Erste Eindrücke Essen 2008

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  • Donnerstag


    Duck Dealer
    Als ich um ca. 10.30 Uhr am SplotterSpellen Stand ankam, standen deren Leute schon recht entspannt rum – offensichtlich hatten sie bereits einen Großteil der 200 mitgebrachten Exemplare an den Mann gebracht. Ich hatte gehofft, dass „Duck Dealer“ nur ein Gag sei und ein „vernünftiges“ Thema/Titel erwartet. Weit gefehlt! Die grässliche Gummiente prangte stolz auf der billigen Laserkopie-Schachtel und auch das restliche Papp/Papier-Material war in gewohnt mauer Qualität. Viele Holzspielsteine sind auch noch dabei, aber 60 Euro schienen mir dann doch deutlich überteuert! Über das Spiel selbst kann ich noch nicht viel sagen, aber ich habe darauf verzichtet, es blind zu kaufen. Sorry, SplotterSpellen – Treefrog ist auch nur ein „EinMannVerlag“, schafft es aber doch irgendwie, sehr gute Spiele UND ansprechendes Material & Grafik für 30 Euro herzustellen (siehe Tinner’s Trail oder After the Flood). Warum könnt ihr das nicht?!


    Planet Steam
    Enttäuscht von Duck Dealer bin ich dann zu LudoArt gewandert, da schon einige Leute mit der riesigen Schachtel unterwegs waren. Dort konnte ich auch gleich an einer Proberunde teilnehmen. Der Erklärbär war sehr fit und hat uns das Spiel in 10 Minuten erklärt. Das wunderschöne, vielfältige Material und die tolle Grafik fallen natürlich zuerst ins Auge, aber darunter befindet sich auch ein interessantes Spiel. Besonders gut gefallen hat mir dabei der Marktmechanismus, der Angebot und Nachfrage sehr realistisch abbildet. Leider ist die Spieldauer mit angegebenen 2 bis 3 Stunden recht hoch und auch die Riesenschachtel hat mich vom Kauf abgehalten. Aber vielleicht gibt es das als Weihnachtsgeschenk!


    Heads of State
    Weiter ging’s zu eggert-spiele, wo ich einen Platz bei diesem schön gestalteten Spiel fand. Zu viert stürzten wir uns in das Geplänkel der Adelshäuser in und um Europa. Ein großer Plan, Übersichten für jeden Spieler, viele Siegpunktmarker aus Holz in drei verschiedenen Formen, jede Menge Pappmarker und zwei Kartendecks sorgen für einen gut gefüllten Tisch. Jeder Spieler sammelt Karten, von denen es neun verschiedene gibt, und spielt diese aus, um damit Adlige auf dem Plan einsetzen zu können. Der „niedrige Adel“ kostet nur wenige Karten, der „Hochadel“ immer mehr Karten. In der ersten Runde geben diese meist direkt Punkte, später spielt man dann auf Mehrheiten in Ländern, oder darauf in jeder Provinz eines Landes vertreten zu sein oder als erster einen Adligen jeden Ranges auf das Brett zu bringen oder die Mehrheiten bei den Rängen zu haben. Ab der zweiten von drei Runden wird es eng in Europa und man muss mit Attentätern versuchen, wieder für Platz zu sorgen… Für mich ein thematisch schön umgesetztes Mehrheitenspiel, bei dem es einiges zu beachten gilt. Die wertige Ausstattung sorgt leider auch für einen gehobenen Preis, daher wanderte das Spiel nicht gleich in die Einkaufstasche.


