Dominion in der BSW

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  • Hat denn jemand Dominion ausprobiert. Ich war leider bis 22:00 Uhr Basketball spielen und sitze jetzt noch und arbeite. Konnte nur mal kurz in eine Partie reinschauen (gefühlte 10 Sekunden).


    Hat sich jemand mit dem Spiel auseinandergesetzt und kann sowohl etwas zum Spiel, als auch zu der BSW-Umsetzung etwas sagen???

    "We are the unknowns. Lower your shields and surrender your ships. We will add your biological and technological distinctiveness to our own. Your culture will adapt to service us. Resistance is futile."


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  • Ich hab vorhin mal 2 Partien gespielt.
    Dominion ist durchaus interessant. Das einzige was mir noch nicht klar ist warum man Flüche kaufen kann, habe keine Möglichtkeit gefunden die einem reinzuwürgen.
    Wir werden mal schauen was der Spaß kosten soll.

  • Klar, habe nun 2 Partien hinter mir und gemischte Gefühle - nein, eigentlich habe ich positiv ungewisse Gefühle ;)


    Soll heißen, das Spiel ist zweifelsohne gut. Aber zwischen passabel und super, das weiß ich irgendwie noch nicht so recht.


    Also, auf englisch heisst es ja, dass das Spiel so einfach sei wie das ABC: Action, Buy, Clean up
    Aber obwohl das die Aktionsmöglichkeiten sind, fange ich mit denen beim erklären besser nicht an - mir zumindest kam die Erklärung in der Anleitung nicht sonderlich entgegen und ich konnte mir unter dem Spiel nichts vorstellen.


    Wenn du möchtest gebe ich dir in der BSW einen Crashkurs...


    für alle anderen - es gibt 2 Grundlegende Arten von Karten, die immer im Spiel sind (mit den Flüchen eigentlich 3):
    Geld und Punkte.


    Dabei gibt es Geldkarten im Wert von 1,2,3 die aber zum einkaufen jeweils 0,3,6 viel kosten und Punktekarten im Wert von 1,3,6 (Kaufkosten 2,5,8). Ich beginne mit 7x Einer-Goldkarten und 3x Einer-Punktekarten.
    Das ist mein Dominion, also mein Kartenstapel. Ziel ist es bei Spielende soviele Punkte wie möglich im Stapel zu haben. Dabei haben Punktekarten aber einen Nachteil: Ausser für Punkte sind sie nutzlos!
    Neben diesen Standardkarten gibt es immer 10 verschiedene Aktionskarten, die in der Mitte ausliegen. Diese bieten diverse Aktionen an - aber es gibt immer genau 10 verschiedene pro Partie (allerdings welche 10 kann man varieren).


    Wie sieht nun ein Zug aus, ich habe anfangs genau 5 Karten auf der Hand (und auch später, außer im Verlauf meiner Runde). Gemäß dem ABC:
    A - Aktionen: Ich darf EINE meiner Karten ausspielen und die Aktion nutzen. Sinnvoll ist es meist, eine Karte auszuspielen, die weitere Aktionen erlaubt (damit ich z.B. Kartenkombinationen ausnutzen kann, sofern ich sie auf der Hand habe). Bspw. könnte ich eine Karte spielen mit +2 Aktionen, danach eine die mir Kartennachziehen erlaubt und schlussendlich eine, die mir beim kaufen nachher Rabatt erlaubt.
    Insgesamt habe ich dann viele Karten auf der Hand (W'keit Geld gezogen zu haben ist ja anfangs auch recht hoch) und Rabatt fürs Kaufen erlangt und kann gleich hoffentlich eine gute Karte kaufen.
    B - Kaufen:
    Ich darf genau EINE Karte kaufen (ausser eine Aktionskarte hat dieses Limit erhöht, was recht häufig auf Karten vorkommt). Dann kaufe ich meine Karten mit dem Geld, was ich auf der Hand habe (+Rabatt).
    Die neuen Karten und das bezahlte Geld kommen dann auf meinen Ablagestapel und sind damit nicht etwa weg, sondern nur für diese Runde und werden später wieder in mein Deck gemischt.
    C - Clean Up:
    In der BSW bedeutet das - erstmal garnichts. Man schmeisst alle ausgespielten Karten auf den Ablagestapel und zieht 5 neue nach. Kann man das nicht mehr, dann werden die Karten gemischt und als neuer Zugstapel benutzt.



