Arbeit als Supporter auf der SPIEL - Eure Erfahrungen

  • Hey,


    Ich habe schon dieses Jahr darüber nachgedacht, mich als Supporter / Spieleerklärer für die SPIEL zu bewerben. Leider wurde aus zeitlichen Gründen daraus nichts.

    Nun nehme ich es mir für nächstes Jahr vor und möchte mich gerne vorher über die Sache informieren.


    Hier gibt es ja einige Mitglieder, die schon des öfteren als Supporter auf der SPIEL mitgearbeitet haben, mich interessieren eure Erfahrungen. :)


    Ein paar Fragen habe ich auch :

    - wie läuft es im Vorfeld ab, wie sieht die Vorbereitung aus?

    - wie läuft ein Tag auf der SPIEL als Supporter ab? (Einlass, Schichten, Möglichkeiten über die Messe zu gehen, Aufgaben, Arbeitsende, nach der Messe)

    - Was sollte eurer Meinung nach ein guter Supporter mitbringen?

    - welche Gegenleistungen / Aufwandsentschädigungen gibt es seitens der Verlage?

    - wie unterscheidet sich der Job bei diesem oder jenem Verlag?

    - wie viele Tage muss man mindestens als Supporter tätig sein, damit es sich für den Verlag lohnt?


    Ich freue mich auf auf eure Berichte und Eindrücke :)


    Khamul

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  • - wie unterscheidet sich der Job bei diesem oder jenem Verlag?

    Sehr! Deshalb lassen sich auch deine anderen Fragen nicht pauschal beantworten, sondern nur sehr verlagsspezifisch.

    André Zottmann (geb. Bronswijk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Das ganze ist echt Anstrengend und kostet auch einiges an Zeit im Vorfeld, wenn du die Spiele wirklich gut erklären können willst.
    Es macht aber auf der anderen Seite mir unheimlich viel Spaß. Du lernst so viele nette Leute dabei kennen und schön ist wenn bei einer anderen Veranstaltung dich jemand erkennt und sich freut das du das Spiel erklärst.


    Du musst dich meistens mit dem Spielen (ja nach Verlag sind das einige) im Vorfeld alleine beschäftigen. Manche Verlage bieten Lernrunden für die Supporter an, jedoch spielst du da die Spiele oft nur an. Daher musst du dich damit daheim noch intensiv beschäftigen.

    Häufig bekommst du im Vorfeld nur eine vorläufige Regelversion als PDF und machmal ändert sich dann am Messetag noch die ein oder andere Regel ;)

    Das Spiel selbst siehst du dann am Mittwoch zum ersten Mal, diese haben wir dann mitgenommen und gemeinsam noch 1-2 in der Nacht gespielt.


    Wenn du alle Tage für den Verlag aktiv bist, wirst du generell mit sehr wenig Schlaf (ja nach Job) auskommen müssen. Die Messe geht als Supporter auch mal von Montag bis Sonntag und noch nach den Öffnungszeiten ist noch lange nicht Schluss.


    Als guter Supporter solltest du dich meiner Meinung nach richtig mit den Regeln auskennen, finde es persönlich nicht schön wenn ich regelmäßig im Regelheft nachsehen müsste. Du musst ein Gespür entwickeln, was für Spieler du vor dir hast. Bei einer Familie/Kinder brauchst du nicht alle Regeln im Detail gleich erklären, das ist sowieso bald vergessen und überfordert. Bei einem geübten Spieler ist es häufiger wichtig auch Detailregeln gleich von Anfang an zu erklären.

    Auch ein Spiel was dir persönlich nicht gefällt, musst du gut rüberbringen. Schließlich bist du in diesem Moment der Angestellte des Verlages.


    Du hast oft auch nicht nur ein Tisch, also musst du schnell zwischen den Regeln bzw. aktuelle Rundensituation umschalten können ;)


    Einlass für Supporter ist so ab 08 Uhr, dann werden z.B. die Tische vorbereitet und andere Kleinigkeiten (z.b. Küchendienst) erledigt. Mann kann immer mal kurz über die Messe, aber das kannst du im Grunde nur zum Einkaufen nutzen.


    Gegenleistung: Hängt vom Verlag ab. Es gibt Geld, Punkte, Spiele, Pizza, Dauerkarte usw...