    Im Schutze der Burg
    Nur einen Tisch weiter lag dieses Spiel bereit, dass ich mit der gleichen Truppe spielen konnte. Nach dem Online-Regelstudium war ich schon sehr auf dieses Spiel gespannt. Der schöne Spielplan by Menzel und tolle Ausstattung mit verschiedenförmigen Rohstoffen haben uns an „Stone Age“ erinnert. Beim ersten Spiel verwirren die Möglichkeiten der Charakterkarten etwas, aber das dürfte sich schnell geben. Jede Runde spielt man eine seiner 8 Charakterkarten und führt in festgelegter Reihenfolge die zugehörige Aktion aus. Boten, Händler und Arbeiter sorgen für Rohstoffnachschub, Maurer und Steinmetz verwandeln diese in Geld oder Siegpunkte und der Baumeister holt eigene Charakterkarten wieder auf die Hand zurück. Tricky ist dabei die Bauregel: Es müssen immer mindestens drei verschiedene Baustoffe (von vier verschiedenen) beim Bauen verwendet werden. Jeder Baustoff hat dabei einen festen Punktewert zwischen 1 und 5 und für jedes Gebäude muss damit der Bauwert genau erreicht werden! Nach nur 12 Runden und ca. 50 Minuten war die Partie auch schon wieder vorbei und ein Spiel reicht nicht aus, alle Möglichkeiten auszuloten. Ich werde es aber definitiv noch öfter spielen, auch wenn ich dieses Jahr auf die Deluxe-Edition in der Holzkiste zum doppelten Preis verzichtet habe – sooo groß ist mein Spieleschrank dann auch wieder nicht!


    Dominion
    Dieses Spiel war mit Abstand wohl das meistgespielte große Spiel der Messe! Teilweise saßen die Menschen auf dem Boden, die Karten zwischen sich. Nachdem auf BGG und BGN im Vorfeld schon viel berichtet wurde, kaufte ich es mir blind. Am Hans-im-Glück-Stand konnte ich es aber auch ausprobieren. Mit drei Leuten und der Startauftstellung losgespielt und ja, es machte soviel Spaß wie erhofft! Genau mein Spiel, ich freue mich schon auf viele, viele Runden damit!


    Chicago Express
    Als letztes Spiel am Donnerstag konnte ich noch ein Plätzchen beim immer voll besetzten Queens-Stand ergattern. Mit zwei Leuten von HALL9000 ging es ans Eisenbahnbauen und Aktienspekulieren. Durch die vielen Berichte auf BGG entsprechend vorgewarnt, wusste ich schon einigermaßen, was ich zu erwarten hatte. Das ganze Spekulieren und die ständige Entscheidung, wann welche der drei Aktionsmöglichkeiten mir am meisten Nutzen bringt gefällt mir wie erwartet sehr gut, das toll gestaltete Spiel ist noch dazu ein Augenschmaus (Menzel once more!) Ein sicherer Kauf für mich, aber erst nach der Messe!


    Zu Freitag und Samstag kommen noch Details!


    Freitag


    Palais Royal
    Am Freitagmorgen bin ich gleich mal bei Hans-im-Glück stehen geblieben, als ich einen freien Tisch mit Palais Royal drauf sah. Passenderweise mit einem französischem Pärchen und deren deutschen Übersetzer gespielt! :-) Es geht darum, seinen Dienerhaufen im variabel aufgebauten Schloss herumzuscheuchen, um Geld, Bewegungspunkte, Karten und vor allem Siegel zu sammeln. Diese und das Geld benötigt man, um die im angrenzenden Garten flanierenden Adligen (=Siegpunkte + Sonderfähigkeiten) einzusammeln. Etwa eine Stunde dauerte es, bis nur noch weniger als 12 Adlige im Garten waren und das Spiel endete. Wieder ein schön illustriertes und gut ausgestattetes Spiel, aber hier hätte ich mir dann doch etwas mehr Klarheit gewünscht. Der Franzose war farbenblind und hatte mit den Siegeln in lila und türkis seine liebe Not. Von den Mechanismen her bietet es eine gelungene Kombination bekannter Dinge, sodass ich es zwar gerne wiederspielen, aber wohl nicht kaufen werde.


