Beck tritt zurück, Müntefering kommt...

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  • Die SPD zeigt wirklich beispielhaft wie eine Partei sich selbst zerfleischen kann. Wer, außer den hauptsächlich konservativ geführten Medien, glaubt den wirklich an den Heiland Müntefering?


    Müntefering, der Wahlkampfexperte, der sagte, es sei unfair die Parteien an ihren Wahlprogrammen zu messen. Woran denn sonst?


    Eins ist auf jeden Fall klar, der rechte Flügel der SPD hat auch weiterhin das sagen. Und jeder Versuch wieder zurück zu einer Arbeiterpartei zu finden wird als Linksrutsch tabuisiert und verhindert werden.


    Die SPD wird wohl damit leben müssen, dass nun noch mehr Mitglieder ihr Parteibuch abgeben werden. Denn mit dem eingschlagenen Kurs rückt alles außer die Fortführung dieser "tollen" Großen Koalition in weite Ferne.

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

  • Damit oute ich mich zwar als gänzlich Politikverdrossen aber:


    Ich denke es wird sich garnichts ändern. Ob Beck oder Müntefering, die für mich wirklich interessanten Punkte rührt dort anscheinend keiner an. Wer jetzt der Typ ist, der die Partei nach außen hin repräsentiert ist mir eigentlich ziemlich egal - was für Politik letztlich gemacht wird, das interessiert mich.
    Und von dem was so alles beschlossen wurde verstehe ich entweder wenig oder ich bin anderer Meinung.

  • Zitat

    Original von JoelH
    Ich, als Pfälzer, erhoffe mir, dass die Person "Landesvater Beck" wieder seine Landespolitische-Reutation gewinnt, die er durch seine bundespolitische Position leider verloren hat.


    Vom Landesvater zum Bundesidiot ist wirklich eine ganz famose Karriere!
    Wie man eine Volkspartei dermaßen an die Wand fahren kann wie Beck es getan hat, ist mir ein echtes Rätsel.
    Wenn man sowas sieht, ist es kein Wunder, dass es aus der Politik keine Bestrebungen gibt, dass Manager dafür den Kopf hinhalten müssen, wenn sie ein Unternehmen an die Wand fahren, anstatt dafür noch Millionen zu kassieren.
    Die Politik frustriert mich.
    Münte hat wenigstens Charakter, aber der Heilsbringer wird er auch nicht sein.


    M.E. sollte es Nahles versuchen. Schlimmer kann es eh nicht werden. Entweder schafft sie den Wechsel und es geht mit der SPD wieder aufwärts oder das mit der Linken hat sich endgültig erledigt. So oder so, würde es zu einer Klärung der Verhältnisse kommen.


    Mandras

    Einmal editiert, zuletzt von Mandras ()

  • Zitat

    Original von Mandras


    Wie man eine Volkspartei dermaßen an die Wand fahren kann wie Beck es getan hat, ist mir ein echtes Rätsel.


    Sorry aber ich she das halt ganz anders. Beck ist (und das ist nicht böse gemeint) wie Stoiber, ein Landespolitiker. Was in RP geht, geht im Bund halt nicht.


    Zum anderen wurde Beck in die Position gedrängt, er hatte wenig möglichkeiten das zu ändern, was darf man ihm also anklagen? Er hat es gemacht, er ist gescheitert, aber nur im Bund. IMHO ist er immer noch der beste Pheinland-Plälzer dens gibt!

  • Ich seh das so ziemlich wie JoelH. Die Entwicklung der SPD ist nicht (das alleinige) Verschulden von Kurt Beck, nach der ach so tollen Agenda-Politik, die uns ja den Aufschwung bescherte, herrscht ein unerbittlicher Flügelkampf in der SPD. Da kann ein Mann aus der Mitte der Partei ohnehin nicht viel machen, weil er beiden Lagern zu moderat ist ;P


    Die Partei wird fremdbestimmt, das Medien-Echo war einseitig "Beck-feindlich". Es ist ständig ein von einem Linksruck die Rede, aber nichts zu spüren. ("Links blinken, rechts abbiegen.") Steinmeier wurde schon früh zum Kanzlerkandidaten stilisiert, wobei ich immer noch nicht sehe was ihn denn dafür auszeichnen soll. Der größte Witz ist doch der Vorwurf Nahles sei die geheime Parteichefin. Aber das alles kann man täglich bei Bild, Spiegel, Welt und co. lesen und wenn solch unabhängige Blätter das schreiben muss es ja stimmen.