    Anzahl Tage: Hängt auch vom Verlag ab, meist ist jedoch alle Tage gewünscht. Sonst müsste man noch mehr Supporter anlernen und du persönlich wirst ein Spiel am Sonntag völlig anders erklären als am Donnerstag. Du merkst halt, wo die Detailfragen im Spiel kommen und passt daher die Erklärung im Laufe der Zeit an.


    Hoffe das hilft dir weiter, ansonsten probiere es einfach aus ;)

    Gruß Guido

    2 Mal editiert, zuletzt von weenix ()

  • Also ich kann hier nur Konditionen nennen die ich bekomme, Smiling Monster schickt mir die Karte zu, Minijobvertrag und 10 Euro die Stunde. Fahrtkosten trage ich selbst, dafür habe ich einen Pennplatz und Essen. Das ganze macht Spass aber ist anstrengend, ich mache einmal eine längere Pause. Wer sich als Supporter mit Spielen abspeissen lässt ist mMn. selbst schuld, das ganze ist Arbeit und gehört fair entlohnt. Alles andere empfinde ich auch rechtlich frag;)würdig, und da wird ja in diesem Forum immer ganz besonders viel wert drauf gelegt

  • Discloser vorweg, ich unterhalte mich mit anderen Supportern, daher kann ich nur hören sagen und meine Sicht wiederspiegeln!


    - wie läuft es im Vorfeld ab, wie sieht die Vorbereitung aus?


    Im Vorfeld läuft es total unterschiedlich ab bei den Verlagen/Publishern als auch kleinen Firmen aus dem Ausland.


    Einige schicken dir Sachen im Vorfeld zu, andere treffen dich nen Tag vorher.


    Z.b. der Merz-Verlag gibt Aufrufe anderer Firmen weiter bzw. stellt Anzeigen auf ihrer Webseite aus. So kommst du auch mal an nieschige Stände ran. Das ist gerade dann gut wenn ausländische Firmen Erklärer auf deutsch & englisch suchen.


    Wiederum andere haben ein Portal zum Anmelden oder generell einen (Asmodee z.B. hat ein Portal) Support-Bereich mit Infos zu den Veranstaltung.


    - wie läuft ein Tag auf der SPIEL als Supporter ab? (Einlass, Schichten, Möglichkeiten über die Messe zu gehen, Aufgaben, Arbeitsende, nach der Messe) + - wie unterscheidet sich der Job bei diesem oder jenem Verlag?


    Du kannst (wenn es dir der Stress wert ist) in Schichten arbeiten und sogar noch bei verschiedenen Verlagen. Ob das gut zum erklären ist oder was auch immer sollte jeder selbst abschätzen.


    Einlass ca. 8 Uhr außer deine Arbeit sagt was anderes.

    Generell kommt es auf den Verlag an wann man da sein sollte, wird am vortag aufgeräumt? Bleiben die Spiele stehen? Gibt es Reinigungskräfte oder macht das der Verlag selber?


    Über die Messe zu gehen ist auch Verlagsabhängig. Einige Tätigkeiten lassen dich garnicht hinaus, andere sind flexibler, wiederum andere tracken direkt deine Zeit etc... . Arbeitsende so wie es bei dir drinnen steht aber ca. 9-10 Stunden Schichten sind normal.


    Nach der Messe erholen und Spiele spielen :D !


    - Was sollte eurer Meinung nach ein guter Supporter mitbringen?

    Flexiblität, Toleranz gegenüber anderen Menschen, gute Regelkenntnis, etwas Menschenkenntnis je nach Aufgabenfeld (Kinderspiele würde ich z.B. ungerne erklären, wobei sowas zu Spielen mir gar keine Probleme Bereitet), Teamwork, gutes Durchhaltevermögen mit deinen Füßen ^^. Der Rest kommt nach und nach.


    - welche Gegenleistungen / Aufwandsentschädigungen gibt es seitens der Verlage?

    Geld, Punkte, Spiele, Dauerkarte...


    - wie viele Tage muss man mindestens als Supporter tätig sein, damit es sich für den Verlag lohnt?

    Hier musst du die Verlage fragen, am besten alle Tage aber mindestens 2 würde ich Schätzen damit sie einen Ersatz für dich haben.

