26.08.-01.09.2019

  • Das Spiele-Zimmer - unendliche Weiten.

    Das Frauchen möchte spielen und ich stehe vor den Regalen und Frage mich: aber was nur?

    Immer die gleichen Kleinigkeiten?

    Karten? Auf der Terrasse ist es zu windig.

    Legespiel? Hm, habe ich keine Lust drauf.

    Würfeln? Och nö


    Und dann kam mir Wikinger vor die optische Flinte.

    Aufgebaut, nochmal grob erklärt und nach der ersten Partie , die an mich ging, war meine Frau auch soweit drin, dass ich die nächsten 2 verloren habe.

    Schön war's.



    Dann gestern Männerabend.

    Age of Empires III

    Jahaa, das war was für den Vati.

    Ein Newbie und ein um Auffrischung bettelnder saßen 2 Std und belagerten sich bis aufs Blut.

    Ergebnis 136:112:82.

    Der Newbie hat den 1.gemacht und ich den letzten.

    Egal, wir hatten einen tollen Abend.

    Und als Highlight stellte sich meine Frau an den Tisch mit den Worten:

    Ach, das hättest du mir ja mal sagen können, dass ihr das spielt. Würde ich gerne auch mal wieder spielen.:love::love::love:


    Ich hätte nichts besseres heiraten können!



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

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  • Vor den Toren von Loyang

    Und dann mal wieder einen Rosenberg ausprobiert. Ein früherer, ohne großen Spielplan, Hungersnöte usw. Man hat ein kleines Tableau, das aussieht wie ein Winkellineal. Sonst gibt es nur Spielkarten, die die Felder, die Marktstände, die Käufer und etliche Helfer simulieren. Man baut also seine diversen Gemüse an und verscherbelt sie an Käufer, die man aber erst bekommen muss. Dazu gibt es eine recht originelle Art, die Karten zu erlangen, so eine Art Drafting. Am Ende sollte man auf der Wohlstandsleiste möglichst weit vorangekommen sein. Tiebreaker ist übrigens Restgeld und das war bei unserem Dreierspiel recht witzig: alle hatten gleich viele
    Punkte und das Restgeld betrug 16, 15 + 14! Reduziert auf das wesentliche eines Anbauspiels, aber originell und sehr spannend!

    Ich liebe dieses Spiel abgöttisch! Haben wir kürzlich auch noch mal wieder gespielt.


    Aber ihr seid echt hammerhart! Loyang zu dritt? Das hat doch bestimmt ewig gedauert!

  • Ich liebe dieses Spiel abgöttisch! Haben wir kürzlich auch noch mal wieder gespielt.


    Aber ihr seid echt hammerhart! Loyang zu dritt? Das hat doch bestimmt ewig gedauert!

    Ist mir nicht so lang vorgekommen, nicht schlimmer als Agricola u.ä.; schätze 2 bis 2,5 Stunden.

  • Barrage

    Gestern hatte ein Mitspieler im Spieletreff Barrage mitgebracht. Natürlich habe ich mich zu einer Partie angeschlossen. Schließlich war es die letzten Wochen das meistdiskutierte Spiel hier im Forum. Vorneweg: Die monierten Materialmängel konnte ich nicht beobachten. Die Räder waren nicht verbogen und die Nieten in den Rädern haben mich beim Handling nicht gestört. Auch mit den Wassertropfen hatte ich keine Probleme: kurz angetippt blieben die Tropfen am Finger hängen und konnten damit problemlos bewegt werden.


    Zum Spiel selber. Das Thema finde ich sehr originell. Energieproduktion mit Wasserkraftwerken und Nutzung von Staudämmen. Die Regeln sind nicht kompliziert. Was das Spiel komplex macht, ist das Verstehen der Zusammenhänge. Man muss seine Aktionen gut planen, ansonsten kann man sich leicht aus dem Spiel katapultieren. Das erste Spiel war für mich eine Lernpartie. In welcher Reihenfolge mache ich welche Aktionen? Für welche Bauten verwende ich meine Maschinen? Wo baue ich mein erstes Kraftwerk? Wie hängen die Kanalleitungen zwischen den Stauseen zusammen? Wie kann ich meinen Mitspieler das Wasser abgraben? Und wie verhindere ich, dass meine Mitspieler das mit mir machen? Welche Aufträge nehme ich mir? All dies gilt es zu bedenken!


    Das Spiel fand ich ziemlich herausfordernd und hat mir sehr gut gefallen. Ich bin schon heiß auf die nächste Partie. Und selbstverständlich wird Barrage in Essen gekauft. :thumbup:

  • Vor den Toren von Loyang

    Und dann mal wieder einen Rosenberg ausprobiert. Ein früherer, ohne großen Spielplan, Hungersnöte usw. Man hat ein kleines Tableau, das aussieht wie ein Winkellineal. Sonst gibt es nur Spielkarten, die die Felder, die Marktstände, die Käufer und etliche Helfer simulieren. Man baut also seine diversen Gemüse an und verscherbelt sie an Käufer, die man aber erst bekommen muss. Dazu gibt es eine recht originelle Art, die Karten zu erlangen, so eine Art Drafting. Am Ende sollte man auf der Wohlstandsleiste möglichst weit vorangekommen sein. Tiebreaker ist übrigens Restgeld und das war bei unserem Dreierspiel recht witzig: alle hatten gleich viele
    Punkte und das Restgeld betrug 16, 15 + 14! Reduziert auf das wesentliche eines Anbauspiels, aber originell und sehr spannend!

    Ich liebe dieses Spiel abgöttisch! Haben wir kürzlich auch noch mal wieder gespielt.


    ...

    Kann mich nur anschließen, auch solo ein herausragendes Spiel :love: Muss unbedingt mal wieder auf den Tisch. 17 Punkte war glaub mein Highscore bisher.

  • Hm


    Bei mir ist es durchgefallen, bzw. ich müsste es vielleicht mal wieder spielen.

    Für mich war es seinerzeit nur langweilig und absolut reizarm. Immer genau dasselbe.

    Die Karten waren teilweise für uns auch nicht immer gleich klar.

    Meine Frau mochte das, darum musste ich das früher spielen. Aber nicht oft.

    Ist nur minimal besser als das Rosenbergsche Le Havre.



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Hallo zusammen,


    wir haben gespielt:


    1.#Edo zweimal -- zu viert. Wir haben es in derselben Runde nochmals gespielt. #Edo ist ein Spiel, das man während des ersten Spiels verstehen lernt und dann ganz wild darauf ist, es besser zu machen.


    #Edo lebt von der Programmiererei, der Ressourcenbeschaffung, der Ausbreitung in den Städten und dem Rennen (wer zuerst 12 Siegpunkte erreicht, läutet die Letzte Runde ein).


    Zunächst hat man 5 Samurai (Meeple der eigenen Farbe, 7 Häuser, ein Kontor etwas Geld (20 Riyu), drei Reis und drei Programmtafeln. Anfangs darf man noch ein Haus mit einem Samurai in eines der Städte setzen (nicht nach Edo!) und erhält zudem eine Zusammenstellung von Ressourcen (einStein, ein Holz oder zwei Holz oder 10 Geld oder...). Dabei hat der letzte Spieler die erste Wahl.


    Zunächst geht es ans Programmieren. Jede der Tafeln hat 4 Aktionen mit den entsprechenden Voraussetzungen. Man stellt seine drei Tafeln in seine Slots. Damit wird festgelegt, welche Aktionen in welcher Reihenfolge auszuführen sind. Manche Aktionen verlangen einen Bürokraten (Samurai nicht auf dem Spielplan), andere verlangen einen Samurai auf dem Spielplan und einen Bürokraten oder zwei Bürokraten und einen Samurai auf dem Spielplan. Es gibt auch Aktionen, die nur Bürokraten erlangen. Zudem ist bei den Aktionen angegeben, wie oft sie ausgeführt werden können. Aber für jede Ausführung sind die erforderlichen Bürokraten und eventuell Samurais notwendig. Wenn ich zum Beispiel zweimal Reis ernten will, brauche ich zwei Samurai auf dem Spielplan und zwei Bürokraten unter dieser Aktion.


