Le Havre Vorbestellungen...

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  • Habe gerade mit dem Verlag telefoniert.


    Momentan werden die Reservierungsbestätigungen in 50'er Packs abgearbeitet. 200 stehen wohl noch aus. Kann also noch 1-x Tage bis zur Bestätigung dauern.


    Der Verlag wird 1.500 Spiele zur Essen Messe mitbringen und geht davon aus, daß diese ausverkauft werden. Erst im Anschluß wird an den Handel ausgeliefert. Der empfohlene VK wird dann rd. 42 Euro betragen.

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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    Original von Sankt Peter
    Habe gerade mit dem Verlag telefoniert.


    Momentan werden die Reservierungsbestätigungen in 50'er Packs abgearbeitet. 200 stehen wohl noch aus. Kann also noch 1-x Tage bis zur Bestätigung dauern.


    Der Verlag wird 1.500 Spiele zur Esse mitbringen und geht davon aus, daß diese ausverkauft werden. Erst im Anschluß wird an den Handel ausgeliefert. Der empfohlene VK wird dann rd. 42 Euro betragen.


    "zur Esse mitbringen" ist ja ein schöner Typo - oder ist das die Mischform für Messe Essen.... ;-)


    Was wird denn der VK auf der Messe sein?

  • Danke - hm, ob ich es dann doch kaufen sollte???? Von Agricola bin ich ja nicht soooo begeistert - ist irgendwie so authistisch. Ob Le Havre da besser ist?

  • Hiho,


    Wenn Le Havre ANDERS ist, dann bin ich völlig zufrieden.


    Ob eine Birne besser schmeck als ein Apfel hängt ganz davon ab ...


    Atti

  • Nabend,


    Zitat

    Original von mixo
    ist irgendwie so authistisch


    ich hab ja schon vieles über Agricola gehört, aber das? Erklär mal... ?(

  • Zitat

    Original von ingo
    Nabend,



    ich hab ja schon vieles über Agricola gehört, aber das? Erklär mal... ?(


    Vorweg: Meine Spielerfahurung mit Agricola erstreckt sich auf 4 Spiele ist also nicht sooooooo üppig.


    Agricola ist sehr SCHÖN und hat mit den ganzen verschiedenen karten auch mit Sicherheit 5.397 Varianten, ABER die Spielerinteraktion ist mir deutlich zu wenig, klar kann ich auf das Brett sehen und neben meiner Strategie dem anderen EIN WENIG ins Handwerk pfuschen, indem ich nun gerade das Holz nehme, dass er vielleicht braucht aber im Großen und Ganzen bleibt es dabei - man spielt halt so vor sich hin und hat mit den anderen Beteiligten im Spiel relativ wenig zu tun....


  • hm, und also ging ich zum Kühlschrank und fragte die Birne nach Ihrer Meinung, danach den Apfel und beide haben mir nicht geantwortet - die Gemeinen (zuviel Agricola?)

  • Zitat

    Original von mixo
    Danke - hm, ob ich es dann doch kaufen sollte???? Von Agricola bin ich ja nicht soooo begeistert - ist irgendwie so authistisch. Ob Le Havre da besser ist?



    Einerseits bin ich mir nicht sicher, ob du das Wort "autistisch" in beschreibender Form oder eher als abwertende Beschreibung meinst. Leider merke ich oft genug, dass für viele Leute das Wort "behindert" noch als Schimpfwort benutzt wird. Vielleicht nimmst du das Wort aber bloß von seinem Wortstamm her? So bedeutet es - vom Griechischem kommend - so viel wie "selbst" oder "für sich allein", abgeleitet vom Wort "autos". So würde es am Ehesten passen.


    Um das Ganze jetzt wieder umzudeuten: Es gibt eine schwache Form von Autismus und auch Menschen, die trotz ihrem Autismus einen Weg gefunden haben, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Teilweise Menschen, die mal austischtisch waren. Sie beschreiben, dass sie in ihrer eingeschränkten Welt nicht unglücklich sind. Sie wissen ja nicht so genau, was ihnen fehlt - besser gesagt, sie können es nicht empfinden. Ein Autist schreibt in seinem Buch (sinngemäß): "Sie ahnen ja gar nicht, wie befriedigend es sein kann, eine Türklinke 500 Mal hintereinander herunter zu drücken!" Quasi mit wachsender Begeisterung!!!