  • Es gibt auch Supporter-Jobs bei denen hast du maximal Zeit zwischendurch aufs Klo zu gehen. Ich hab von der Messe selbst jedenfalls so gut wie nichts gesehen, wenn ich gearbeitet habe.


    Geld bekam man damals übrigens so gut wie nie. Man wurde eher mit Spielen und warmen Händedrucken entlohnt. Glaube heute ist Geld häufiger aber noch lange kein Usus.


    Man sollte sich auch darauf einstellen, dass man Tage- und Wochenlang gesagt bekommt, man würde Spiel XYZ supporten und erklären ... und 15 Minuten (!) vor Einlass kommt jemand und gibt dir ein anderes Spiel (das du noch nie gesehen hast) in die Hand, das du dann plötzlich erklären sollst ... und das, worauf du dich vorbereitet hast, fällt komplett weg.


    Die Arbeit als Supporter ist relativ undankbar und hart ... macht aber schon Spaß.

    Einmal editiert, zuletzt von Zombie ()

  • Hallo,

    Wer sich als Supporter mit Spielen Arbeitsmittel abspeisen lässt ist mMn. selbst schuld, das ganze ist Arbeit und gehört fair entlohnt. Alles andere empfinde ich auch rechtlich frag ;) würdig,

    Ich habe das mal für dich gefixt.
    Selbst habe ich/ wir vor Jahren fünf Jahre lang für Kosmos supportet - für Kosmos-Euros, die wir in deren Pappe, Holz und Plastik (also Naturalien) wandeln konnten. Uns passte das mit der öffentlichen Spielgruppe und deren Veranstaltungen ganz gut ins Konzept. Wir habe in der gesamten Zeit geschätzt 10.000 Kosmos-Euro Einkommen gehabt. Im Vergleich zu andere nicht mal viel. Geschätzt liefen da 200-300 Kosmos-Supporter herum. Das System wurde aber vor Jahren outgesourcet und auf richtige Euro umgestellt. Auf meine Nachfragen, ob das ganze frühere System eigentlich steuer- und sozialversicherungsrechtlich korrekt wäre, wurde beteuert, dass das System geprüft und für in Ordnung befunden wurde. Konkreter nachfragen wollte ich lieber nicht. :/

    Liebe Grüße
    Nils

  • Ich war nun im 2. Jahr Supporter für Chip Theory Games (CTG) auf der Essen Spiel und muss sagen, dass es mir wirklich Spass gemacht hat.

    Im letzten Jahr war CTG halt zum 1. Mal auf der SPIEL und hat somit den eigenen Horizont erweitert und die kontinentale Komfortzone verlassen.

    Gemeldet hatte ich mich über deren Volunteer-Gesuch auf ihrer Webseite. Wenn man in einem Land ausstellt, dessen Sprache man nicht spricht, ist man froh, wenn es Helfer gibt, die der Sprache mächtig sind und bei Problemen helfen können. Genau in dieser Rolle habe ich mich dann gesehen und da TMB eins meiner Lieblingsspiele ist, gehofft, so 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Also anderen Interessierten mein Spiel vorzustellen und meinem Lieblingsverlag dabei zu helfen auf der SPIEL Fuß zu fassen.

    Und genau so ist es auch gekommen .. ich hatte 3 Schichten a 5 Stunden, welche entsprechend entlohnt wurden, konnte die Hallen vor dem Publikum durchlaufen und habe festgestellt, dass es mir mehr Spass gemacht als es Arbeit war. Natürlich erschöpft diese Art der Arbeit jemanden, dennoch war es angenehm.


    Da CTG auch dieses Jahr wieder auf der SPIEL ausgestellt hat, kam in diesem Jahr der Verlag sogar auf mich zu, was mich sehr gefreut hat. Daher war ich wieder mit 3 Schichten a 5 Stunden dabei. Da man aus Problemen und der Orga vom Vorjahr gelernt hat, war es dieses Jahr durchaus organisierter und unvorhergesehene Probleme wurden flott gelöst. Somit gab es für die Supporter ein entsprechendes "Travel Pack" und ein Namensschild mit entsprechendem Hinweis, welcher Sprache man mächtig ist.







    Ich freue mich schon auf SPIEL 2020 ...

