besagte Box öffnet ist eigentlich schon klar, was Sache ist. Irgendwann gibt's noch einen Twist über den Verursacher, das war's.

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  • Das Ding wird seit zwei Jahren gefeiert wie die Geburt Christi

    Sehr schöner Satz, ich musste schmunzeln.

    Dann habe ich mir überlegt, was in meinem Leben mehr Bedeutung hat TfM oder die Geburt Christi - und bin etwas geschockt... 8|

    Ich habe Freunde, die kommen zu mir, wenn ich mit TfM locke, aber in die Kirche gehen sie nicht.:S

    Vielspieler im Körper eines Gelegenheitsspielers

  • Terraforming Mars als unterschätzt zu bezeichnen, finde ich ziemlich albern. Das Ding wird seit zwei Jahren gefeiert wie die Geburt Christi und steht auf Platz 4 bei BGG.

    Zu den Zeitpunkt, als ich mit dem Spiel in Berührung kam, kannte ich BGG noch nichtmal ;)


    Auch war ich da noch recht frisch in der Materie und hab mir erst einige Dinge angesehen. Da gab es halt Optisch ansprechendere Sachen als TFM.

  • Überschätzt:


    #Evolution Das oft zitierte "Schaffen einer neuen Species" kommt überhaupt nicht rüber. Meine Species besteht aus 2 Holzwürfeln und 3 Eigenschaftskarten. Ok... Ich kann die Faszination nicht verstehen und die anderen Mitspieler auch nicht.


    #KingofTokyo Ein Kniffel mit Sonderkarten die teilweise sehr unbalanciert wirken. Ansonsten würfeln und hoffen das man gewinnt.


    Unterschätzt:


    Hier wird es schwierig. Ich biete einfach 2 Alternativen zu den oben genannten Spielen an :)


    #DieBlutigeHerberge samt Schausteller-Erweiterung. Ich mag das morbide Thema und da dazu wirklich sehr stimmige Artwork. Das Spiel selbst bietet einen recht simplen Mechanismus und wird durch die verschiedenen Karten dann interessant. Wann möchte immer mehr tun als möglich und das Spiel ist schneller vorbei als erwartet. Mit der Erweiterung kommen dann noch 3 interessante Module dazu die das Gameplay bei Bedarf anspruchsvoller machen.


    #Magnificentflyingmachines ist meine Alternative zu King of Tokyo. Es ist thematischer und anspruchsvoller, bietet aber ähnliche Mechaniken. Man muss sich nur bewußt sein, dass es ein Würfelspiel ist bei dem dich das Glück einfach mal 2h lang vernachlässigt. Die Spieldauer ist das einzig gravierende Manko, ebenfalls nicht optimal ist die Anleitung. Optisch ist es auf dem Tisch aber ein Highlight.

  • Überschätzt:


    Euros mit aufgepfroptem Thema die eine reine Siegpunktjagd sind und plötzlich vorbei sind wenn man eigentlich seine Engine so gerade mal ans Laufen bekommen hat.


    Kickstarter-Miniaturen-Super-Duper-Exklusive-Stretchgoal-Materialschlachten für die man Jahre im voraus mehre hundert Euro bezahlt hat und dann Chinesisch Neujahr, GenCon, Essen oder was auch immer doch wieder völlig überraschend vor der Tür steht und man so noch ein "paar" Monate länger warten darf. Später stellt sich dann meist heraus, dass das Grundspiel völlig ausreichend ist.


    Unterschätzt:


    Ameritrash. Oft belächelt wegen der abstrusen Themen und der Glückslastigkeit. Auch elitäres Euro-Gelaber von wegen mangelnder Tiefe prallt da von mir ab wie Wasser vom Lotusblatt. Mir macht es einfach mehr Spaß, wenn mir das erlebte Spiel eine Geschichte erzählt, die auch noch nach Jahren in Erinnerung bleibt. Wenn dieser eine Würfelwurf geklappt hätte, wäre ich der König der Welt. Aber so isses nun mal... "life's a bitch".


    Klassiker wie El Grande, Heimlich & Co., Hase und Igel, Kreml etc. Nicht mehr hip genug und zugegebenermaßen auch nicht mehr optisch auf dem letzten Stand. Trotzdem oft völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten. Bückt oder streckt euch (je nach Ordnungssystem) demnächst mal etwas wenn ihr vor dem Regal steht und euch fragt "Was spielen wir heute?" und wischt den Staub von der Schachtel. Es lohnt sich.

    The dice decide my fate. And that's a shame.

  • #Magnificentflyingmachines ist meine Alternative zu King of Tokyo. Es ist thematischer und anspruchsvoller, bietet aber ähnliche Mechaniken.

    Krass...den Vergleich würde ich nie ziehen, da die Spieldauer deutlich (!) länger bei Magnificent Flying Machines (MFM) ist, das Spiel nur bedingt die "take that"-Komponente hat (letztendlich würfelt man seine Erfolgswürfe selbst und bekommt keinen Schaden von den anderen reingeballert (wenn, dann nur durch Ereigniskarten), das Spielziel auch ein ganz anderes ist....usw.

    Kurzum: MFM ist für mich ein komplett anderes Spiel.

    Mir hatte es nicht gefallen (hatte dem Spiel eine 3/10 auf BGG gegeben), da es eine recht hohe Spieldauer hat, bei gleichzeitig hohem Glücksanteil durch Erfolgswürfe (mal die Negativkarten der Mitspieler, die sie mir ausspielen können ganz außen vor gelassen, die auch ordentlich reinziehen können und bei einem Spiel, was mit 60-150 Minuten angegeben ist, brauche ich diese Komponente nicht).


    Anyhow: Dir gefällt`s und das ist die Hauptsache. ;)

    2 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Ich bin gerade krank und habe mal bei BGG nachgeschaut:

    Overrated

    Underrated

    Und witzigerweise ein Oldie, nämlich Stellar Conquest | Board Game | BoardGameGeek . Zugegeben, falls ich das heute spielen würde, ob es dann auch so abschneiden würde? Wahrscheinlich gefiele mir #SpaceEmpires4X besser.

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

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