    Es wird sofort klar, daß man viel zuwenig Samuais hat. Glücklicherweise gibt es eine Aktion, bei der man für 1 Reis einen neutralen Bürokraten kaufen kann. Der kann aber nur vor einer Programmtafel stehen. Nur farbige Samurais tummeln sich auf dem Spielfeld. Das zweite Manko ist, daß häufig zwei Aktionen, die man gerne ausführen möchte auf der gleichen Programmtafel stehen (ich kann aber nur eine Aktion pro Programmtafel auswählen). Wenn ich Steine holen möchte, kann ich die bessere Bauaktion vergessen. Es liegen immer 5 Programmkarten aus, die jeweils zwei Aktionen zeigen (bessere als auf den eigenen Programmtafeln), die man auch durch eine Aktion erwerben kann (für 5 Riyu). Dabei muß man schon gut überlegen, welche Karte einem auf lange Sicht am besten nützt.


    Es ist auch nützlich mehrere Samurais auf dem Spielfeld zu haben. Mehr als zwei sind aber sehr teuer, da sie jede Runde jeweils einen Reis kosten und wieder zurückkommen, wenn man sie nicht ernähren kann. Zum Beispiel gibt es 2 Holzfelder (bei vier Spielern). Wer seinen Samurai alleine auf ein Holzfeld zieht (kosten einen Riyo pro Wegstrecke) erhält 3 Holz. Steht ein zweiter Samurai dort herum gibt es nur zwei Holz und bei dreien nur noch ein Holz. Es ist ein richtiger Coup mit zwei Samurais jeweils allein auf einen Holzfeld zu stehen, zwei Bürokraten einzusetzen und dafür 6 Holz zu bekommen. Das werden die anderen Spieler aber meist zu verhindern wissen. Mit den Ressourcen Stein und Reis funktioniert es genauso.


    Geld erhält man über seine gebauten Häuser in Städten. Dabei gibt es das meiste Geld (8-15 Riyu) wenn man alleine in einer Stadt ist. Ansonsten wird das geld nach Mehrheiten aufgeteilt. Bei Gleichstand ist der erste derjenige der den ersten Wert erhält. Zudem gibt es jeweils einen Siegpunkt für ein gebautes Haus. Kontore zählen soviel wie zwei Häuser (zwei Punkte, zwei Mehrheiten). In jeder Stadt darf aber nur ein Kontor stehen und in Edo gar keins. Wenn man jemandem den Geldhahn abdrehen will, baut man Häuser in seinen Städten. Häuser kosten zwei Holz, ein Stein und 5 Riyu, Kontore kosten 5 Holz und 15 Riyu.


    Um Siegpunkte zu erzeugen baut man auch Festungen. Die sind neutral, bringen aber beim Bau 3 Punkte. Sie kosten allerdings 5 Steine, ein Holz und 20 Riyu. Zudem müssen in der Stadt pro Festung zwei Häuser (nicht Kontore) stehen, wobei eines ein eigenes sein muß.


    Zudem gibt es einen Händler, der einem Tauschaktionen erlaubt, wenn man ihn trifft. Diese Händleraktion muß ber auch über die Programmtafeln ausgewählt werden.Es gibt 10 mögliche Tauschaktionen (für jede Runde eine). Falls keiner nach 10 Runden das Spielziel erreicht hat, ist das Spiel trotzdem zuende.


    Das Spiel dreht sich also darum immer genügend Ressourcen und Bürokraten und Samurais zu haben, um zügig Punkte durch Bauen oder durch Handel zu sammeln. Man muß schon etwas vorausplanen, um keine Aktionen zu verschenken. Wenn abzusehen ist, daß einer in dieser Runde das Ziel erreicht, ist es von Vorteil noch schnell alle herumlungernden Samurai aufs Spielbrett zu bringen. Wenn man sie ernähren kann (je ein Reis) gibt jeder Samurai auf dem Brett am Ende des Spiesl einen Siegpunkt. Gewonnen hat nämlich derjenige, der auf der Punkteleiste am weitestenvorangekommen ist.


    Uns hat #Edo recht gut gefallen. Es hat einige Ecken und Kanten. Der Zufallsfaktor beschränkt sich auf das Aufdecken der nächsten Tauschaktion und den ausliegenden Programmtafeln -- gilt also für alle. Es spielt sich in etwa 80 bis 100 Minuten. Viel schneller geht nicht, da man sich seine Aktionen doch genau überlegen muß. (7,8/10).


    2. #CarpeDiem zu viert -- einmal. Wir haben wieder festgestellt, daß man andere durch die eigene Aswahl der Plättchen gehörig ärgern kann. In diesem Falle hatt ich ein graues Gebäude gebaut (gibt zwei Schritte auf der Leiste der Schriftrollen), aber leider an der falschen Stelle. Also baute ich ein zweites Gebäude, um auch die Punkte auf der Umrandung zu holen. Damit war ich aber auf der Schriftrollenleiste so weit vorne, daß ich mir die zu erfüllenden Aufgaben als erste aussuchen durfte. Als dann wieder ein graues Gebäude herumlag, habe ich es natürlich eingesammelt, sehr zum Ärger von @canis, der seit drei Runden versuchte, ebenfalls ein graues Gebäude fertigzustellen.


    Diesmal hatte ich mich auf die Punkte der Umrandung und die Punkte auf dem Aufrgabentableau gestürzt und nur wenige Gebäude mit wenigen Schornsteinen gebaut. Das ist offensichtlich eine mögliche Taktik (mehr als 110 Punkte). Es hat dann allen doch noch ganz gut gefallen -- wenn auch das Gejammer über das Layout nicht verstummen will (7,3/10).


    3. #Gizmos einmal -- zu dritt. Zur Zeit ist es einer unserer beliebtesten Absacker. Diesmal hat es mich wirklich kalt erwischt. Immer wenn die anderen an der Reihe waren, kamen die Entwicklungskarten. Nach der Hälfte des Spiels hatten die beiden jeweils 3 und 4 Entwicklungskarten und ich gar keine. Das ist schon eine ziemliche Einschränkung. Auch Suchen war nicht so erfolgreich. Da ich nur eine Karte speichern konnte, war es nicht möglich, jede Runde zu suchen.


    Also habe ich mir Karten geholt, die beim Bauen Siegpunkte geben und Umwandlungskarten, die mir für eine Kugel, zwei der gleichen Farbe geben, nebst Umwandler von einer Farbe in eine andere. Damit habe ich es dann geschafft, auch Karten aus der dritten Reihe (5-7 Kugeln) zu bauen. Ich habe zwar nicht gewonnen, aber so weit abgeschlagen war ich gar nicht. Ich hätte nur früher, mit der sinnlosen Sucherei aufhören und mich auf die Umwandler spezialisieren sollen. Die Werte lagen zwischen 29 und 51. (7,2/10).


    Ciao

    Nora

  • Bei mir gab es:


    #OnTour

    Ein wirklich tolles kleines Spielchen, bei dem man eine Band-Tour durch die USA planen muss. Es ist ein Roll & Write Spiel und gehört für mich zu wirklich einem starken Vertreter dieser Kategorie: Jeder hat einen Spielplan der USA vor sich ausliegen. Es werden 3 Karten in der Spielplanmitte für jeden Spieler aufgedeckt und ein Würfelpaar gewürfelt. Beide Würfelaugen ergeben zusammen 2 Zahlen, zum Biespiel 12 und 21 oder 34 und 43. Beide Zahlen muss man in seinem Plan in Staates eintragen. Am Ende fährt die Bad auf dem Plan eine Route ab, bei dem sie die Staaten in aufsteigender Zahl besuchen muss. Die Tour wird abgebrochen, ab dem Moment, ab dem es keinen Staat mehr mit einer höheren Zahl gibt.

    Ein wirklich sehr gutes Roll & Write Spiel.


    #Barrage

    Danach folgte eine Probepartie Barrage. Das Spiel ist kein kompliziertes Spiel, aber ein komplexes Spiel, bei dem man Zusammenhänge gut verstehe muss, um gut spielen zu können. Ich hatte die Wassertropfen durch Holzscheiben ersetzt und somit keine Probleme beim Aufheben der Tropfen. Hinzu kommt noch, dass man so den "natürlichen" Fluss des Wassers besser nachvollziehen kann, da die Wasserscheiben die gleiche Höhe haben, wie die Abschnitte des Damms.


    (Bild 1: Erste Dammstufe mit einem Wasserteil; Bild 2: Zweite Dammstufe mit 2 Wasserteilen; in Bild 3 läuft das Wasser über den Damm, da der Damm zu klein ist). Abgesehen vom Handling, was bei den Kristallewassertropfen bei mir überhaupt nicht geht, finde ich es optisch auch einfach nachvollziehbarer. Bestellt hatte ich die Scheiben bei Spielmaterial.de)


    Nach dem Fixen der Räder (ich hatte Filzpuffer unten angeklebt) liegen auch die Räder absolut plan auf.