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  • Sepiroth Fragen darfst du, allerdings werde ich das hier nicht offenlegen, da CTG das auf seiner Webseite auch nicht macht. Ich kann nur soviel sagen, dass es neben Geld, welches halt in deren Shop einzulösen ist, noch Shirts gab. Zusätzlich gabs noch Essensgeld. Wie man an anderer Stelle vielleicht gelesen hat, waren diese Jahr auch einige Probleme zu lösen (Taschen wurden nicht geliefert), so dass man auch mal einen "Spezialauftrag" bekam. Auch dieser wurde entsprechend vergütet.

    Sofern man also seine "Shop-Credits" schlau einlöst, kann man diese durchaus auch in Bares oder Spiele anderer Verlage umwandeln, wie ich dieses Jahr gelernt habe. ;-)

  • Wie genau macht das ein Verlag mit der "Bezahlung" oben mit der Anmeldung? Ich kenn mich da rechtlich zu wenig aus. Wie gesagt, ich würde nur auf der Messe arbeiten für einen Stundenlohn als angemeldeter Minijobber, alles andere empfinde ich als Ausbeutung und rechtlich zumindest fragwürdig, und mir kann niemand erzählen das die Verlage es sich nicht leisten können...wenn es ein kleiner 2 Mann Verlag aus Aachen kann.

  • Von meiner Erfahrung her kann ich ja mal berichten.:


    Ich war jetzt das 3te mal auf der Spiel. Gefühlt nicht so voll wie die letzten beiden Jahren.

    Ablauf: 7 Uhr aufstehen, 8:30 zur Messe fahren und 9:00 anfangen den Stand herzurichten plus Spiele. Dann erklären bis 19 Uhr (Sonntag 18 Uhr).

    Darin enthalten eine Stunde Pause die ich wie im Berufstätigem Leben auch entsprechen nutze um was zu Essen, dem Krach zu entkommen oder kurz was zu Kaufen.

    Beim Erklären achte ich darauf das ich das Spiel kann. Wenn nicht, versuche ich alles um zu helfen bzw. einen anderen Supporter zu finden der das kann da die Zeit der Kunden am Stand ja auch nicht unendlich ist.

    Dieses Jahr habe ich auch gefragt ob die Leute schon was über das Spiel wüssten damit ich gezielter auf sie eingehen kann. Sei es sie haben schon das Spiel in Englisch oder haben bestimmte Erwartungen.

    Sollten die Leute keine Erfahrung damit haben, erzähle ich generell bissl vom Thema des Spieles und den Ablauf, danach gehe ich ins Detail und habe 2 verschiedene Arten meistens es zu erklären damit es mir nicht langweilig wird sowas zu erzählen.

    Man geht auf Fragen ein und man merkt schon ob diese Gruppe / ein paar Spieler sicher sind es selber zu Spielen oder ob sie mehr Unterstützung bei den ersten Zügen brauchen.

    Falls sie sicher sind steht ich kurz daneben für die ersten Züge und kläre Fragen die aufkommen. Danach weise ich darauf hin dass sie sich jederzeit melden können und ich oder einer meiner Kollegen dann vorbei kommt (unser Stand war sehr voll daher muss man sich überlegen wo man steht um zu reagieren).

    Falls nicht, bleibe ich dabei und helfe mit bei den Spielzügen bis es halbwegs oder ganz rund läuft.

    Danach gehe ich zum nächsten Tisch. Repeat...


    Zwischendurch wenn alle meine Tische beschäftigt sind schaue ich wie ein Bademeister ob irgendwo die Anleitung gezückt oder eine Hand gehoben wird. Dann eile ich hin und Frage ob ich helfen kann.


    Sollte ich dann noch Kapazitäten haben gehe ich auch an andere Bereiche von Tischen falls es dort gerade an Erklärern mangelt bzw. zu viele Tische erklärt werden wollen.


    Ganz Wichtig! Wasser Trinken und Bonbons lutschen! schont die Stimme


    Jeder Supporter hat da seine eigene Weise zu erklären.


    So am Ende des Tages Spiele sortieren und einräumen. Stühle hoch stellen und vllt noch kurz was einkaufen.