    Also, wenn ein Spiel nun autistische Züge trägt, ist es doch durchaus super, es immer und immer wieder zu spielen!



    :-) :-) :-) :-) :-) :-)

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  • Zitat

    Original von mixo
    [...]man spielt halt so vor sich hin und hat mit den anderen Beteiligten im Spiel relativ wenig zu tun....


    LeHavre geht schon in dieselbe Richtung wie Agricola.
    Man schaut zu, dass man seine Nahrungsversorgung hinbekommt und bessere Sachen erwirbt. Mitspieler kann ich ebenfalls nicht direkt ins Handwerk pfuschen. So richtig interaktiv ist wiedermal nur, die Wegnahme von Handelsmöglichkeiten - allerdings hier in verstärktem Maße. Der Personenstein der auf einem Gebäude liegt nimmt einen nicht mal eben die Aktion weg, sondern kann sie unter Umständen für alle Mitspieler für mehrere Runden komplett blockieren - das ist schon wesentlich bitterer als nur 1x die Aktion weggenommen zu bekommen.


    Ausserdem nutze ich die Gebäude meiner Mitspieler ja ebenfalls, was ein wenig an Caylus erinnert wo ich auch fremde Gebäude nutzen kann.


    LeHavre habe ich dabei wesentlich kurzlebiger, spontaner... taktischer(?) empfunden als Agricola - ich habe es lieber "aus dem Bauch heraus" gespielt, allerdings musste ich das auch, da ich noch nicht soooo viele Testpartien hinter mir habe, mangels eigenem Exemplar.



    Wenn die Interaktion das ausschlaggebende Maß ist und du bei Interaktion da in ganz andere Richtungen denkst, dann wird auch LeHavre nichts für dich sein, fürchte ich.
    Es ist wieder ein "Wirtschaftsaufbau" Spiel wo man die Gunst der Stunde nutzt und Warenketten in Schwung bringt. Ich greife niemanden an, zwinge Mitspieler nicht in den Bankrott oder ruiniere sie, ich wirtschafte nur evtl. besser oder blockiere wichtige Gebäude (Kokerei -> wichtige Energieversorgung -> keine Energie, schwierig an Stahlschiffe zu kommen). Wohl dem, der da flexibel ist.


    Aber Schadenfreude oder dergleichen kommt bei dem Spiel eigentlich nicht auf.

    Einmal editiert, zuletzt von Tyrfing ()

  • Ich schließe mich der Meinung von Tyrfing an.


    Stell Dir Agricola ohne Bauernhofspielplan vor, wo jeder nur 1 Familienstein hat der für die Aktionen von Karte zu Karte wandert. Das Blockieren einer Karte mit dem eigenen Spielstein ist eines der wenigen interaktiven Elemente. Als Karten für die Aktionen kommt nicht automatisch jede Runde 1 dazu, sondern die müssen von den Spielern als Gebäude gebaut oder gekauft werden. Damit können aber in einer Runde auch viele neue Aktionsmöglichkeiten dazukommen und nicht nur eine. An der Stelle vervielfachen sich die Aktionsmöglichkeiten schneller als bei Agricola, was gerade zum Schluss hin zu AP führen kann.


    Wenn man fremde Gebäude nutzt, kostet das meist ein wenig Geld oder Nahrung Nutzungsgebühr. Dafür geht es bei dem Spiel oft darum Produktionsketten abzulaufen, um seine Rohstoffe zu wertvolleren Produkten weiterzuverarbeiten.


    Die Variationen bei jedem Spiel kommen über eine Menge an Sondergebäudekarten zustande, die zufällig beim Spielstart ausgewählt werden. Der Hauptvorteil im Vergleich zu Agricola ist dabei, dass diese Gebäude einen gemeinsamen Pool bilden, auf den jeder Zugrif hat. Es kann also nicht wie bei Agricola passieren, dass durch unterschiedliche Kartenstärken ein Spieler durch Kartenglück im Vorteil ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Eric ()

  • Zitat

    Original von ode


    Einerseits bin ich mir nicht sicher, ob du das Wort "autistisch" in beschreibender Form oder eher als abwertende Beschreibung meinst. Leider merke ich oft genug, dass für viele Leute das Wort "behindert" noch als Schimpfwort benutzt wird. Vielleicht nimmst du das Wort aber bloß von seinem Wortstamm her? So bedeutet es - vom Griechischem kommend - so viel wie "selbst" oder "für sich allein", abgeleitet vom Wort "autos". So würde es am Ehesten passen.