    Was ich also im Verlauf des Spiels mache ist: Ich baue mir ein Deck auf, ähnlich vielleicht wie bei Magic. Allerdings hier im Spiel und ich bin dabei beschränkungen unterlegen - gute Karten kosten halt auch viel Geld, was ich erstmal auf der Hand haben muss.
    Dabei einfach z.B. einfach viele Kupfermünzen zu kaufen hilft nicht viel. Klar, 1 Geld für nichts, aber das Problem ist, dass ich erstmal nur 5 Handkarten habe. Sind das alles 5 Kupfermünzen: Toll - 5 Geld. Aber eben auch nicht mehr (Mein Rekord bei den beiden Spielen war in einer Runde 18 Gold).
    Ich muss also versuchen mein Deck nicht allzusehr "zuzumüllen" damit ich häufig gute Karten habe - am besten in Kombination. Andererseits klingt das ja ganz nett, aber irgendwie muss ich ja auch an die guten Karten mit den guten Kombinationen kommen.
    Dann gibt es da Karten, die dem Gegner schaden (Karten klauen, aus dem Deck entfernen usw.). Andere die mir helfen (eigene Karten in bessere umwandeln) und andere die einfach beim kaufen neuer Karten helfen.
    Daneben gibt es auch eine Gegenkarte, den Burggraben - in Blau! Da ich früher ein blaues Magic Deck hatte, muss ich dabei immer an den Counterspell denken... diesen kann man ähnlich gegen gegnerische Angriffe spielen, WENN man ihn denn auf der Hand hat... allerdings hat das bei mir in der BSW noch nicht so recht funktioniert.



    Vorläufiges Fazit: Sehr interessanter Ansatz, sehr nette Mechanismen und eigentlich auch eine kurze Spieldauer (in der BSW - im realen weiß ich nicht, inwieweit das Kartenmischen die Zeit raubt).
    Negativ empfinde ich die Beschränkung auf die 10 Karten in der Mitte - das schreit für mich nach Varianten oder Erweiterungen...
    Bei 10 Karten sind die Kombinationen natürlich eher begrenzt, die man erlangen kann. Dabei meine ich nicht die Variation zwischen den einzelnen Spielen, sondern die Variationen in einem konkreten Spiel... aber da kann ich mich freilich auch irren, nach nur 2 Partien.
    Also, das Spiel hat viel Potential! Schlimmstenfalls ist es aber so, dass die Strategien mit ein wenig Spielerfahrung aber offensichtlich sind und sich defakto nach der Auswahl der 10 Karten in der Mitte richten und dann alle mechanisch diese runterrödeln... andererseits muss man dann immernoch einiges taktisches entscheiden.
    Ich pendel also eher zum Top als zum "passabel".


    Im direkten Vergleich zu Diamonds Club für mich das klar bessere Spiel... wobei der Vergleich natürlich vorne und hinten für euch andere hinkt, da die beiden Spiele überhaupt nicht ähnlich/vergleichbar sind.
    Aber wo Diamonds Club ein "Nett, gut gemacht aber das kenne ich schon alles" hinterlassen hat, da hinterläßt Dominion dank innovativem Mechanismus ein "Hm, klappt das? Sieht ja nett aus... aber... klappt das?!?" Eindruck.


    ...ach ich denke, das wird meinem Portomonaise wohl auch zur Last fallen...

    Einmal editiert, zuletzt von Tyrfing ()

  • Danke für das Angebot Tyrfing. Aber heute geht gar nichts mehr und ab Mittwoch bin ich bis Sonntag laptopfrei - bzw eventuell nur mal ganz kurz online...


    Ich habe das Spiel ja vorbestellt. Müsste ja dann kurz nach der Messe bei mir ankommen!


    Hat Dein Treffenwunsch hier eigentlich geklappt? Hat Chii mit Dir gespielt?

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  • Zitat

    Original von Tyrfing
    Negativ empfinde ich die Beschränkung auf die 10 Karten in der Mitte - das schreit für mich nach Varianten oder Erweiterungen...
    Bei 10 Karten sind die Kombinationen natürlich eher begrenzt, die man erlangen kann. Dabei meine ich nicht die Variation zwischen den einzelnen Spielen, sondern die Variationen in einem konkreten Spiel... aber da kann ich mich freilich auch irren, nach nur 2 Partien.
    Also, das Spiel hat viel Potential! Schlimmstenfalls ist es aber so, dass die Strategien mit ein wenig Spielerfahrung aber offensichtlich sind und sich defakto nach der Auswahl der 10 Karten in der Mitte richten und dann alle mechanisch diese runterrödeln... andererseits muss man dann immernoch einiges taktisches entscheiden.
    Ich pendel also eher zum Top als zum "passabel".


    Da schon Erweiterungen geplant sind, würde ich nicht so schnell erwarten, dass sich ein Entscheidungsautomatismus einstellen wird.