  • Wie genau macht das ein Verlag mit der "Bezahlung" oben mit der Anmeldung? Ich kenn mich da rechtlich zu wenig aus. Wie gesagt, ich würde nur auf der Messe arbeiten für einen Stundenlohn als angemeldeter Minijobber, alles andere empfinde ich als Ausbeutung und rechtlich zumindest fragwürdig, und mir kann niemand erzählen das die Verlage es sich nicht leisten können...wenn es ein kleiner 2 Mann Verlag aus Aachen kann.

    Asmodee z.B. hat ein Portal wo man sich den Vertrag runterladen kann, unterschreibt und wieder zurück schickt für Minijob / Nebenjob. Dieser ist auch gedeckelt auf die Jährliche Freigrenze von 3xx€ glaube und X Tagen und die achten auch sehr darauf dass dies eingehalten wird.


    Andere Verlage oder Firmen zahlen sogar Bar aus habe ich mir sagen lassen (Asiatische am ehesten).

  • Jau das wäre ja auch der Normalfall, ich meinte eher Verlage die eben nicht Lohn in Form von Geld bezahlen sondern mit ominösen Punkten oder "Spielen" vom Stand usw.


    Es gibt sicher auch Verlage die das schwarz machen, wobei da mittlerweile schon Leute unterwegs sind die das zumindest stichprobenhaft prüfen, und erwischt möchte ich da als Verlag nicht werden.


    Ich bekomme das Geld auch meist Bar aber das hat ja nichts damit zu tun, dass der Job nicht angemeldet ist.

  • Zum eigentlichen Thema, bei uns am Stand ist es relativ locker, jeder macht halt Pause wenn es gerade passt, da kaufe ich dann meist ein und esse kurz was, unser Ministand lässt sich natürlich aber auch nicht mit den großen Playern vergleichen. Man findet glaube ich recht schnell ein System zum erklären für jedes Spiel, da wir nur kleine Kartenspiele haben (Cabo, Jagdfieber, Bodyguard, Office 21, Sirenen in Sicht) erklärt man zwar immer nur kurz aber dadurch natürlich viel öfter am Tag. Nach 4 Jahren kann man mich nachts um 3 wecken und ich bete meine Standarderklärung von Cabo runter mit den gleichen Witzen und Sprüchen...:D

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  • Ich habe hier leider auch keine rechtlichen Grundlagen. Empfand mich aber zu keinem Zeitpunkt ausgebeutet. Da mein Vertrauen in den Verlag bei 100% liegt (gemessen an deren Kundensupport und deren Spiele), war ein Support auch ohne Vertrag für mich kein Problem. Ich wurde in keinem der beiden Jahre diesbezüglich enttäuscht .. im Gegenteil eher positiv überrascht und würde von daher diesem Verlag auch weiterhin meine Hilfe anbieten.


    Sofern jemand mal Supporterluft schnuppern möchte und sich mit den Produkten von CTG identifizieren kann. Kann sich ja gern mal für die SPIEL 2020 bei CTG melden.

  • Ob du dich ausgebeutet fühlst oder nicht tut glaube ich nichts zur Sache, ich finde es sollte halt Standards geben für Arbeit. Nur weil ich gerne Menschen helfe möchte ich als z.B. Sozialarbeiter ja trotzdem anständig bezahlt werden, das wird in dieser Gesellschaft viel zu oft ausgenutzt und das nervt mich einfach (ich habe nichts gegen Ehrenamt, wenn durch Ehrenamt aber ein Träger Arbeitsplätze einspart und die Qualität der Betreuung sinkt dann ist das sehr kritisch)


    Oh ein Brettspielfan...der arbeitet bestimmt fürn Appel und n Ei weil er dann auf der Messe sein "darf".

    Naja jeder wie er denkt das es für ihn okey ist...

  • Nachdem ich ja die letzen zwei Jahre mit Jan bei CTG war möchte ich hier auch noch kurz etwas ergänzen:


    Die Bezahlung ist sicher nicht zum "reich werden" aber sie ist in einem Bereich der für mich ok Ist.


    Zusätzlich gab es die Eintrittskarten für alle Tage und natürlich die "Dienstkleidung" und dieses Jahr noch einige Goodies.


    Da man immer nur einen halben Tag am Stand beschäftigt war und die andere Hälfte zur freien Verfügung stand lässt sich das bei CTG super mit dem eigenen Besuch kombinieren.


    Außerdem liebe ich es Troubleshooter zu sein. Kurzfristig Lösungen für völlig abwegige Probleme zu finden macht einfach Spaß.