    Hi Ode,


    deine Nachfrage nach "beschreibend oder abwertend" kann ich nur allzu gut verstehen. Ich bin Lehrer an einer Berufsschule und unterrichte vorwiegend in Berufsfachschulklassen, in denen Schüler sitzen, die keinen Schulabschluss oder einen Hauptschulabschluss haben. Da kommt es (am Anfang) schon öfters vor, dass es durch den Raum schallt "eh, bist du behindert oder was?!" da braucht es schon eine Weile, bis die diese Sprache (zumindest im Klassenzimmer) ablegen. Viel nerviger ist allerdings "schwul" - insbesondere weil der Begriff in jeden möglichen Zusammenhang auftaucht "Die Hausaufgaben waren echt schwul"... Na dann erklär mir mal, wie deine Hausaufgabe eine andere Hausaufgabe lieben kann.....


    Ich meinte Autisitsch natürlich im Sinne von "Man spielt so alleine vor sich hin"


    Mixo

  • Vielen Dank an Tyrfing und Eric für die guten Beschreibungen. Ich denke, ich werde von Le Havre lieber die Finger lassen....


  • Ich wollte auch niemandem ans Bein pinkeln und habe den Beitrag deshalb eher ironisch verfasst. Trotzdem ist es mir wichtig, dass solche Begriffe nicht negativ verwendet werden. Ich habe als Heilerziehungspfleger auch den Auftrag Lobbyarbeit für behinderte Menschen zu übernehmen. Das habe ich mal wieder getan.


    Ich habe festgetellt, dass es vielen Leuten gar nicht bewußt ist, wie sie bestimmte Begriffe verwenden. Wenn jemand in meiner Umgebung den Begriff "Behindert" oder "Schwul" als Schimpfwort verwendet, spreche ich ihn (oder sie) drauf an, bin dabei sehr freundlich. Den meisten ist das sehr peinlich, dabei erwischt zu werden...

  • Zitat


    Ich habe festgetellt, dass es vielen Leuten gar nicht bewußt ist, wie sie bestimmte Begriffe verwenden. Wenn jemand in meiner Umgebung den Begriff "Behindert" oder "Schwul" als Schimpfwort verwendet, spreche ich ihn (oder sie) drauf an, bin dabei sehr freundlich. Den meisten ist das sehr peinlich, dabei erwischt zu werden...


    Ich denke die finden es "voll Schwul" das du sie darauf ansprichst ... :-)


    Atti

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  • Eine zeitlang war in Berlin (woanders auch?) das Wort "ostig" in aller Munde, wenn man etwas echt schlecht Gemachtes meinte...

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Zitat

    Original von ode
    Ich wollte auch niemandem ans Bein pinkeln und habe den Beitrag deshalb eher ironisch verfasst. Trotzdem ist es mir wichtig, dass solche Begriffe nicht negativ verwendet werden. Ich habe als Heilerziehungspfleger auch den Auftrag Lobbyarbeit für behinderte Menschen zu übernehmen. Das habe ich mal wieder getan.


    Ich habe festgetellt, dass es vielen Leuten gar nicht bewußt ist, wie sie bestimmte Begriffe verwenden. Wenn jemand in meiner Umgebung den Begriff "Behindert" oder "Schwul" als Schimpfwort verwendet, spreche ich ihn (oder sie) drauf an, bin dabei sehr freundlich. Den meisten ist das sehr peinlich, dabei erwischt zu werden...


    Tja solche Begriffe waren bei uns auch an der Tagesordnung. Ich mußte mir das erstmal abgewöhnen im "Reallife", weil man es einfach verwendet hat ohne sich etwas dabei zu denken. Sowas ist leider in der Jugendkultur verankert (auch auf Realschulen oder Gymnasien).

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer
    OffTopic: Wir sollten AP in das Wiki aufnehmen.


    Das war doch schon mal drin.... sogar mit einer Beschreibung von mir... ist das inzwischen weg?


    Vielleicht fehlt ja nur die Aufnahme in AküVz, das Abkürzungs-Verzeichnis?

  • Sorry, ich meinte das Abkürzungsverzeichnis.


    Zum Thema "schwul" als Schimpfwort. Ich bin hin- und hergerissen über der Bedeutung, die Sprache zur Meinungsbildung hat. Wenn in den USA z.B. statt von der "Freundin" vom "significant other" gesprochen wird, um alle möglichen Spielarten mit einzuschließen, finde ich das eher alber als politisch korrekt.