    Für mich -neben Underwater Cities"- nach nur 1 Partie ein weiteres Spielehighlight des aktuellen Jahrgangs. Wirklich ein tolles Spiel.


    Ach ja...kleine Anmerkung noch zum Spiel: War ja klar, dass bei mir einmal wieder ein materialtechnisches Problem zu verzeichnen war: Eine Aussparung war nicht ausgestanzt und konnte auch nicht von mir ausgestanzt werden.... *grummel.....das hatte ich schon einmal by Scythe....




    #Sherlock-Spiele

    Dann folgten noch 2 Sherlock-Kartenspiele von Abacuss Spiele

    Gespielt hatten wir "das Labor" und "der Pate".

    Hmm...beim Labor hatten wir auf eine völlig falsche Fährte gesetzt und somit sogar am Ende einen Negativpunktestand *hüstel

    Dennoch haben beide Partien wirklich Spaß gemacht. Leider ist das Spiel nach nur 1 Partie verbraucht, obwohl man keine Karten zerstört, aber man kennt ja das Ende des Falls....von daher sind die Kartensets sicherlich für wenig Geld (sie kosten eh schon nicht viel) auf dem Sekundärmarkt erhältlich...


    #Zombicide

    Dann folgte die 5. Kampagne von Zombicide über den TTS. Das SPiel macht mir einfach Laune. Die 5. Kampagne wurde nicht beendet, sondern abgespeichert, da sie doch etwas länger dauert, aber momentan schlagen wir (=3 Spieler) uns eigentlich ganz gut, aber das kann ja bekanntlich bei diesem Spiel schnell kippen. Dennoch freuen wir uns schon alle auf die Fortsetzung der angefangenen Partie.


    #Fabelsaft

    Das Spiel hat mir ebenfalls gut gefallen. Kein Knaller, aber solide gut. Was mir an dem Spiel gefällt sind die sich verändernden Gegebenheiten im Laufe eines Spiels. Hingegen man sich beim Dominion seine Kartensätze vor dem Spiel heraussucht und mit diesen spielt, kommen sie bei Fabelsaft im Laufe einer Partie hinzu. ...bzw. verschwinden im Laufe einer Partie. Dieser Mechanismus gefällt mir sehr gut. in sehr solides Spiel.

    9 Mal editiert, zuletzt von Braz ()

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  • Hallo @Spielteufel,

    ich meinte damit die Upgrades, bei denen man die Anzahl der Kugeln im Ring erhöhen kann, die Anzahl der zu speichernden Karten erhöhen kann und außerdem die Anzahl der Karten, die man beim Suchen ansehen darf, erhöhen kann. Alle diese "Upgrades" sind wirklich sehr hilfreich. Ich wollte damit nur sagen, daß man #Gizmos auch mit diesem beschriebenen Nachteil recht erfolgreich spielen kann.


    Ciao

    Nora

  • Zurück vom ... nein, dieses Mal nicht vom Spieletreff. Sondern vom 2. Aachener Spielewochenende. Als Tagesbesucher am Samstag. Ich bin ja eigentlich nicht so der Spielewochenendenbesucher (mit kleinem Kind hat man normalerweise anderes zu tun), aber wenn's schon hier vor Ort ist...


    Nun ja. Heute erstmal #Lisboa (4er mit einem Neuling) erklärt und gespielt, dann #AufDenSpurenVonMarcoPolo als 4er gespielt, dann #BrassBirmingham (als 4er mit 2 Neulingen) erklärt und gespielt. Uff. Jetzt bin ich durch. Aber sowas von komplett von durch. Kenne ich nicht. Spielen ist für mich eine Beschäftigung von maximal 3 Stunden am Stück. Ich habe mir gerade das zwei Störtebeker Übersee-Pils aufgemacht. Brauche ich jetzt.



    Erstmal also #Lisboa. Eigentlich mein liebstes Lacerda-Spiel, aber jetzt auch schon wieder viele Monate nicht mehr gespielt. Lisboa erkläre ich eigentlich relativ gerne -- also gemessen an der Schwierigkeit solcher Regelbrocken --, denn das Spiel erlaubt eine sehr thematische Erklärung, indem man ein bisschen die historischen Zusammenhänge zu Motivation verwendet. Das kann man so erklären, dass es nicht purer Mechanismensalat ist. Dauert vielleicht 5 oder 10 Minuten länger, aber meiner Meinung nach bleibt mehr hängen, wenn man z.B. den Treasury Marker als Staatskasse bzw. allgemeine wirtschaftliche Lage beim Wiederaufbau erklärt, das Spielen von Treasury Karten in die Auslage als Beantragen von Subventionen oder den Gegensatz zwischen aufgeklärtem Premierminister und rückständiger (aber noch machtvoller) katholischer Kirche thematisiert.


    Irgendwie lief das Spiel komisch. Der Treasury Marker schwankte nicht wie üblich, sondern hing überwiegend im unteren Bereich. Dadurch war Bauen billig und das Besuchen von Adligen kostete viel Einfluss. Gerade jetzt zuhause nochmal in der Regal nachgeschaut, und, bäh, Mist!, festgestellt, dass ich beim Erklären einen kleinen, aber bedeutenden Fehler drin hatte. Wenn man vom König Public Buildings eröffnen lässt, dann darf man nur dann fehlende Officials mit Geld bezahlen, wenn man vorher alle auf den Büros zurückgezogen hat. Ich hatte gesagt, dass man zurückholen oder bezahlen könnte. Bei niedrigen Kosten wurde nicht zurückgeholt, sondern bezahlt, also blieben alle noble actions teuer in Sachen Einfluss und das Spiel kam aus dem Gleichgewicht. Bäh. Mist. Verbockt. Einmal im Jahr reicht nicht bei Lacerdas, selbst wenn man das Spiel eigentlich schon sehr oft gespielt hat.



    Anschließend dann #MarcoPolo. Hatte ich auch schon ewig nicht mehr gespielt, aber andere Mitspieler(innen) waren aktive Yucata-Spieler, also regelfester als ich und konnten meine Nachfragen alle gut beantworten. Ich war der Mercator. Da hat sich mal wieder gezeigt, dass man sich viel besser auf ein Spiel konzentrieren kann, wenn man nicht selbst erklären muss. Am Ende mit 88 Punkten gewonnen, alle 11 Häuschen platziert. Und Mercator-typisch natürlich auch am meisten Aufträge geschafft. Da hat mal wirklich vieles zusammengepasst.



    Am Ende ein #BrassBirmingham. Ich war schon geistig etwas durch und habe in der Kanalphase als Erklärer ziemlichen Blödsinn zusammengespielt. Am Ende aber alle drei Level IV cotton mills auf dem Plan gehabt und mit zwei Punkten Vorsprung doch noch gewonnen.



    Gestern abend war ich auch schon kurz da. Einmal #Flügelschlag (als 5er), einmal #Mangrovia (als 4er). Flügelschlag war meine zweite Partie, zwei Tage nach der ersten. Weil es ein 5er war, habe ich die Mehrheitswertungen weitgehend ignoriert, das Sammeln von Karten oder Ressourcenplättchen auch, und bin voll auf Kartenausspielen und Bonuskarten gegangen. 49 Punkte von 12 ausgespielten Karten, 21 Punkte über drei Bonuskarten, bisschen sonst was. Hohe 80er am Ende. Bei mir ist Flügelschlag von Ersteindruck 7-7,5 auf 6,5-7 gefallen. Wenn eine Wertung Wiesenvögel verlangt und eine der beiden Bonuskarten ebenso, aber bei den fünf Startkarten sind exakt null Wiesenvögel dabei, dann ist das blöd. Ich konnte das beste daraus machen, aber es bleibt dabei, Flügelschlag ist bisschen zu glückslastig. Das gilt umso mehr, wenn beim 5er die Spielzeit eben nicht kurz bleibt.



    Der eigentlich Gewinner des Spielwochenendes war für mich #Mangrovia. Sehr wenige Regeln und dafür eine sehr erstaunliche Spieltiefe. Warum ist das so untergegangen? Weil man von Zoch nichts anspruchsvolles erwartet? Kann ich absolut empfehlen, wenn man Mehrheitenspiele mag.



    So, spät genug. Fünf Spiele gespielt an einem Abend und einem Tag. Habe ich normalerweise nie einer Woche...

  • Das Spiele-Zimmer - unendliche Weiten.