  • Zitat

    Original von Attila
    Um welches SPiel geht es gerade???


    Als irgendwie das Wort "Politik" durchschien dachte ich an Die Macher. Aber als dann die ersten Namen fielen, hab ich nicht mehr daran geglaubt...

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  • Die SPD, hat durch ihre devensive Politik schon zuviele linke Wähler verloren! Die SPD muss nun aggresiv im Lager der linken "saugen". Das schlimste ist Schwarz-Gelb, wenn man Rot-Rot-Grün an den Start bringen kann und die Regierugn dan zerbricht muss man die Linken als "looser" der Koalition bringen und deren Stimmen werden abnehen!


    Ganz ehrlich, ich will Rot-Rot im Saarland mit Lafontaine an der Spitze! Denn dann zeigt sich, dass Linke-politik gar nicht geht, weil die Kohle einfach nicht da ist! Die SPD mus diese Szenario Linke einfach überleben, dann geht sie gestärkt daras hervor!

  • Hiho,


    Sicher, aber es ist trotzdem nicht ernst gemeint, oder?


    Muss man man jetzt auch im Unknowns-Forum Stammtischdiskussionen mitverfolgen können?


    Na da sage ich doch ganz spontan: Super!


    Und weg.


    Atti


  • Wie bereits erwähnt, es ist der OFF-Topic Bereich, in dem es sich explizit um Dinge außerhalb der Spieleszene dreht. Wenn es Dir nicht gefällt, ignoriere den Bereich einfach.
    Deine Bemerkung ist jedenfalls weder hilfreich noch niveauvoll, sondern einfach nur ......


    Mandras

  • Hiho,


    Na, da tust du mir aber unrecht. Meine Bemerkungen haben diesen Thread hier definitiv aufgewertet!


    Immerhin hab ich es geschafft das ihr auffhört hier eure politischen Ansichten zur SPD und wer-was-warum-Schuld-ist zum besten zu geben.


    Hier ein auf Hobby-Politologe zu machen ist doch lächerlich. Ehrlich!


    Atti

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  • Feines Selbstverständnis dass Du da hast! :kotz:
    Das einzige was Du geschafft hast, ist es , einigen Teilnehmern die Lust zu verleiden, über Politik zu diskutieren. Und zwar dort, wo die Diskussion hin gehört und erwünscht ist.
    Wenn das Dein Ziel war: Herzlichen Glückwunsch!


    Ob die Diskussion lächerlich ist, kannst Du sicher nicht beurteilen. Wenn sie Dir lächerlich erscheint, dann amüsier Dich einfach darüber ohne die Teilnehmer zu diskreditieren!


    Mandras

  • Zitat

    Original von stmountain
    (...)Die derzeit herrschende Politikverdrossenheit halte ich für gefährlich (...)


    Das sehe ich auch so.


    Zitat

    Original von stmountain
    (...)und ist ein Produkt der Politik der letzten Jahre/Jahrzehnte.


    Das glaube ich weniger. Ich denke, die Deutschen an sich sind noch nie besonders demokratisch gewesen. Im Gegensatz zu anderen Ländern (Frankreich, USA) wurde die Demokratie in Deutschland nie erkämpft, sondern eher verordnet, und sie hat hier auch nicht, wie z.B. in England, eine lange Tradition. Aber das nur nebenbei.


    Was mich nur daran wundert, ist die Tatsache, daß dieser Glaube "ich kann ohnehin nichts ändern" in einem Land vorherrscht, dessen eine Hälfte vor kurzem erst durch die Einigkeit der Bürger ein Unrechtsregime stürzen konnte. Also, wenn ein Volk an seine Macht glauben könnte, dann doch bitte die Deutschen!?!