    ( Neben den 500 Ikea Taschen dieses Jahr, hab ich auch schon Veranstaltung gehabt, wo ich z.B. kurzfristig 20kg Bananen oder eine Netzwerkleitung über 150m organisieren musste 😁)

  • Anfang bis Mitte der 00er Jahre habe ich für den Heidelbär supportet. Das war damals eine Mordsgaudi und ich denke gerne daran zurück. Alle Supporter (um die 100) wurden nach der Messe im Frühjahr auf die Burg Stahleck für ein Wochenende eingeladen.

    Spiele, Spielen, Prototypen, Ritter-Show, Essen und Trinken bis zum Abwinken. Man durfte sogar Freunde mitbringen, die allerdings, wenn ich mich richtig erinnere, einen kleinen Beitrag zu den Kosten beisteuern mussten.


    Die Bezahlung für Essen sah vor, Spiele aus dem Fundus, plus die Spiele die für die Vorbereitungen der Erklärung benötigt wurden sowie der Eintritt. Wahlweise konnte man auch einen Minijob-Vertrag unterzeichnen.

    Ich habe mich damals für die Spiele entschieden, da ich im Wert mehr bekommen habe, als jemals durch den Minivertrag erhalten hätte. Ich weiß, dass es damals sehr großzügig gehandhabt wurde. Vor allem die Stimmung innerhalb der Truppe war sehr gut und das war das Wichtigste für mich.

    Als es Mitte/Ende der 00er Jahre das ganze professioneller, marktwirtschaftlicher und größer aufgezogen wurde, habe ich die Lust daran verloren. Spätestens als der sogenannte Bären-Taler einzug hielt, war für mich Schluss. Die Bezahlung wurde lächerlich, da der Job für den Supporter streng genommen immer ein Verlust-Geschäft ist.


    Manche Verlage haben das kapiert, andere offenbar nicht.

  • Ich habe diese Jahr aufs Demo geben verzichtet. Weil ich arbeite genug das Jahr über, als das ich es mir erlauben kann, mal nur Geld auszugeben :)

    Vor 2 Jahren war ich bei Alley Cat Games (einem damals noch sehr kleinen Verlag, ohne großen Plan) Ich war mit Herzblut dabei und wollte gar keine Entlohnung haben. Es war einfach die Freude dran, es mal von der anderen Seite zu sehen. Freunde waren bei Verlagen die zwischen 80 und 100€ pro Tag bezahlt haben.

    Generell würde ich neimals bei einem großen Publisher aushelfen. Lieber ein kleines Spielprojekt, dass wirklich Hilfe braucht.

    Dieses Jahr habe ich mir nur kurze Demos geben lassen, und unglaublich wie mies die Erklärungen teilweise waren :)
    Vom Publisher erwarte ich mindestens einen Ausstellerausweis für alle Tage.

  • Hat da wirklich noch ein ganzes Huhn in den Karton gepasst? ;)

  • Ich habe um das Jahr 2000 ungefähr 3 Jahre als Erklärbar in Essen gearbeitet, 2x bei Eurogames, 1 x bei Eagle Games. Für mich stand damals nicht der Verdienst im Vordergrund, sondern ich wollte mal die Messe aus dieser Perspektive kennenlernen. Da ich den Verantwortlichen bei Eurogames privat kannte, habe ich das ohne tiefere, gar schriftliche Absprachen vereinbart. Der Eintritt wurde vom Verlag übernommen. Ein gewisses tägliches pauschales Entgelt, welches auch in Spiele umgewandelt hätte werden können, wurde avisiert, und los ging es.

    Es gab damals für mich keine Vorbereitung auf die vorgestellten Spiele und insgesamt habe ich das Ganze als ziemlich improvisiert in Erinnerung. In einem Jahr war war das Hauptspiel Europa 1945 bis 2030. Nach einem ersten Blick auf das Spiel auf der Messe war mein persönliches Votum " unansehnliche Gurke" und ich hatte keine Lust das Spiel 4 Tage lang zu erklären. Gleichzeitig gab es am Stand die deutsche Ausgabe von Hannibal als Neuheit, welches an sich nicht gross erklärt/gespielt werden sollte. Ich war der Einzige am Stand, der das Spiel kannte und überredete die Verantwortlichen, dass ich die Promotion des Spiels als Erklärbar übernehme falls die Besucher danach fragen. Unterm Strich durfte ich 4 Tage mein Lieblingsspiel erklären und konnte die Gurke vermeiden.