    Für mich mal umformuliert: Das Spiele-Zimmer - endlich Realität! ;)

    Erneut dürfte ich diverse Gäste begrüßen, diesmal dabei Lazax   Alan Smithee   uferan und ein weiterer hier nicht bekannter Spielpartner. An einem leider mal wieder viel zu warmen Tag, absolvierten wir eine „Fressorgie“ (es wurde mal wieder in „Kompaniestärke“ zubereitet, sie kann eben nicht anders :love:) sowie 2 Eisenbahnspiele trotz allem sehr erfolgreich. An dieser Stelle schließe ich mich einem weiteren Zitat an:

    Ich hätte nichts besseres heiraten können!

    Jetzt müssen wir uns nur noch entscheiden, kann ja schließlich nur eine geben!

    Auf den Tisch kam dann zuerst #RailroadTycoon mit der Englandkarte, allerdings ohne dieses aufgesetzte Aktiengedöns. Eine recht enge Karte, die 5 Spielern schon einiges an Planung abverlangt. Vermeintlich lukrative Gegenden können schnell von anderen „verbaut“ werden, oder die Waren sind schneller weg als man „häh?“ sagen kann. Eher kurze Strecken sind hier angesagt, zwei 5´er Loks waren das höchste was gekauft wurde. Ein vermeintlich großer Vorsprung von ca. 11, 12 Punkten im ersten Drittel des Spiels durch uferan konnte letztendlich aufgeholt werden. Was wiederum beweist, das geschickte Aufholmanöver möglich sind! Mit 3 Punkten Vorsprung konnte ich die Partie dann für mich entscheiden...


    Danach auf 4 Spieler reduziert, widmeten wir uns - themengerecht weiterhin auf Eisenbahn gepolt - einem #18Lilliput . Leider etwas länger aus dem Fokus geraten, musste die Regel doch etwas öfter herhalten. Aktionsbeschränktes 18XX-Feeling bei rudimentärer Aktienmanipulation zittert man jede Runde um die richtige Entscheidung. Lieber bauen oder einen Bahnhofspöppel legen oder doch lieber eine vermeintlich lukrative Aktie kaufen, bessere Loks müssen auch mal sein, Fragen über Fragen die korrekt beantwortet werden wollen. Deren Ergebnisse zeigen sich dann bei der Abrechnung zum Schluss, wo ich erneut mit ca. 2500 Tacken triumphieren konnte. Hm, ließen mich die „bösen Buben“ etwa absichtlich gewinnen, quasi als Gastgeberbonus? :/


    Was sich als inzwischen als unverzichtbar erweist, sind die Kings&Queens Chips. Was für ein wunderbarer Ersatz für Papiergeld, bei Railroad Tycoon sind die Werte 1000, 5000 und 10000 Standard. Da 10000´er nicht vorhanden sind, wurden eben 1, 5 und 10´er dafür genommen, fehlen ja nur die Nullen und insofern kein Problem. Sollten diese aber doch mal produziert werden, würde ich welche nehmen!


    Da alle mit Auto kamen, hielten sich die Whiskyvorräte recht stabil, einzig etwas vom 12´er Bunnahabhain tröpfelte durch 2 Kehlen. Auch die Nahrungsversorgung durch meine Werte Gattin verdient ein Sonderlob! Angefangen von Brownies und Zitronenkuchen sowie Marzipantorte (die von Coppenrath & Wiese), wurde am Abend selbstgemachter Nudelsalat, Bouletten (nein, keine Frikadellen oder ähnliches Teufelszeug :evil:), Tomate/Mozzarella Spieße, frischer Obstsalat, diverse Quarks und einem Brötchenrad kredenzt - wie schon erwähnt in Kompaniestärke. Ich weiß, was ich die nächsten Tage esse.


    Ich danke allen Beteiligten für den tollen Tag - wer ist/sind der/die nächste(n)? :)

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

  • Das Spiele-Zimmer - unendliche Weiten.

    Für mich mal umformuliert: Das Spiele-Zimmer - endlich Realität! ;)

    Erneut dürfte ich diverse Gäste begrüßen, diesmal dabei Lazax   Alan Smithee   uferan und ein weiterer hier nicht bekannter Spielpartner. An einem leider mal wieder viel zu warmen Tag, absolvierten wir eine „Fressorgie“ (es wurde mal wieder in „Kompaniestärke“ zubereitet, sie kann eben nicht anders :love:) sowie 2 Eisenbahnspiele trotz allem sehr erfolgreich. An dieser Stelle schließe ich mich einem weiteren Zitat an:

    Ich hätte nichts besseres heiraten können!

    Jetzt müssen wir uns nur noch entscheiden, kann ja schließlich nur eine geben!

    Wieso müssen" wir " uns entscheiden?

    Da hat doch wohl jeder seine eigene und meine ist eh vom Umtausch ausgeschloßen!8o


    Ach ja, und der 12er Bunna ist auch auch ein feines Tröpfchen.



    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Ich gerne, wenn du nicht so verdammt weit wegwohnen würdest.

    Oder ich nehme mir Urlaub, ein Hotelzimmer und meine Frau mit.

    Dann sehe ich aber für deine Whiskyvorräte schwarz und ihr solltet dann nochmal ein halbes Schwein auf Toast besorgen.

    Habe einen Magen wie ein Bettbezug.


    Der Gernspieler

    Wenn immer der Klügere nachgibt, wird nur dummes getan!

  • Barrage

    ... Und ehrlich gesagt: so riesige Lust auf weitere Spiele habe ich ob mancher technischer Mängel dann doch nicht.

    ...

    Ich verstehe diesen Satz nicht. Weiter oben schreibst du, dass das Spielmaterial in Ordnung war und in deiner Beschreibung der Partie erwähnst du nichts, was auf Probleme in der Spielmechanik hinweist. :/

    Wäre super, wenn du das ein bißchen ausführen könntest. :)

  • Gernspieler

    1. Übers Wochenende vielleicht mal?

    2. Dein Wunsch „Dann sehe ich aber für deine Whiskyvorräte schwarz und ihr solltet dann nochmal ein halbes Schwein auf Toast besorgen“ könnte Wirklichkeit werden. Das lasse ich mir nicht entgehen...:evil:8o

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

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  • #Gloomhaven

    Die Geschichte kann mich immer weniger begeistern, sie ist aber auch nicht unbedingt die Stärke des Spiels. Obwohl ein Spieler jetzt bereits seinen dritten Charakter hat und jeder andere Fertigkeiten besitzt, lernt man die Charakter doch immer effektiver zu spielen. Auch die Zusammenarbeit wird immer besser zwischen den Spielern, da man weiß wer was kann und auch wie früh die Charakter agieren ist kein Geheimnis mehr. Fühlt sich für mich immer mehr wie eine Optimierungsaufgabe an. Macht weiterhin Spaß, aber es gibt Spiele die ich besser finde.


    #QuacksalbervonQuedlinburg

    Hab mich mit dem 2ten Set der Zutatenbücher inzwischen angefreundet. Bin schon auf Set 3 und 4 gespannt. Auch wenn man manche Partie durch Pech chancenlos verliert, macht mir das Spiel immer wieder Spaß.


    #Freedom-TheUndergroundRailroad

    Zwei Runden gespielt, in der ersten völlig Chancenlos verloren und in der zweiten hätte ich es fast geschafft. Hatte alle Siegbedingungen erfüllt und hätte nur noch das Rundenende überstehen müssen. Auch im zweiten Spiel hatte ich das Gefühl chancenlos zu verlieren was daran liegt, dass man im Solospiel mehr Sklaven verlieren darf als man retten muss. Ist zumindest für mich bei einem Spiel ungewohnt.

    Insgesamt hat mir das Spiel gut gefallen, da es eine gute Mischung aus Planen und Zufall bietet. Auch Solo ist es gut spielbar. Freue mich schon auf die nächste Runde.

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus ()

  • Diese Woche gab es immerhin einiges:


    Age of Empires III (PC) 2x

    Heroes of Might & Magic III (PC) 2x

    Das war schön nostalgisch.


    Auf der Walz (4x)

    Das habe ich 3x solo für zwei Spieler und einmal zu zweit gespielt.

    Ein sehr thematisches Spiel, das sich auch jedesmal etwas anders entwickelt.

    Man startet in der Heimat als Ausgangspunkt. Da sie spielmechanisch sonst keine Rolle spielt, ist es ein Stück grünes Land, von dem Wege ausgehen.