    Junge Menschen (Männer?) müssen in der Pubertät erst ihre Stellung in der Gesellschaft finden und auch ihre Sexualität. Nachdem Homosexualität nach wie vor stigmatisiert ist, haben sie Angst davor, selbst glechgeschlechtliche Neigungen zu entwickeln (oder sie zuzugeben, falls vorhanden), und überspielen diese Angst in der abfälligen Nutzung des Wortes.


    Das scheint mir weder besonders veruteilenswert noch ungewöhnlich zu sein. Wichtig ist, daß sich das irgendwann legt.

    UpLive [bgg for trade] - einfach anschreiben, wenn Dich davon was interessiert!

  • Na, dann sollten wir doch versuchen, dass Homosexualität nicht mehr stigmatisiert wird, oder?


    Schlimm wäre es eher, die Sache nicht zu verwerfen! Wenn sich keiner findet, der den Jungs mal die Meinung flötet meinen die nachher noch, dass wäre okay...

  • Zitat

    Original von Sternenfahrer


    Junge Menschen (Männer?) müssen in der Pubertät erst ihre Stellung in der Gesellschaft finden und auch ihre Sexualität. Nachdem Homosexualität nach wie vor stigmatisiert ist,


    _männliche_ Homosexualität ist stigmatisiert - "Lesben sind geil!" - "eh ist das lesbisch" habe ich noch nie gehört oder wenn dann nur als witzige Rückfrage, wenn ich die Schüler frage, warum sie denn wohl lesbisch nichht als Schimpfwort benutzen...



    Zitat

    Original von Sternenfahrer
    haben sie Angst davor, selbst glechgeschlechtliche Neigungen zu entwickeln (oder sie zuzugeben, falls vorhanden), und überspielen diese Angst in der abfälligen Nutzung des Wortes.


    Das scheint mir weder besonders veruteilenswert noch ungewöhnlich zu sein. Wichtig ist, daß sich das irgendwann legt.


    Richtig, wenn es sich _nur_ um diese Angst handelt und ungewöhnlich ist es nicht - genau das ist aber das Problem. Außerdem verurteile ich die Jungs nicht (das würde ich tun, wenn ich "Strafarbeiten" oder schlechte Noten dafür verteilen würde), sondern weise Sie auf den Sinn/Unsinn ihrer Aussagen hin

  • Zitat

    Original von Jodele


    hey, wusste gar nicht das du "Strafarbeiten" aufgeben kannst , boah


    Kann ich nicht, mach ich auch nicht, wenn dann gibt es schicke Powerpoint Präsentationen, in denen sich die Jungs sinnvoll mit dem Thema auseinandersetzen und davon auch ihren Mitschülern berichten können


    (...ach gäb es doch noch die Prügelstrafe.... ;-)

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  • Zitat

    Original von Attila
    Prügelstrafe ist voll Schw... äh ... doof !


    Find ich garnicht. Meine eigentlich geplante Karriere war:


    1. Referendariat
    2. 1-2 Jahre Schule
    3. 3 Monate Kultusminister, um die Prügelstrafe wieder einzuführen
    4. Dann gleich wieder an die Schule zurück zum Spaß haben :pleased2:
    5. In der Schule möchte ich dann gerne das Amt des Verwalters der Rohstocksammlung bekleiden
    ..naja, so ganz erfolgreich bin ich damit bisher ja noch nicht...


    ...aber immerhin hat mich ein Schüler heute Meister genannt (weil ich mein Lego Star War Darth Vader T-Shirt an hatte)


    Schule macht Spaß

    Einmal editiert, zuletzt von mixo ()

  • Ich find das aber nun voll sch... (hier wahlweise das entsprechende Fluchwort einsetzen) dass ihr nun im LeHavre Thread über Politik, Prügelstrafe und Sozialisierung diskutiert... ;-)


    -> ab ins OffTopic Forum?
    Ab dann wünsche ich euch freilich viel Spaß...


    p.s. bin gegen die Prügelstrafe und war dementsprechend geschockt als ich bei Privacy (1) eine Umfrage in etwa (5 dafür, 4 dagegen) ausging; und das wo die meisten Teilnehmer gerade selbst erst aus der Schule raus waren - nach mir die Flut?!