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  • Danke für eure Rückmeldungen, sie helfen mir sehr weiter und motivieren mich zusätzlich, mir die Supporter-Arbeit mal anzuschauen! :)


    Ich frage mich nun, welcher Verlag wohl gut geeignet ist, um in den Bereich einzusteigen? Ich denke mal ein Deutscher mit einem breiteren Programm? Habt ihr da noch Empfehlungen?

    Und reicht es, sich einige Wochen vor der Messe z.B. über die Jobausschreibungen der SPIEL, als Supporter zu bewerben? Oder lieber schon in nächster Zeit, um schon bei anderen Veranstaltungen reinschauen zu können (Wenn es da Möglichkeiten gibt)?
    Ich kann mir z.B. auch vorstellen, auf der SPIEL DOCH einen Teil der Zeit als Supporter tätig zu sein.


    Gerne dürfen auch weitere Supporter-Erfahrungen geteilt werden :)

  • Khamul

    Ich würde die Verlage direkt anschreiben.


    die ganz großen Player sind da sehr organisiert und etwas oberflächlich in meinen Augen. Da wird zentral und etwas unpersönlicher organisiert.

    Ich würde eher kleine bis mittlere Verlage ansteuern.

    Von Vorteil ist es natürlich wenn du dich in dem Portfolio des entsprechenden Verlages auch selbst wiederfindest...

    Viele Erklärer sind halt auch nur wegen des Geldes mit an Bord...selbst spielen machen viele dabei sehr wenig bis gar nicht.

    (ps: habe 15 Jahre für Queen Games in Essen erklärt)

  • Khamul

    Viele Erklärer sind halt auch nur wegen des Geldes mit an Bord..

    Im Ernst? Die Bezahlung ist doch eher nicht so riesig. Ich hätte gedacht, die Leute machen das eher aus Überzeugung.

    Das mit der Bezahlung kommt auf den Verlag an 😇


    Und ja, wenn man aus Leidenschaft und Überzeugung dort arbeitet tritt die Bezahlung schon in den Hintergrund.

    So ist es zumindest bei mir gewesen....

    Wegen des Honorars habe ich diesen Job nie gemacht. 😊

    Einmal editiert, zuletzt von turbo ()

  • Im Ernst? Die Bezahlung ist doch eher nicht so riesig. Ich hätte gedacht, die Leute machen das eher aus Überzeugung.

    Oder weil sie damit gewisse Vorteile erhalten:

    - Messe ggf. ohne Eintritt besuchen

    - Messe vor regulärer Öffnung betreten

    - Spiele ggf. vor regulärer Öffnung kaufen/anspielen

    Muss man halt für sich selbst wissen...

  • (...) selbst spielen machen viele dabei sehr wenig bis gar nicht.

    Dies deckt sich absolut nicht mit meinen Erfahrungen.

    André Zottmann (geb. Bronswijk)
    Thygra Spiele
    (u. a. für Pegasus Spiele tätig)

    Ich gebe hier generell immer meine eigene, ganz persönliche Meinung von mir.

  • Dazu kann ich sagen, das Messeticket war mir immer mehr Wert als z.B. als Bonus ein Spiel zu bekommen.

    Das Ticket hat immer einen entspannten Start in den Tag gewährleistet....😊


    (und nein...ich bin keiner von denen, die sämtlichen Promos oder Sonstigem in riesen Mengen nachjagt 😂)

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  • ohne für turbo sprechen zu können, aber aus meinem direkten Umfeld arbeiten ebenfalls welche bei Queen Games und sie haben auch bestätigt, dass manche dort nur wegen des Geldes arbeiten: ca. 450€ für 4 Tage Arbeit ist ein guter Lohn. Das ist über Mindestlohn.

    Wer hat denn da bloß wieder aus dem Nähkästchen geplaudert. 🤔

    Ich hätte mich detaillierte Angaben gedrückt....bzw. drücke mich davor...😇

  • Naja, das ist nicht aus dem Nähkästchen. Viele Verlage zahlen um die 450€. Das ist Mini-Jobbezahlung.