    Von dort wählt man eine Richtung und wandert los in die unbekannte Ferne. Man entdeckt also weitere Teile der Landschaft und kann dort nur Wege, oder auch eine Herberge, eine Wirtschaft oder auch Meister/Krauter finden, bei denen man arbeiten kann. In einer Herberge findet man vielleicht einen Reisekameraden, in einer Wirtschaft kann man Nachrichten verkünden, für die man belohnt wird, man kann vielleicht Persönlichkeiten begegnen, die einem vielleicht weiterhelfen und man kann der Geselligkeit wegen ein Würfelspiel spielen.


    Und dieses Würfelspiel kann es in sich haben.

    In Auf der Walz gibt es grundsätzlich nicht viel Interaktion, es geht meist recht solitär zu. Man kann aktiv eine Begegnung mit einem Mitspieler herbeiführen, wofür es am Ende 2 Punkte gibt. Man kann schonmal von einem Mitspieler dadurch behindert werden, dass er auf einer bestimmten Art von Feld steht, so dass man warten muss. Und dann gibt es halt das Würfelspiel.

    Das Würfelspiel ist verpflichtender Teil eines Wirtshausbesuches. Wer dort hingegangen ist, muss 1-5 Taler einsetzen. Alle anderen Mitspieler, egal wo sie sich gerade befinden, müssen teilnehmen (ihre Spielfigur bleibt aber, wo sie ist) und einen gleichen Einsatz leisten. Dann bestimmt der Wirtshausbesucher, ob auf hohe oder niedrige Hausnummern gewürfelt wird, wozu jeder drei Würfel hat, die nacheinander einzeln geworfen und auf eine Position der am Ende dreistelligen Zahl gesetzt werden. Wer gewinnt, bekommt den "Pott", alle anderen bekommen nichts. Das kann angesichts der oft herrschenden Geldknappheit böse Folgen haben. Wer genügend Geld hat, selbst wenn er seinen Einsatz verliert, muss sich keine Sorgen machen. Wer nicht genug Geld hat, muss, wenn er sich den Einsatz, der eine finanzielle Verpflichtung ist, nicht leisten kann, schon dafür Geld besorgen, wozu er nur seinen Ohrring verkaufen darf (bringt 8 Taler) oder er verliert eine Tippelkarte, wenn er den Ohrring schon nicht mehr hat, (bringt 3 Taler). Den Ohrring zu verkaufen, kostet für das Spielende 1 Siegpunkt, das Abgeben einer Tippelkarte kostet Aktion. Man kann also durch einen hohen Einsatz arme Mitspieler in Not bringen. Aber selbst wenn man das gar nicht will, muss man ja mindestens 1 Taler setzen und ein Mitspieler, der gerade keinen Taler hat, muss auch dafür schon Geld besorgen, wie beschrieben.

    Außer Landschaftsfeldern kann man bei genügendem Abstand zur Heimat und anderen Städten auch eine Stadt entdecken. Städte bieten unterschiedlich viele Möglichkeiten, jedenfalls aber haben sie die Kernelemente Wirtschaft, Herberge, Meister/Krauter und Rathaus. Im Rathaus kann man sich einen Stempel für sein Wanderbuch holen und einen Zuschuss für die weitere Reise. Bewegung in den Städten kann sehr, sehr teuer sein.

    Auf seiner Reise kann man hauptsächlich durch Arbeit Geld verdienen, aber man kann auch auf verschiedene Weise verschiedenfarbige Kanthölzer bekommen, die man vorrangig auf sein Kerbholz legt, wofür man Punkte bekommt, oder womit man Reisekameraden oder Persönlichkeiten gewogen machen kann.

    Das Spiel braucht viel Platz, und man weiß am Anfang nicht, wieweit das Land sich in welche Richtungen entfaltet. Liegen Städte etwa sehr weit auseinander, kann sich eine Reise mit der Kutsch anbieten, auch wenn dies verpönt ist, es kostet allerdings einiges an Geld.

    Es gibt schon einiges an Zufallselementen. Welche Landschaft entdecke ich, in welcher Richtung muss ich sie legen, wobei man da meist eine Wahl hat. Welche Städte finde ich, welche Persönlichkeit, wenn überhaupt, taucht da auf? Was bekomme ich für meine Arbeit; da gibt es doch eine ganze Reihe Arbeitgeber, bei denen das ausgewürfelt wird. Kann ich Reisekameraden finden, die ich für ein Stück des Wegs als Begleiter wirklich gerne haben möchte?

    Gespielt wird über drei Jahre und einen Tag. In den drei Jahren hat man jeweils 6 Tippelkarten von den 18, die man insgesamt hat. Jeder hat einen gleichen Kartensatz, da der aber gemischt und dann jeweils 6 Karten für das Jahr gezogen werden, hängen die Möglichkeiten schon davon ab, welche 6 Karten ich in einem Jahr zur Verfügung habe. Diese Karten haben Tippelpunkte von 1-5. Man kann seinen Zug auch "verlängern", indem man nach dem Abwickeln einer Karte zwei Taler zahlt und eine weitere Karte ausspielt. Muss man sich gut überlegen, denn als Folge hat man natürlich im laufenden Jahr einen Zug weniger.

    Wer gerne alles plant, wird keinen Spaß daran haben. Wie im wirklichen Leben weiß man als Wandergeselle halt nicht, was einen auf der Walz erwartet. Mir gefällt es so.


    Snowdonia - Channel Tunnel (zu zweit)

    Zum Abschluss des Wochenendes dann noch aus der Neuausgabe das Szenario Channel Tunnel, das nur für zwei Spieler vorgesehen ist.

    Im Szenarienbuch hat dieses Szenario vier Seiten Sonderregeln. Man spielt im wesentlichen solitär, weil man die Strecke von verschiedenen Enden aufeinander zu vorantreibt. Es gibt ein paar Berührungspunkte, nicht nur bei der Wahl des Aktionsfeldes.

    Einiges ist anders, einen Punkt beschreibe ich hier mal:

    Schienenbau, wie man das von Snowdonia kennt, gibt es nicht. Statt der Streckenkarten gibt es Tunnelkarten, auf denen 4 oder 6 Geröll liegen. Die Geröllabbaurate ist immer "2". Das kann im Einzelfall aufgrund besonderer Umstände verdoppelt oder verdreifacht sein. Baut man 2, 4 oder 6 Geröll ab, kann man dieses Geröll wie üblich nehmen. Man kann aber auch jeweils 2 Geröll, statt sie zu nehmen, in den Vorrat legen, wofür man 1 Stein abgeben muss und einen Besitzmarker auf die Tunnelkarte legt. Auf diese Weise können auf einer Tunnelkarte bis zu 2 oder 3 Besitzmarker liegen, ehe sie umgedreht wird, weil sie freigeräumt ist. Die Besitzmarker werden dann auf der Schienenseite wieder eingesetzt. Eine 4er-Tunnelkarte hat dafür zwei Plätze, die jeweils 2 Punkte wert sind, eine 6er-Tunnelkarte hat drei Plätze, die jeweils 3 Punkte wert sind. So können auf einer "fertigen" Tunnelkarte 0-3 Besitzmarker liegen, die für die Auftragskarten als Schienenmarker gelten.

    Zum Vergleich:

    Um auf einer 6er-Tunnelkarte 9 Punkte zu verdienen, braucht es den Einsatz von 3 Stein und 3 Besitzmarkern (3 Besitzmarker können natürlich auch nur 6 Punkte bringen, wenn sie auf 4er-Tunnelkarten liegen). Beim Stationsbau kann man für 3 Stein und 1 Besitzmarker 11 Punkte erzielen.


    Gewöhnungsbedürftig, weil in Kernpunkten anders. Mir hat's gefallen.

    Spielerische Grüße Ernst-Jürgen


    Allzeit-TOP 5: 1. Viticulture - Compl. Coll. Ed., 2. Martians - A Story of Civilization, 3. Scythe, 4. Snowdonia, 5. Prehistory

    Einmal editiert, zuletzt von Ernst Juergen Ridder () aus folgendem Grund: Tippfehler

  • 1. Escape Plan zu viert.

    Schönes Spiel (Gestaltung, Thema), aber zu wenig fordernd und stark taktisch. Wird nicht mehr lange tragen.

    2. Pipline zu dritt

    Für mich die große Überraschung des letzten Monats: Auf's Wesentliche reduziert, sehr fordernd und wunderschön gestaltet (ja, hätte ich anhand der Fotos so auch nicht beurteilt) - da das schlichte Artwork das strukturierte und reduzierte Spieldesign perfekt trägt. Für mich ein nahezu perfektes Spiel, wird in den nächsten Wochen häufiger auf den Tisch kommen.