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  • Attila: Du überrascht mich hier. Ich lese Deine Beiträge oft mit Wohlwollen, wenn nicht mit Einverständnis.
    Aber was Dich an einem Thread, der erstens deutlich als Off-Topic gekennzeichnet und zweitens auch gut durch den Titel seinen Inhalt erkennen läßt, stört, kann ich nicht nachvollziehen. Es wäre sehr leicht für Dich gewesen, dem auszuweichen?
    Insofern ist Deine Aussage, "man müsse" das hier mitverfolgen, falsch.

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  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    Was mich nur daran wundert, ist die Tatsache, daß dieser Glaube "ich kann ohnehin nichts ändern" in einem Land vorherrscht, dessen eine Hälfte vor kurzem erst durch die Einigkeit der Bürger ein Unrechtsregime stürzen konnte. Also, wenn ein Volk an seine Macht glauben könnte, dann doch bitte die Deutschen!?!


    Das sehe ich genauso, aber wenn man sieht welcher Aufstände es gegen die Hartz-Reformen gab und dies nur auf Unverständinis in der Politik traf sollte man sich vielleicht doch nicht sooo sehr wundern.
    Es gibt einige Themen, die viel mehr in öffentliches Interesse rücken sollten, da ist vor allem de Sicherheitspolitik hervorzuheben. Aber man lässt sich doch so gern von Spiegel und Bild vorgaukeln, dass Deutschland viel andere Probleme hat, jetzt sind es ja wieder die abermillionen "Sozialschmarotzer", das lenkt wunderbar von eigenen Missständen ab.

  • Hiho,


    Nänä - dat ist so nicht korrekt. Ich habe von "Muss man ... mitverfolgen können?" geschrieben. Das irgendjemand das hier mitverfolgen "muss" hab ich weder geschrieben, wollte ich schreiben und man muss einiges an Fantasie mitbringen um meinem Posting das anzudichten.


    Naja, was immer ihr wollt - ich bin ja schon ruhig.


    Atti

  • Ich finde den Zeitpunkt spannend, wenn auch unglücklich.


    Das Hessen-Problem ist jetzt ein Steinmeier/ Müntefering Problem - das zu erben ist dumm. Abgesehen davon werden Die Linken in 10 Jahren genauso selbstverständlich in Koalitionen eingebunden, wie heute die Grünen, ... Das ist Volksverblödung oder fehlender Mut nicht jetzt schon mit offenen Karten zu spielen. Insbesondere vor dem Hintergrund, daß die Medioen das ganze HickHack vermarkten und damit Meinungen manipulieren können. Als SPD würde ich die Zusammenarbeit mit den Linken allerdings an die Bedingung knüpfen, daß Oskar Napoleon Lafontaine zurücktritt.


    Außerdem bezweifel ich, daß unsere Außeneule Steinmeier überhaupt bis zur nächsten Wahl politisch überlebt. 12 Monate ist eine lange Zeit - besonders in der SPD. Nahles und Konsorten werden schon im Hintergrund arbeiten. Und ob sich Frau Ypsilanti einfangen läßt mag ich auch nicht absehen.


    Insgesamt echt blöd gemacht alles.


    Aber die SPD hat in den letzten Jahren immer eindeutig den besten Wahlkampf gemacht. Und das meine ich nicht lobend. Da wird mit allen Mitteln und in alle Richtungen denunziert, tiefgeschlagen und verbal aufgeräumt - da wird die CDU wieder blöd zugucken, wenn die SPD in den letzten 3 Wochen vor der Wahl 10%punkte zulegt.


    Die CDU ist für Wahlkämpfe zuwenig emotional (Vergleich Merkel - Müntefering). Und die Menschen lassen sich nur emotional erreichen. Wenn der Schröder dem Kirchhoff eine in die Fresse haut, dann kommt das gut beim Volk an, da so ein blöder Politiker (Kirchhoff ist hier natürlich in blödes Beispiel) bluten muß. Sachthemen sind da egal.


