Feedback zu polnischen Spielen auf der Messe

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  • Weil Pomimo nach Feedback zu den polnischen Spielen gefragt hat, fasse ich mal kurz zusammen was mir so zu dem Thema einfällt. Ich nehme dabei kein Blatt vor den Mund, ich denke mit einer ehrlichen Meinung ist am meisten geholfen, selbst wenn man es netter verpacken könnte oder die Kritikpunkte nur marginal sind und ich eher die negativen Sachen aufzähle als die positiven lobe.



    Neuroshima Hex Erweitertung: Wenn eine Erweiterung preislich fast dasselbe kostet wie das Grundspiel ist das eher ungewöhlich, weil man mindestens soviel Material erwartet wie beim Grundspiel. Das Grundspiel bietet 4 (+1 Messebonus) Armeen und einen Spielplan, die Erweiterung 2 Armeen und ein paar Geländeteile, hätte also vom Preis her etwas billiger sein sollen, wenn man das Grundspiel als Maßstab nimmmt und war damit leicht überteuert. Produktionsqualität ist gut und damit besser als beim Grundspiel, zumindest war die Stanzung nicht so krumm und schief wie beim Grundspiel und alle Counter ließen sich leicht aus dem Rahmen lösen. (bisher nur ausgepackt, noch nicht gelesen oder gespielt)


    Witchcraft: Vom Material her ebenfalls leicht zu teuer. Zusätzlich schlechte Materialqualität und schlechte Stanzung. Durch die schlechte Stanzung hat man sich beim Herauslösen die Counter teilweise an der Oberfläche aufgerissen und obwohl ich sehr vorsichtig war, habe ich nun ein paar weisse Flächen und Risse an den Rändern der Counter. Von dem Material her scheint es auch unabhängig von der Stanzung qualitativ etwas schlechter zu sein als bei Neuroshima Hex. (nur ausgepackt, noch nicht gelesen oder gespielt)



    Wolf Fang: Allgemein gesagt fand ich die Spiele auf der Messe insgesamt ca. 30% zu teuer, wenn man nicht über das Vorbestellprogramm die Spiele bestellt hat. Die Vorbestellerpreise waren wirklich sehr gut, vielleicht sogar zu billig, die Preise auf der Messe dagegen zu teuer. Für das wirklich sehr gute Spiel Saigo No Kane würde ich bei der Materialausstattung 30 Euro hinlegen, mit Zähne zusammenbeissen vielleicht 35 Euro, aber da wäre meine persönliche Schmerzgrenze.


    Saigo No Kane: klasse Spiel, qualitativ recht gutes Material, allerdings gibt es ja die 2 Fehldrucke bei den Rückseiten der Karten (nicht schlimm, kann man improvisieren), die nicht passenden Standfüsse (darf eigentlich nicht passieren, kann man aber auch improvisieren, indem man die gar nicht verwendet) und die fehlenden aufgedruckten Multiplikationszeichen auf einigen Plättchen wo man dann nicht wusste, zu welchem Fertigkeitensymbol die Zahl gehörte (verwirrend, konnte man aber mit den Beispielen aus der Anleitung dann zumindest erkennen, dass dort etwas fehlt). Die Veranstaltungen hätte man etwas thematischer umsetzen können, indem man irgendwie klarer macht was für eine Veranstaltung (Sportfest, Quiz, Tombola, Theaterkurs) es sich handelt. So sind das irgendwelche No-Name-Veranstaltungen für die man irgendwelche Fertigkeiten und Geld braucht, also zu trocken und thematisch nicht intensiv genug. Natürlich ist das Material explizit sprachneutral gehalten und man kann dann keine Texte verwenden, aber irgendein Bildchen (Fussballstadion, Theaterbühne) hätte man vielleicht auch als Wasserzeichen hinterlegen und dann in der Anleitung erklären können. Die Herzen und Geldstücke sind sehr schön, warum sind dann die 5er-Herzen und 5er-Geldstücke plötzlich Counter? Wäre schöner gewesen mit größeren Herzen und größeren Geldstücken die 5er darzustellen oder vielleicht mit durchsichtigen Aufklebern ein paar Herzen und Geldstücke mit der Zahl 5 zu bekleben, damit sich die Stilrichtung des Materials sich nicht so stark ändert. Gute Anleitung. (gespielt)


    Kazaam: nettes Familienspiel, Qualität in Ordnung, Ohren Hände und Füsse sind manchmal schwierig auseinanderzuhalten. Zumindest hab ich mal einen Fuß als Hand gebaut... Allerdings nicht ganz so mein Fall, weil zu sehr glückabhängig von den gezogenen Plättchen. (gespielt)


    Yucatan: Nettes Spielmaterial, die Aufkleber für die Pyramiden sind aber zu lang und die großen sind auch schwer zu lösen, sodass öfter die Klebeschicht auf dem Bogen kleben bleibt und man dann an einigen Stellen keine klebende Fläche hat. Die resultierenden Geschenkpakettürmchen sind aber nett, wenn man sie nicht zu schief aufgeklebt hat... (nur ausgepackt, kurz gelesen, nicht gespielt)



    Kuznia Gier: Allgemein leicht überteuert, aber nicht so stark wie bei Wolf Fang. Nach der Preissenkung zum Schluss der Messe am letzten Tag waren die Preise einigermaßen in Ordnung fand ich.


    Wypas: schlechte deutsche Anleitung, manche verwendeten Worte sind unüblich oder gibt es gar nicht (z.B. 2. Spielphase wenn ich mich recht entsinne). Oft muss man in der englischen Regel nachschauen, wie es gemeint ist. (noch nicht gespielt)




    Also allgemein nörgele ich am Material und an den Preisen rum, weil ich die meisten Spiele davon noch nicht gespielt habe und deshalb inhaltlich noch keine Meinung dazu habe, da kann man dan nur die Äußerlichkeiten beurteilen... Daraus kann man natürlich noch nicht folgenern, ob die ganzen Spiele trotz der Kleinigkeiten nicht doch ganz toll sind und jeden Euro wert sind. Dazu braucht es noch etwas Zeit, um das zu beurteilen.


    Am besten gefallen mir Neuroshima Hex und Saigo No Kane. Witchcraft und Mozaika könnten noch was sein für mich, muss ich aber erstmal noch spielen.

    Einmal editiert, zuletzt von Eric ()

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