    3. 2x Zirkadianer zu dritt

    Steckt viel Spiel in dem kleinen Karton. Kennerspiel (mittlerer Niveaubereich, aber deutlich über Kennerspiel des Jahres), ich war positiv angetan. Bleibt vorläufig mit den unterschiedlichen Charaktervorteilen ausreichend variabel. Diese geben die Spielweise aber schon etwas vor - auf Dauer vielleicht etwas wenig Ellenbogenfreiheit. Mal sehen, noch reizt es.

    4. Vegas zu dritt

    Absacker, das Spiel hat aber früher irgendwie mehr Spaß gemacht. Wohl einfach zu oft gespielt.

    2 Mal editiert, zuletzt von JahBless ()

  • Erste Woche Urlaub mit der Familie und Blick auf die Adria. Diesmal nur kleine Spiele im Gepäck:


    #PortRoyal Wir sind Händler und rangeln um die Vorherrschaft. Wer zuerst 12 Einfluss Punkte erlangt, gewinnt. Ein Push your luck Spiel mit etwas Taktik dazu. Kannten Frau und Tochter nicht. Kommt gut an. Ich finde es solide. Leider nicht intuitiv genug, um es den italienischen Kindern im Bungalow neben an zu erklären.


    #PortalevonMolthar Wer zuerst 12 Einfluss äh nein diesmal Machtpunkte hat, gewinnt. Wir sind Magier anstelle von Händlern. Kein push your luck, sondern keine Ahnung was. Wir können Perlen in unterschiedlichen Werten sammeln und mit diesen Wesen beschwören, wenn wir die passenden Perlen besitzen. Die Wesen geben Boni fürs Spiel und die benötigten Machtpunkte. Kein Überflieger. Aber viel Spiel für die kleine Schachtel! Kannten wir alle noch nicht, gefällt mir besser als Port Royal, bei Frau und Tochter ist es anders herum. Auch hier zeigen sich die italienischen Kinder verständnislos. Wann lernen die eigentlich Englisch in der Schule?


    #SkullKing Kennen und mögen wir immer noch. Und auch hier verstehen die italienischen Kinder leider nichts. Schade.


    #Qwixx Dritter Anlauf und kommt bei uns immer noch nicht an. Da bleiben wir lieber bei Kniffel.

  • papadjango

    Danke für den interessanten Bericht. Das bestärkt mich darin Barrage links liegen zu lassen (trotz Autor und interessanten Mechanismen) und lieber (noch) öfter Mombasa zu spielen.

    Habe lange überlegt Barrage zu kaufen, lasse es aber bleiben weil es anscheinend interessantere Spiele in Essen geben wird.

    Echt? Was denn? Gerade für Deinen Spielegeschmack hätte ich vermutet, dass Barrage das ziemlich treffen sollte. Oder ist da zu viel thematische Bindung drin?

    Einmal editiert, zuletzt von unittype001 ()

  • papadjango

    Danke für den interessanten Bericht. Das bestärkt mich darin Barrage links liegen zu lassen (trotz Autor und interessanten Mechanismen) und lieber (noch) öfter Mombasa zu spielen.

    Habe lange überlegt Barrage zu kaufen, lasse es aber bleiben weil es anscheinend interessantere Spiele in Essen geben wird.

    Echt? Was denn? Gerade für Deinen Spielegeschmack hätte ich vermutet, dass Barrage das ziemlich treffen sollte. Oder ist da zu viel thematische Bindung drin?

    Eindeutig zu viel Thema! Igitt🤢 ;)

    Kann gut sein, dass ich Barrage eines Tages spiele, es mir gefällt und ich es kaufe. Momentan habe ich aber das Gefühl viel zu viele Spiele zu haben. Deshalb kaufe ich nur noch Spiele, die für mich was Besonderes haben. Barrage scheint gut zu ein, ist mir aber nicht besonders genug.

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 17:
    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Nippon — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Orleans — 6 Tzolkin

    7 Bora Bora — 8 Lorenzo — 9 Great Western Trail — 10 Underwater Cities — 11 Trajan — 12 Concordia

    13 Blackout — 14 Das tiefe Land — 15 Die Burgen von Burgund — 16 Terramara — 17 Caylus

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  • Barrage

    ... Und ehrlich gesagt: so riesige Lust auf weitere Spiele habe ich ob mancher technischer Mängel dann doch nicht.

    ...

    Ich verstehe diesen Satz nicht. Weiter oben schreibst du, dass das Spielmaterial in Ordnung war und in deiner Beschreibung der Partie erwähnst du nichts, was auf Probleme in der Spielmechanik hinweist. :/

    Wäre super, wenn du das ein bißchen ausführen könntest. :)

    Da hast du schon recht. Klingt widersprüchlich. An sich hat mir das Spiel gefallen; was den Wiederspielreiz mindert ist 1. , dass trotz intaktem spielmaterial die Handhabung der Räder sehr fiddly ist. Die Segmentteile verrutschen ebenso leicht wie die dort platzierten Bauteile. 2. sind die Spielermaterialien nicht nur farblich unterschiedlich, sondern auch in der Form. So mussten wir bis zuletzt immer nachfragen, ob da ein gegnerischer staudamm oder ein Kraftwerk steht. Und 3. war die Linienführung zwischen Damm und Kraftwerk recht unübersichtlich gekennzeichnet. Alles nicht schlimm, aber für mich auch durch mangelnde Atmosphäre etwas Anreiz mindernd.

  • #Barrage

    So mussten wir bis zuletzt immer nachfragen, ob da ein gegnerischer staudamm oder ein Kraftwerk steht.

    Wird das nicht bereits durch die Position auf dem Spielplan ausreichend klar? Das am unteren Ende der Seen sind die Dämme...


    Ansonsten sehe ich das ziemlich ähnlich: individuell unterschiedliche geformte Spielsteine sind nicht automatisch ein Gewinn, wenn die Übersichtlichkeit darunter leidet und der Spieler sich fragt, was was sein soll. Ist aber irgendwie ein wiederkehrendes Muster bei der Barrage-Kampagne: da ist enorm viel Aufwand in Dinge geflossen, deren Nutzen grenzwertig niedrig ist oder sogar das Spiel verschlechtert haben, mit dem Extremfall des vermeintlichen "Upgrades" der ursprünglich geplanten Holzwassertropfen zu "translucent plastic water drops". Da wäre jetzt jeder froh, wenn es dieses Stretch Goal einfach nicht gegeben hätte.

    Einmal editiert, zuletzt von MetalPirate ()

  • #Barrage

    So mussten wir bis zuletzt immer nachfragen, ob da ein gegnerischer staudamm oder ein Kraftwerk steht.

    Wird das nicht bereits durch die Position auf dem Spielplan ausreichend klar? Das am unteren Ende der Seen sind die Dämme...

    Also generell hatten wir keine Probleme Staudamm und Kraftwerke zu unterscheiden, da Dämme doch deutlich breiter sind und die Position auf dem Spielbrett klar definiert ist.


    Mal abgesehen davon: Wieso benötigt man dies?! Ich orientiere mich doch eh meist nur an neutralen Dämmen oder Bauten der eigenen Farbe?! ...oder geht es hier um die Endwertungsplättchen?


    Wie auch immer: Wir hatten bei der Unterscheidung jedenfalls keinerlei Probleme, denn zum einen ist die Breite eine andere und zum anderen -wie MetalPirate schon gesagt hatte, befinden sich die Kraftwerke immer unterhalb der Stauseen am Ende des Wasserwegs kurz vor Beginn des neuen Stausees....quasi da, wohin das Wasser vom vorigen Stausee geleitet wird...eigentlich muss man nur den bunten Linien folgen....

    Einmal editiert, zuletzt von Braz ()

  • Letzte Woche kamen auf den Tisch:


    #BlackSouls, solo

    Da ich es ja gerade gelernt habe, wollte ich mal noch eine Runde mit den offiziellen Solo-Regeln spielen. Joah. Also es ist sicher nicht die beste Besetzung *lach* Aber das war ja klar. Der Verwaltungsaufwand ist relativ hoch, allerdings ist das bei einem Spiel mit Bietmechanismus auch kein Wunder. Man muss wissen, welche Karte der AI bietet, welchen Sondereffekt er dadurch triggert, welches Plättchen er nimmt, wohin er es platziert und später dann welche Seelen er beim Durchmarsch opfert. Gerade die Auswahl des Plättchens ist recht kompliziert, hier muss man auf sehr viele Einzelheiten achten. Ich bin mir auch relativ sicher, ich hab einiges falsch gemacht, und habe mit deutlichem Vorsprung (19:11) gewonnen. Solo werde ich es wahrscheinlich nicht mehr anpacken, hoffe noch auf eine Runde mit echten Mitspielern.