    Von den bestehenden Parteien mit den Spielregeln (Rahmenbedingungen, wie Wahlrecht, ...) ist sowieso kein Staat zu machen. Lösung? FRevolution?


    Ich bin mal gespannt.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Zitat

    Original von Mandras
    [...] Diskussion [...]


    Mal ganz ehrlich: Diskussion ? Parteilpolitisch gesehen dürften sich alle auf einer Linie befinden, die sich bislang an der "Diskussion" beteiligt haben.

  • Also die Politikverdrossenheit hat mich seit 5-6 Jahren ergriffen.


    Für mich sind alle Politiker, die im Moment an der Macht sind, unfähig, dumm oder korrupt. Die bekommen doch noch nicht einmal verfassungskonforme Gesetze hin und das Bundesverfassungsgericht kassiert zu Recht ein Gesetz nach dem anderen. Mittwoch ist wohl das nächste dran... Viele Gesetze werden von Industrievertretern als "Berater" geschrieben, von denen genau die Firmen profitieren, die den Berater geschickt haben. Der Lobbyismus hat inzwischen eine viel zu hohe Bedeutung in der aktuellen Gesetzgebung.


    Deshalb interessieren mich die Entwicklungen in der Parteienhierarche der Regierungsparteien so gut wie gar nicht mehr, SPD und CDU sind für mich unwählbar geworden für die nächsten Jahrzehnte, alles eine Sosse...


    Inzwischen gehöre ich zu den Protestwählern, die das Kreuz ganz woanders machen...

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  • Sehe ich im Großem und Ganzen auch so. Leider werden sich diese Verhältnisse nicht in absehbarer Zeit ändern.
    Was ist das für ein demokratisches System, bei dem die Basis nicht bestimmt was die Parteiführung vertreten soll, sondern die Parteiführung über die Basis bestimmt. Dies ist in allen Parteien zu beobachten, gerade in der CDU und SPD. Deshalb macht es auch wenig Sinn sich in einer Partei zu angagieren.

  • Ich denke schon. Die Partei muß jetzt Stärke zeigen, das ist allen klar und wenn nicht, wird Steinmeier es ihnen rechtzeitig klar machen.
    Also 90% ja, auch wenn viele dabei Bauchschmerzen haben werden.


    Mandras

  • Zitat

    Original von Mandras
    Ich denke schon. Die Partei muß jetzt Stärke zeigen, das ist allen klar und wenn nicht, wird Steinmeier es ihnen rechtzeitig klar machen.
    Also 90% ja, auch wenn viele dabei Bauchschmerzen haben werden.


    Mandras


    Also altbekannte CDU-Verhältnisse, bei denen kommt es mir immer vor dass nur Linientreue Delegierte auch zu einem Parteitag eingeladen werden. Deshalb sind CDU-Parteitage bei Phoenix immer besonders langweilig, da dort nicht diskutiert wird, nur durchgewunken. Ein tolles Zeichen für Stärke und Einigkeit :kuschel:


    Der Hamburger Parteitag der SPD war ja auch nicht sehr harmonisch. Und nur mit großer Mühe und unter bestimmten Bedingungen konnte ein klares "Nein" zur Bahn-Privatisierung verhindert werden. Es dauerte nicht lange, da waren Tiefensee und Steinbrück die Beschlüsse dieses Parteitages egal und was dabei rausgekommen ist kann man an anderen Stellen nachlesen. Witzig find ich nur, dass Bundestagsabgeordnete erst nachdem sie die Privatisierung im Buntestag abgesegneten die Privatierungspläne auch gelesen und somit mitbekommen haben, dass man sie betrogen hat. Diese Stimmen vertummten aber ganz schnell wieder.


    Nagut, was ich damit sagen wollte ist, dass du mit deiner Prognose wahrscheinlich Recht behalten wirst.


    Passend zum Thema: Karikatur von Klaus Stuttmann

    Einmal editiert, zuletzt von stmountain ()

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