    Ich bin mir sicher, wenn das nicht wegen der Krankenkassenversicherung so problematisch wäre, würden bestimmt höhere Gehälter gezahlt. Wird ja indirekt auch, wenn zusätzlich mit Spielen, Verpflegung, Kleidung, Eintritt etc. gezahlt wird.

  • Naja, das ist nicht aus dem Nähkästchen. Viele Verlage zahlen um die 450€. Das ist Mini-Jobbezahlung.

    Ich bin mir sicher, wenn das nicht wegen der Krankenkassenversicherung so problematisch wäre, würden bestimmt höhere Gehälter gezahlt. Wird ja indirekt auch, wenn zusätzlich mit Spielen, Verpflegung, Kleidung, Eintritt etc. gezahlt wird.

    Ich bin mir fast sicher, daß der Großteil, der Verlage nicht an diesen Kurs herankommt. 😉

  • Nochmal das Ausgangszitat im Ganzen:

    Viele Erklärer sind halt auch nur wegen des Geldes mit an Bord...selbst spielen machen viele dabei sehr wenig bis gar nicht.

    Die von Dir angesprochenen Punkte passen eher zu den Leuten, die eben doch selbst Spieler sind und den Job eben nicht wegen des Geldes machen, sondern aus Überzeugung. Deine Argumente unterstützen meine Behauptung eher.

    dass manche dort nur wegen des Geldes arbeiten: ca. 450€ für 4 Tage Arbeit ist ein guter Lohn. Das ist über Mindestlohn.

    Manche vielleicht. Das glaube ich. turbo sprach aber oben von "viele". Das glaube ich nicht.

    Und so geil sind 450€ bei etwa 10 Stunden pro Tag dann auch wieder nicht. steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt das ja auch nur, solange in dem Monat keine anderen Einnahmen hinzu kommen.

    Wegen des Honorars habe ich diesen Job nie gemacht. 😊

    Sag ich ja! Meiner Ansicht nach machen das eben außer Dir auch viele andere nicht unbedingt wegen des Geldes, sondern eben doch wegen anderen Dingen. Aber das widerspricht ja gerade Deiner Aussage, dass "selbst spielen machen viele dabei sehr wenig bis gar nicht."

  • dass manche dort nur wegen des Geldes arbeiten: ca. 450€ für 4 Tage Arbeit ist ein guter Lohn. Das ist über Mindestlohn.

    Manche vielleicht. Das glaube ich. turbo sprach aber oben von "viele". Das glaube ich nicht.

    Und so geil sind 450€ bei etwa 10 Stunden pro Tag dann auch wieder nicht. steuer- und sozialversicherungsfrei bleibt das ja auch nur, solange in dem Monat keine anderen Einnahmen hinzu kommen.

    Ein einzelner Minijob ist auch neben einer "Hauptanstellung" Steuer- und abgabenfrei.

  • Die von Dir angesprochenen Punkte passen eher zu den Leuten, die eben doch selbst Spieler sind und den Job eben nicht wegen des Geldes machen, sondern aus Überzeugung. Deine Argumente unterstützen meine Behauptung eher.

    Die Sache mit der Überzeugung war der Grund, warum ich da ein paar Punkte aufgelistet hatte. Ich wollte lediglich noch einige Punkte ergänzen, die vielleicht gegen Überzeugung sprechen. Ich meinte dabei hier eher den Wunsch anderen ein Spiel zu erklären.

    Man sollte halt noch differenzieren, wie lange der jeweilige Supporter zu arbeiten hat.
    Wenn es ein Vollzeit-Job ist, so hat man natürlich keine Zeit parallel noch was zu spielen.
    Ich hatte quasi einen Teilzeit-Job und war so in der Lage vor meiner Schicht jeweils einen halben Tag Messe mitzunehmen. Der Einlass vor Toreöffnung ermöglichte es mir somit bereits vor dem normalen Publikum mir Spiele anzusehen und ggf. erklären zu lassen. Ich war sogar in der Lage vor 10h mich an freie Tische zu setzen. Wir waren dabei nur zu zweit. Je nach Spiel und Stand wäre es somit möglich gewesen 1-2 Spiele anzutesten ohne die Besucher in der Messe zu haben.
    Das fand ich schon sehr cool.

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