    #HEXploreIt - The Valley of the Dead Kind, 1te Edition
    Ausführlichen Spielbericht für den ersten, laaaangen Versuch findet ihr im dazugehörigen Thread - HEXplore It: The Valley of the Dead King
    Heute habe ich dann eine weitere Runde gestartet mit der witzigen Charakter-Kombi Berserker und Divine One auf einer anders gestalteten Landkarte. Das läuft schon deutlich flüssiger und ich traue mich viel früher viel mehr. Die ersten 2,5 Stunden habe ich investiert, denke noch eine weitere werde ich brauchen.



    #Descent2nd - Das Blutvermächtnis, erstes Abenteuer des 2. Aktes, Die Armee von Dal'Zunm, als Overlord

    Hach, meine Spieler. Mir völlig überlegen, und dann ständig am Jammern, wie unfair es ist, und der Hauptmann is ja SO stark, wir würfeln dauernd Nieten, wie soll man das denn schaffen, und dann ziehen sie mich eh wieder ab. Die haben Glück, dass ich sie so lieb hab und so ein geduldiger Mensch bin, und am Ende dann doch Spaß habe, weil sie halt Spaß haben. Es ist echt wieder wie zu Spielleiter-Zeiten.

    Während ich versucht habe, meine Zombies durchzubringen, konnte ich mit Hauptmann Belthir, unterstützt von den Barghests, immerhin mehrfach Spieler umkloppen, was mir dann Drohmarker auch fürs nächste Mal bzw. den Aufstieg eingebracht hat. Die Zombies hatten kaum eine Chance, zwei schafften es bis ganz knapp vors Ziel und fielen dann doch. Die Helden haben dermaßen starke Fähigkeiten... Aber egal. Am Ende haben wir dennoch viel gelacht und hatten eine gute Zeit, und darauf kommt es ja an, ne.


  • Deshalb kaufe ich nur noch Spiele, die für mich was Besonderes haben.

    welche stehen denn auf deiner Essen-Liste?

    Auf der Liste stehen viel zu viele. Hier mal die Liste mit Kurzkommentar.

    Terramara - sehr wahrscheinlicher Kauf

    Barrage - möchte ich erst spielen

    Aqua Mirahilis von Gotha Games - neugierig

    Throne of Allegoria - unwahrscheinlich

    Cooper Island - Regeln klingen gut">

    Crystal Palace - interessiert an den Regeln

    Dreamscape - eher nicht

    Maracaibo - rechne mit Testmuster und freu mich drauf

    La Stanza - zu 90% nicht

    Trismegistus von Tascini ——> bestellt

    Brasil - wird noch länger dauern

    Newdale - mal ansehen

    Marco Polo2 - eher nicht

    Caylus 1303 - Kauf sehr wahrscheinlich

    Yukon Airways - klingt interessant

    Zombie Kids - wird dem Sohn gefallen

    Sherlock Express - für die Frau

    Offshore - noch ein „Geheimtipp“ der wahrscheinlich an mir vorbeigeht

    Katakomben Kuben von Schwerkraft - bin neugierig




    Erweiterungen

    Newton - 90%

    Teotihuacan - 90%

    Heaven&Ale - 80%

    Underwater Cities - 30%

    Zhang Guo - 50%

    Concordia - 60%

    Menara Rituals&Ruins - 100%

    "Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge!" (Kurt Marti)
    Top 17:
    1 Gaia Project — 2 Mombasa — 3 Nippon — 4 Auf den Spuren von MP — 5 Orleans — 6 Tzolkin

    7 Bora Bora — 8 Lorenzo — 9 Great Western Trail — 10 Underwater Cities — 11 Trajan — 12 Concordia

    13 Blackout — 14 Das tiefe Land — 15 Die Burgen von Burgund — 16 Terramara — 17 Caylus

    Einmal editiert, zuletzt von Baseliner ()

  • Letzte Woche wurde nicht nur wie im Ringkrieg Forum schon beschrieben , Mittelerde aufgesucht.


    Es wurde auch noch drei Partien des frisch eingetroffenen #DaysOfIre versucht. Während des Ungarn-Aufstand 1956 versuchten meine Frau und ich als Revolutionäre gegen General Schukow zu bestehen. Ging jeweils schief, jede Partie dauerte aber ein wenig länger. Trotzdem schafften wir es nicht weder alle pro-sowjetischen Milizen und Panzer zu vernichten, noch am Ende weniger als 5 Events auf dem Spielplan zu haben. Gestern nochmal Solo probiert und dem Sieg deutlich näher gewesen. Aber noch passt die Strategie nicht optimal, hat noch jemand Erfahrungen mit dem Spiel?


    Davon ab habe ich mit meiner Frau noch 2x #Amyitis +Erweiterung gespielt.



    Gehört zu den ersten Spielen die wir uns damals holten, nachdem uns Caylus so gut gefallen hatte. Aus heutiger Sicht, muss ich sagen - es sieht ziemlich bescheiden aus (außer das Cover!) - ebenso das Regelheft, ist dazu unübersichtlich und das "Thema" ist zwar vorhanden aber sonst komplett wurscht ....


    Aber trotzdem kommt es jedes Jahr ein paarmal auf den Tisch. Wie auch #Assyria oder andere Spiele von Ystari (oder aus der Zeit), ist es wenn man einmal die Regeln intus hat, flott gespielt. Dazu bietet es wie ich finde dafür viele interessante Entscheidungen.

  • Es wurde auch noch drei Partien des frisch eingetroffenen #DaysOfIre versucht. Aber noch passt die Strategie nicht optimal, hat noch jemand Erfahrungen mit dem Spiel?

    Schau mal hier, vielleicht hilft dir das: Days of Ire: Zhukov and you (a german first impression of the solo mode) | Days of Ire: Budapest 1956 | BoardGameGeek

    Bitte senden Sie mir Ihre E-Mail doppelt, ich brauche eine für´s Archiv :/

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  • In knapp 2 Wochen Urlaub 2 Kartenspiele fast täglich gespielt.


    Tichu

    Das hatten wir bislang immer mal angespielt aber nie so reizvoll wie Mü oder Doppelkopf gefunden. Nun also einfach mal vermehrt im gleichen Kreise gespielt. Im Prinzip vereint es Elemente aus Ablagespiel à la Karrierepoker und Stichpunkte-Sammelspiel à la Skat. Die Möglichkeiten sind vielseitig und es gibt immer wieder interessante Konstellationen.

    Im BGG-Rating bei mir eine 8.9/10


    Wizard

    Ein Spiel mit dem man alle Facetten des Stichspieles erleben und auch erlernen kann. Stiche machen, Stiche vermeiden, Stiche einem Gegner zuschustern der sie gar nicht haben will.

    Im BGG-Rating bei mir eine 8.7/10


    Beide damit in meinen Top 10 der Stichspiele.

  • Ja, ich finde das Spiel echt top und es bringt richtig toll die Stimmung der Bücher rüber :-)

  • Zeit endlich mal von meinen Partien während des 2. Aachener Spielwochenende zu berichten, das vom 30.08 bis zum 01.09 stattfand.


    Freitagabend:


    Tyrants of the Underdark (2-4 Spieler, gespielt zu viert)


    Da ein Neuling dabei war, wurden das Drow und Dragon Halbdeck verwendet.

    Es entwickelte sich ein sehr spannendes Spiel das tatsächlich mit 80:80 unentschieden ausging.

    Die beiden anderen Spieler landeten so im Bereich 60-70 Punkte.

    Prima Spiel. Da reichlich Platz vorhanden war, haben wir es nicht weggeräumt sondern für eine Folgepartie

    am nächsten Tag sofort wieder aufgebaut. Ich wundere mich dass man so wenig davon hört.

    Gefällt mir mindestens so gut wie Clank!.



    Small Star Empires (2-4 bzw. 2-6 Spieler mit 5-6 Spieler Erweiterung, 2 mal gespielt zu viert)


    Bei dem Grundspiel ist sehr einfach und elegant. Ein schnell gespielter Absacker. Man bewegt seine Raumschiffe, baut Städte und Handelsstationen in Systemen mit möglichst vielen Planeten (= Siegpunkte) und nimmt farbige Nebel in Besitz. Das geht solange bis man aufgrund der Bewegungsregeln nicht mehr ziehen kann oder ein Spieler seine sämtlichen Städte und Handelsstationen gebaut hat.