    Lungarno
    Mehr zufällig, da grad eine Runde am Starten war, habe ich Lungarno ausprobiert. Nach dem Regelstudium stand es eher unten auf meiner Liste, da ich keine Innovationen entdecken konnte. Und auch das Testspiel brachte keine Änderung dieser Einschätzung. Jede Runde kauft und legt man Plättchen und darf noch einen Pöppel draufsetzen, wenn man will. Ist ein Bezirk voll, gibt es je nach Anzahl der farbigen Plättchen und der Pöppel (+/- weniger Sonderplättchen) Geld, dass auch den Siegpunkten entspricht. Einige Pöppel bleiben auf dem Brett und werden am Ende nochmals gewertet, andere erhält man zur Wiederverwendung zurück. Da nur eine Aktion pro Runde frei ist und man die zweite Aktion sowie bessere Plättchen mit Siegpunkten bezahlen muss, macht man meist nur wenig in einer Runde. Das kommt zwar der Downtime zugute, die es fast gar nicht gibt, allerdings bleibt auch das Gefühl, gespielt zu werden. Zusammen mit der hässlichen Grafik und dem happigen Preis von 25 Euro für mich ganz klar kein Kauf.


    Le Havre
    Ah, Le Havre! Das von vielen Spielern, so auch von mir, am meisten erwartete Spiel der Messe! Die Schlangen am Stand von Lookout-Games waren teilweise 20m in beide Richtungen lang und manche Leute standen buchstäblich stundenlang an, um ihr Exemplar zu bekommen. Ich habe zwei Partien angespielt, aber ich hätte mir Le Havre auch blind gekauft! Ein geniales Spiel und ich freue mich schon auf viele schöne Stunden damit!


    Chicago Express
    Eine weitere Gelegenheit, CE zu probieren, ergab sich am Queen-Stand, diesmal in einer Fünfer-Runde. Das Spiel mit lauter Neulingen verlief völlig anders als die gestrige Partie, da kaum gebaut, aber schnell die Aktien versteigert wurden. Nach nur einer guten halben Stunde war es auch schon wieder vorbei! Den Mitspielern und mir hat es sehr gut gefallen und ich bin schon auf weitere Partien sehr gespannt!


    Steel Driver
    Und gleich noch ein Eisenbahnspiel zum Abschluss des Tages! Zwar habe ich sowieso vor, mir die meisten Treefrog-Spiele zu zulegen, aber wenn ichs ausprobieren kann, warum nicht? Zu viert haben wir in 5 Runden Anteile von 6 Gesellschaften versteigert und auf dem funktional gestalteten Plan die Gleise von Ost nach West gebaut. Im Westen wollte keiner anfangen, trotzdem wurde keine der Gesellschaften völlig zugebaut. Der clevere Mechanismus, während der 5 Runden bereits die Voraussetzung für ein gutes Abschneiden bei der abschließenden Güterverteilung zu sorgen, hat uns allen sehr gut gefallen. Erwarteterweise gewann der Spieler, der es in der Mitte des Spiels schaffte, mehrere Anteile günstig abzustauben und damit am Ende deutlich mehr Anteile als alle anderen zu haben. Bei 90 Minuten Spieldauer eine spannende Sache, die auf jeden Fall ins Spieleregal kommt.


    Im Schutze der Burg
    Nachdem ich onkel_e, Tyrfing und chii am Donnerstagabend beim Essen in Essen kennengelernt hatte, traf ich mich mit onkel_e dann nach der Messe auf eine gemütliche Currywurst und anschließendem Spielen. Gordon und Lisa aus den Staaten waren auch dabei und wir hatten bei „Im Schutze der Burg“ ordentlich Spaß! :pleased:



    Samstag


    Uruk
    Am Samstagmorgen kam ich in den Menschenmassen zufällig am DDD-Stand zum stehen und siehe da, ein freier Tisch! Also schnell hingesetzt und einen Erklärbären ganz für mich allein gehabt. Das Spiel hatte ich mir schon im Vorfeld der Messe zur näheren Betrachtung vorgemerkt – Empirebuilding find ich einfach toll! Hier geht es darum, mit den Karten in vier Farben und den entsprechenden Ressourcensteinen Erfindungen zu machen diese mit Dörfern und Städten zu Siegpunkten aufzuwerten. Mit nur einem Kartendeck und einigen Holzspielsteinen ist der Umfang schon beschrieben, die kleine Schachtel ist gut gefüllt. Die Karten erfüllen mehrere Funktionen, die clever miteinander verbunden sind, auch wenn es schon zwei, drei Runden dauern wird, bis man alle Möglichkeiten kennt und weiß, wann was am besten zu tun ist! Aber solche Spiele gefallen mir und da es auch zu zweit gut funktioniert hat, habe ich es gleich mal mitgenommen!