    Seit der Kickstarterkampagne zur 2. Edition gibt es diverse Erweiterungen, die neben den zahlreichen optionalen Varianten die Möglichkeit bieten

    das Spiel an die Vorlieben der Spieler anzupassen.


    Die Erweiterung "Dawn of Discoveries" führt Forschung und Technologie ein,

    "The Galactic Divide" bietet verschiedene Völker mit unterschiedlichen Fähigkeiten.


    Wir haben diese beiden Erweiteungen sofort ohne weitere Varianten hinzu genommen. Das war vielleicht ein wenig voreilig, da die

    durch die verschiedenen Völker eingeführte Asymmetrie erst einmal verinnerlicht werden will. Daher haben wir in einer anschließenden zweiten Partie "The Galactic Divide" weggelassen. Es ist immer wieder nett, wenn es einem gelingt Raumschiffe der Mitspieler zu blockieren und man erschrickt bei der Erkenntnis das man nur noch wenig Züge hat. Das muss doch besser gehen.

    Small Star Empires kommt bestimmt noch öfter auf den Tisch. In seiner Basisversion ist es durchaus auch für "Gelegenheitsspieler" geeignet.


    Nach dem Spiel fragte einer der Mitspieler in die Runde ob wir nicht seinen Prototypen, Galactic Era, testen wollten.

    Offensichtlich seien wir ja für das Thema 4X und Weltraum offen.


    Klar doch, aktuell habe ich Nova Solis, Empire of the Stars und Star Trek Ascendancy auf meiner Beobachtungsliste.

    Ich warte immer noch auf die Kickstarter von Eclipse Second Dawn und seit 5(!) Jahren auf mein Burning Suns mit sämtlichen Erweiterungen.

    Krampfhaft überlege ich mit welcher Begründung und in welcher Sprache ich denn mein Twilight Imperium 3 auf Version 4 aktualisieren soll.

    Die neue Version soll ja vieles besser machen.

    Ein Kumpel hatte mir sehr angetan von einem Weltraumspiel berichtet, das er auf dem Aachener Spielwochenende im Vorjahr

    u.a. mit dem Autor gespielt hatte. Das war es also, dieses nebulöse mir bisher völlig unbekannte Weltraumspiel.



    Samstag:


    Galactic Era (2-6 Spieler, gespielt zu sechst)


    Nach dem Frühstück am Samstag begann die Partie zu sechst mit einer Erklärung der Spielregeln durch den Autor Channing Jones.

    Diese erste Partie war schon ein Brocken durch all die Möglichkeiten die unterschiedliche Zivilisationen, Technologien, Aufgabenkarten und die

    aktuelle Moralauswahl bieten. Das muss man erst einmal verinnerlichen. Danach wird das Spiel meinem Empfinden nach wohl eher komplex als kompliziert sein.

    Viele zu erkundende Wege zum erfolgreichen Spiel sind natürlich immer gern gesehen und sorgen für einen hohen Wiederspielreiz.

    Der zentrale Sektor um den sich die Startsektoren der Spieler gruppieren, enthält die Systeme mit den wertvollsten Relikten.

    Da ich zwar meinen Sektor vollständig kontrollierte um eine Aufgabenkarte zu erfüllen, war ich aber in diesem Spiel aber nicht so erfolgreich.

    Man muss also schon etwas unternehmen um an Punkte zu gelangen, einigeln und aufrüsten allein bringt nicht viel.

    Wäre Channing nicht der Erklärbär gewesen, der die Fragen von 5 Mitspielern zu beantworten hatte, so hätte er sicher haushoch gewonnen.

    So wurde er knapp zweiter hinter einem Mitspieler, der sich rechtzeitig das Zentrum sichern konnte und einen kleinen Vorsprung knapp ins Ziel retten konnte.

    Danach gab es eine Feedbackrunde und Channing hat sich die wesentlichen Spielparameter notiert.


    Meine Highlights:


    - Flottenmanöver möglich da viele kleine Felder Platz bieten

    - Keine Würfel aber Ungewissheit über verborgene Flottengrößen und Flottentypen

    - Das Moralsystem (Licht und Schatten)

    - Viele Wege zum Sieg, hoher Wiederspielreiz

    - Spielerische Substanz, kein Blender mit Mengen von Miniaturen als Selbstzweck..


    Was ich nicht so mag:


    - Asymmetrie der unterschiedlichen Völker.

    Es gibt nicht wie bei Eclipse die Möglichkeit alle Spieler mit dem gleichen Volk spielen zu lassen.

    Das reduziert die Komplexität für den Einstieg in das Spiel, da man nicht auch noch Sonderfähigkeiten von 5 Mitspielern beachten muss,

    die diese einfach so haben ohne etwas dafür getan zu haben.


    - Der Platzbedarf

    Zu sechst braucht man schon einen richtig großen Tisch. Vielleicht könnte man ja ein gemeinsames Technologietableau für

    alle Spieler einführen und die Erläuterungen auf einer Spielhilfe pro Spieler zusammenfassen die nicht unbedingt auf

    dem Tisch liegen muss.


    - Miniaturen wären schon nett. ;) Für die Flotten würde ich mir Minis auf einem Flightstand wünschen,

    für einzelne Schiffe würden recht kleine, längliche Minis ausreichen.


    - Mit AP - Spielern kann es dauern.


    Insgesamt aber für mich ein liebevoll und engagiert designtes Highlight der 4X Weltraumspiele.

    Jeder der sich für diese Art von Brettspielen interessiert tut gut daran mal einen Blick darauf werfen.

    Ich wünsche Channing viel Erfolg bei seinem Kickstarter im November. Ich bin jedenfalls dabei.


    Das wichtigste zum Spiel erklärt Channing auf seiner Webseite.


    Game Information ⋆ Galactic Era


    Dort kann man auch die Spielregeln herunterladen:


    galactic_era_rules.pdf



    Tyrants of the Underdark (2-4 Spieler, gespielt zu viert)


    Nach Galatic Era gab es dann die zweite Partie Tyrants wieder mit Drow und Dragon Deck.

    Eine spannende Partie, diesmal lagen die Spieler mit 73:68:65:63 Punkten dichter zusammen.

    Klasse Deckbuilder.



    Barrage (2-4 Spieler, gespielt zu viert)


    Die Spielidee hat mir gefallen. Warum dieses Spiel asymmetrische Nationen benötigt erschließt sich mir noch nicht.

    Spiele ich aber gerne noch einmal mit. Sehr AP anfällig.



    Sonntag:


    Age of Atlantis (3-5 Spieler, gespielt zu fünft)


    Ein weiterer Prototyp von Channing Jones.


    Das Spiel ist noch nicht so weit wie Galactic Era, macht aber schon eine Menge Spaß.

    Es ist semikooperativ, d.h. jeder Spieler ist einer der beiden Lenker eines Staates,

    den er zusammen mit einem Partner entwickeln soll.

    Mit einem anderen Mitspieler kontrolliert er aber gleichzeitig auch einen anderen Staat.

    Gewertet wird aber für jeden Spieler nur jeweils der Schwächere.

    Führt man also einen Staat zur Blüte, muss man darauf achten in seinem zweiten Staat besser dazustehen als

    der Mitspieler in seinem zweiten Staat. Gleichzeitig darf man aber die Entwicklung bei den anderen Mitspielern nicht außer acht lassen.

    Das führt zu jeder Menge Interaktion und Verhandlungen. Sehr interaktiv. Ein echter Knaller.

    Ich bin gespannt darauf wie sich das Spiel weiterentwickelt.


    Infos gibt es hier:


    CJ Games - Age of Atlantis



    Gegen Mittag war dann das Aachener Spielwochenende für mich beendet. Es hat gut gefallen.

    Gerne wieder und dann hoffentlich mit Galactic Era in meiner Sammlung und Age of Atlantis kurz vor Vollendung.

  • und seit 5(!) Jahren auf mein Burning Suns mit sämtlichen Erweiterungen.

    Das wurde doch schon vor einer Weile ausgeliefert?!

    Es wurde damit begonnen. Aber scheinbar nur in homöopathischen Dosen. Da scheint aber nur was zu passieren, wenn mal wieder Zeit ist oder wenn man sich in den Kommentaren beschwert. Langsam geht mir die Geduld aus. Wie ist denn das Spiel?

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