    Cavum
    Weitergewandert zu QWG, war dort ein Plätzchen bei Cavum frei. Also flugs hingesetzt und losgespielt – der Erklärbär war ein Asiate und hatte mit Englisch einige Nöte, aber ich kannte immerhin schon die Regeln. Es entwickelte sich schnell ein heißer Wettkampf um die wertvollsten Edelsteine und besten Routen zu den Städten. Die Aktionen sind wie üblich stark begrenzt und wer sein Pulver zu schnell verschießt, konnte oft nichts mehr Sinnvolles mit seinen letzten Aktionen anstellen. Das Spiel erfordert viel Planung und noch mehr Übersicht und Interaktion ergibt sich eigentlich nur indirekt, wenn man anderen die Wege verbaut. Auf jeden Fall zwei spannende Stunden und ich würde es jederzeit gerne wieder spielen. Aber bitte nur mit Leuten, die nicht unter Analysis Paralysis leiden!


    Borneo
    Eigentlich wollte ich mir bei Abacus Strozzi und Monuments anschauen, aber dann war ein Tisch bei den Italienern nebenan frei und ich konnte Borneo ausprobieren. Gestern ließ ich mir es bereits erklären, aber da fanden sich in 10 Minuten keine Mitspieler! Hier handelt es sich um die Neuauflage des gleichnamigen kleinen Kartenspieles vom letzten Jahr. Ein Kartenablageplan und Spielerscheiben aus Holz sind wohl der Unterschied zum Material, ansonsten finden sich nur noch zwei Stapel Karten in der großzügigen Schachtel. Auf den Karten sind die Flaggen von bis zu vier verschiedenen Gesellschaften und ein Gewürz abgebildet, manche gibt es auch als Doppelgewürze. Die Spieler verteilen sich auf die verschiedenen Gesellschaften und versuchen die richtigen Gewürze zum Erfüllen von Aufträgen=Siegpunkte zu erhalten. Dazu ist es notwendig, in den Gesellschaften möglichst weit oben zu rangieren und man kann die Karten auch dazu benutzen, im Rang aufzusteigen. Insgesamt interessante Mechanismen, die mir eigentlich gut gefallen. Allerdings war das Testspiel zu fünft viel zu schnell (< 30 min.) und ohne nennenswerte erfüllte Aufträge vorbei. Am Nachbartisch dauerte das Spiel zu dritt deutlich länger und es gefiel den Leuten auch besser. Ob man aber tatsächlich 29 Euro (!) für dieses aufgebohrte Kartenspiel ausgeben mag, ich weiß es nicht… Ich habe mir kurz vor Schluss meines Messebesuches dann noch die diesjährige Neuheit Amerigo mitgenommen und hoffe, dass es auch ein gutes Spiel ist!


    Strozzi
    Anschließend noch bei onkel_e am Abacus-Stand vorbeigeschaut, der gerade mit einer Runde fertig und bereit für Strozzi war. Da es ihm selbst sehr gut gefüllt, hat er gleich mal selbst mitgespielt und wir haben das dritte Spiel von Dr. Knizia in der Reihe italienischer Handelsspiele ausprobiert. Strozzi variiert das von den beiden ersten Spielen bekannte Versteigern von Waren ein weiteres Mal. Diesmal bietet man mit drei verschiedenen Markern auf Schiffskarten. Diese zeigen bis zu drei Waren und die Geschwindigkeit (zwischen 1 und 8) sowie evtl. weitere Sondersymbole. Jeder Spieler hat einen Piratenmarker, der das Schiff auf jeden Fall ersteigert, sowie einen +1-Geschwindigkeit und einen +1-Warenmarker, die nur vom Piraten „überboten“ werden können. Es gibt drei Waren und drei Häfen und jeder Spieler ersteigert in einer von drei Runden drei Schiffe. Außerdem gibt es noch drei Künste auf Plättchen, die man bekommt, wenn man Schiffe mit entsprechendem Symbol ersteigert. Punkte gibt es auf die ersten drei Plätze bei den drei Waren sowie auf die schnellsten drei Schiffe in jedem Hafen. Am Ende des Spiels gibt es noch viele Zusatzpunkte für gesammelte Künste für - genau die besten drei! Wie vielleicht klar wird, ein typisches Knizia-Spiel! Allerdings gefällt mir Medici deutlich besser und Strozzi werde ich mir wohl nicht zulegen.


    Dominion
    Das letzte Spiel der Messe, es war schon kurz nach 17 Uhr und um spätestens 18 Uhr wollte ich los zum Flughafen. Da passt ja ein Dominion zu dritt noch locker rein, dachte ich. Leider waren meine zwei Mitspieler zwar enthusiastisch, aber vielleicht von den vielen Messeindrücken nicht mehr so richtig aufnahmefähig. Es dauerte auf jeden Fall gefühlte Stunden, bis das an sich einfache Spiel bei den beiden „klickte“ und dann dauerte es nochmals oft ewig, bis sie sich jeweils entschieden hatten, welche Karte sie denn nun spielen/kaufen wollten! So dauerte die Runde eine volle Stunde und ich saß da wie auf heißen Kohlen. Trotzdem machte mir das Spiel sehr viel Spaß und ich freue mich auf weitere Partien. Gott sei Dank ging es an der Garderobe schnell und das Taxi vor den Messentüren brachte mich auch sehr fix zum Flughafen.


    Damit endete meine Reise, meine ersten Eindrücke hab ich jetzt auch kundgetan und freue mich über Kommentare!


    Christian

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  • Zitat

    Original von Cyberian
    Donnerstag


    Heads of State
    Weiter ging’s zu eggert-spiele, wo ich einen Platz bei diesem schön gestalteten Spiel fand. Zu viert stürzten wir uns in das Geplänkel der Adelshäuser in und um Europa. Ein großer Plan, Übersichten für jeden Spieler, viele Siegpunktmarker aus Holz in drei verschiedenen Formen, jede Menge Pappmarker und zwei Kartendecks sorgen für einen gut gefüllten Tisch. Jeder Spieler sammelt Karten, von denen es neun verschiedene gibt, und spielt diese aus, um damit Adlige auf dem Plan einsetzen zu können. Der „niedrige Adel“ kostet nur wenige Karten, der „Hochadel“ immer mehr Karten. In der ersten Runde geben diese meist direkt Punkte, später spielt man dann auf Mehrheiten in Ländern, oder darauf in jeder Provinz eines Landes vertreten zu sein oder als erster einen Adligen jeden Ranges auf das Brett zu bringen oder die Mehrheiten bei den Rängen zu haben. Ab der zweiten von drei Runden wird es eng in Europa und man muss mit Attentätern versuchen, wieder für Platz zu sorgen… Für mich ein thematisch schön umgesetztes Mehrheitenspiel, bei dem es einiges zu beachten gilt. Die wertige Ausstattung sorgt leider auch für einen gehobenen Preis, daher wanderte das Spiel nicht gleich in die Einkaufstasche.


    Also, ich bin wirklich kein Menzel-Jünger. Seine Spiele sind zwar sehr schön gestaltet (obwohl es bei Palais Royal schon wieder zu schön und zu wenig funktionell ist) und auch einige superschöne Sachen dabei. Aber ich mag auch besonders die Lieske-Sachen. Franz Vohwinkel nicht zu vergessen! Klemens macht einen Hammerjob! Le Havre ist wieder superschön geworden. Auch einige Sachen von Matthias Catrein finde ich schön, obwohl da auch schon mal ne Niete dabei ist (Dominion hab ich mir noch nicht genau angesehen...). Auch von Czarne gibt es sehr fein gestaltete Spiele. Planet Steam ist ein ziemlicher Hingucker. Aber dieses HEADS OF STATE-Spiel ist wirklich das häßlichste, was mir seit langem untergekommen ist. Da lockt mich gar nichts es irgendwann mal auszuprobieren... Grauenhaft!!!


    Seit CHANGE HORSES ist Eggert Spiele in meinen Augen wieder etwas im Niveau gesunken. Und es scheint, als würde HEADS OF STATE da leider anschließen...